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Wahrnehmung von Stakeholderinteressen durch die Gründerperson

Zur Bedeutung subjektiver Erfahrung im Umgang mit Anspruchsgruppen

Title: Wahrnehmung von Stakeholderinteressen durch die Gründerperson

Seminar Paper , 2005 , 33 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: MBA / Dipl.-Betriebsw.(BA) Stefanie Schnütgen (Author)

Business economics - Company formation, Business Plans
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Die Ausfallquote aller Gründungen in Deutschland liegt bei ca. 50 Prozent, die auf verschiedene Merkmale zurückzuführen sind. Die zweithäufigsten Misserfolgsursachen sind in der Person des Gründers zu finden. Im Kontext der Erfolgsfaktorendiskussion einer Unternehmensgründung existieren über Persönlichkeitsmerkmale und Lebensumstände eines Gründers bereits Theorien, zur Verbesserung der Erfolgswahrscheinlichkeit einer Unternehmensgründung.
Auf die Verbindung dieser beiden Ansätze beziehen sich hierbei jedoch kaum Theorien. Zwar existieren Forschungsergebnisse zu den Wechselwirkungen von Persönlichkeit und Umwelt und deren Auswirkungen auf den unternehmerischen Prozess, allerdings fehlen Untersuchungen darüber, wie der Gründer eben diese Einflüsse aus der Umwelt wahrnimmt.
Die Wahrnehmung insbesondere der externen Einflüsse auf das Unternehmen ist aber besonders im Hinblick auf die daraus abzuleitenden Maßnahmen für die Unternehmensstrategie von besonderer Wichtigkeit.
Nach Jahren verstärkter Rücksichtnahme auf Shareholder-Interessen ist in der Wirtschaft eine Tendenz erkennbar, die auch die Stakeholder-Interessen wieder mehr in den Vordergrund rücken lässt.Ausgewogene Beziehungen zwischen dem Unternehmen und seinen Stakeholdern sind die Voraussetzung für nachhaltigen geschäftlichen Erfolg.
Um ausgewogene Beziehungen zu schaffen, müssen Maßnahmen für den optimalen Umgang mit Stakeholdern entwickelt werden. Dabei ist entscheidend, wie die Interessen dieser Anspruchsgruppen wahrgenommen werden, d.h. dass die Art der Wahrnehmung den späteren Erfolg oder Misserfolg beeinflussen kann.
Es stellt sich nun die Frage, welche Arten von Wahrnehmung im Umgang mit Stakeholdern existieren und welche besonders erfolgsversprechend sind.
Diese Arbeit soll Hypothesen über das Erreichen einer größeren Erfolgswahrscheinlichkeit einer Unternehmensgründung aufzeigen. Als Teilbereich der bisherigen Forschung über Persönlichkeitsmerkmale und das soziale Umfeld erfolgt die Untersuchung der Wahrnehmung von Stakeholder-Interessen durch den Gründer. Ziel ist die Definition wahrgenommener Stakeholder mit ihrem jeweiligem Beeinflussungsgrad und dem daraus entwickelten Umgang mit den Anspruchsgruppen. Darauf aufbauend sollen Hypothesen abgeleitet werden, die Aufschluss über die verschiedenen Arten der Wahrnehmung im Gründungsprozess und in den ersten Unternehmensphasen hinsichtlich der Erfolgswahrscheinlichkeit einer Gründung geben können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitende Problembetrachtung

1.1. Hinführung zur Problemstellung

1.2. Zielsetzung und Aufbau der Seminararbeit

2. Einordnung der Thematik

2.1. Gründung

2.2. Gründerperson

2.2.1. Definitionen

2.2.2. Erfolgsfaktorenforschung

2.3. Stakeholder

2.3.1. Definitionen und Stakeholder Value-Ansatz

2.3.2. Interessen und Einflussnahme

3. Untersuchung der Wahrnehmung von Stakeholder-Interessen

3.1. Methodik

3.2. Interview-Leitfaden

3.3. Beschreibung der durchgeführten Interviews

3.4. Einzelanalyse der Interviews

3.4.1. Interview Nr.1

3.4.2. Interview Nr.2

3.4.3. Interview Nr.3

3.4.4. Interview Nr.4

3.4.5. Interview Nr.5

4. Auswertung der Interviews in Bezug auf die Gesamtheit der Interviews und im Vergleich zur theoretischen Grundlage

4.1. Besondere Auffälligkeiten

4.2. Gemeinsamkeiten und Unterschiede

4.3. Vergleich zur theoretischen Grundlage

5. Aufstellung von Hypothesen

6. Abschließende Betrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Unternehmensgründer im Dienstleistungsbereich die Interessen verschiedener Anspruchsgruppen (Stakeholder) wahrnehmen und wie diese Wahrnehmung ihren Gründungsprozess sowie den Umgang mit den Akteuren beeinflusst. Ziel ist es, durch die Analyse qualitativer Experteninterviews Hypothesen abzuleiten, die erklären, inwieweit die subjektive Wahrnehmung der Stakeholder zur Erfolgswahrscheinlichkeit einer Gründung beiträgt.

  • Bedeutung der Gründerperson und Erfolgsfaktorenforschung
  • Anwendung der Stakeholder-Theorie in der Gründungspraxis
  • Methodik des narrativen Interviews zur Hypothesenbildung
  • Analyse der Interaktion zwischen Gründer und Stakeholdern (z.B. Banken, Kunden)
  • Vergleich von theoretischen Modellen mit der praktischen Wahrnehmung

Auszug aus dem Buch

3.1. Methodik

Aufgrund der Zielsetzung der vorliegenden Arbeit zur Herausbildung von Hypothesen, wird als Befragungsmethodik ein narratives Interview gewählt. Diese Art des qualitativen Interviews ist laut theoretischer Grundlagen die beste Befragungstechnik, um Hypothesen und Theorien neu zu bilden. Die Art der Befragung ist aus dem Bereich der qualitativen Sozialforschung und gilt als empirische Forschungsmethode. Ziel ist es, durch die offene Art zusätzliche Informationen zu erhalten, die durch standardisierte Befragungen oder Tests nicht erhalten werden. Was zählt, ist die Sicht des Subjekts und dessen Sinnzuweisungen, die sich aus Erfahrungen, Ereignissen und Interaktionen ergeben.

Um den sich im Wandel befindlichen Alltagsrealitäten gerecht zu werden, und somit eine Vernachlässigung, Verbiegung und Verzerrung von Daten zu verhindern, wird eine dynamische Vorgehensweise gewählt. Nicht die Theorie soll bewiesen werden, sondern es steht zur Untersuchung, wie die Praxis der Unternehmensgründer aussieht, um die allgemein gültige Theorie der Stakeholder für den Unternehmensgründer zu spezifizieren.

Es soll vollständig verhindert werden, dass in der Befragung der Beweis einer bereits bestehenden Theorie beabsichtigt wird. Ziel ist die Aufstellung von Hypothesen und nicht der Nachweis bestehender Hypothesen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitende Problembetrachtung: Einführung in die hohe Ausfallquote von Gründungen und die Relevanz der Stakeholder-Wahrnehmung als Erfolgsfaktor.

2. Einordnung der Thematik: Theoretische Fundierung zu Entrepreneurship, Gründerpersönlichkeit und Stakeholder-Value-Ansätzen.

3. Untersuchung der Wahrnehmung von Stakeholder-Interessen: Darstellung der qualitativen Interview-Methodik und detaillierte Einzelanalyse der fünf geführten Experteninterviews.

4. Auswertung der Interviews in Bezug auf die Gesamtheit der Interviews und im Vergleich zur theoretischen Grundlage: Synthese der Ergebnisse, Identifikation von Auffälligkeiten und kritischer Abgleich mit bestehenden Stakeholder-Theorien.

5. Aufstellung von Hypothesen: Ableitung von elf zentralen Hypothesen basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen der Interviewanalyse.

6. Abschließende Betrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse mit dem Fazit, dass Gründer Stakeholder-Interessen oft nur intuitiv wahrnehmen, was eine Sensibilisierung für das Stakeholder-Management erforderlich macht.

Schlüsselwörter

Unternehmensgründung, Gründerperson, Stakeholder-Theorie, Stakeholder-Interessen, Erfolgsfaktoren, Qualitative Forschung, Narratives Interview, Dienstleistungssektor, Abhängigkeitsverhältnis, Intuitive Wahrnehmung, Hypothesenbildung, Unternehmensstrategie, Sozioökonomisches System, Flexibilität, Kundenorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht, wie Unternehmensgründer im Dienstleistungsbereich die Interessen ihrer Stakeholder wahrnehmen und wie sie mit diesen Anspruchsgruppen im Gründungsprozess umgehen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Felder sind die Erfolgsfaktoren von Gründungen, die Anwendung der Stakeholder-Theorie in der Praxis sowie der Einfluss der subjektiven Wahrnehmung auf die Unternehmensführung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Ableitung von Hypothesen, die aufzeigen, wie die Art der Wahrnehmung von Stakeholdern die Erfolgswahrscheinlichkeit einer Unternehmensgründung beeinflussen kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine qualitative Forschungsmethode in Form von narrativen Interviews gewählt, um ein tiefes Verständnis für die subjektive Sichtweise der Gründer zu erhalten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine theoretische Einordnung der Thematik, die detaillierte Beschreibung der Befragungsmethodik sowie die Analyse und Auswertung von fünf Experteninterviews.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Unternehmensgründung, Stakeholder-Wahrnehmung, qualitative Analyse, Erfolgsfaktoren und strategische Anpassungsfähigkeit.

Warum wird kein aktives Stakeholder-Management bei den befragten Gründern festgestellt?

Die Untersuchung zeigt, dass Gründer ihre Stakeholder meist intuitiv wahrnehmen und keine formalen, theoretischen Bewertungsmethoden für Stakeholder-Interessen anwenden.

Welche Rolle spielt die Bank für die Gründer?

Die Bank wird bei hohem Kapitalbedarf als stark beeinflussender Stakeholder wahrgenommen, während sie bei geringem Kapitalbedarf oft nicht als Anspruchsgruppe, sondern als Kooperationspartner gesehen wird.

Wie gehen Gründer mit der Abhängigkeit von Kunden um?

Gründer kompensieren Abhängigkeiten häufig durch eine hohe Flexibilität und die ständige Anpassung ihrer Dienstleistungen oder Produkte an die spezifischen Bedürfnisse der Kunden.

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Details

Title
Wahrnehmung von Stakeholderinteressen durch die Gründerperson
Subtitle
Zur Bedeutung subjektiver Erfahrung im Umgang mit Anspruchsgruppen
College
University of Wuppertal
Grade
1,3
Author
MBA / Dipl.-Betriebsw.(BA) Stefanie Schnütgen (Author)
Publication Year
2005
Pages
33
Catalog Number
V82385
ISBN (eBook)
9783638873451
ISBN (Book)
9783638873475
Language
German
Tags
Wahrnehmung Stakeholderinteressen Gründerperson
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
MBA / Dipl.-Betriebsw.(BA) Stefanie Schnütgen (Author), 2005, Wahrnehmung von Stakeholderinteressen durch die Gründerperson, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82385
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