Poes Erzählung „Die Morde in der Rue Morgue“ erschien erstmals 1841 in der Aprilausgabe von „Graham`s Magazine“. Sie begründete ein neues literarisches Genre, die Detektivgeschichte.
Hauptthema dieser modernen Kriminalliteratur ist die Aufklärung von Verbrechen durch Indizien und Rückschlüsse, in welche der Leser miteinbezogen wird.
Eine zentrale Rolle bei den Ermittlungen der Morde in der besagten Rue Morgue, einer Straße in Paris, spielen zwei unheimliche Stimmen, welche von zwei Zeugen aus einem Hinterzimmer im Haus der Opfer vernommen worden sind. Poe lässt die Zeugen die Fremdartigkeit der Stimmen so detailgenau und exakt beschreiben, dass diese auch dem Leser unheimlich erscheinen. Deshalb kann diese Detektivgeschichte auch als eine Art von Gruselgeschichte beschrieben werden oder aber auch als Sinnesgeschichte, da ein bedeutendes Moment der Erzählung der Hörsinn ist.
Inhaltsverzeichnis
- Edgar Allan Poe: Die Morde in der Rue Morgue
- Inhalt der Erzählung
- Warum wirken die Stimmen laut Zeugenaussagen so unheimlich und geisterhaft?
- Die erste Stimme
- Die zweite Stimme
- Weitere unheimliche Details
- Die eigenen Ermittlungen Dupins
- Die List Dupins
- Das Geständnis des Matrosen
- Zu der Erzählung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Erzählung „Die Morde in der Rue Morgue“ von Edgar Allan Poe befasst sich mit der Aufklärung eines grausamen Verbrechens und der Rolle des Hörsinns in der Wahrnehmung von Wirklichkeit und Unheimlichkeit. Die Geschichte präsentiert dem Leser einen fiktiven Detektiv, Monsieur Dupin, der mit außergewöhnlicher Beobachtungsgabe und analytischem Geschick die Täter ermittelt.
- Die Bedeutung des Hörsinns in der Wahrnehmung von Realität und Unheimlichkeit
- Die Konstruktion von Wahrheit und Täuschung in der Kriminalgeschichte
- Die Rolle von Stimmen und Sprache bei der Identitätsfindung
- Die Interaktion von Mensch und Tier im Kontext des Verbrechens
- Die Bedeutung des Unheimlichen in der Phantastik
Zusammenfassung der Kapitel
Die Erzählung beginnt mit der Vorstellung von Monsieur Dupin und seiner außergewöhnlichen analytischen Fähigkeiten. Der Leser erfährt von den grausamen Morden in der Rue Morgue, bei denen zwei unheimliche Stimmen eine entscheidende Rolle spielen. Im zweiten Teil der Erzählung wird die Unheimlichkeit der Stimmen genauer untersucht. Die Zeugen beschreiben die Stimmen als fremdartig und mysteriös, was beim Leser eine Atmosphäre von Spannung und Unbehagen erzeugt. Durch die genauen Beschreibungen der Stimmen gelingt es Poe, dem Leser ein Gefühl der Unheimlichkeit und des Ungewissen zu vermitteln.
Schlüsselwörter
Die Erzählung „Die Morde in der Rue Morgue“ ist ein Beispiel für die literarische Phantastik und die Entwicklung der modernen Kriminalliteratur. Schlüsselbegriffe sind hierbei die Analyse von Stimmen, die Konstruktion von Wahrheit und Täuschung, die Rolle des Unheimlichen sowie die Interaktion von Mensch und Tier. Darüber hinaus wird die Bedeutung des Hörsinns in der Wahrnehmung von Wirklichkeit und Unheimlichkeit hervorgehoben.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in „Die Morde in der Rue Morgue“?
Es ist eine Erzählung von Edgar Allan Poe, die als Begründung des modernen Detektivromans gilt. Monsieur Dupin klärt darin einen grausamen Doppelmord in Paris auf.
Welche Rolle spielen die unheimlichen Stimmen?
Zwei Zeugen hören fremdartige Stimmen aus dem Tatzimmer. Die Unfähigkeit, die Sprache oder das Geschlecht der Stimmen zuzuordnen, erzeugt eine Atmosphäre des Unheimlichen.
Wer ist C. Auguste Dupin?
Dupin ist der fiktive Detektiv der Geschichte, der durch außergewöhnliche Beobachtungsgabe und analytische Logik (Ratiocination) Verbrechen löst.
Warum wird die Geschichte als Sinnesgeschichte bezeichnet?
Weil der Hörsinn ein zentrales Element der Handlung ist. Die akustische Wahrnehmung der Zeugen führt letztlich auf die Spur des Täters.
Was ist das Geheimnis hinter den Morden?
Dupin findet heraus, dass kein Mensch, sondern ein entlaufener Orang-Utan für die grausamen Tode verantwortlich war, was die Seltsamkeit der gehörten Stimmen erklärt.
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- Bettina Arzt (Author), 2003, Unheimliche Stimmen: Geisterstimmen und Ohren in der Phantastik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82201