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Partnerschaft und Arbeitsteilung

Title: Partnerschaft und Arbeitsteilung

Seminar Paper , 2001 , 14 Pages , Grade: 2

Autor:in: Robert Conrad (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Summary Excerpt Details

Phänomene wie die Emanzipierung der Frau und rechtliche Verbesserungen im Arbeitsgesetz bezüglich der Gleichstellung sind Zeugnis dafür, dass die Frau in dieser Gesellschaft nicht immer den Stand und die Rechte hatte, wie heute. Doch ob sich die Lage der Frau tatsächlich im Vergleich zu früher gebessert hat soll anhand dieses Referats beleuchtet werden. Dazu werden hier Aufsätze von Keddi, Seidenspinner, Rerrich und Weidenfeld herangezogen, die sich mit Arbeitsteilung, Ungleichheit und Rollenverständnis befasst haben.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Von der komplementären Arbeitsteilung zur Doppelbelastung der Frauen

2.1 Familienzyklische und biographische Bedingungen der Arbeitsteilung

3 Konfliktpotentiale in Familie und Gesellschaft

4 Ehe und Familie

4.1 Merkmale der Veränderung innerhalb der Familie

4.2 Werte der Familie und Partnerschaft

4.3 Gründe für die Arbeitsteilung

5 Schlussbemerkung

6 Fazit

Zielsetzung und Themenfelder

Diese Arbeit analysiert die Diskrepanz zwischen dem rechtlichen Anspruch auf Gleichstellung und der gelebten Realität der häuslichen Arbeitsteilung in Deutschland, wobei der Fokus insbesondere auf der Doppelbelastung der Frau liegt.

  • Die Entwicklung von komplementärer Arbeitsteilung zur heutigen Doppelbelastung
  • Soziologische Konfliktpotentiale durch geschlechtsspezifische Rollenverteilungen
  • Der Stellenwert von Ehe und Familie im gesellschaftlichen Gesamtprofil
  • Bedingungsfaktoren der Arbeitsteilung wie Lebensform, Alter und Bildungsstand

Auszug aus dem Buch

Von der komplementären Arbeitsteilung zur Doppelbelastung der Frauen

1977 trat das neue Familienrecht in Kraft, welches die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung zwischen Frau und Mann aufhob und damit beide Partner dazu veranlassen sollte gleichermaßen im Haushalt mitzuwirken. Die Vorstellung der partnerschaftlichen Arbeitsteilung in Haushalt und Familie hat sich in der Öffentlichkeit 10 Jahre nach Einführung des Familienrechts durchgesetzt. Sind Frauen in einer Partnerschaft vollzeit-berufstätig, so werden sie meist mit einer Doppelbelastung konfrontiert, da sie in der Regel neben der Arbeit noch den Haushalt verrichten. Daraus lässt sich ableiten, dass die Arbeitsteilung im Haushalt praktisch nicht stattgefunden hat, was für alle Altersgruppen, Schichten und Lebensformen gilt (160). Die häusliche Arbeitsteilung gilt also als ein Indikator für soziale Ungleichheit zwischen den Geschlechtern (161).

Mit diesen Aussagen wäre ein Fazit quasi schon vorweggenommen. Was hier jedoch noch interessieren soll, ist, wie und warum es zu dieser Doppelbelastung der Frau kommt, und warum oder weshalb sie sich diese Ungerechtigkeit „gefallen” lässt. Männliche Partner begrüßen zwar die partnerschaftliche Organisation des Haushalts, doch lediglich in der Theorie. An der Umsetzung hapert es. Dazu soll an späterer Stelle mehr gesagt werden (160).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung unter Berücksichtigung rechtlicher und gesellschaftlicher Veränderungen.

2 Von der komplementären Arbeitsteilung zur Doppelbelastung der Frauen: Analyse der fortdauernden Ungleichheit in der häuslichen Arbeitsteilung trotz rechtlicher Gleichstellung.

2.1 Familienzyklische und biographische Bedingungen der Arbeitsteilung: Untersuchung der Einflüsse von Kindern, Ehedauer und Bildungsstand auf die häusliche Aufgabenverteilung.

3 Konfliktpotentiale in Familie und Gesellschaft: Darstellung der alltäglichen Ungleichheitserfahrungen und deren Auswirkungen auf die Handlungsautonomie der Frau.

4 Ehe und Familie: Untersuchung des Stellenwerts von Ehe und Familie im Kontext der gesellschaftlichen Entwicklung.

4.1 Merkmale der Veränderung innerhalb der Familie: Beobachtung des Trends zur Individualisierung und zum Eigennutz innerhalb familialer Strukturen.

4.2 Werte der Familie und Partnerschaft: Auswertung empirischer Daten zur Bedeutung von familiären Werten wie Treue, Liebe und gegenseitiger Achtung.

4.3 Gründe für die Arbeitsteilung: Reflexion über die Ursachen, warum trotz Nachteilen an traditionellen Rollenbildern festgehalten wird.

5 Schlussbemerkung: Zusammenfassende Darstellung der zentralen Faktoren, die eine gleichberechtigte Arbeitsteilung hemmen.

6 Fazit: Kritisches Resümee zur stagnierenden Verbesserung der Situation der Frau bis zum Jahr 2001.

Schlüsselwörter

Arbeitsteilung, Doppelbelastung, Partnerschaft, Familie, Soziale Ungleichheit, Rollenverteilung, Emanzipierung, Familienrecht, Geschlechterrollen, Haushalt, Hausarbeit, Lebensform, Vereinbarkeit, Berufsleben, Erwerbstätigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem gesetzlichen Gleichheitsanspruch in der Partnerschaft und der tatsächlichen, oftmals asymmetrischen Aufteilung von Haushalts- und Betreuungsaufgaben zwischen den Geschlechtern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die Ursachen der Doppelbelastung der Frau, der Einfluss von Lebensformen auf die Arbeitsteilung und die soziologische Bewertung der Ehe im Kontext gesellschaftlicher Wandlungsprozesse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum trotz gesetzlicher Verbesserungen in der Praxis weiterhin eine traditionelle, für die Frau benachteiligende Rollenverteilung in Haushalt und Familie dominiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf die Sekundäranalyse soziologischer Fachliteratur (u.a. von Keddi, Seidenspinner, Rerrich und Weidenfeld) sowie auf empirische Umfragedaten, um Thesen zur Arbeitsteilung zu belegen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Faktoren (z.B. Kinder, Alter, Bildung), die eine faire Arbeitsteilung verhindern, diskutiert die Handlungsautonomie der Frau und reflektiert die soziokulturelle Bedeutung der Ehe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Doppelbelastung, geschlechtsspezifische Rollenverteilung, partnerschaftliche Arbeitsteilung und soziale Ungleichheit definiert.

Wie beeinflussen Kinder die Arbeitsteilung konkret?

Kinder wirken sich laut den Analysen negativ auf eine egalitäre Arbeitsteilung aus, da sie die Mutter in traditionelle Rollenmuster drängen und die Arbeitsbelastung der Frau mit zunehmender Anzahl und Betreuungsintensität signifikant erhöhen.

Welche Rolle spielt die Bildung der Frau für die Arbeitsteilung?

Ein höherer Bildungsgrad der Frau ist ein Faktor, der eher zu einer liberaleren und moderneren Aufgabenverteilung im Haushalt führt, da hierbei beispielsweise Kinderwünsche bewusster geplant und Entlastungsmöglichkeiten eher genutzt werden.

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Details

Title
Partnerschaft und Arbeitsteilung
College
University of Tubingen  (Institut für Soziologie)
Course
Seminar: Familiensoziologie
Grade
2
Author
Robert Conrad (Author)
Publication Year
2001
Pages
14
Catalog Number
V8218
ISBN (eBook)
9783638152518
Language
German
Tags
Partnerschaft Arbeitsteilung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Robert Conrad (Author), 2001, Partnerschaft und Arbeitsteilung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8218
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