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Europas Aufstieg zur Wirtschaftsmacht

Warum Europa China überholte

Title: Europas Aufstieg zur Wirtschaftsmacht

Seminar Paper , 2005 , 26 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Stephan P. Hönigschmid (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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Der Aufstieg Europas grenzt an ein Wunder, wenn man bedenkt welche Vormachtstellung
der asiatische Raum noch im 14. Jahrhundert einnahm. China hatte bereits ein bedeutendes Niveau technischen und wirtschaftlichen Fortschritts erreicht. Pro Kopf der Bevölkerung verfügte China über einen Vorsprung von 20 Prozent vor Europa. Eine beachtenswerte Erfindung war unter anderem eine mit Wasserkraft betriebene Hanfspinnmaschine, die es mit jeder europäischen Erfindung bis ca. 1700 aufnehmen konnte. Weiterhin verfügte China über eine signifikante Eisenproduktion. Gegen Ende des 11. Jahrhunderts erreichte die Produktion in ihrer Summe einen Maximalwert von 150.000 Tonnen pro Jahr. Dieses Niveau erreichte Europa erst im Jahre 1700 (Jones 1991: 231-232).

In der vorliegenden Arbeit soll der Versuch unternommen werden, die Faktoren herauszuarbeiten, welche den eindrucksvollen Aufstieg Europas seit der frühen Neuzeit begünstigten. Dabei richtet sich der Fokus der Betrachtungen insbesondere auf den Einfluß von Klima und Geographie sowie den Auswirkungen gesellschaftlicher Strukturen (u.a. Rechtssicherheit und Religion) auf die wirtschaftliche Entwicklung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Klima und Geographie

III. Gesellschaftliche Strukturen

1. Technik

2. Religion

3. Rechtssicherheit

4. Bildung

IV. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Faktoren, die den wirtschaftlichen und technologischen Aufstieg Europas im Vergleich zu China seit der frühen Neuzeit begünstigten, und analysiert dabei insbesondere die Rolle von Klima, Geographie, Religion, Rechtssicherheit und Bildung.

  • Analyse der Bedeutung von Klima und geographischer Fragmentierung für die dezentrale Struktur Europas.
  • Untersuchung des Einflusses von Religion (Protestantismus, Islam, Hinduismus) auf wirtschaftliches Handeln.
  • Bewertung der Rechtssicherheit und institutioneller Rahmenbedingungen als Wachstumstreiber.
  • Diskussion der Auswirkungen von Bildungsstrukturen auf den technologischen Fortschritt.

Auszug aus dem Buch

1. Technik

Die Innovationskraft der europäischen Staaten verbesserte sich seit der Neuzeit Schritt für Schritt. Jedoch muß der Ehrlichkeit halber angemerkt werden, daß Europa in den Bereichen der Landwirtschaft, des Handels und der Erfindungen im allgemeinen, lange Zeit extrem rückständig war. Jeder Verweis auf den germanischen Pflug oder die Drei-Felder-Wirtschaft verblaßt gegenüber den ausgeklügelten Methoden, mit denen man in China Landwirtschaft treiben konnte. Auch im Bereich des Handels konnten lange Zeit gegenüber Indien, China und der moslemischen Welt keine Vorteile verzeichnet werden. Bedeutende Erfindungen, wie das Wasserrad, die Brille, die mechanische Uhr und der Buchdruck mit beweglichen Lettern, hatten ihren Ursprung in China. Des weiteren verfügten die Chinesen über großartige Verfahren der Eisenverhüttung, den Kompaß, das Papier und über astronomische Uhren.

Als vor 500 Jahren der europäische Aufschwung noch in den Kinderschuhen steckte, waren die genannten Erfindungen und Verfahrensweisen in China fest etabliert. Europa war von diesem Stand der Technik Lichtjahre entfernt. Auch im militärischen Bereich hätte China die Welt dominieren können, wie dies später die Europäer taten. Die Erfindung des Schießpulvers und die Entwicklung von Schiffen, die größer als die der Europäer waren, mehr Kanonen, größere Besatzungen und Ladekapazitäten hatten, ließen eine Manifestation des Status quo gegenüber Europa erwarten. Der einzige Gegner den die Chinesen hatten, waren sie selbst.

Einen permanenten Druck zur Weiterentwicklung und Verbesserung gab es jedoch nicht. Viele Erfindungen ließ man ungenutzt verkommen. Die prächtige Flotte wurde nach dem Verbot des Überseehandels dem Verfall preisgegeben. Es ist daher zu konstatieren, daß es keinesfalls an den Fähigkeiten der Menschen scheiterte, sondern an den Möglichkeiten, sie unbegrenzt entfalten zu können. Dies ist der entscheidende Punkt. Die Entfaltungsmöglichkeiten waren in Europa besser. Kam es zu der Situation, daß ein Fürst eine Entwicklung verbot, dann gab es die Möglichkeit in ein nahegelegenes konkurrierendes Fürstentum auszuweichen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage nach den Ursachen des europäischen Aufstiegs gegenüber China und umreißt die methodische Struktur der Arbeit anhand natürlicher und gesellschaftlicher Faktoren.

II. Klima und Geographie: Dieses Kapitel erläutert, wie geographische Gegebenheiten und Klimaunterschiede die dezentrale politische Struktur Europas im Gegensatz zu zentralistischen asiatischen Reichen begünstigten.

III. Gesellschaftliche Strukturen: Hier werden die Voraussetzungen für wirtschaftlichen Wandel analysiert, wobei Technik, Religion, Rechtssicherheit und Bildung als zentrale Einflussfaktoren auf die Entwicklung untersucht werden.

IV. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die europäische Konkurrenzsituation und dezentrale Organisation entscheidende Treiber für Innovation und wirtschaftliches Wachstum waren.

Schlüsselwörter

Europa, China, Wirtschaftswachstum, Industrielle Revolution, Dezentralität, Klima, Geographie, Protestantismus, Rechtssicherheit, Eigentumsrechte, Technik, Innovation, Bildung, Max Weber, Konkurrenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Ursachen, warum Europa ab der frühen Neuzeit eine beispiellose wirtschaftliche und technologische Entwicklung nahm und dabei China überholte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen den Einfluss von Klima und Geographie, die Rolle gesellschaftlicher Strukturen, technologische Entwicklungen, religiöse Einflüsse, Rechtssicherheit und die Bedeutung von Bildung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die spezifischen Faktoren herauszuarbeiten, die den Aufstieg Europas zu einer weltweiten Wirtschaftsmacht ermöglichten und den Durchbruch neuzeitlicher Wirtschaftsentwicklung gerade in Europa begünstigten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Der Autor nutzt einen strukturanalytischen Ansatz und stützt sich dabei auf bedeutende wirtschaftshistorische Standardwerke, um die Unterschiede zwischen europäischen und asiatischen Entwicklungspfaden zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse natürlicher Bedingungen (Klima und Geographie) sowie die Untersuchung gesellschaftlicher Faktoren, namentlich Technik, Religion, Rechtssicherheit und Bildung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Dezentralität, Konkurrenz, institutionelle Innovationen, Eigentumsrechte, Wirtschaftswachstum und den Vergleich europäischer und asiatischer Entwicklungsmuster.

Warum war der "Kältevorteil" für Europa laut Text bedeutend?

Kalte Winter halfen in Europa, Krankheitserreger und Seuchen zu unterdrücken, was die Produktivität förderte und bessere Voraussetzungen als in manchen feuchtwarmen Klimazonen Asiens schuf.

Inwiefern beeinflusste die Religion die wirtschaftliche Entwicklung?

Der Autor diskutiert Max Webers These über den Protestantismus und die "innerweltliche Askese" als förderlich für Kapitalakkumulation, kontrastiert dies jedoch mit anderen Religionen wie dem Islam oder Hinduismus, die teils andere Anreizstrukturen schufen.

Welche Rolle spielte die Rechtssicherheit für den wirtschaftlichen Erfolg?

Rechtssicherheit und geschützte Eigentumsrechte waren essentiell für den Handel; der ständige Wettbewerb zwischen europäischen Herrschern zwang diese, solche Rahmenbedingungen zu verbessern, um Handel und Wohlstand anzuziehen.

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Details

Title
Europas Aufstieg zur Wirtschaftsmacht
Subtitle
Warum Europa China überholte
College
Dresden Technical University
Grade
1,7
Author
Stephan P. Hönigschmid (Author)
Publication Year
2005
Pages
26
Catalog Number
V82186
ISBN (eBook)
9783638887540
ISBN (Book)
9783638887717
Language
German
Tags
Europas Aufstieg Wirtschaftsmacht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephan P. Hönigschmid (Author), 2005, Europas Aufstieg zur Wirtschaftsmacht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82186
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