Medizin zwischen Naturwissenschaften, Philosophie und Soziologie - Wolfgang U. Eckarts Geschichte der Medizin


Rezension / Literaturbericht, 2003

4 Seiten, Note: "-"


Leseprobe

1. Einleitung

Krankheit und Gesundheit sind nicht nur ein biomedizinisches Thema. Diese These wird belegt durch die Entwicklung der Psychosomatik, der Sozialmedizin und von Public Health wie durch die Medizingeschichte, wie es Wolfgang Eckart, Medizinhistoriker in Heidelberg, diskutiert. Die Akteure der Medizin kommen aus einem interdisziplinären Spektrum mit biomedizinischen, naturwissenschaftlichen, philosophischen und sozialwissenschaftlichen Ansätzen. Zur Verdeutlichung dieser Zusammenhänge verweist der Autor auf einen medizinhistorischen Horizont von der Steinzeit, der Antike über das Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert.

2. Die frühen Anfänge

Im ersten bis dritten 3. Kapitel (S. 1-83) geht es um magisch-animistische Krankheitskonzepte „vorrationaler“ Medizin, Medizin der alten Hochkulturen mit ägyptischer Heilkunde, babylonischer Medizin, Alt-Indien bis zum alten China, Medizin der griechischen und römischen Antike mit dem Asklepios-Heilkult, hippokratischer Medizin, Galenos von Pergamon über die ärztliche Ausbildung in der Antike bis zur öffentlichen Gesundheitspflege.

3. Mittelalter

Im vierten bis sechsten Kapitel (S. 85-167) bespricht Eckart die byzantinische Medizin als Rezeption antiker Heilkunst, Medizin im Mittelalter mit persisch-arabisch-islamischer Heilkunst (7. bis 13. Jh.), monastische Medizin (5. bis 12. Jh.), den Übergang zu den weltlichen Medizinschulen (12. bis 16. Jh.) mit den Krankheits- und Therapiekonzepten des Mittelalters (einschließlich das christliche Hospital) bis zur Medizin der Renaissance, ärztlicher Botanik und Zoologie, Anatomie bei Andreas Vesalius (1514-1564), Neuerungen der Chirurgie und Geburtshilfe, das Syphilisproblem bis zur medizinischen Ausbildung und der Strukturbildung des Gesundheitswesens.

4. Aufklärung

Im sieben bis neunten Kapitel (S. 169-318) bespricht der Medizinhistoriker die Überwindung der alten Autoritäten mit der experimentell-physiologischen Medizin, neue Lebens- und Krankheitskonzepte, der Aufbau medizinischer Fakultäten und die Entwicklung eines öffentlichen Gesundheitswesens. Ferner analysiert Wolfgang Eckart die Grundlegung der klinischen Medizin im 18. Jahrhundert, Chirurgie und Geburtshilfe, der aufgeklärte Absolutismus und die öffentliche Gesundheitspflege im Dienste des Staates. Schließlich wird der Aufbruch in die Moderne, d.h. die Medizin des 19. Jahrhunderts, vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen:

- Grundlagen und Hauptlinien mit der technisch-industriellen Revolution
- Bestimmende Faktoren wie Hygiene, Bakteriologie
- Sozialmedizinische Neuorientierung
- Entwicklung eines neuen Krankenhaustypus mit großen Krankenanstalten
- Einfluss der Naturwissenschaft mit der Anwendung physikalischer und chemischer Untersuchungsmethoden (einschließlich der Einflüsse der Biologie)

[...]

Ende der Leseprobe aus 4 Seiten

Details

Titel
Medizin zwischen Naturwissenschaften, Philosophie und Soziologie - Wolfgang U. Eckarts Geschichte der Medizin
Hochschule
Universität Koblenz-Landau  (Institut für Politik und Soziologie)
Note
"-"
Autor
Jahr
2003
Seiten
4
Katalognummer
V82261
ISBN (eBook)
9783638869447
Dateigröße
430 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Hier liegt ein Literaturbericht vor zu einem wegweisenden, sprachlich sehr gut verständlich und didaktisch hervorragend aufgearbeitetes Werk der Medizingeschichte.
Schlagworte
Medizin, Naturwissenschaften, Philosophie, Soziologie, Wolfgang, Eckarts, Geschichte, Medizin
Arbeit zitieren
Bernhard Mann (Autor:in), 2003, Medizin zwischen Naturwissenschaften, Philosophie und Soziologie - Wolfgang U. Eckarts Geschichte der Medizin, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82261

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