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Funktion von Theater im Mittelalter und der frühen Neuzeit

Erfüllte das Theaterstück eine Funktion und wie sah sie möglicherweise aus?

Titre: Funktion von Theater im Mittelalter und der frühen Neuzeit

Dossier / Travail , 2005 , 13 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Christina Warneke (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Ancienne, Littérature Médiévale
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Die Existenz von Theater reicht durch alle möglichen Zeiten und Kulturen. Man kann im Theater lachen, aber auch weinen. Der Zuschauer kann die Vorstellung betrübt oder erheitert verlassen. Die Art des Theaterstückes ist so unterschiedlich, wie die ´Geschichten’, die dort erzählt werden.
Diese Arbeit widmet sich der Frage, in wie weit das Theater eine bestimmte Funktion ausübte. Sie geht der Frage nach, ob, und in wie weit, das Theater Einfluss auf die Zuschauer nahm oder auch nehmen sollte. Im Mittelpunkt des Interessenserkenntnisses steht dabei die sprachliche und literarische Gestaltung, wohl aber auch die inhaltliche.
Die Arbeit konzentriert sich hier auf zwei verschiedene Theaterstücke, die sich sowohl in der Entstehungszeit, als auch im Inhalt unterscheiden. Das erste Stück stammt aus dem Mittelalter, das zweite aus der frühen Neuzeit. Die Unterschiede sind bewusst gewählt, um allgemeingültigere Aussagen treffen zu können. Der Umfang der Arbeit gestattet jedoch nur einen kurzen Einblick. Es können daher keine weiteren Theaterstücke betrachtet werden, um eine allgemeine Aussage machen zu können. Ebenso können die ausgewählten Stücke nicht in allen Details und in allen Einzelheiten untersucht werden.
Die Arbeit stützt sich auf das mittelalterliche Theaterstück „Ludus de Antichristo“ und auf „Ein Fastnacht spil mit vier Personen, Nemlich ein Richter, ein Buler, ein Spiler und ein Trincker“ von Hans Sachs aus der frühen Neuzeit.
In diesem Zusammenhang stehen Arbeiten von Gerhard Günther, der sich mit der literarischen Gestaltung des „Ludus de Antichristo“ beschäftigt. Hierbei konzentriert er sich unter anderem auf die Symbolik. Inhaltlich betrachtet Günther besonders den geschichtlichen Hintergrund des Stückes und was dem heutigen Betrachter an Informationen über die politischen Zustände gegeben wird . Aber auch die Arbeit von Richard Froning sei zu nennen, die sich mit dem Drama des Mittelalters beschäftigt, wobei aber auch die frühe Neuzeit mit einbezogen wird. Betrachtet wird sowohl die jeweilige Gattung eines Theaterstückes, als auch der gesellschaftliche Zusammenhang.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Ludus de Antichristo“

2.1. Thema des „Ludus de Antichristo“

2.2. Frage nach den literarischen Stilmitteln

3. Ein Fastnachtspiel von Hans Sachs

3.1. Thematik des Fastnachtspieles

3.2. Gestaltung des Stückes

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, welche Funktionen das Theater im Mittelalter und der frühen Neuzeit erfüllte und inwieweit die Stücke Einfluss auf die Zuschauer nehmen sollten. Anhand von zwei exemplarischen Werken wird analysiert, wie durch sprachliche und literarische Gestaltung sowie inhaltliche Schwerpunkte Werte vermittelt und moralische Appelle geäußert wurden.

  • Vergleich der Funktionen von Theaterstücken in Mittelalter und früher Neuzeit
  • Analyse der literarischen Stilmittel und Symbolik im „Ludus de Antichristo“
  • Untersuchung der moralisierenden Tendenzen in den Fastnachtspielen von Hans Sachs
  • Die Rolle der Identifikation und Alltagsnähe bei der Wertevermittlung
  • Methoden der direkten und indirekten Zuschaueransprache

Auszug aus dem Buch

2.2. Frage nach den literarischen Stilmitteln

Auffällig bei der Lektüre des Stückes ist, dass viele Wiederholungen vorgenommen werden. Es werden Allegorien verwendet und symbolische Handlungen aufgeführt.

Zu diesen Handlungen zählt unter anderem der Einzug der Kirche. Zu ihrer Rechten wird sie von der Barmherzigkeit, und zu ihrer Linken von der Gerechtigkeit begleitet. Weiter tritt der Papst an dieser Stelle auf, zu dessen Rechten der Klerus steht, und der Kaiser, zu dessen Linken das Kriegsvolk Stellung nimmt. Dies symbolisiert die weltliche und die kirchliche Macht. Die Kirche steht hier stellvertretend für Gott. Rechts von Gott wurde im Mittelalter die Geistlichkeit abgebildet, links das Weltliche. In diesem Aufzug wird somit das allgemeine gesellschaftliche Bild wiedergegeben. Hier wird genau abgebildet, wer an welcher Stelle seinen Platz hat. Verhaltensweisen wie Barmherzigkeit und Gerechtigkeit werden bestimmten Positionen übertragen. Hier wird dargestellt, wer im christlichen Weltbild an welcher Stelle seinen Platz einzunehmen hat und was seine Aufgaben sind.

Dies spiegelt einerseits das Verständnis der Zeit wider, kann aber auch darauf hindeuten, dass den Menschen erneut klar gemacht werden soll, wo sie stehen, und das alles einen tiefen Grund hat, und somit seine Richtigkeit. Und dass sowohl Kirche, als auch Papst, Klerus, Kaiser und sein Kriegsvolk den gleichen Thron besteigen, soll vermutlich symbolisieren, dass alles eine nicht trennbare Einheit bildet. Hat auch jeder eine andere Position in der Gesellschaft und unterschiedliche Aufgaben, so bilden sie alle doch eine Einheit, wobei keiner auf den anderen verzichten kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung nach der Funktion des Theaters vor und erläutert die Auswahl der beiden untersuchten Werke aus Mittelalter und früher Neuzeit.

2. „Ludus de Antichristo“: Dieses Kapitel analysiert das mittelalterliche Stück hinsichtlich seines Inhalts und der Verwendung von Allegorien und Symbolen zur Vermittlung christlicher Werte.

2.1. Thema des „Ludus de Antichristo“: Es wird die religiöse Thematik und der Appell an den wahren Glauben sowie die Stigmatisierung von Häresie und Antichrist betrachtet.

2.2. Frage nach den literarischen Stilmitteln: Hier werden die eingesetzten Allegorien, Symbole und die Rolle der Wiederholungen im Chorgesang als Mittel zur Einprägung der christlichen Lehre untersucht.

3. Ein Fastnachtspiel von Hans Sachs: Dieses Kapitel widmet sich der Untersuchung der Fastnachtspiele als Unterhaltungsmedium mit moralisierenden Tendenzen.

3.1. Thematik des Fastnachtspieles: Die Analyse konzentriert sich auf die Alltagsnähe des Stoffes, den Streit unter den Brüdern und die Identifikationsmöglichkeiten des Publikums.

3.2. Gestaltung des Stückes: Es wird dargelegt, wie die Figuren durch Verweise auf die Bibel und Geschichte ihre Laster legitimieren und wie die Sprache zur Beeinflussung der Zuschauer genutzt wird.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass ungeachtet der zeitlichen und thematischen Unterschiede beide Stücke eine klare Funktion in der Wertevermittlung und Beeinflussung des Publikums einnehmen.

Schlüsselwörter

Theater, Mittelalter, Frühe Neuzeit, Ludus de Antichristo, Hans Sachs, Fastnachtspiel, Allegorie, Symbolik, Wertevermittlung, Religion, Gesellschaft, Moral, Literaturwissenschaft, Funktion, Zuschaueransprache

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Funktion des Theaters im Mittelalter und der frühen Neuzeit und analysiert, wie diese Stücke genutzt wurden, um Einfluss auf die Zuschauer auszuüben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Darstellung christlicher Werte, gesellschaftliche Ordnungsmodelle sowie die moralische Beeinflussung des Publikums durch literarische Stilmittel.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob und wie Theaterstücke als Instrumente fungierten, um die Zuschauer zu einem bestimmten Verhalten oder Glauben zu bewegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, bei der sie inhaltliche Aspekte, Symbolik, Allegorien und die Sprache der ausgewählten Theaterstücke untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden das mittelalterliche Werk „Ludus de Antichristo“ und das „Fastnachtspiel“ von Hans Sachs in Bezug auf ihre Thematik, Gestaltung und ihre moralisierenden Funktionen analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Theater, Mittelalter, Frühe Neuzeit, Allegorie, Moral, Wertevermittlung und Gesellschaftsordnung.

Welche spezifische Rolle spielt der Antichrist in der Argumentation?

Der Antichrist dient in der Analyse dazu, aufzuzeigen, wie das Mittelalter Häresie durch Personalisierung und Stigmatisierung bekämpfte, um den Zuschauer am wahren Glauben festzuhalten.

Wie unterscheidet sich die Sprache der untersuchten Stücke?

Während der „Ludus de Antichristo“ eine gehobene, symbolgeladene Sprache nutzt, greift Hans Sachs auf eine umgangssprachliche, teils derbe Sprache zurück, um das Publikum direkt im Alltag abzuholen.

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Résumé des informations

Titre
Funktion von Theater im Mittelalter und der frühen Neuzeit
Sous-titre
Erfüllte das Theaterstück eine Funktion und wie sah sie möglicherweise aus?
Université
Bielefeld University  (Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft )
Cours
Theater in Mittelalter und früher Neuzeit
Note
1,3
Auteur
Christina Warneke (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
13
N° de catalogue
V82451
ISBN (ebook)
9783638874755
ISBN (Livre)
9783638883108
Langue
allemand
mots-clé
Funktion Theater Mittelalter Neuzeit Theater Mittelalter Neuzeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christina Warneke (Auteur), 2005, Funktion von Theater im Mittelalter und der frühen Neuzeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82451
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Extrait de  13  pages
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