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Mahler - 8. Symphonie

Analyse von Gustav Mahlers 8. Sinfonie

Title: Mahler - 8. Symphonie

Seminar Paper , 2007 , 14 Pages

Autor:in: Susanne Engelbach (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Leben Gustav Mahlers, seinem Verhältnis zur 8. Sinfonie und seinen kompositorischen Vorstellungen. Anschließend folgt eine Betrachtung beider Sätze, sowie eine Analyse der Gemeinsamkeiten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Gustav Mahler

1.1 Sein Leben

1.2 Sein Verhältnis zur 8. Sinfonie und seine kompositorischen Vorstellungen

2. Die 8. Sinfonie

2.1 Teil I - „Veni, creator spiritus“

2.2 Teil II - Schlussszene aus Faust II (S.75)

2.3 Gemeinsamkeiten und Verbindungen der beiden Sätze

3. Fazit

4. Literatur:

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Gustav Mahlers 8. Sinfonie, die sogenannte „Sinfonie der Tausend“, hinsichtlich ihrer kompositorischen Struktur und ihrer inhaltlichen Konzeption als Gesamtkunstwerk. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie Mahler durch die Verbindung von Text und Musik sowie die gezielte Verknüpfung motivischen Materials zwischen den beiden Sätzen eine „alles umfassende“ Sinfonie erschuf, die über herkömmliche Gattungsgrenzen hinausgeht.

  • Biografischer Kontext und künstlerische Entwicklung von Gustav Mahler
  • Analyse der kompositorischen Vorstellungen und des „Opus Magnum“-Charakters der 8. Sinfonie
  • Strukturelle Analyse des ersten Teils („Veni, creator spiritus“)
  • Untersuchung des zweiten Teils (Schlussszene aus Goethes Faust II)
  • Darstellung der motivischen Gemeinsamkeiten und der spirituellen Verbindungen beider Sätze

Auszug aus dem Buch

1.2 Sein Verhältnis zur 8. Sinfonie und seine kompositorischen Vorstellungen

Als Mahler 1906 begann, seine 8. Sinfonie zu komponieren, war er Direktor der Wiener Hofoper, Ehemann und Vater. Bis zur Uraufführung kam es aber zu einigen drastischen Veränderungen seiner Lebenssituation: Eine seiner Töchter starb an Diphterie, er selbst litt an einer Herzerkrankung und seine Frau hatte eine Beziehung mit einem jungen Architekten. Umso wichtiger muss für ihn eine gelungene Uraufführung seiner Sinfonie gewesen sein, die am 12. September 1910 stattfand. Diese wurde zum „größten Triumph, den Mahler je erlebte“.

Mahler schuf mit der 8. Sinfonie das „größt-disponierte symphonische Werk“ seiner Zeit. Er betrachtete es selbst als sein „Opus Magnum“ und schrieb nach der Vollendung an den Dirigenten Willem Mengelberg: „Ich habe eben meine 8. vollendet. – Es ist das Größte, was ich bis jetzt gemacht habe. Und so eigenartig in Inhalt und Form, dass sich darüber gar nicht schreiben lässt. Denken Sie sich, dass das Universum zu tönen und klingen beginnt. Es sind nicht mehr menschliche Stimmen, sondern Planeten und Sonnen, welche kreisen.“

Die Sinfonie war für Mahler also mehr als eine historische Gattung, sie war vielmehr eine Möglichkeit für ihn, sich umfassend auszudrücken: „Das Ich des Künstlers steht nicht länger über dem Werk, es ist Teil des Werkes“. Dies (und die Tatsache, dass Mahler die Idee für die Sinfonie Überfall-ähnlich kam, d.h. dass ihm praktisch von außerhalb „eingegeben“ wurde, er selbst schrieb sie einem „höheren Autor“ zu, einem Schöpfer-Geist) zeigt die grundlegende Mystik des Werkens, bei dem die Form jedoch weiterhin eine wichtige Stellung einnahm. Sie war nun jedoch nicht mehr leitend, sondern schloss sich mit dem Inhalt zu einer Gemeinschaft zusammen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Gustav Mahler: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über das Leben Mahlers und seinen Werdegang vom Pianisten und Studenten zum bedeutenden Operndirektor und Komponisten.

1.1 Sein Leben: Ein biografischer Abriss, der Mahlers Ausbildung, seine wichtigsten beruflichen Stationen und seine Konversion zum Katholizismus beleuchtet.

1.2 Sein Verhältnis zur 8. Sinfonie und seine kompositorischen Vorstellungen: Das Kapitel erläutert die Entstehungsbedingungen des Werks und Mahlers Anspruch, mit der Sinfonie eine allumfassende, quasi universelle Ausdrucksform zu finden.

2. Die 8. Sinfonie: Einleitende Beschreibung der monumentalen Besetzung des Werks und der konzeptionellen Planung als „Sinfonie der Tausend“.

2.1 Teil I - „Veni, creator spiritus“: Analyse der musikalischen Struktur und der thematischen Arbeit im ersten Satz, basierend auf dem mittelalterlichen Pfingsthymnus.

2.2 Teil II - Schlussszene aus Faust II (S.75): Untersuchung der Vertonung der Schlussszene von Goethes Faust II und der Verschmelzung von Sinfonie und Oper.

2.3 Gemeinsamkeiten und Verbindungen der beiden Sätze: Darstellung der motivischen Leitthemen, die beide Satzteile miteinander verknüpfen und Fausts Erlösung thematisieren.

3. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Sinfonie als Gesamtkunstwerk, das durch den Einsatz der Sprache als Instrument Mahlers Vorstellung von Glauben und Erlösung ausdrückt.

4. Literatur: Verzeichnis der in der Arbeit verwendeten Quellen und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Gustav Mahler, 8. Sinfonie, Sinfonie der Tausend, Veni creator spiritus, Faust II, Gesamtkunstwerk, Pfingsthymnus, musikalische Kontrapunktik, Erlösung, Ewig-Weibliches, kompositorische Form, Spätromantik, Moderne, Opernreform, Mater gloriosa.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit widmet sich Gustav Mahlers 8. Sinfonie, analysiert ihre musikalische Struktur und beleuchtet die inhaltliche Verbindung zwischen den verwendeten Texten (Pfingsthymnus und Faust II) sowie Mahlers kompositorischem Anspruch.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die biografischen Hintergründe zur Entstehung des Werks, die Untersuchung der kontrapunktischen Techniken, die Einbettung von Goethes Faust-Text und die motivischen Verbindungen der beiden Sinfoniesätze.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt das Ziel aufzuzeigen, wie Mahler durch die Verknüpfung von Sprache als Instrument und die motivische Kohärenz ein Gesamtkunstwerk schuf, das die Idee einer universellen Sinfonie verkörpert.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es handelt sich um eine musikwissenschaftliche Analyse, die musiktheoretische Konzepte (wie Kontrapunktik, Harmonik und motivische Analyse) mit hermeneutischen Ansätzen zur Textinterpretation kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der beiden Sätze, die Einordnung in Mahlers Schaffen und die explizite Aufarbeitung der motivischen Leitthemen, die das gesamte Werk zusammenhalten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Kernbegriffe sind Gustav Mahler, 8. Sinfonie, Gesamtkunstwerk, Veni creator spiritus, Faust II, Kontrapunktik und Erlösung.

Wie erklärt die Arbeit den Beinamen „Sinfonie der Tausend“?

Der Beiname wird auf den Konzertveranstalter Emil Gutmann zurückgeführt, der diesen aufgrund der außergewöhnlich großen Anzahl an Mitwirkenden, darunter Chöre, Gesangssolisten und ein sehr großes Orchester, wählte.

Welche Bedeutung hat der „Angelpunkt“ des Werkes laut Mahler?

Der als „Angelpunkt“ bezeichnete musikalische Bezugspunkt (T. 216ff. bzw. T. 384) verbindet die Bitte um Erleuchtung aus dem Pfingsthymnus mit dem Erlösungsthema aus Faust II.

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Details

Title
Mahler - 8. Symphonie
Subtitle
Analyse von Gustav Mahlers 8. Sinfonie
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Institut für Musikwissenschaft und –pädagogik)
Course
Die Sinfonie nach Beethoven
Author
Susanne Engelbach (Author)
Publication Year
2007
Pages
14
Catalog Number
V82313
ISBN (eBook)
9783638891523
ISBN (Book)
9783638891578
Language
German
Tags
Mahler Symphonie Sinfonie Beethoven
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Engelbach (Author), 2007, Mahler - 8. Symphonie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82313
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