Das Verhältnis von Schülerinnen zu Schülern beträgt 19 zu 2, wonach in dieser Klasse der weibliche Anteil gegenüber dem männlichen überproportional vertreten ist. Die Altersstruktur liegt zwischen 17 und 25 Jahren, jedoch ist zu bemerken, dass es sich nur um eine Schülerin mit Geburtsjahr 1982 handelt. Folglich liegt die restliche Altersstruktur zwischen 17 und 22 Jahren und ist damit relativ heterogen.
Etwa die Hälfte der Lernenden arbeitet im Unterricht regelmäßig engagiert mit und ist interessiert. Auch die Mehrheit der stilleren Lernenden verfolgt den Unterricht aufmerksam und engagiert sich in stiller Mitarbeit, beispielsweise durch das Bearbeiten von Aufgaben. Insgesamt kann die Klasse als interessiert, engagiert und leistungswillig bezeichnet werden. Zwischen den Lernenden können dennoch erhebliche Leistungsunterschiede festgestellt werden. Fünf stellen die Leistungsträger dar, wobei hier kein Rückschluss auf die Schulbildung gezogen werden kann. Von vier eher leistungsschwachen haben drei einen Realschulabschluss und eine Schülerin das allgemein bildende Abitur. Diese Leistungsstruktur innerhalb der Klasse entspricht auch in etwa den Beobachtungen anderer Kollegen. Im Klassenverband besteht ein positives Sozialverhalten, z. B. ist zu beobachten, dass leistungsstarke Lernende oftmals leistungsschwachen Lernenden helfen und ihnen Zusammenhänge nochmals erklären.
In dieser Klasse habe ich im letzten Schulhalbjahr eine Unterrichtsreihe in Anleitung meines Mentors durchgeführt und unterrichte die Klasse seit diesem Schuljahr eigenständig, sodass mit den Lernenden eine positive Arbeits- und Lernatmosphäre entstand.
Inhaltsverzeichnis
1 Bedingungsanalyse
1.1 Beschreibung der Lerngruppe
1.2 Konsequenzen für den Unterricht
1.3 Beschreibung der institutionellen Bedingungen
2 Curriculare und unterrichtliche Einordnung der Stunde
3 Didaktische Analyse
3.1 Exemplarität der Lernsituation für Lern- und Handlungsfelder
3.2 Exemplarität der Lernsituation für den Lernenden
3.3 Applikation fachlicher Kenntnisse auf die Lernsituation
3.4 Induktionsmöglichkeiten für den Lernenden
3.5 Narrative Einbettung der Lernsituation
3.6 Individualisierung des Lernprozesses
3.7 Metakognitive und metakommunikative Möglichkeiten
4 Überlegungen zu Methoden und Medien
5 Verlaufsplanung
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit dient als Unterrichtsentwurf für das Thema "Bürgschaft" im Rahmen des Bankkaufmann-Ausbildungsberufs. Ziel ist es, den Lernenden ein fundiertes Verständnis für die Kreditsicherheit Bürgschaft zu vermitteln, wobei insbesondere die methodische Kompetenz durch handlungsorientierte Fallbearbeitung gefördert werden soll.
- Analyse der Rahmenbedingungen für den Unterricht
- Curriculare Einordnung in das Lernfeld "Privatkredite bearbeiten"
- Didaktische Aufbereitung von Fachinhalten zur Kreditsicherheit Bürgschaft
- Einsatz schüleraktiver Methoden wie Gruppenarbeit und Fallstudien
- Förderung von Fach-, Methoden- sowie Sozialkompetenzen
Auszug aus dem Buch
3.3 Applikation fachlicher Kenntnisse auf die Lernsituation
Kreditsicherheiten sind von vielschichtiger Bedeutung. Sie betreffen sowohl die Erfahrungs- und Handlungsfelder von Privatpersonen als auch unternehmerische Handlungssituationen. Die Thematik hat dabei individuelle, betriebswirtschaftliche als auch gesamtwirtschaftliche Relevanz.
Um die Kreditsicherheit „Bürgschaft“ verstehen und beurteilen zu können, müssen die Lernenden im Voraus eine Übersicht möglicher Kreditsicherheiten kennen gelernt haben. Darüber hinaus müssen Merkmale wie Akzessorietät, Formvorschriften, Forderungsübergang, Bürgschaftsarten und eine Beurteilung der Bürgschaft aus Bankensicht verständlich werden. Es muss u. a. erkannt werden, dass der Bürge nur haftet, wenn eine Hauptverbindlichkeit besteht, dass Gesetzesunterschiede zwischen BGB und HGB existieren oder dass Bürgschaftserklärungen der Banken gesetzliche Regelungen ausschließen und zugunsten der Bank abändern.
Vornehmlich sollen die Lernenden wie im reellen Unterricht mit ihrem Lehrbuch „Betriebslehre der Banken und Sparkassen“ arbeiten. Zusätzlich werden die Gesetzestexte BGB und HGB herangezogen, um Paragraphen ausführlich nachlesen zu können und die Unterschiede zwischen Gesetz und Praxis deutlich herauszuarbeiten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Bedingungsanalyse: Dieses Kapitel beschreibt die soziokulturelle Zusammensetzung der Lerngruppe sowie die räumlichen und technischen Gegebenheiten des Unterrichtsortes.
2 Curriculare und unterrichtliche Einordnung der Stunde: Hier erfolgt die Verknüpfung des Unterrichtsthemas mit dem offiziellen Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Bankkaufmann/Bankkauffrau.
3 Didaktische Analyse: Dieser Abschnitt erläutert die fachliche Relevanz des Themas und definiert die angestrebten Lernziele für die Schülerinnen und Schüler.
4 Überlegungen zu Methoden und Medien: Dieses Kapitel stellt die geplante methodische Vorgehensweise, insbesondere die Gruppenarbeitsphase, sowie die eingesetzten Unterrichtsmaterialien vor.
5 Verlaufsplanung: Dieses Kapitel enthält den tabellarischen Zeitplan für die einzelnen Phasen der Unterrichtsstunde inklusive der jeweiligen Sozial- und Aktionsformen.
Schlüsselwörter
Bürgschaft, Kreditsicherheit, Bankkaufmann, Akzessorietät, Unterrichtsentwurf, Lernfeld, Privatkredit, Gruppenarbeit, Fachkompetenz, BGB, HGB, Didaktische Analyse, Fallstudie, Handlungsorientierung, Bankwesen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit stellt einen detaillierten Unterrichtsentwurf zum Thema "Bürgschaft" für Auszubildende im Beruf Bankkaufmann/Bankkauffrau dar.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum steht die Vermittlung rechtlicher und wirtschaftlicher Grundlagen der Bürgschaft als Kreditsicherheit sowie deren praktische Anwendung im Bankgeschäft.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist die Planung einer handlungsorientierten Unterrichtsstunde, in der Lernende Kompetenzen zur Beurteilung und Anwendung der Bürgschaft erwerben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine didaktische Analyse in Anlehnung an die Leitfragen von Peter F. E. SLOANE durchgeführt, ergänzt durch eine handlungsorientierte Verlaufsplanung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Bedingungsanalyse der Lerngruppe, die curriculare Einordnung, die didaktische Analyse der Lerninhalte sowie die methodische Planung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Kreditsicherheit, Bürgschaft, Bankausbildung, Handlungsorientierung und methodische Unterrichtsgestaltung.
Warum spielt der Praxisbezug im Einstieg eine so große Rolle?
Der Einstieg über einen realitätsnahen Fall (Anna Groß) dient der Motivation und stellt sicher, dass die Lernenden den Bezug zur späteren beruflichen Praxis herstellen können.
Wie wird die Individualisierung des Lernprozesses erreicht?
Durch die Arbeit in Kleingruppen können die Lernenden ihr Vorgehen selbst organisieren und durch gezielte Rückfragen den Lernprozess aktiv mitgestalten.
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- Dipl.Betriebsw. / Dipl.Hdl. Thomas Goldbach (Author), 2007, Unterrichtseinheit Kreditsicherheiten - Bürgschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82338