Tierhaltung in Heimen für Menschen mit einer geistigen Behinderung - Planungsüberlegungen aus sozialpädagogischer Sicht


Diplomarbeit, 2004

92 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung
1.1 Definitionen
1.2 erkenntnisleitende Fragestellung
1.3 Ist-Analyse
1.4 These

2 Mensch-Tier Beziehung
2.1 Erläuterungen zu tiergestützter Therapie
2.2 Menschen mit einer geistigen Behinderung und Tiere

3 Tierhaltungen in Wohnheimen aus Tierschutzsicht als Ausgangspunkt zu sollkonzeptionellen Überlegungen
3.1 Grundsätze der Tierhaltung
3.2 Exkurs Ethik der Tierhaltung
3.3 Heimtierhaltung
3.3.1 Katzen
3.3.2 Nagetiere
3.3.2.1 Kaninchen
3.3.2.2 Meerschweinchen
3.3.3 Ziervögel
3.3.4 Fische
3.4 Nutztierhaltung
3.4.1 Esel
3.4.2 Schafe
3.4.3 Ziegen
3.4.4 Geflügel
3.4.4.1 Hühner
3.4.4.2 Gänse
3.4.4.3 Pfauen

4 Vorbereitung der Tierhaltung
4.1 rechtliche Vorschriften
4.2 Bedenken der Institution und ihrer Angestellten

5 Pädagogische Begleitung – sollkonzeptionelle Überlegungen
5.1 Begriffsbestimmungen und Erläuterungen
5.2 Grundeinstellungen gegenüber Menschen mit einer geistigen Behinderung
5.2.1 Modelle
5.2.2 Betreuer
5.3 Grundlagen – vor der Anschaffung der Tiere
5.4 Pädagogische Begleitung während der Tierhaltung
5.4.1 Verhalten von Tieren und dessen pädagogische Verwertbarkeit
5.4.2 Schulung der Bewohner

6 Schlussbemerkungen

1 Einleitung

Was in der Altenarbeit schon seit längerer Zeit etabliert ist – der Einsatz von Tieren, um Lebensqualität zu heben und die therapeutische Wirkung von ihnen zu nutzen – führt in der Behindertenpädagogik noch immer ein Schattendasein. Die in der Altenarbeit gemachten positiven Erfahrungen mit Tieren sollten meiner Ansicht nach auch in der Behindertenpädagogik genutzt werden. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung von Tierhaltung in Heimen für Menschen mit einer geistigen Behinderung, ihrem Nutzen und den damit verknüpften Problemen. Sie soll Mitarbeiter entsprechender Institutionen über die mit Tieren verbundene Arbeit auch in Bezug auf tierschutzgerechte Haltungsbedingungen informieren und pädagogische Begleitung der Bewohner solcher Heime bei der Haltung von Tieren erläutern.

Zunächst werde ich die therapeutischen Wirkungen von Tieren auf Menschen skizzieren um dann spezifischer auf die Interaktion zwischen Tieren und Menschen mit einer geistigen Behinderung einzugehen. Mehr Raum wird dann die Beschreibung der meiner Ansicht nach zur Haltung geeigneten Tierarten, deren artgerechter Haltung und ein Exkurs zur Ethik der Tierhaltung einnehmen. In letzterem wird dieses Thema selbstverständlich nicht ausführlich behandelt. Es handelt sich dabei eher um einen kurzen Abriss ethischer Positionen zum Umgang mit Tieren. Nachdem rechtliche Vorschriften ihre Erwähnung finden und Vorbehalte der Mitarbeiter in Heimen für Menschen mit einer geistigen Behinderung diskutiert werden, werde ich näher auf die pädagogische Begleitung und einige Grundlagen dazu eingehen und Beispiele zur praktischen Anwendung pädagogischer Konzepte geben. Abschließend finden sich Abbildungen vorbildlicher Arten der Tierhaltung.

Mein persönliches Interesse an dieser Thematik liegt zum Einen in Erfahrungen, die ich während meiner jahrelangen Tätigkeit als Betreuer in einer Wohnstätte für Menschen mit einer geistigen Behinderung machen konnte. Dort traf ich durchgängig bei allen Bewohnern auf eine stark ausgeprägte Zuneigung zu Tieren, welche bei Kontakt mit ihnen oft zu einer freundlicheren Grundstimmung führte. Zum Anderen liegt die Wahl dieser Thematik auch in meiner Vergangenheit begründet. Vor dem Studium des Sozialwesens habe ich das Studium der Tiermedizin erfolgreich abgeschlossen. Durch die Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex Mensch-Tier-Interaktion und speziell der Haltung von Tieren in Heimen für Menschen mit einer geistigen Behinderung wird es mir möglich beide Interessen zu verbinden.

1.1 Definitionen

In dieser Arbeit wende ich die Bezeichnung Heimtier an.

„In Anlehnung an Artikel 1 Abs. 1 des Europäischen Übereinkommens vom 13. November 1987 zum Schutz von Heimtieren werden Tiere, die der Mensch insbesondere in seinem Haushalt und als Gefährten hält oder die für diesen Zweck bestimmt sind, als Heimtiere bezeichnet.“[1]

Des weiteren werde ich statt des Begriffs `Tierhaltungen´ auch das Wort `Tierhaltung´ benutzen, da zwischen Plural und Singular des Wortes kein Unterschied in der Bedeutung besteht.

Laut dem „Wörterbuch Soziale Arbeit“ von Kreft und Mielenz

„kann man unter Planung die gedankliche Vorwegnahme von Handlungen verstehen, die z.T. unter Verwendung materieller Ressourcen erfolgen und mit deren Hilfe bestimmte Zwecke (Ziele) erreicht werden sollen. Die Handlungen sowie die verwendeten Ressourcen werden als Mittel zur Zweckerreichung begriffen.“[2]

Das Politisch-Pädagogische Handwörterbuch von Gutjahr-Löser / Hornung (1980) ergänzt:

„Planung ist auf vorhandene oder mögliche Mittel (Ressourcen) zu beziehen, damit sie nicht wirklichkeitsfremd [...] wird, und eine Planung ist zu irgendeinem Zeitpunkt abzuschließen – oder zu verwerfen, damit sie nicht sinnlos wird.“[3]

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wird „der Begriff „geistige Behinderung“ durch ein Doppelkriterium definiert: schwache soziale Kompetenz in Verbindung mit niedriger Intelligenz.“[4] Ich schließe mich jedoch der Definition von Bach (1974) an:

„Geistige Behinderung liegt vor, wenn geringe Intelligenz im Verhältnis zur lebensaltersgemäßen Durchschnittserwartung im Sinne eines dauernden Vorherrschens anschaulich-vollziehenden Lernens trotz optimaler Erziehungsbemühungen festzustellen ist.“[5]

Wird in dieser Arbeit von Heimen für Menschen mit einer geistigen Behinderung gesprochen, so meine ich damit durchgängig Wohnheime, in denen Menschen mit einer geistigen Behinderung abhängig vom Grad ihrer Behinderung mehr oder weniger stark betreut werden.

Der besseren Lesbarkeit wegen verwende ich im Text die männliche Form.

1.2 erkenntnisleitende Fragestellung

Der Nutzen von Tieren und deren Haltung wird aus medizinischer, psycho-logischer, psychiatrischer und gerontologischer Sicht schon seit einiger Zeit erforscht und kaum noch ernsthaft in Zweifel gezogen.[6] Demzufolge spricht einiges dafür, auch in Wohnheimen für Menschen mit einer geistigen Behinderung Tierhaltung einzuführen, damit diese Personengruppe ebenfalls an jenem Nutzen teilhaben kann. Betrachtet man gängige Haltungsbedingungen für Haustiere, wird deutlich, dass es in diesem Bereich sehr viele Möglichkeiten gibt, Verbesserungen in der Haltung herbeizuführen. Grundlage hierfür muss spezielles Hintergrundwissen über artspezifische Verhaltensweisen und Anforderungen an Haltungsbedingungen sein, welches sich vor Anschaffung und Haltung der entsprechenden Tiere anzueignen ist. Auch gibt es einige gesetzliche Grundlagen, die bei der Haltung von Tieren zu beachten sind. In einem Wohnheim für Menschen mit einer geistigen Behinderung ist es des weiteren erforderlich, bei Einführung von Tierhaltung pädagogisch tätig zu werden, um Bewohnern das notwendige Wissen und die erforderlichen Tätigkeiten zu vermitteln. Daher erscheint es mir sinnvoll, die wichtigsten Fragen des Tierschutzes, des artgerechten Verhaltens, der juristischen Grundlagen und des pädagogischen Handelns in einem Zusammenhang anzusprechen und soweit möglich zu klären.

1.3 Ist-Analyse

Tierhaltung in Heimen für Menschen mit einer geistigen Behinderung ist noch nicht weit verbreitet anzutreffen. Zwar sind Tiere in

„der Behindertenhilfe [...] schon viel länger bekannt als in der Altenarbeit und als bewährtes Medium genutzt [...], aber unreflektiert, unbeforscht und deshalb für die wissenschaftliche – und das heißt heutzutage auch gleichzeitig meist für die politische Argumentation nicht ergiebig. [...] Oliver Buck hat die angelsächsische, französisch- und deutschsprachige Literatur daraufhin gesichtet, was dort über Tiere in der Behindertenarbeit publiziert worden ist. Das Ergebnis [...] war ernüchternd: Nur ein kleiner Teil der einschlägigen Schriften sind diesem Thema gewidmet; in den `Klassikern´ [...] findet sich kaum ein Hinweis zum Thema Behinderte Menschen und Tiere:

Tiere kommen in der Theorie der Mensch-Tier-Beziehung kaum vor, obwohl sie sich in der Praxis der Behindertenhilfe überall tummeln. In der Gerontologie muß heute kein Wissenschaftler mehr um seinen Ruf fürchten, wenn er auf Tiere im Alter abhebt. Im Gegenteil: Altenexperten, die für Hund, Katze oder Vogel im Altenheim werben, sind inzwischen schon eine vertraute Erscheinung. Ganz anders ist das Bild bei den Leitwissenschaften der Behindertenhilfe: In Pädagogik und Sonderpädagogik findet sich kaum ein Experte, der seine Stimme für Tiere erhebt.

Kein Wunder, daß deshalb im Zuge der gegenwärtigen Sparmaßnahmen Pferde und Reittherapien abgeschafft werden oder doch überall davon bedroht sind; kein Wunder, daß das Futter für die Kleintiere auf der Station oder die Esel und Ziegen im Freigehege nicht mehr bezahlt werden können.

Abgeschafft wird, was nicht `notwendig´ ist. Tiere gelten in der Fachöffentlichkeit der Behindertenhilfe noch immer als unnötiger Luxus: weil man ihre guten Effekte nicht wahrnimmt und – eben nicht thematisiert.“[7]

Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass zwar die Haltung von Kleintieren (Meerschweinchen, Hamster, Wellensittiche u.a.) in den privaten Zimmern der Bewohner von Wohnheimen meistens akzeptiert wird, eine größer angelegte Tierhaltung, die seitens der Institution auch durch pädagogische Konzepte und finanzielle Unterstützung gefördert wird, jedoch eine Ausnahme darstellt. Die verschiedensten Argumente gegen die Durchführbarkeit von Tierhaltung in solchen Heimen werden aufgeführt. Viele Institutionen scheinen vor zu erwartenden organisatorischen und anderen Schwierigkeiten zurückzuschrecken.[8]

Auch die eher dürftige wissenschaftliche Forschung zu dem Nutzen, den Tiere und deren Haltung Bewohnern von Heimen für Menschen mit einer geistigen Behinderung bringen, trägt nicht zu einer Zunahme von Tierhaltung in diesem Bereich bei. So gibt es zwar eine Anzahl von Berichten von Krankenschwestern, Sozialarbeitern, Beschäftigungs- und Ergotherapeuten über Erfolge und Konzepte mit Tieren und deren Haltung in Institutionen, oft wird dabei allerdings kein wissenschaftlicher Anspruch erhoben.[9]

In der Gerontologie sieht dies anders aus. Deutschlandweit finden sich immer mehr Altenwohnheime, welche Tierhaltung fördern. Dies bezieht sich sowohl auf die Haltung eigener Tiere als auch auf Tiere, die von der Institution selbst angeschafft wurden.[10] Ein Beispiel dafür ist das Altenheim „Haus Müller“ am Möhnesee. In diesem umgebauten Bauernhof leben 55 alte Menschen mit 500 Tieren zusammen.[11] Hierbei handelt es sich sicherlich um ein extremes Beispiel, es macht jedoch deutlich, was möglich ist, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen.

1.4 These

Davon ausgehend, dass Tiere eine überwiegend positive Auswirkung auf Menschen haben und deren Haltung für einen Großteil der Menschen einen Gewinn darstellt, kann vorausgesetzt werden, dass dies auch für Menschen mit einer geistigen Behinderung gilt. Des weiteren bedeutet dies, dass auch Betreuer und sonstiges Personal Vorteile aus einer Tierhaltung in der entsprechenden Institution ziehen können. Selbst die Institution an sich kann davon profitieren. So erzeugt Tierhaltung in der Öffentlichkeit ein positives Image, welches nicht hoch genug eingeschätzt werden kann und unter Umständen kann Tierhaltung auch zu Einsparungen führen, da sich der Betreuungsaufwand verringern kann. So wird der Gewinn an Lebensqualität durch Heimtiere für Bewohner unter anderem daran messbar, dass „die Bewohner weniger Medikamente als in vergleichbaren Einrichtungen schlucken, die kein Heimtier haben.“[12] Folglich sollte in allen Heimen für Menschen mit einer geistigen Behinderung Tierhaltung nicht nur möglich sein, sondern von der Institution selbst initiiert und gefördert werden.

2 Mensch-Tier Beziehung

2.1 Erläuterungen zu tiergestützter Therapie

Alleine der Anblick von Natur hat offenbar schon einen heilsamen Effekt wie R.S. Ulrich in seiner Arbeit von 1985 dargelegt hat: Dabei wurden

„vergleichbare Patientengruppen (Alter, Geschlecht, Beschwerden) [...] in verschiedenen Krankenhauszimmern untergebracht; die eine Gruppe sah beim Blick aus dem Fenster eine Baumgruppe, die andere eine braune Backsteinwand. Die Gesundung der Patienten, die Bäume vor dem Fenster sehen konnte, verlief deutlich günstiger und auch schneller, sie brauchten weniger Schmerzmittel, riefen seltener nach Pflegepersonal und wurden auch eher entlassen.“[13]

Selbstverständlich lässt sich dieser Effekt auch mit Tieren erzielen.

„So haben verschiedene Untersuchungen gezeigt, daß Tierhalter nach einem Herzinfarkt eine größere Überlebenschance haben; Risikofaktoren wie Cholesterinwerte sind bei Tierbesitzern niedriger als bei Menschen ohne Tier; in Alters- und Pflegeheimen sinkt durch die Anwesenheit von Tieren der Medikamentenverbrauch; und sogar das Wohlbefinden von Alzheimer-Patienten kann durch vierbeinige „Ko-Therapeuten“ gesteigert werden.“[14]

Nach Nestmann lassen sich u.a. folgende physische/physiologische, psycho-logische und soziale Wirkungen von Tieren auf den Menschen benennen[15]:

- Senkung von Blutdruck
- Muskelentspannung
- Verbesserung von Gesundheitsverhalten
- Kognitive Anregung und Aktivierung
- Förderung emotionalen Wohlbefindens
- Förderung von positivem Selbstbild, Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein
- Förderung von Kontrolle über sich selbst und die Umwelt
- Förderung von Sicherheit und Selbstsicherheit, Reduktion von Angst
- Psychologische Stressreduktion, Beruhigung und Entspannung
- Antidepressive Wirkung, antisuizidale Wirkung
- Aufhebung von Einsamkeit und Isolation
- Nähe, Intimität, Körperkontakt

Nach Meinung von Ärzten, welche Patienten in Altersheimen betreuen, wirkt sich die Haltung von Tieren auch auf das Verhalten und die Ausprägung erwünschter Eigenschaften bei den Tierhaltern aus. Ihnen wurde von diesen Ärzten Kontaktfreudigkeit, Freundlichkeit, Fürsorglichkeit, Ausgeglichenheit, Ruhe, Gefühlsbetontheit, Zuverlässigkeit und Bewegungsfreudigkeit zugeschrieben.[16] Ein Vergleich einiger wissenschaftlicher Studien zu dem Nutzen, den Tierhaltung (älteren) Menschen bringen kann, ergab folgende grund-sätzliche Ergebnisse:

„Unter bestimmten Bedingungen – Heimtierbesitz in der eigenen Biographie, ausgeprägt positiv partnerschaftliches Verhältnis zwischen Mensch und Hund, Defizite oder Fehlen mitmenschlicher Unterstützung – konnten im Vergleich zu einer Kontrollgruppe folgende gesundheitsrelevante Auswirkungen von Heimtieren beobachtet werden: (1) verminderte Depressionswerte; (2) häufigere Aufnahme neuer sozialer Kontakte; (3) auch unter Stressbedingungen weniger häufige Arztbesuche; (4) weniger Arzneimittelkonsum und (5) weniger körperliche Symptome wie zum Beispiel Kopfschmerzen.“[17]

2.2 Menschen mit einer geistigen Behinderung und Tiere

„Wir sind so gern in der Natur, weil diese keine Meinung über uns hat.“[18] Dieser Satz von Nietzsche beschreibt kurz und prägnant den großen Vorteil, den Tierhaltung gerade für Menschen mit einer geistigen Behinderung haben kann. Tiere stellen

„einen authentischen Partner dar, der viele Bedürfnisse befriedigt und den Menschen in seinem Menschsein nicht bewertet. Insbesondere für Kinder und Jugendliche im sonderpädagogischen Bereich ist das eine wertvolle Erfahrung, da sie häufig aufgrund von gesellschaftlich definierten Mängeln, Ablehnung erfahren.“[19]

Zweifelsohne ist solch eine Erfahrung von Nähe, Zuneigung und Zärtlichkeit auch für Erwachsene mit einer geistigen Behinderung von hohem Wert.

„Der Mensch muss für seine Gesundheit das Gefühl haben, gebraucht zu werden und wertvoll zusein. Umgekehrt benötigt er Liebe, Zuwendung, Geborgenheit und das Gefühl von Heimat und Natur. Alles findet er in einer Beziehung zum Tier. Es liegt auf der Hand, dass jene Menschen am meisten von der Beziehung zu einem Tier profitieren, die entweder alt, krank, behindert oder allein sind.“[20]

Eine besonders wichtige Rolle kann ein Tier in einem Wohnheim für alte Bewohner, die nicht mehr einer regelmäßigen Tätigkeit nachgehen können, spielen. Ebenso wie der nicht behinderte kann der geistig behinderte alte Mensch unter dem Eintritt in den Ruhestand leiden. „Auch er verliert die ihm Halt gebende, gewohnte Tagesstruktur, den Ort wichtiger sozialer Kontakte und die Gewißheit seiner Nützlichkeit.“[21] Umso wertvoller ist es dann, wenn ihm zumindest teilweise die Verantwortung für das Wohlergehen eines Tieres über-tragen wurde. Dies vermag den sozialen Status und das Selbstwertgefühl zu heben und zufriedener zu machen. Somit kann dem Tier im Heim die Bedeutung eines Partners zukommen. Es stellt einen konstanten Bezugspunkt im Alltag dar, regt zu Aktivitäten an, lenkt von Krankheiten und Sorgen ab, tröstet durch Berührungen und man kann über und durch das Tier lachen.[22]

Im Umgang mit Tieren ist auch die Reaktion der Tiere bei zu intensiver Nähe (Weglaufen, Kratzen, Beißen etc.) wichtig. Sie macht dem „Menschen Grenzen deutlich, die jedoch im nächsten Moment ohne Bedeutung sind, wenn das Kind, der Jugendliche oder der Erwachsene sich dem Tier gegenüber angemessen bzw. tiergerecht verhält.“[23] Im Kontakt zu Tieren erhält der Mensch in der Regel jeden Tag eine neue Chance. Selten erfährt er „diese Bereitschaft, ihn jeden Tag von neuem zu akzeptieren, nichts nachzutragen, und seine Fehler wieder gut zu machen.“[24]

Während meiner jahrelangen Arbeit in Wohnheimen für Menschen mit einer geistigen Behinderung konnte ich immer wieder feststellen, dass sehr viele der Bewohner selten oder aber auch gar keinen Besuch erhalten. In mehreren Studien zu Tierhaltung in Altersheimen wurde berichtet, „daß Enkel und Nachbarskinder gern in den Heimen zu Gast sind, seit es dort Tiere gibt. Auf diese Weise sehen die Alten auch wieder einmal Kinder.“[25] Dieser Aspekt kann ohne weiteres auch auf Heime für Menschen mit einer geistigen Behinderung über-tragen werden und nicht hoch genug eingeschätzt werden.

3 Tierhaltung in Wohnheimen aus Tierschutzsicht als Ausgangspunkt zu sollkonzeptionellen Überlegungen

„Das Bedürfnis des Menschen, Tiere in seiner Obhut zu halten, hat lange Tradition, ist nachvollziehbar und verständlich. Wichtig bei einer solchen Heimtierhaltung ist, dass dem Bedarf und den Bedürfnissen dieser Heimtiere in vollem Umfang Rechnung getragen wird und es somit nicht zu tierschutzrelevanten Tatbeständen kommt. Die meisten Verstöße gegen das Tierschutzgesetz in diesem Bereich resultieren aus der Unkenntnis der jeweiligen Besitzer. [...] Eine wohlüberlegte, mit allen [...] [Beteiligten – d. Verf.] abgesprochene und diskutierte Anschaffung eines Heimtieres, ein Verteilen der Aufgaben und Verpflichtungen wird dann zu einer guten, verantwortlichen und tierschutzgerechten Haltung des angeschafften Heimtieres führen und allen Beteiligten – Mensch und Tier – Freude bereiten, im Bewusstsein der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf.“[26]

Einige Tierarten schließe ich von vorneherein von der Haltung in Heimen für Menschen mit einer geistigen Behinderung aus.

Zu diesen Tieren gehören unter anderem Hunde. Der deutsche Tierschutzbund fordert in einer seiner Schriften, dass nur „wer viel Zeit hat, [...] sich einen Hund anschaffen [sollte – d. Verf.]. Jeder Hund braucht viel Ansprache, eine gute und konsequente Erziehung und ausgiebige Spaziergänge.“[27] Zu einer artgerechten Hundehaltung gehört es, „Tag für Tag, oftmals schon sehr früh und manchmal bis spät in die Nacht hinein [`Gassi zu gehen´ - d. Verf.] – und dies bei jedem Wetter.“[28] In Heimen für Menschen mit einer geistigen Behinderung ist es jedoch oft so, dass werktags von morgens bis nachmittags keine Bewohner und somit auch kein Betreuungspersonal vor Ort sind, da die meisten Bewohner in einer Werkstatt für behinderte Menschen arbeiten.[29] Für ein Tier, welches viel Zuwendung braucht, ist ein Wohnheim somit wohl kaum ein geeignetes Zuhause. Auch in den Heimen, deren Bewohner aufgrund ihres Alters oder einer starken meist mehrfachen Behinderung nicht in eine Werkstatt gehen, ist eine Hundehaltung meines Erachtens nach nicht angezeigt. Nach den Beobachtungen, die ich während meiner Tätigkeit in solchen Heimen machen konnte, steht dort die körperliche Pflege so sehr im Vordergrund, dass es zwangsläufig an Zeit mangeln würde, um einem Hund gerecht zu werden. Nicht zuletzt fordert auch die Tierschutz-Hundeverordnung vom 02. Mai 2001 in § 2, dass einem Hund „ausreichen Auslauf im Freien [...] sowie ausreichend Umgang mit der Person, die den Hund hält, betreut oder zu betreuen hat [...] zu gewähren“ ist.[30]

Um Menschen mit einer geistigen Behinderung dennoch den Kontakt zu Hunden in ihrer gewohnten Umgebung zu ermöglichen, kann man ein sogenanntes Hundebesuchsprogramm einführen. Dies wird unter anderem von dem Berliner Verein „Leben mit Tieren e. V.“[31], dem Verein „Tiere helfen Menschen e.V.“[32] und dem „Institut für soziales Lernen mit Tieren“[33] in Wedemark angeboten.

Eine weitere und sicherlich die einfachste Möglichkeit, Hunde in einem Wohnheim für Menschen mit einer geistigen Behinderung zu halten, ist, Mitarbeitern, die privat einen Hund besitzen, zu gestatten, ihn mit zur Arbeit zu nehmen. Vorausgesetzt, das Tier eignet sich zu dieser Form von `Arbeitseinsatz´.[34] Dies kann durch die Ablegung einer Prüfung nach Richtlinien der Delta-Society nachgewiesen werden.[35]

Auch mit der Haltung von Pferden werde ich mich in dieser Arbeit nicht beschäftigen. Es kann davon ausgegangen werden, dass kaum ein Wohnheim über soviel Grundfläche und geeignete Weiden verfügt, dass dort problemlos Pferde gehalten werden können. Große Flächen sind für eine artgerechte Haltung dieser Tiere jedoch zwingend erforderlich.[36] Auch wenn es heutzutage oft üblich ist, eine ausschließliche Boxenhaltung von Pferden ist nicht artgerecht.[37]

Aus ähnlichen Gründen werde ich mich auch nicht mit der Haltung von Rindern befassen. Die EU-Verordnung zu ökologischer Tierhaltung begrenzt die Anzahl der Rinder, die auf einer Freilandfläche gehalten werden dürfen nutzungsabhängig auf höchstens 3,3 Tiere/Hektar (Rinder zwischen 1 und 2 Jahren).[38] Man würde demnach eine recht große Fläche benötigen, um artgerecht Rinder halten zu können.

Zur Schweinehaltung lässt sich folgendes sagen: Schweine sind sehr gesellige Tiere.[39] Sie einzeln zu halten wäre auch hier nicht artgerecht. Außerdem müssen Schweine in der Auslauffläche Wühlmöglichkeiten zur Verfügung haben.[40] Daraus folgt wiederum, dass es auch bei der Haltung dieser Tiere einen großen Platzbedarf gibt, den kaum ein Wohnheim zur Verfügung haben wird. Daher werde ich mich auch der Haltung dieser Tiere nicht widmen.

Des weiteren rate ich von der Haltung von Reptilien und Amphibien ab. Die meisten von ihnen können in einem Wohnheim „kaum artgerecht gehalten wer-den. Ihre Haltung setzt überdies detaillierte Spezialkenntnisse voraus.“[41] Nach den Erfahrungen, die ich während meines Studiums der Tiermedizin gemacht habe, muss ich noch darauf hinweisen, dass es bei Erkrankungen dieser Tiere nicht so einfach sein wird, einen fachkundigen Tierarzt zu finden.

Auch Hamster, beliebte Haustiere, erscheinen mir in der Haltung problema-tisch. Sie sind Tiere für Beobachter und „lassen sich [...] nicht besonders gerne anfassen. [...] Abstürze einerseits, Quetschungen andererseits sind häufig die Ursache für Verletzungen oder Todesfälle.“[42] Beobachten kann man Hamster nur nachts. Störungen am Tag sind lebensverkürzende Stressfaktoren.[43] Aus diesen Gründen würde ich in einem Wohnheim für Menschen mit einer geisti-gen Behinderung auch auf die Haltung von Hamstern verzichten.

Leider gibt es bei vielen domestizierten Tierarten, auch bei denen, die sich für eine Haltung in Heimen für Menschen mit einer geistigen Behinderung eignen, ausgefallen gezüchtete Rassen. Viele davon werden als Qualzüchtungen be-zeichnet, da die besonderen Eigenschaften (z.B. Größe, Körperform, Farbe, Wesensmerkmale) oft mit krankhaften Veränderungen (z.B. im Bereich des Zentralnervensystems, der Sinnesorgane, der Fortpflanzungsorgane, der Muskulatur) einhergehen. Im Interesse solcher Tiere ist von ihrer Anschaffung abzuraten.[44]

Die Haltung von exotischen Tieren ist problematisch. Diese Tiere können selten artgerecht gehalten werden. „Viele dieser Haltungen verstoßen nicht nur gegen das Tierschutzgesetz, sondern häufig auch noch gegen das Artenschutzgesetz.“[45]

3.1 Grundsätze der Tierhaltung

Um erfolgreich mit Tieren in einem Wohnheim zu leben und zu arbeiten ist es wichtig, sich mit deren Wohlbefinden zu beschäftigen. Sylvia Greiffenhagens Gedanken aus ihrem Buch „Tiere als Therapie“ können dabei sehr hilfreich sein:

„Das Tier ist innerhalb der Mensch-Tier-Beziehung der schwächere Teil. Es ist in einem durchgängigen Sinne vom Menschen abhängig und bedarf deshalb des Schutzes immer dann, wenn wir es näher an uns heranziehen. Dabei gilt für den therapeutischen und pädagogischen Einsatz, was für jede Domestikation zutrifft: Unsere Sympathie genügt als Richtschnur für das tierische Glück keinesfalls, sondern wir müssen im Gegenteil auf der Hut sein, daß wir mit ihr den Weg zur Einrichtung einer tiergemäßen Existenz nicht versperren. Hier gibt es viele naive Fehler einer unsinnig direkten Übertragung unserer eigenen Präferenzen auf den Gebieten Ernährung, Temperatur, Bewegung, Emotionalität. [...] Einfacher und kürzer gesagt: Wer ein Tier mag und es sich näherziehen will, muß zuerst nach dessen Wesen fragen. [...] Erst nachdem er das Tier in seiner eigenen Natur kennengelernt hat, wird sich das Zusammenleben mit ihm als eine für beide beglückende Beziehung gestalten lassen. Ich nenne nur beispielhaft einige solcher Aspekte: tierische Ausdrucksweisen, Tag- oder Nachtaktivität, Sozialitätsbedürfnis, Interaktionsfähigkeit, Aggressionsgrad, Lernfähigkeit, arteigene Form der Sozialität (z.B. Rudel- oder Einzeltier).“[46]

Bei der Anschaffung der Tiere ist grundsätzlich Folgendes zu beachten:

- Der erste Weg sollte in ein Tierheim führen. Dort warten nicht nur zahlreiche Heimtiere auf ein neues Zuhause, dort erhält man auch detaillierte Informationen über das Tier und eine individuelle Beratung.[47] Jedoch sollte man sich dessen bewusst sein, dass die Gefahr, dass diese Tiere eine Verhaltensstörung besitzen recht groß ist.
- Ist es nicht möglich, die entsprechenden Tiere aus einem Tierheim aufzunehmen, so empfiehlt es sich, einen Züchter, „der aus Liebhaberei und nicht aus kommerziellen Gründen züchtet“[48], aufzusuchen.
- Führt der Weg in ein Zoofachgeschäft, sollte dies Mitglied im `Zentralverband zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V.´ sein und somit zahlreichen freiwilligen Selbstbeschränkungen unterliegen, die über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehen.[49]
Für alle im Folgenden aufgeführten Tierarten sind einige Regeln bei der Hal-tung zu beachten:
- So ist die tägliche Beobachtung der Tiere unerlässlich. Nur dann kön-nen erste Anzeichen einer Krankheit rechtzeitig erkannt und das Tier in Behandlung gebracht werden.
- Es ist empfehlenswert, sich schon vor dem ersten Tierarztbesuch nach einem Tierarzt umzusehen, welcher sich mit der Tierart, die gehalten werden soll bestens auskennt.
- „Die Unterbringung der Tiere muss artgerecht sein und ihren biologischen und ethologischen (verhaltensgemäßen) Bedürfnissen entsprechen. Die Tiere müssen ungehinderten Zugang zu den Futterstellen und Tränken haben. Die Stallgebäude und –einrichtungen müssen für eine genügende Frischluftzufuhr, ausreichenden Tageslichteinfall, niedrige Staubkonzentrationen, tierart- und altersgerechte Temperaturen, angepasste Luftfeuchte und niedrige Schadgaskonzentrationen sorgen, die für die Tiere keine Gefahr darstellen.

Weiden und Auslaufflächen sind entsprechend den Klimaverhältnissen und der Tierart [...] mit Schutzeinrichtungen gegen Regen, Wind, Sonne und extreme Temperaturen auszustatten.“[50]

- Futterumstellungen sollten nur vorgenommen werden, wenn sie absolut nötig sind und dann auch nur allmählich erfolgen. Im Besonderen gilt dies für Wiederkäuer (Schafe, Ziegen), da sich die Mikroorganismen im Pansen erst an die veränderten Bedingungen anpassen müssen.[51]
- Falls es bei den gehaltenen Tieren zu Nachwuchs kommt und diese Jungtiere von Hand aufgezogen werden müssen, ist zu beachten, dass es hierbei zu einer Fremdprägung der jungen Tiere kommt. Diese Tiere fühlen sich dann später der Art des Menschen zugehörig. Dies hat zur Folge, dass sie sich vor Menschen nicht fürchten, sondern mit ihnen in Kontakt bleiben wollen, allerdings auch ihre Paarungsversuche und Aggressionen gegen sie richten. Dies kann im Falle eines Katers oder eines Schafbockes schmerzhafte Folgen für die Betreuungsperson nach sich ziehen.[52]
- Werden Tiere in einem Stall gehalten, so ist ein Antrag an die zuständige Baubehörde zu stellen, welche das Stallgebäude auf seine Zulässigkeit prüft.[53]

Abschließend bleibt noch zu erwähnen, dass die folgenden Ratschläge zur Haltung der jeweiligen Tierarten bei weitem nicht erschöpfend sind. Sie sollen lediglich in die Lage versetzen, in groben Grundzügen abschätzen zu können, welche Anforderungen die jeweilige Tierart an eine artgerechte Haltung stellt. Fällt die Entscheidung, das ein oder andere Tier anzuschaffen, so ist es notwendig sich vor der Anschaffung noch genauer über die Bedürfnissen des jeweiligen Tieres zu informieren.

„Artgerechte Haltung ist nicht schwer. Sie setzt jedoch das Wissen um die Bedürfnisse des Tieres und das Verständnis für seine Lebensgewohnheiten voraus.“[54]

3.2 Exkurs Ethik der Tierhaltung

J.P. Sartre: „Beim Tier, da müssen wir uns entscheiden, entweder ist es so etwas wie wir, oder es ist Kieselstein“[55]

„Moderner Tierschutz, das ist schon bei den Beratungen des Deutschen Bundestages zum Tierschutzgesetz von 1972 deutlich geworden, beruht auf den Vorstellungen einer auch die Tiere einschließenden Humanität. So führte am 12.10.1966 der Abgeordnete Büttner, Fritz Erler zitierend aus: „Wie in einem Volke die Menschen miteinander und wie sie mit den Tieren umgehen, ob sie bereit sind, Menschen und Tiere, unsere Mitgeschöpfe vor Grausamkeiten und Leiden zu bewahren, das ist Ausdruck der Humanität und der Kulturstufe eines Volkes.““[56]

Bei den weiteren Lesungen zu diesem Gesetz äußerten sich auch weitere Abgeordnete in ähnlicher Form.[57] Dieser Gedanke, dass der Mensch dem Tier als Mitgeschöpf eine humane Behandlung schuldet, lässt sich weit zurückverfolgen. Schon im Alten Testament ist von einer gerechten Behandlung der Tiere die Rede: „Der Gerechte weiß, was sein Vieh braucht,/ doch das Herz der Frevler ist hart.“[58] Franz von Assisi, der im 12. Jahrhundert lebte, besaß eine Tierliebe, die schon legendär geworden ist und auf dem Barmherzigkeitsgebot des christlichen Glaubens beruht.[59] Auf dieses Gebot bezog sich auch Adolph von Knigge. Sein 1788 erschienenes Buch „Über den Umgang mit Menschen“ enthält das Kapitel „Über die Art, mit Thieren umzugehen“.[60] Dort tritt er für eine humane Behandlung der Tiere ein. Sie seien nicht geschaffen,

„um von uns gepeinigt zu werden [...] daß dies Versündigung an dem Vater aller lebendigen Wesen ist, daß ein Thier ebenso so schmerzhaft Misshandlung [...] fühlt wie wir, und vielleicht noch lebhafter, da seine ganze Existenz auf sinnlichen Empfindungen beruht [...].“[61]

Nach dem heutigen Stand der Literaturwissenschaften hat Jeremy Bentham schon acht Jahre zuvor einen schonenden Umgang mit Tieren als unmittelbare Forderung der Humanität formuliert.[62] Er stellte die Frage: „Warum sollte das Gesetz irgendeinem empfindungsfähigen Wesen seinen Schutz versagen? Es wird soweit kommen, daß der Mantel der Menschlichkeit alles umfängt, was atmet.“[63]

„Diese Entwicklung wurde natürlich von solch bedeutenden Philosophen wie Kant, der Mitleid als Pflicht des Menschen auch gegenüber Tieren ansah, Herder, der den Humanitätsbegriff auf Tiere ausgedehnt haben wollte, und Goethe, der meinte, dass Menschen Ehrfurcht auch gegenüber der subhumanen Welt schuldig sind und schon damals ganzheitliche Sichtweisen anmahnte, beeinflusst [...].“[64]

Weitaus bekannter sind die Gedanken Albert Schweitzers. Ausgehend von Franz von Assisi forderte er Nächstenliebe auch gegenüber den Tieren ein.[65] Auch wenn solche Überzeugungen immer wieder als Sentimentalität abgetan wurden und der Mitmenschlichkeit der Vorzug vor der Verantwortung und dem entsprechenden Verhalten gegenüber Tieren gegeben wurde (und wird), hat sich der Begriff der Humanität weiterentwickelt und dient auch als Grundlage des Tierschutzes.[66] In Meyers Konversationslexikon (1897) heißt es hierzu: „Der moderne, auf das Prinzip der Humanität gegründete Tierschutz sucht [...] auch für Verbesserungen des Loses der Haustiere und sonstiger gefangener Tiere zu wirken [...].“[67] Über 70 Jahre später stellt der große Brockhaus (1971) fest, dass auch gegenüber Tieren „ein `menschliches´ und `unmenschliches´ Verhalten möglich“[68] ist.

„Tiere sind [...] in der Lage, ihr eigenes Wohl und Wehe zu spüren und wahrzunehmen und in dem Sinne dazu Stellung zu beziehen, daß sie das eine anstreben, das andere vermeiden.“[69] Jeder, der schon einmal Kontakt mit Tieren hatte, wird dieser Aussage zustimmen können. Auch der von Konrad Lorenz, welcher behauptete,

„daß ein Mensch nicht imstande ist, längere Zeit mit einem Hund oder einer Katze ein Heim zu teilen, ohne zu der zwingenden Überzeugung zu gelangen, daß er mit einem Lebewesen in Kontakt steht, das Lust und Leid empfindet, im Prinzip nicht anders als er selbst.“[70]

Diese Auffassung, dass Tiere und Menschen sich in entscheidenden Fähigkeiten nicht stark unterscheiden wurde auch von Charles Darwin geteilt. So verfügt der Mensch

„über Sinnesempfindungen, Fähigkeiten der Imitation, Aufmerksamkeit, Überlegung, Wahl, Imagination, Ideenassoziation sowie über Gedächtnis, Allgemeinbegriffe, Vernunft, Abstraktionsvermögen, Selbstbewusstsein, mentale Individualität und Sprache. Auch nichtmenschliche Lebewesen sind nach Darwin mit derartigen Fähigkeiten ausgestattet, die bei ihnen in Abhängigkeit von ihrer Organisationshöhe in Grad und Anzahl variieren. Zwischen dem Menschen und den übrigen Tieren besteht nach Darwin daher nur ein gradueller, jedoch kein prinzipieller Unterschied.“[71]

Kritiker werfen Vertretern solcher Positionen vor, dass dies zu einer unzulässigen Gleichstellung von Mensch und Tier führt. Hierbei wird jedoch übersehen, dass Gerechtigkeit gegenüber Tieren eben nicht bedeutet, sie wie Menschen zu behandeln. Gerade aufgrund ihrer Andersartigkeit muss versucht werden dieser gerecht zu werden. Dies verlangt eine gleiche Behandlung im Gleichheitsfalle und eine unterschiedliche Behandlung im Falle des Verschiedenseins.[72] Konkret bedeutet dies im Gleichheitsfalle, dass sich zum Beispiel jegliche Form von Gewalt verbietet. Im Falle des Verschiedenseins muss Tieren zum Beispiel eine artgerechte Unterkunft geboten werden.

„Da die Konstruktion der Umwelt eine Leistung von Subjekten ist und das Tier zum Überleben und Wohlbefinden auf seine je spezifische Umwelt [...] angewiesen ist, müssen wir, wenn wir die Bedürfnisse des Tieres respektieren wollen, ihm eine entsprechend reichhaltige Umgebung anbieten, aus der es seine Umwelt aufbauen kann. Wie der Mensch, so ist auch das Tier zum Wohlbefinden auf seine spezifische Umwelt angewiesen.“[73]

3.3 Heimtierhaltung

3.3.1 Katzen

„Bei Katzen spielt die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Rasse für ihre pädagogische und therapeutische Tauglichkeit kaum eine Rolle. Worauf es ankommt, ist ihre Individualität, ihr Temperament.“[74] Daher ist es wichtig, bei der Anschaffung einer Katze das Tier genau und in Ruhe zu beobachten. Worauf

„man achten muß, ist, ob sie scheu oder frech gegenüber Menschen ist, ängstlich oder rauflustig gegenüber anderen Katzen, verschmust oder distanziert. Normalerweise zeigt sich dieses Profil bereits bei jungen Kätzchen.“[75]

Im Vergleich zu Hunden bieten Katzen gerade in Bezug auf ihre Haltung in Heimen für Menschen mit einer geistigen Behinderung einige Vorteile:

„Katzen, die mit Menschen aufwachsen, sind ebenso anhänglich und `treu´ wie Hunde, auch wenn sie nicht ständig Nähe suchen. Sie sind gern über Stunden allein und eignen sich also gut für Institutionen, die nicht dauernd von Menschen belebt sind. Katzen ziehen sich auch zurück, wenn ihnen der Betrieb zu aufregend wird, und sind dann lange unauffindbar. Sie können sich also selber gegenüber zu viel Zuwendung schützen.“[76]

Es ist jedoch sehr wichtig, dass Katzen spüren können, dass sie geliebt werden. Sie sind

„sehr sensibel gegenüber Menschen, die Katzen nicht mögen, und reagieren auf sie manchmal mit Streß. Es kommt also darauf an, daß die Menschen in einem Heim [...] alle mit der Anwesenheit von Katzen einverstanden sind. Nur dann fühlt sich die Katze willkommen und bleibt gesund.“[77]

Statt einer Rassekatze sollte eine Hauskatze angeschafft werden. Es gibt zwar keine großen Wesensunterschiede zwischen Haus- und Rassekatze, aber im Anschaffungspreis unterscheiden sie sich dann doch erheblich.[78]

[...]


[1] Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (Hg.): Tierschutzbericht der Bundesregierung 2003; Bonn; 2003; S.34

[2] Dieter Kreft; Ingrid Mielenz (Hg.): Wörterbuch Soziale Arbeit; Aufgaben, Praxisfelder, Begriffe und Methoden der Sozialarbeit und Sozialpädagogik; 4. Auflage; Beltz Verlag; Weinheim und Basel; 1996; S.434

[3] K. Marquardt: Planung; in: P. Gutjahr-Löser, K. Hornung (Hg.): Politisch-Pädagogisches Handwörterbuch; München; 1980; [http://www.net-lexikon.de/Planung.html]; 16.12.2003

[4] Jürgen Wendeler: Geistige Behinderung, Pädagogische und psychologische Aufgaben; Beltz Verlag; Weinheim und Basel; 1993; S.11

[5] ebd; S.10

[6] Vgl.: C. Große-Siestrup: Leben mit Tieren -Tiergestützte Therapie – Möglichkeiten der Tierhaltung in Alten- und Pflegeheimen sowie in gerontologischen und gerontopsychiatrischen Krankenhäusern; [http://www.tiergestuetzte-therapie.de/texte6siestrup.htm]; 13.10.2003

[7] Sylvia Greiffenhagen; Oliver Buck: Behinderte Menschen und Hunde;[http://www.tiergestuetzte-therapie.de/texte8greiffenhagen.htm]; 13.10.2003

[8] Vgl.: Institut für soziales Lernen mit Tieren; Homepage: [http://www.lernen-mit-tieren.de/]; 13.10.2003

[9] Vgl.: C. Große-Siestrup: Leben mit Tieren -Tiergestützte Therapie – Möglichkeiten der Tierhaltung in Alten- und Pflegeheimen sowie in gerontologischen und gerontopsychiatrischen Krankenhäusern; [http://www.tiergestuetzte-therapie.de/texte6siestrup.htm]; 13.10.2003

[10] Vgl.: Claudia Häusler: Tiere als Therapeutikum; 2001; [http://www.uni-bamberg.de/~ba3sw1/texte/0102haeusler-claudia/haeusler-claudia-tierther.htm]; 13.10.2003

[11] ARD, 24.10.2003, 21:45h; vgl.: [http://149.219.195.51/tv/dokumentation/tierischgutdrauf.html]

[12] Claudia Häusler: Tiere als Therapeutikum; 2001; [http://www.uni-bamberg.de/~ba3sw1/texte/0102haeusler-claudia/haeusler-claudia-tierther.htm]; 13.10.2003

[13] Ulrich Gebhard: Die psychische Bedeutung von Naturerfahrungen im allgemeinen und der Tierbeziehung im besonderen; in: Christel Simantke; Detlef W. Fölsch (Hg.): Pädagogische Zugänge zum Mensch-Nutztier-Verhältnis; (Reihe Tierhaltung); Universität Gesamthochschule Kassel GhK; Witzenhausen; 2000; S.11

[14] Konrad Lorenz Kuratorium; Institut für interdisziplinäre Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung: Stress lass nach: Ehepartner contra Haustiere; [http://www.iemt.at/presse/presse_index.html]; 13.10.2003

[15] Vgl.: Kuratorium Deutsche Altershilfe (Hg.): Ein Plädoyer für die Tierhaltung in Alten- und Pflegeheimen, Argumente, Informationen, Beispiele, Tips; Köln; S.36f.

[16] Vgl.: Reinhold Bergler (Hg): Gesund durch Heimtiere, Beiträge zur Prävention und Therapie gesundheitlicher und seelischer Risikofaktoren; Deutscher Instituts-Verlag GmbH; Köln; 2000; S.202

[17] ebd.

[18] Ulrich Gebhard: Die psychische Bedeutung von Naturerfahrungen im allgemeinen und der Tierbeziehung im besonderen; in: Christel Simantke; Detlef W. Fölsch (Hg.): Pädagogische Zugänge zum Mensch-Nutztier-Verhältnis; (Reihe Tierhaltung); Universität Gesamthochschule Kassel GhK; Witzenhausen; 2000; S.12

[19] Institut für soziales Lernen mit Tieren; Homepage: [http://www.lernen-mit-tieren.de/]; 13.10.2003

[20] Otto Schlappack: G´sund mit Hund; Wien; 1998; zitiert nach: Tiere als Therapeuten; [http://www.animals-for-people.com/deutsch/projects/projects_therapie.htm]; 13.10.2003

[21] Barbara Senckel: Mit geistig Behinderten leben und arbeiten; 2., durchgesehene Auflage; C. H. Beck´sche Verlagsbuchhandlung; München; 1996; S.126

[22] Vgl.: Veronica Steinkampf: Tiere als Co-therapeuten; Tiere in Altenheimen zur Steigerung der Lebensqualität; Diplomarbeit; Köln; 1999; S.68

[23] Institut für soziales Lernen mit Tieren; Homepage: [http://www.lernen-mit-tieren.de/]; 13.10.2003

[24] Brigitte von Rechenberg: Was Tiere uns lehren können; [http://www.tiergestuetzte-therapie.de/texte3rechenberg.htm]; 13.10.2003

[25] Sylvia Greiffenhagen: Tiere als Therapie: neue Wege in Erziehung und Heilung; Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf.; München; 1991; S.133

[26] Hansjoachim Hackbarth: Artgerechte Haltung von Heimtieren; in: Reinhold Bergler (Hg): Gesund durch Heimtiere, Beiträge zur Prävention und Therapie gesundheitlicher und seelischer Risikofaktoren; Deutscher Instituts-Verlag GmbH; Köln; 2000; S.85

[27] Deutscher Tierschutzbund e.V.: Welches Tier passt zu mir?; Bonn; 2003; S.3

[28] Peter Beck: Das Beste für meinen Hund, Profitips für Hundefreunde; Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co; Stuttgart; 1995; S.21

[29] Vgl.: Jürgen Wendeler: Geistige Behinderung, Pädagogische und psychologische Aufgaben; Beltz Verlag; Weinheim und Basel; 1993; S.116ff.

[30] Deutscher Tierschutzbund e.V.: Tierschutz-Hunderverordnung; Bonn; 2002; S.2

[31] Leben mit Tieren e.V. – Teltowkanalstraße 1 – 12247 Berlin – 030/76941092/95

[32] Tiere helfen Menschen e.V. – Münchenerstr. 14 – 97204 Höchberg – 0931/4042120

[33] Institut für soziales Lernen mit Tieren – c/o Dipl.soz.päd. Ingrid Stephan - Am Ibsinger Berg 1 – 30900 Wedemark – 05130/40326

[34] Vgl.: Sylvia Greiffenhagen: Tiere als Therapie: neue Wege in Erziehung und Heilung; Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf.; München; 1991; S.132

[35] Vgl.: Barbara Puhl: Therapiehunde; [http://www.welpen.de/service/puhl/artikel01.htm]; 07.01.2004; und: [http://www.deltasociety.org/]; 07.01.2004

[36] Vgl.: Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (Hg): Leitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtspunkten; Bonn; 2002; S.4

[37] Vgl.: Renate Ettl: Pferde naturgemäß und artgerecht halten, Nutzungsorientierte Pferdehaltung, Weidewirtschaft, Praxistips; BLV Verlagsgesellschaft mbH; München, Wien, Zürich; 1998; S.49

[38] Vgl.: Aid infodienst Verbraucherschutz – Ernährung – Landwirtschaft e.V. (Hg.): EU-Verordnung Ökologische Tierhaltung – Erläuterungen und Beispiele; 2. überarbeitete Auflage; Bonn; 2001; S.29

[39] Vgl.: Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (Hg.): Tierschutzbericht der Bundesregierung 2003; Bonn; 2003; S.31

[40] Vgl.: Aid infodienst Verbraucherschutz – Ernährung – Landwirtschaft e.V. (Hg.): EU-Verordnung Ökologische Tierhaltung – Erläuterungen und Beispiele; 2. überarbeitete Auflage; Bonn; 2001; S.11

[41] Deutscher Tierschutzbund e.V.: Welches Tier passt zu mir?; Bonn; 2003; S.10

[42] Claudia Toll: Mein Hamster, (Kosmos Rat); Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co; Stuttgart; 2000; S.20f.

[43] Vgl.: ebd.; S.18

[44] Vgl.: Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (Hg.): Gutachten zur Auslegung von § 11b des Tierschutzgesetzes, (Verbot von Qualzüchtungen); Bonn; 2002; S.7

[45] Hansjoachim Hackbarth: Artgerechte Haltung von Heimtieren; in: Reinhold Bergler (Hg): Gesund durch Heimtiere, Beiträge zur Prävention und Therapie gesundheitlicher und seelischer Risikofaktoren; Deutscher Instituts-Verlag GmbH; Köln; 2000; S.85

[46] Sylvia Greiffenhagen: Tiere als Therapie: neue Wege in Erziehung und Heilung; Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf.; München; 1991; S.219f.

[47] Vgl.: Deutscher Tierschutzbund e.V.: Welches Tier passt zu mir?; Bonn; 2003; S.11

[48] ebd.; S.12

[49] Vgl.: Zentralverband zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V.: Die Tierschutzinitiative des ZZF; [http://www.zzf.de/Tipps/leitfaden/teil05.html]; 01.12.2003 & Zentralverband zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V.: Daran erkennen Sie ein gutes Zoofachgeschäft; [http://www.zzf.de/Tipps/leitfaden/teil03.html]; 01.12.2003

[50] Aid infodienst Verbraucherschutz – Ernährung – Landwirtschaft e.V. (Hg.): EU-Verordnung Ökologische Tierhaltung – Erläuterungen und Beispiele; 2. überarbeitete Auflage; Bonn; 2001; S.30

[51] Vgl.: Hans Hinrich Sambraus, Andreas Steiger (Hg.): Das Buch vom Tierschutz; Ferdinand Enke Verlag; Stuttgart; 1997; S.128

[52] Vgl.: Hans Hinrich Sambraus: Atlas der Nutztierrassen, 180 Rassen in Wort und Bild; Eugen Ulmer GmbH & Co; Stuttgart; 1986; S.16

[53] Vgl.: Stanislaus von Korn,: Schafe in Koppel- und Hütehaltung; 2., völlig neubearbeitete Auflage; Eugen Ulmer GmbH & Co; Stuttgart; 2001; S.114

[54] Vgl.: Zentralverband zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V.: Die artgerechte Haltung; [http://www.zzf.de/Tipps/leitfaden/teil02.html]; 01.12.2003

[55] zitiert nach: Rainer Brockmann: Anthropomorphisierung und Du-Evidenz in der Mensch-Tier-Begegnung; in: Sabine Hanneder (Hg.): Mensch und Pferd – Neue Aspekte einer alten Beziehung; Förderverein Mensch und Tier e.V.; Berlin; 2002; S.129

[56] Gotthard M. Teutsch: Humanität ist unteilbar, Überlegungen zur Mensch-Tier-Beziehung; in: Manuel Schneider (Hg.): Den Tieren gerecht werden, Zur Ethik und Kultur der Mensch-Tier-Beziehung; (Reihe Tierhaltung Band 27); Universität Gesamthochschule Kassel; Fachgebiet Angewandte Nutztierethologie und Artgemäße Tierhaltung; Kassel; 2001; S.55

[57] Vgl.: ebd.; S.55f

[58] Die Bibel; Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift; Gesamtausgabe; Katholische Bibelanstalt GmbH; Stuttgart; 1980; Sprichwörter 12,10; S.699

[59] Vgl.: Cathleen Wenz: Adaptionsleistungen von Tieren in Menschenhand; in: Sabine Hanneder (Hg.): Mensch und Pferd – Neue Aspekte einer alten Beziehung; Förderverein Mensch und Tier e.V.; Berlin; 2002; S.116

[60] Vgl.: Gotthard M. Teutsch: Humanität ist unteilbar, Überlegungen zur Mensch-Tier-Beziehung; in: Manuel Schneider (Hg.): Den Tieren gerecht werden, Zur Ethik und Kultur der Mensch-Tier-Beziehung; (Reihe Tierhaltung Band 27); Universität Gesamthochschule Kassel; Fachgebiet Angewandte Nutztierethologie und Artgemäße Tierhaltung; Kassel; 2001; S.57

[61] ebd.

[62] Vgl.: ebd.

[63] ebd.

[64] Cathleen Wenz: Adaptionsleistungen von Tieren in Menschenhand; in: Sabine Hanneder (Hg.): Mensch und Pferd – Neue Aspekte einer alten Beziehung; Förderverein Mensch und Tier e.V.; Berlin; 2002; S.116

[65] Vgl.: Gotthard M. Teutsch: Humanität ist unteilbar, Überlegungen zur Mensch-Tier-Beziehung; in: Manuel Schneider (Hg.): Den Tieren gerecht werden, Zur Ethik und Kultur der Mensch-Tier-Beziehung; (Reihe Tierhaltung Band 27); Universität Gesamthochschule Kassel; Fachgebiet Angewandte Nutztierethologie und Artgemäße Tierhaltung; Kassel; 2001; S.59

[66] Vgl.: ebd.; S.60f

[67] ebd.; S.61

[68] ebd.

[69] Eve-Marie Engels: Orientierung an der Natur? Zur Ethik der Mensch-Tier-Beziehung; in: Manuel Schneider (Hg.): Den Tieren gerecht werden, Zur Ethik und Kultur der Mensch-Tier-Beziehung; (Reihe Tierhaltung Band 27); Universität Gesamthochschule Kassel; Fachgebiet Angewandte Nutztierethologie und Artgemäße Tierhaltung; Kassel; 2001; S.73

[70] zitiert nach: Günter Tembrock: Mensch und Tier aus verhaltensbiologischer Sicht; in: Sabine Hanneder (Hg.): Mensch und Pferd – Neue Aspekte einer alten Beziehung; Förderverein Mensch und Tier e.V.; Berlin; 2002; S.104

[71] Eve-Marie Engels: Orientierung an der Natur? Zur Ethik der Mensch-Tier-Beziehung; in: Manuel Schneider (Hg.): Den Tieren gerecht werden, Zur Ethik und Kultur der Mensch-Tier-Beziehung; (Reihe Tierhaltung Band 27); Universität Gesamthochschule Kassel; Fachgebiet Angewandte Nutztierethologie und Artgemäße Tierhaltung; Kassel; 2001; S.74f

[72] Vgl.: Gotthard M. Teutsch: Humanität ist unteilbar, Überlegungen zur Mensch-Tier-Beziehung; in: Manuel Schneider (Hg.): Den Tieren gerecht werden, Zur Ethik und Kultur der Mensch-Tier-Beziehung; (Reihe Tierhaltung Band 27); Universität Gesamthochschule Kassel; Fachgebiet Angewandte Nutztierethologie und Artgemäße Tierhaltung; Kassel; 2001; S.63

[73] Eve-Marie Engels: Orientierung an der Natur? Zur Ethik der Mensch-Tier-Beziehung; in: Manuel Schneider (Hg.): Den Tieren gerecht werden, Zur Ethik und Kultur der Mensch-Tier-Beziehung; (Reihe Tierhaltung Band 27); Universität Gesamthochschule Kassel; Fachgebiet Angewandte Nutztierethologie und Artgemäße Tierhaltung; Kassel; 2001; S.81

[74] Sylvia Greiffenhagen: Tiere als Therapie: neue Wege in Erziehung und Heilung; Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf.; München; 1991; S.225

[75] ebd.

[76] ebd.

[77] ebd.; S.225f.

[78] Vgl.: Ulrike Müller: Die Katze; (Mein Heimtier); Gräfe und Unzer Verlag GmbH; München: 1996; S.22f.

Ende der Leseprobe aus 92 Seiten

Details

Titel
Tierhaltung in Heimen für Menschen mit einer geistigen Behinderung - Planungsüberlegungen aus sozialpädagogischer Sicht
Hochschule
Fachhochschule Braunschweig / Wolfenbüttel; Standort Braunschweig  (Fachbereich Sozialwesen)
Note
1,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
92
Katalognummer
V82454
ISBN (eBook)
9783638850520
ISBN (Buch)
9783638879996
Dateigröße
815 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tierhaltung, Heimen, Menschen, Behinderung, Planungsüberlegungen, Sicht
Arbeit zitieren
Johannes Meixner (Autor), 2004, Tierhaltung in Heimen für Menschen mit einer geistigen Behinderung - Planungsüberlegungen aus sozialpädagogischer Sicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82454

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