Feminismus in den internationalen Beziehungen


Hausarbeit, 2003

11 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Feminismus
a) Liberaler Feminismus oder „Bringing the women in“
b) Radikaler Feminismus oder “Difference between Women and Men”
c) Postmoderner Feminismus oder “Difference between Women”

3. Kritische Analyse des Feminismus
a) Kritik am liberalen Feminismus
b) Kritik am radikalen Feminismus
c) Kritik am postmodernem Feminismus

4. Fazit einer Analyse

1. Einleitung

In Deutschland wird der Feminismus sofort mit der Frauenbewegung um Alice Schwarzer gleichgesetzt. Zwar war diese Bewegung für Deutschland nicht unbedeutend, jedoch ist diese nur ein winziges Glied in einer langen Kette der Frauenbewegungen. Die Frauenbewegungen fanden zumeist begleitend zu den wissenschaftlichen Debatten der feministischen Theorie in der Internationalen Beziehung (IB) statt. Damit ist die feministische Theorie der IB so stark wie kaum eine andere Theorie der IB mit einer politisch-gesellschaftlichen Bewegung verknüpft.

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sich bereits eine Frauenbewegung, die von den beiden Weltkriegen unterbrochen wurde. Erst der gesellschaftspolitische Aufbruch der 1960er und 1970er Jahre verhalf der Frauenbewegung zu neuem Aufschwung. Obwohl die wissenschaftlichen Debatten wie auch die Bewegung des Feminismus zumeist Hand in Hand gingen, erlosch das öffentliche Interesse an den Frauenbewegungen. Hingegen stieg der Zuwachs an den wissenschaftlichen Debatten enorm. Besonders die drei Klassiker: „Bananas, Beaches & Bases“ von Cynthia Enloe, Christine Sylvesters „Feminist Theory and International Relations in a Postmodern Era“ und „Gender in International Relations. Feminist Perspectives on Achieving Global Security“ von Ann J. Tickner waren an diesen Debatten maßgeblich beteiligt. Als besonders fruchtbar erwies sich der kritische Dialog unter den Feminismusvertretern, der mehrere Strömungen innerhalb der Feminismus Theorie aufblühen ließ.[1]

Mit der Weiterentwicklung der feministischen Theorieansätze nahmen natürlich auch die Stimmen der Kritiker immer weiter zu. Gerade diese kritischen Perspektiven der feministischen Theorie der IB sind in dieser Arbeit von Interesse.

2. Feminismus

Der Feminismus setzt sich aus unterschiedlichen Perspektiven kritisch mit den herrschenden Ansätzen der IB auseinander. Aus diesem Grund kann es auch keine einheitliche feministische Großtheorie geben, sondern es gibt mehrere Strömungen, die jedoch von einer gemeinsamen Basis ausgehen.[2]

„Almost all feminist perspectives have been motivated by the common goal of attempting to describe and explain the sources of gender inequality, and hence woman`s oppression, and to seek strategies to end them.”[3]

Dabei steht das sog, „Gender“- Konzept[4] an erster Stelle. Unter dem „Gender“- Konzept wird ein durch soziale Strukturen aufgebautes Geschlechterverhältnis verstanden. Die stereotypischen Geschlechterrollen sind durch die Gesellschaft konstruiert und beeinflusst worden, aber nicht biologisch determiniert. Dieses Geschlechterverhältnis drückt das Herrschaftsverhältnis der Männer über die Frauen aus. Folglich verstehen die Vertreter der Feminismus Theorie Politik auch als patriarchalische Politik und fordern „auch das Private ist politisch“[5] . Der normative Anspruch der Vertreter des Feminismus ist dabei emanzipatorisch- herrschaftskritisch orientiert. Ihr politisches Ziel ist, die Selbstbestimmung der Frau und die Ausgrenzungen, Benachteiligung und Unterdrückung der Frauen zu überwinden. Sie wünschen sich „ international relation which is sensitive to gender“[6].

[...]


[1] Finke Barbara, Feministische Ansätze, in: Siegfried Schieder/ Manuela Sindler (Hrsg.), Theorien der Internationalen Beziehungen, Opladen 2003, S.477

[2] Krell Gert, Weltbilder und Weltordnung, Nomos 2000, S. 217

[3] Tickner J. Ann, Gender in International Relations, Columbia University Press New York 1992, S.15

[4] Finke Barbara, Feministische Ansätze, in: Siegfried Schieder/ Manuela Spindler (Hrsg.), Theorien der Internationalen Beziehungen, Opladen 2003, S.479

[5] Finke Barbara, Feministische Ansätze, in: Siegfried Schieder/ Manuela Spindler (Hrsg.), Theorien der Internationalen Beziehungen, Opladen 2003, S.477

[6] Whitworth Sandra, Feminism and International Relations, Macmillan Press 1994, S.24

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Feminismus in den internationalen Beziehungen
Hochschule
Universität Regensburg
Note
2,3
Autor
Jahr
2003
Seiten
11
Katalognummer
V82267
ISBN (eBook)
9783638866675
Dateigröße
363 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Zitiert über Fußnoten.
Schlagworte
Feminismus, Beziehungen
Arbeit zitieren
Ute Badulescu (Autor), 2003, Feminismus in den internationalen Beziehungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82267

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