In dieser Arbeit beschäftige ich mich mit dem Thema „Das Hörspiel im Deutschunterricht“. Es ist immer wieder ein „gern“ umstrittenes Thema in der Pädagogik, inwiefern das Hörspiel Bestandteil im Deutschunterricht sein kann, welche Anwendungsmöglichkeiten in welchen Situationen für dieses Medium angebracht sind. Es soll geklärt werden, was ein Hörspiel ist, wann es entstand, welche diskutierten Vor- und Nachteile es im Unterricht haben kann und wie eine Unterrichtseinheit zu diesem Thema aufgebaut sein könnte.
In meiner eigenen Schulzeit hat unsere Deutschlehrerin das Medium Hörspiel eingesetzt und ist damit auf sehr gute und mitarbeitsintensive Resonanz der gesamten Klasse gestoßen.
Aufgrund der Aktualität und dem steigenden Interesse der Öffentlichkeit an dem Hörspiel in den letzten Jahren, muss meiner Meinung nach auch eine neue Sicht im Bezug auf dessen Einsatz im Schulischen Unterricht aufgetan werden.
Inhaltsverzeichnis
Thema:
Einleitung / Spielliste- Trailer- CD
Was ist ein Hörspiel / Geschichte des Hörspiels
Jugend- und Kinderhörspiele
Integration des Hörspiels in den Unterricht
Pro & Kontra
Unterrichtseinheit mit dem Hörspiel „Homo Faber“ von Max Frisch
Unterrichtsziel
Unterrichtsplanung
Stundenauf- Einteilung
Zeitplanung
Hausaufgaben
1.Stunde (ausgelegt auf 90min.)
2.Stunde (ausgelegt auf 45 min.)
3.Stunde (ausgelegt auf 90 min.)
4.Stunde
5.Stunde
Lernziele der Unterrichtseinheiten
6.Stunde
7.Stunde
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die didaktische Einbindung des Mediums Hörspiel in den Deutschunterricht, um Schülern einen Zugang zu literarischen Werken zu erleichtern und ihre Medienkompetenz zu stärken. Zentral ist dabei die Frage, wie ein Hörspiel die Auseinandersetzung mit klassischen Texten ergänzen und das Interesse an Literatur nachhaltig fördern kann.
- Historische Entwicklung und Definition des Hörspiels
- Gegenüberstellung von Pro- und Kontra-Argumenten für den Schuleinsatz
- Konzeption einer detaillierten Unterrichtseinheit zum Roman „Homo Faber“
- Methoden zur Verknüpfung von Hörerlebnis und literarischer Textanalyse
- Förderung eines kritischen Medienumgangs bei Schülern
Auszug aus dem Buch
Was ist ein Hörspiel?/ Geschichte des Hörspiels
Zunächst soll geklärt werden, wie das Hörspiel entstanden ist und was eigentlich ein Hörspiel ist und welche unterschiedlichen Arten es gibt.
Das erste, eigens als Hörspiel geschriebene Stück, wurde 1924 ausgestrahlt. Es hieß „Zauberei auf dem Sender“ von Flesch und handelte von der „Entmündigung des Hörers durch die Übermächtige Institution Rundfunk“ und kurz darauf entstand „Spuk“(1925) von Gunold. Dieses war ein Handlungsspiel „in einem nur akustischen wahrnehmbaren Raum (Nacht).“ Aufgrund der Konzentration auf funkadäquate Mittel wie Geräusche und Stimmen, diente „Spuk“ als Vorbild zur Weiterentwicklung des Hörspiels, während Fleschs` „Zauberei auf dem Sender“ erst Mitte der sechziger Jahre von Vertretern des experimentellen Hörspiels weiterentwickelt wurde.
Ende der Weimarer Republik, der sogenannten „ersten großen Hörspielzeit“, setzte sich vorrangig die Worthandlung in der Hörspieldramaturgie durch. Es wurden realistische Geräuschkulissen und Musik als symbolisches Ausdruckmittel eingebaut und arrangiert. Durch die Weiterentwicklung der Technik wurden auch die Effekte wie Aus-, Ein- und Überblenden von Stimmen, Geräuschkulissen und Gesprächen zur Qualitätserhöhung des Hörspieles und besserer Suggestion des Hörers eingesetzt. Das literarische Hörspiel war somit „erfunden“.
Zusammenfassung der Kapitel
Thema: Einführung in das Projekt und die bereitgestellte Trailer-CD mit verschiedenen Hörbeispielen.
Was ist ein Hörspiel / Geschichte des Hörspiels: Historischer Abriss über die Entstehung des Hörspiels von den 1920er Jahren bis hin zu modernen Formen.
Jugend- und Kinderhörspiele: Untersuchung der Qualität und der Bedeutung von Hörspielen für die junge Zielgruppe.
Integration des Hörspiels in den Unterricht: Darlegung einer Gegenüberstellung der Vorteile und Herausforderungen bei der Nutzung von Hörspielen in der Schule.
Unterrichtseinheit mit dem Hörspiel „Homo Faber“ von Max Frisch: Detaillierter Verlaufsplan für sieben Unterrichtsstunden zur Analyse von Max Frischs Werk.
Schlüsselwörter
Hörspiel, Deutschunterricht, Medienkompetenz, Homo Faber, Max Frisch, Literaturdidaktik, Schulpraxis, Hörbuch, Unterrichtsplanung, Mediennutzung, Literaturanalyse, literarische Bildung, Rundfunkgeschichte, Unterrichtsgestaltung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert die didaktischen Möglichkeiten und die praktische Umsetzung des Einsatzes von Hörspielen im Deutschunterricht an Schulen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen die Geschichte des Hörspiels, die pädagogische Abwägung von Vor- und Nachteilen sowie eine konkrete Unterrichtsreihe zu Max Frisch.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, Lehrern aufzuzeigen, wie das Medium Hörspiel motivierend und gewinnbringend eingesetzt werden kann, um Schüler an klassische Literatur heranzuführen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine Kombination aus fachdidaktischer Literatur, medienhistorischen Grundlagen und einem exemplarischen unterrichtspraktischen Entwurf.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Mediengeschichte und einen detaillierten Planungsentwurf für sieben Unterrichtsstunden zum Roman „Homo Faber“.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Hörspiel, Literaturdidaktik, Homo Faber, Unterrichtsplanung und Medienkompetenz.
Wie unterscheidet der Autor zwischen Hörspiel und Hörbuch?
Der Autor unterscheidet in der Spielliste und den Unterrichtsinhalten zwischen inszenierten Hörspielen und gelesenen Hörbüchern (Vorlesungen).
Welche Rolle spielt die „Trailer-CD“ für die Unterrichtseinheit?
Die CD dient als motivierender Einstieg, um den Schülern eine breite Palette an Hörformen zu präsentieren und das Interesse am Medium zu wecken.
- Arbeit zitieren
- Jens Jannasch (Autor:in), 2002, Hörspiel im Deutschunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8240