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Flucht und Zuwanderung aus der SBZ/DDR in die Westzonen/BRD 1945-1961

Title: Flucht und Zuwanderung aus der SBZ/DDR in die Westzonen/BRD 1945-1961

Bachelor Thesis , 2007 , 33 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: B.A. Christian Pauer (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War
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Gegenstand der Arbeit ist die Flucht und Abwanderung von Menschen aus der Sowjetischen Besatzungszone bzw. der DDR in die westlichen Besatzungszonen bzw. die Bundesrepublik Deutschland. Die Abwanderung aus der SBZ/DDR bedeutete für die Migranten eine völlige Loslösung von ihren bisherigen Lebensverhältnissen. Sie alle mussten ihre Heimat sowie Familie, Freunde und Kollegen zurücklassen, meist verloren sie einen sicheren Arbeitsplatz. Dies alles hieß, beruflich wie sozial, einen Neuanfang zu wagen. Die Übersiedelung war zumeist keine frei gewählte Alternative, durch politische Maßnahmen der SED oder wirtschaftliche Zwangslagen sahen sich viele geradezu zu diesem Schritt gedrängt.
Zunächst war zu klären, wer an dieser Wanderungsbewegung teilnahm. Waren diese Menschen in der Mehrheit unterdrückte Opfer des stalinistischen Terrorregimes, oder vielmehr ideologisch ungefestigte Opfer eines Menschenhandels im Dienste des kriegerischen westdeutschen Imperialismus? Handelte es sich andererseits vielmehr um ganz normale Binnenwanderer die für ihr berufliches und persönliches Fortkommen im Westen Deutschlands einfach die besseren Chancen sahen?
Anschließend wird die innere Zusammensetzung der Wanderungsbewegung in verschiedene Kategorien analysiert. Dies führt zu den Motiven, die zum Verlassen der SBZ/DDR vorgeherrscht haben. Wie die Motive und ihre Gewichtung bei den Übersiedlern aussahen, soll der dritte Abschnitt klären.
Anschließend stellt sich die Frage, wie die betroffenen Territorien bzw. Staaten mit einer massenhaft erfolgenden Abwanderung bzw. Zuwanderung umgingen. Besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, wie und mit welchen Mitteln die DDR dem Abstrom von Menschen aus ihrem Gebiet zu begegnen versuchte.
Welche Maßnahmen ergriff seinerseits der Westen, um den Zustrom zu bewältigen; wie erfolgreich waren die jeweiligen Maßnahmen?
Besonderen Einfluss auf die Eingliederungsmöglichkeiten von Zuwanderern hat in jedem Falle die Fähigkeit der Wirtschaft, Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen. Welche Rolle die Zuwanderer auf dem Arbeitsmarkt der Bundesrepublik gespielt haben, soll demzufolge auch geklärt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Forschungsstand

2. Umfang und Zusammensetzung der Wanderung

2.1 Umfang der Wanderung

2.2 Zusammensetzung der Migration

2.2.1 Altersstruktur

2.2.2 Geschlechterverhältnis

2.2.3 Berufsstruktur

3. Motive

3.1 Die zeitgenössische Einschätzung der Fluchtmotive

3.2 Politische Fluchtgründe

3.3 Wirtschaftliche Zwangslagen als Fluchtgrund

3.4 Arbeitswanderung

3.5 Familiäre Gründe

4. Verhalten der beteiligten Staaten zur Bevölkerungswanderung

4.1 Verhalten der SBZ/DDR zur Abwanderung

4.2 Die Situation in Westdeutschland

4.3 Verhalten der westlichen Besatzungsmächte

4.4 Verhalten der Bundesrepublik Deutschland

5. Bewertung der Hilfsmaßnahmen der Bundesrepublik

6. Wirkung der Zuwanderung auf die bundesdeutsche Wirtschaft

7. Zusammenfassung

8. Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Flucht- und Abwanderungsbewegung aus der SBZ bzw. DDR in die Bundesrepublik Deutschland im Zeitraum von 1945 bis 1961. Ziel der Untersuchung ist es, die demografische und berufliche Zusammensetzung der Migranten zu analysieren, die vielfältigen Fluchtmotive (politische, wirtschaftliche und familiäre Gründe) zu beleuchten sowie das Verhalten der beteiligten Staaten und die Auswirkungen dieser Zuwanderung auf die westdeutsche Wirtschaft kritisch zu bewerten.

  • Strukturelle Analyse der Wanderungsbewegung (Alter, Geschlecht, Beruf)
  • Kategorisierung und Gewichtung von Fluchtmotiven
  • Reaktionen der DDR-Führung und Verschärfung der Kontrollmaßnahmen
  • Aufnahmepolitik und Integrationsbemühungen der Bundesrepublik
  • Ökonomische Bedeutung der Zuwanderer für den westdeutschen Wiederaufbau

Auszug aus dem Buch

3.2 Politische Fluchtgründe

Die Voraussetzungen für eine Flucht aus politischen Motiven waren gegeben, wenn ein „spezieller Druck oder bestimmte Maßnahmen [der Obrigkeit] den weiteren Aufenthalt gefährlich oder materiell unmöglich werden ließ“. Die Zwangslage konnte dann nur durch ein Verlassen des Staates entgangen werden, dies hat „über den gesamten Zeitraum seit der sowjetischen Besetzung stattgefunden“. Unter politischer Flucht „läßt sich aktive Gegnerschaft zu dem Regime subsumieren wie auch eine innere Opposition, die zu einem Gewissenskonflikt führte, dem nur durch die Flucht entgangen werden konnte“ verstehen. Sie wurde allerdings nur weniger als 20% der im Westen Ankommenden als Hauptgrund für das Verlassen der SBZ/DDR anerkannt.

Der Druck des Staates richtete sich gegen all jene, die der politischen und weltanschaulichen Linie der SED nicht widerstandslos zu folgen bereit waren. Diese geschah z.B. schon 1951 bis 1953 mit einer Repressionswelle gegen junge Christen in den Bildungseinrichtungen, im Besonderen bei Mitgliedern der Jungen Gemeinde, oder durch `verbesserte` Strategien im Kampf gegen die Kirche ab 1954.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Forschungsstand: Einführung in die Thematik der deutsch-deutschen Fluchtbewegung und kritische Einordnung des bisherigen historiografischen Forschungsstandes.

2. Umfang und Zusammensetzung der Wanderung: Analyse der statistischen Erfassbarkeit sowie der demografischen und beruflichen Charakteristika der Flüchtenden.

3. Motive: Untersuchung der verschiedenen Triebfedern für die Abwanderung, von politischer Repression bis hin zu wirtschaftlichen Zwängen.

4. Verhalten der beteiligten Staaten zur Bevölkerungswanderung: Darstellung der gegensätzlichen Reaktionen und Maßnahmen der DDR-Führung sowie der westlichen Besatzungsmächte und der Bundesregierung.

5. Bewertung der Hilfsmaßnahmen der Bundesrepublik: Kritische Betrachtung der Eingliederungspolitik und staatlichen Unterstützung für DDR-Flüchtlinge im Zeitverlauf.

6. Wirkung der Zuwanderung auf die bundesdeutsche Wirtschaft: Erörterung der ökonomischen Konsequenzen, insbesondere der Rolle der Zuwanderer als Arbeitskräfte und Konsumenten beim wirtschaftlichen Wiederaufstieg.

7. Zusammenfassung: Synthese der Untersuchungsergebnisse hinsichtlich der Ursachen, Strukturen und Folgen der Massenabwanderung.

8. Ausblick: Kurze Betrachtung der Entwicklungen nach dem Mauerbau 1961 bis zur Wiedervereinigung.

Schlüsselwörter

DDR, Bundesrepublik, Flucht, Zuwanderung, SBZ, Republikflucht, Notaufnahmeverfahren, Arbeitsmigration, politische Motive, SED, wirtschaftliche Zwangslagen, Integration, Mauerbau, Wiederaufbau, Bevölkerungsbewegung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Massenflucht von Menschen aus der Sowjetischen Besatzungszone bzw. der DDR in die westlichen Besatzungszonen und die Bundesrepublik Deutschland zwischen 1945 und 1961.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Fluchtmotive, der demografischen Zusammensetzung der Flüchtlinge sowie der staatlichen Reaktion beider deutscher Staaten auf den stetigen Bevölkerungsverlust.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach den Beweggründen für die Flucht, der strukturellen Zusammensetzung der Zuwanderer und der Bedeutung dieser Migration für die wirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Arbeit, die auf der Auswertung zeitgenössischer Statistiken, politischer Dokumente und der Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Motive, das staatliche Verhalten (Reglementierung in der DDR versus Eingliederungspolitik in der BRD) und die ökonomischen Auswirkungen der Migration auf den westdeutschen Wiederaufbau.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie SBZ/DDR, Republikflucht, Notaufnahmeverfahren, Arbeitsmigration und deutsche Teilungsgeschichte definieren.

Warum war der Anteil an jungen und qualifizierten Arbeitskräften unter den Flüchtlingen so hoch?

Dies lag an der speziellen demografischen Struktur der Fluchtbewegung und dem in der DDR oft bestehenden Missverhältnis zwischen ideologischem Druck, beruflichen Einschränkungen und den besseren wirtschaftlichen Perspektiven im Westen.

Welche Rolle spielte das Notaufnahmeverfahren für die Flüchtlingspolitik der BRD?

Es diente zunächst als Filter zur politischen Überprüfung und Steuerung des Flüchtlingsstroms, wandelte sich jedoch im Laufe der Zeit zunehmend zu einem Instrument der Eingliederung und Arbeitsmarktpolitik.

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Details

Title
Flucht und Zuwanderung aus der SBZ/DDR in die Westzonen/BRD 1945-1961
College
University of Rostock  (Historisches Institut)
Grade
1,3
Author
B.A. Christian Pauer (Author)
Publication Year
2007
Pages
33
Catalog Number
V82464
ISBN (eBook)
9783638850537
Language
German
Tags
Flucht Zuwanderung SBZ/DDR Westzonen/BRD
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Christian Pauer (Author), 2007, Flucht und Zuwanderung aus der SBZ/DDR in die Westzonen/BRD 1945-1961, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82464
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