Einleitung und Fragestellung
Diese Hausarbeit soll sich allgemein mit dem Verhältnis von Sprache und Feldforschung beschäftigen. Dabei wird der Schwerpunkt in erster Linie auf dem Komplex „Sprache“ liegen, d.h. was dieser bedeutet, welche Rolle er in einer Forschung spielt oder spielen, wie eine Sprache erlernt werden kann und was daraus für logischen Schlussfolgerungen für Sozialwissenschaftler im allgemeinen und Ethnologen im speziellen zu ziehen sind.
Da scheinbar über die essentielle Bedeutung von Sprache und deren Beherrschung innerhalb des wissenschaftlichen Diskurs bezüglich Feldforschung kaum Divergenz bestehen zu scheint, möchte ich mein Augenmerk auf die verschiedenen Ansätze des Spracherwerbs legen. So existieren kaum Theorien, welche die Notwendigkeit des Sprachelernens verneinen, und trotzdem herrscht eine Masse von verschiedenen Herangehensweisen an diesen Prozess vor. Um diesen Differenzen auf den Grund zu gehen, werden ich versuchen entscheidende Aspekte von Sprache im Feldforschungskontext und verschiedene Theorien zum Themenkomplex „Sprache“ darzustellen. Ich möchte zu diesem Zwecke zwei wissenschaftliche Ausführungen dazu vorstellen und kontrastieren. Zum einen wird es sich um den eher linguistischen Ansatz von Prof. Dr. Gunter Senft und zum andern um den sozio-ethnologischen von Prof. Dr. Georg Elwert handeln, welche sich in ihrer Ausrichtung bezüglich des Spracherwerbs grundsätzlich unterscheiden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung und Fragestellung
- Prof. Dr. Gunter Senft
- Ein Einstieg
- Relevanz von Sprache in der Feldforschung
- Das Verständnis von Sprache...
- ...und die Rolle von Sprache in der Feldforschung
- Eine Zusammenfassung
- Der Spracherwerb
- Die Voraussetzungen
- Die Vorbereitungen daheim...
- ...und der Erwerb im Feld
- Eine Zusammenfassung
- Das Beispiel einer Forschung in Kaiserslautern
- Eine Zusammenfassung
- Prof. Dr. Georg Elwert
- Ein Einstieg
- Relevanz der Sprache in der Feldforschung
- Die methodische Grundlage von Feldforschung
- Der Spracherwerb
- Einige theoretische Vorüberlegungen……
- ...,deren praktische Umsetzung...
- ...und mögliche Probleme dabei
- Eine Zusammenfassung
- Eine Zusammenfassung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht die Verbindung zwischen Sprache und Feldforschung, wobei der Schwerpunkt auf der Bedeutung von Sprache und ihrem Erwerb liegt. Die Arbeit analysiert verschiedene Ansätze zum Spracherwerb und versucht, die Notwendigkeit des Sprachelernens im Kontext der Feldforschung zu beleuchten.
- Die Bedeutung von Sprache in der Feldforschung
- Verschiedene Ansätze zum Spracherwerb
- Das Verhältnis von Sprache und Kultur
- Methodische Implikationen von Spracherwerb in der Feldforschung
- Kontrastierung der Ansätze von Prof. Dr. Gunter Senft und Prof. Dr. Georg Elwert
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in die Thematik Sprache und Feldforschung und erläutert die zentrale Bedeutung von Sprache für das Verständnis von Kultur und Gesellschaft. Im Anschluss werden die Ansätze von Prof. Dr. Gunter Senft und Prof. Dr. Georg Elwert zur Relevanz von Sprache in der Feldforschung und zum Spracherwerb vorgestellt und verglichen. Beide Wissenschaftler betonen die Notwendigkeit, die Sprache des untersuchten Feldes zu beherrschen, allerdings unterscheiden sich ihre Ansätze hinsichtlich des methodischen Vorgehens und der theoretischen Grundlagen des Spracherwerbs.
Schlüsselwörter
Feldforschung, Sprache, Spracherwerb, Ethnolinguistik, Kultur, Kulturvergleichende Forschung, Methoden der Ethnologie, Anthropologie, Sozialwissenschaften, Ethnologie.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist Spracherwerb für die Feldforschung so wichtig?
Sprache ist der Schlüssel zum Verständnis einer Kultur. Nur durch die Beherrschung der Landessprache können Forscher tiefe Einblicke in soziale Strukturen, Denkweisen und kulturelle Nuancen gewinnen, die Übersetzern oft entgehen.
Was unterscheidet den Ansatz von Gunter Senft von dem Georg Elwerts?
Gunter Senft verfolgt einen eher linguistischen Ansatz mit Fokus auf die Struktur der Sprache, während Georg Elwert einen sozio-ethnologischen Ansatz betont, bei dem die Einbettung der Sprache in soziale Handlungen im Vordergrund steht.
Wie bereitet man sich zu Hause auf den Spracherwerb im Feld vor?
Die Vorbereitung umfasst das Studium vorhandener Grammatiken, Wörterbücher und linguistischer Daten, um eine theoretische Basis zu schaffen, bevor die praktische Anwendung vor Ort beginnt.
Welche Probleme können beim Spracherwerb während der Feldforschung auftreten?
Herausforderungen sind fehlende Schriftsprachen, Dialektvariationen, kulturelle Tabus beim Sprechen bestimmter Themen oder die Schwierigkeit, als Außenstehender Zugang zu authentischen Kommunikationssituationen zu finden.
Was ist Ethnolinguistik?
Ethnolinguistik ist ein Teilgebiet der Ethnologie, das die Beziehung zwischen Sprache, Kultur und Denken untersucht. Sie analysiert, wie Sprache das Weltbild einer Gesellschaft widerspiegelt.
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- Patricia Piberger (Author), 2005, Sprache, Feldforschung und Spracherwerb, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82121