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Die überalternde Gesellschaft - Entwicklung und Auswirkungen des demographischen Übergangs

Title: Die überalternde Gesellschaft - Entwicklung und Auswirkungen des demographischen Übergangs

Research Paper (undergraduate) , 2005 , 31 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Dipl.Sozialpädagogin Vivien Neubauer (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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(...) Die Zahl der Einwohner ist seit dem zweiten Weltkrieg auf
68 Millionen gestiegen. Trotzdem sind die Aussichten für dieses Land alles andere als
vorbildlich. Deutschlands Bevölkerung, während der Anteil der Alten immer größer und der Anteil der Berufstätigen immer kleiner wird, nimmt dramatisch ab. Die
Bevölkerungspyramide der Bundesrepublik steht auf dem Kopf. So sehr die Tatsache zu
begrüßen ist, dass immer mehr Menschen ein hohes Lebensalter erreichen, bedeutet dieser demographische Wandel eine große Herausforderung sowohl für jeden Einzelnen, für die Familien, für die Gesellschaft, für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt, für die sozialen Sicherungssysteme wie für die Politik insgesamt. Die Bevölkerung ist keineswegs machtlos bei der Bewältigung der demographischen Herausforderung, je ehr sie diese annehmen, desto leichter fällt das Umsteuern und umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es gelingt.
Meine Arbeit gliedert sich in vier Kapitel. Im ersten Kapitel werde ich zunächst den
historischen Rückblick beschreiben. Mit der beginnenden Industrialisierung haben sich die Bevölkerungsstrukturen, die Lebenserwartung und Probleme der älteren Menschen geändert.
Das darauf folgende Kapitel erklärt die theoretischen Grundlagen des demographischen
Übergangs und bildet somit die Basis für den Übergang zu den Ursachen dieser Veränderung. Im dritten Kapitel werde ich auf die gegenwärtige Alterstruktur sowie die drei demographischen Größen (Geburtenrate, Lebenserwartung, Migration), die den Alterszustand und die Bevölkerung bestimmen, eingehen. Folgend werde ich die Veränderungen und Auswirkungen bzw. Konsequenzen analysieren und auswerten. In diesem Zusammenhang wird die demographische Entwicklung der letzten Jahrzehnte in Deutschland untersucht, und zur Untersetzung aktuelle Daten und Statistiken herangezogen. Das vierte Kapitel stellt das breite Problemfeld der Überalterung dar. Ausgehend von dem breiten Spektrum werde ich nur auf einige ausgewählte Problemfelder eingehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Rückblick

3. Demographischer Überblick

3.1 Definition des demographischen Übergangs

3.2 Modell des demographischen Übergangs

3.3 Mackenroth und die These vom demographischen Übergang

4. Demographischer Wandel in der Bundesrepublik Deutschland

4.1 Lebenserwartung

4.1.1 Lebenserwartung und ihre Ursachen

4.1.2 Herausbildung unterschiedlicher Adressantengruppe

4.2 Geburtenrate

4.2.1 Geburtenentwicklung in Deutschland

4.2.2 Ursachen des Geburtenrückgangs

4.2.3 Auswirkungen des Geburtenrückgangs

4.3. Migration

4.3.1 Migration in Deutschland

4.3.2 Gesetzliche Veränderungen

4.3.3 Auswirkungen der Migration auf die Altersstruktur

4.4. Alterspyramide

5. Probleme der überalterten Gesellschaft

5.1. Allgemeine Grundprobleme

5.2. Höhere Lebenserwartungen der Frauen

5.3. Rahmenbedingungen der Erwerbstätigen

5.4. Altersprozess und soziale Sicherheit

5.5. Stellenwert der Alten in der Gesellschaft

5.6. Demographische Alterung und Gesundheitsaufwendung

5.7. Migration im Überalterten Deutschland

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den demographischen Wandel in Deutschland, indem sie dessen Ursachen und sozioökonomischen Auswirkungen analysiert, um Lösungsansätze für die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft aufzuzeigen.

  • Historische Entwicklung der Bevölkerungsstrukturen
  • Theoretische Grundlagen des demographischen Übergangs
  • Analyse der Einflussfaktoren Lebenserwartung, Geburtenrate und Migration
  • Problematiken der Alterssicherung und Gesundheitsvorsorge
  • Gesellschaftlicher Stellenwert und Potenziale älterer Menschen

Auszug aus dem Buch

4.1.2 Herausbildung unterschiedlicher Adressantengruppen

In unserer Gesellschaft haben sich 3 Stereotypen von Alten in Bezug auf die letzte Phase des Lebens herausgebildet. Man spricht von jungen Alten, alten Alten und Hochbetagten. Die Alten sind auf ihrer Weise etwas ganz besonderes. Sie bringen langjährige Erfahrungen mit und haben somit ein hohes Urteilsvermögen. Die Geduld trifft vielleicht nicht auf jeden zu.

Die Adressantengruppe der jungen Alten ist zwischen 60 und 69 Jahren. Diese Zielgruppe versucht ihr Leben neu zu gestalten oder sogar total umzustrukturieren. Manche nehmen beispielsweise ihr Hab und Gut und ziehen in eine andere Stadt um. Andere ältere Menschen versuchen sich dagegen in ihren letzten Jahren weiterzubilden oder verlassen ihre Wohnung nicht mehr. Diese Phase ab 60 ist die letzte Stufe im Lebenslauf eines Menschen. Deswegen werden hauptsächlich hier die Angebote der Gesellschaft oder die Ideen der eigenen Person umgesetzt und gestaltet. Die jungen Alten benötigen Herausforderungen für ihre Aktivitäten.

Die alten Alten sind ungefähr zwischen 70 und 74 Jahre alt. Sie benötigen Unterstützung bzw. Pflege, wenn dies auch nur im geringen Maße erforderlich ist. Die Nutzung von Angeboten bzw. die Inanspruchnahme von Hilfe bewirken, dass die alten Alten noch lange junge Alte bleiben. Die Besonderheit der Hochbetagten über 75 Jahre ist, dass die Hilfebedürftigkeit und Pflegebedürftigkeit stärker zunimmt. Die gesamte Bevölkerung betrachtet hat sich im Laufe der Zeit geändert, sodass mehr als die Hälfte aller Frauen und ein Drittel der Männer erst nach ihrem 80. Geburtstag sterben (Prahl et al. 1996, S.27). Es erfolgt eine Abnahme der jungen und alten Alten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle demographische Problematik Deutschlands und definiert die Zielsetzung sowie die methodische Gliederung der Arbeit.

2. Historischer Rückblick: Dieses Kapitel betrachtet die Entwicklung der Bevölkerungsstrukturen von der vormodernen Gesellschaft über die Industrialisierung bis zum modernen demographischen Zustand.

3. Demographischer Überblick: Hier werden die wissenschaftlichen Definitionen und die klassischen Transitionstheorien, insbesondere das Modell von Mackenroth, erläutert.

4. Demographischer Wandel in der Bundesrepublik Deutschland: Eine detaillierte Analyse der drei Kernfaktoren Lebenserwartung, Geburtenrate und Migration sowie deren Auswirkung auf die Altersspyramide.

5. Probleme der überalterten Gesellschaft: Untersuchung der sozioökonomischen Auswirkungen, wie Armutsrisiken bei Frauen, Herausforderungen der Rentenfinanzierung und Gesundheitskosten.

6. Zusammenfassung: Abschließende Synthese der Ergebnisse mit einem Appell zur proaktiven Gestaltung und Investition in die Potentiale der alternden Bevölkerung.

Schlüsselwörter

Demographischer Wandel, Überalterung, Geburtenrate, Lebenserwartung, Migration, Bevölkerungsübergang, Alterssicherung, Gesundheitswesen, Generationenvertrag, Industrialisierung, Fertilität, Altersspyramide, Altenhilfe, Rentensystem, Sozialstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die tiefgreifenden demographischen Veränderungen in Deutschland und deren Konsequenzen für Staat, Wirtschaft und soziale Sicherungssysteme.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Lebenserwartung, dem Rückgang der Geburtenraten, der Bedeutung von Zuwanderung sowie den Problemen einer alternden Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den demographischen Wandel zu verdeutlichen und aufzuzeigen, wie Gesellschaft und Politik auf die Herausforderungen reagieren müssen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptive und analysierende Methode angewandt, die auf Fachliteratur, demographischen Statistiken und soziologischen Theorien basiert.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ursachen für den Geburtenrückgang, die steigende Lebenserwartung und die Integration von Migranten im Kontext der Alterspyramide.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind Demographie, Überalterung, Generationenvertrag, Geburtenentwicklung und Migrationspolitik.

Wie unterscheidet die Autorin verschiedene Altersgruppen?

Die Autorin kategorisiert Senioren in junge Alte (60-69), alte Alte (70-74) und Hochbetagte (über 75), um deren spezifische Bedürfnisse und Rollen besser zu erfassen.

Welche Rolle spielt die Migration für das demographische Problem?

Migration wird als notwendiges Mittel zur Milderung des Alternsprozesses gesehen, kann den Trend jedoch nicht vollständig stoppen.

Warum wird die Rolle der Frau im Alter besonders betrachtet?

Frauen sind im Alter häufiger von Armut und Verwitwung betroffen, bedingt durch historisch schlechtere Qualifikationswege und eine stärkere Einbindung in Pflegeaufgaben.

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Details

Title
Die überalternde Gesellschaft - Entwicklung und Auswirkungen des demographischen Übergangs
College
University of Applied Sciences Gera-Eisenach
Grade
2,7
Author
Dipl.Sozialpädagogin Vivien Neubauer (Author)
Publication Year
2005
Pages
31
Catalog Number
V82417
ISBN (eBook)
9783638893466
Language
German
Tags
Gesellschaft Entwicklung Auswirkungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.Sozialpädagogin Vivien Neubauer (Author), 2005, Die überalternde Gesellschaft - Entwicklung und Auswirkungen des demographischen Übergangs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82417
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