Anhand einer empirischen Untersuchung, die im Vorfeld der Niedersächsischen Kommunalwahl vom 10. September 2006 durchgeführt wurde, zeigt die Arbeit auf, wie sich das Stimmungsbild in der Stadt Lüneburg darstellte. Diese Zahlen werden anschließend kritisch hinterfragt, um sie schließlich mit der tatsächlichen Wahlbeteiligung zu vergleichen. Abschließend wird kurz zusammengefasst, welche Konsequenzen die Ergebnisse für das politische Marketing in Lüneburg haben könnten.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE
3 ERKLÄRUNGSVERSUCHE
4 WAHLAUSGANG UND KONSEQUENZEN
5 FAZIT
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Stimmungsbild und die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl in Lüneburg 2006 auf Basis einer empirischen Umfrage, um Diskrepanzen zwischen Umfrageergebnissen und tatsächlicher Wahlbeteiligung zu identifizieren und zu erklären.
- Grundlagen des Politikmarketings in Wahlkämpfen
- Analyse der Wahlbeteiligung in Lüneburg im historischen Kontext
- Methodische Hintergründe und Fehlerquellen bei Befragungen
- Einflussfaktoren wie soziale Erwünschtheit auf das Antwortverhalten
- Strategische Handlungsempfehlungen für das Politikmarketing
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
„Theoretically, there is no limit to the factors which can fail to stimulate an individual to political activity“ (Rosenberg 1954, 361).
Diese Feststellung, die Rosenberg bereits im Jahr 1954 machte, hat heute genauso wenig an Bedeutung verloren wie die Tatsache, dass diese unendlich vielen Faktoren, die Wahlberechtigte zu Nichtwählern werden lassen, vom jeweiligen Kontext abhängen (Miron 1999, 321).
Grundsätzlich soll das politische Marketing in einem Wahlkampf die Wahlberechtigten dazu motivieren, ihre Stimme am Wahltag abzugeben. Der Begriff des politischen Marketings ist allerdings nicht unumstritten, denn der aus der Betriebswirtschaft übernommene Begriff wird ursprünglich in Zusammenhang mit Produkten und Dienstleistungen verwendet. Eine Dienstleistung ist eine politische Tätigkeit jedoch nicht. Es besteht aber eine enge Verwandtschaft, da weder politische Leistungen noch Dienstleistungen lagerfähig sind und Erstellung und Konsum zeitgleich stattfinden. Laut Butter et al. „stellen die im Wahlkampf angebotenen parteipolitischen Leistungen lediglich Leistungsversprechen [...] dar“ (2002, 234).
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik des Politikmarketings und die Relevanz der Wahlbeteiligung, ergänzt um den theoretischen Rahmen.
2 UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE: Darstellung der Ergebnisse der Umfrage zur Kommunalwahl in Lüneburg und Einordnung in historische Wahlbeteiligungsdaten.
3 ERKLÄRUNGSVERSUCHE: Analyse möglicher Gründe für die Diskrepanz zwischen Umfrageergebnissen und tatsächlicher Wahlbeteiligung, wie etwa methodische Fehler oder soziale Erwünschtheit.
4 WAHLAUSGANG UND KONSEQUENZEN: Auswertung des tatsächlichen Wahlergebnisses und Erläuterung der Konsequenzen für künftiges Politikmarketing.
5 FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf Strategien zur Steigerung der Wahlbeteiligung.
Schlüsselwörter
Politikmarketing, Wahlbeteiligung, Lüneburg, Kommunalwahl, Umfrage, Nichtwähler, Leistungsversprechen, Strategischer Mix, Negative Campaigning, Demobilisierung, Soziale Erwünschtheit, Wahlkampf, Demokratie, Wahlrecht, Politische Partizipation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Diskrepanz zwischen angekündigter und tatsächlicher Wahlbeteiligung am Beispiel der Kommunalwahl 2006 in Lüneburg.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf Politikmarketing, Wahlverhalten, Umfragemethodik und der Analyse von Einflussfaktoren auf das Wahlverhalten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Stimmungsbild vor einer Wahl erhoben werden kann und warum Umfrageergebnisse oft von der späteren Wahlbeteiligung abweichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine empirische Umfrage unter 512 Lüneburgern und vergleicht diese Daten mit amtlichen Wahlergebnissen und theoretischen Marketingmodellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Umfrageergebnisse präsentiert, methodische Fehlerquellen wie die soziale Erwünschtheit diskutiert und Strategien wie das "Negative Campaigning" erörtert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe umfassen Politikmarketing, Wahlbeteiligung, Nichtwähler, soziale Erwünschtheit und den strategischen Marketing-Mix.
Warum war die Studie laut der Autorin nicht repräsentativ?
Die Autorin weist darauf hin, dass die Erhebung im Rahmen eines Seminars mit nicht professionell geschulten Interviewern und ohne ausreichend analysierten Fragebogen durchgeführt wurde.
Welche Rolle spielt das "Negative Campaigning" im Kontext dieser Arbeit?
Es wird als Instrument des Politikmarketings beschrieben, um durch Desillusionierung gegnerischer Wählergruppen die eigene Wahlbeteiligung strategisch zu sichern.
- Quote paper
- Yvonne Wahl (Author), 2006, Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl in Lüneburg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82428