Phänomene wie die Emanzipierung der Frau und rechtliche Verbesserungen im Arbeitsgesetz bezüglich der Gleichstellung sind Zeugnis dafür, dass die Frau in dieser Gesellschaft nicht immer den Stand und die Rechte hatte, wie heute. Doch ob sich die Lage der Frau tatsächlich im Vergleich zu früher gebessert hat soll anhand dieses Referats beleuchtet werden. Dazu werden hier Aufsätze von Keddi, Seidenspinner, Rerrich und Weidenfeld herangezogen, die sich mit Arbeitsteilung, Ungleichheit und Rollenverständnis befasst haben.
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Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Von der komplementären Arbeitsteilung zur Doppelbelastung der Frauen
- Familienzyklische und biographische Bedingungen der Arbeitsteilung
- Konfliktpotentiale in Familie und Gesellschaft
- Ehe und Familie
- Merkmale der Veränderung innerhalb der Familie
- Werte der Familie und Partnerschaft
- Gründe für die Arbeitsteilung
- Schlussbemerkung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieses Referat analysiert die Entwicklung der Arbeitsteilung in Familien und Partnerschaften im Kontext der Emanzipation der Frau und den Veränderungen im Arbeitsrecht. Es untersucht, wie sich die Vorstellung der partnerschaftlichen Arbeitsteilung in der Praxis realisiert und welche Faktoren zu einer möglichen Doppelbelastung von Frauen führen.
- Entwicklung der Arbeitsteilung in Familien
- Doppelbelastung von Frauen
- Soziale Ungleichheit zwischen den Geschlechtern
- Einfluss von Kindern und Bildung auf die Arbeitsteilung
- Wahrnehmung der Arbeitsteilung durch Frauen und Männer
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Ausgangspunkt der Analyse dar, indem sie auf die Emanzipation der Frau und die Veränderungen im Arbeitsrecht hinweist. Das Kapitel "Von der komplementären Arbeitsteilung zur Doppelbelastung der Frauen" beleuchtet die Einführung des neuen Familienrechts im Jahr 1977 und untersucht die Auswirkungen auf die Arbeitsteilung in Familien. Es wird deutlich, dass die Vorstellung der partnerschaftlichen Arbeitsteilung in der Praxis oft nicht umgesetzt wird, was zu einer Doppelbelastung von Frauen führt. Die Kapitel "Konfliktpotentiale in Familie und Gesellschaft" untersuchen verschiedene Aspekte, die mit der Arbeitsteilung in Verbindung stehen, darunter die Veränderungen innerhalb der Familien, die Werte von Familien und Partnerschaften, sowie die Gründe für die Arbeitsteilung.
Schlüsselwörter
Arbeitsteilung, Familienrecht, Emanzipation, Doppelbelastung, soziale Ungleichheit, Geschlechterrollen, Partnerschaft, Familie, Kinder, Bildung, Wahrnehmung.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter partnerschaftlicher Arbeitsteilung?
Es ist das Ideal, bei dem sich beide Partner Erwerbsarbeit, Hausarbeit und Kinderbetreuung gleichberechtigt teilen, unabhängig von traditionellen Rollenbildern.
Warum erleben viele Frauen eine Doppelbelastung?
Trotz zunehmender Erwerbstätigkeit von Frauen übernehmen sie oft weiterhin den Großteil der Hausarbeit und Kinderbetreuung („Second Shift“), was zu einer zeitlichen und psychischen Überlastung führt.
Wie hat das Familienrecht von 1977 die Situation verändert?
Die Reform ersetzte das „Hausfrauenmodell“ durch das „Partnerschaftsprinzip“. Seitdem gibt es keine gesetzlich vorgeschriebene Aufteilung der Haushaltsführung mehr, sondern Partner entscheiden einvernehmlich.
Welchen Einfluss hat die Bildung auf die Arbeitsteilung?
Studien zeigen, dass Paare mit höherem Bildungsgrad eher zu einer egalitären Arbeitsteilung neigen, wobei auch hier in der Praxis oft geschlechtsspezifische Muster bestehen bleiben.
Welche Konfliktpotenziale ergeben sich aus ungleicher Arbeitsteilung?
Ungerechtigkeitsempfinden bei der Hausarbeit ist einer der häufigsten Gründe für partnerschaftliche Konflikte und kann langfristig die Stabilität der Beziehung gefährden.
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- Robert Conrad (Author), 2001, Partnerschaft und Arbeitsteilung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8218