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Das Verhalten der USA in der Berlin-Krise 1948/49 als Ausdruck ihrer außenpolitischen Prinzipien im beginnenden Kalten Krieg

Title: Das Verhalten der USA in der Berlin-Krise 1948/49 als Ausdruck ihrer außenpolitischen Prinzipien im beginnenden Kalten Krieg

Term Paper , 2005 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: B.A. Christian Pauer (Author)

Politics - Region: USA
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Die Arbeit beschäftigt sich mit der Berlin-Blockade in den Jahren 1948/49 und soll aufzuzeigen, dass das Vorgehen der USA in dieser Krise den außenpolitischen Grundsätzen der damaligen US-Regierung entsprach. Diese Grundsätze waren neu und widersprachen den vorhergehenden weitgehend. Ein innenpolitischer Kampf zwischen den traditionellen Isolationisten und den Internationalisten, an deren Spitze Präsident Franklin D. Roosevelt stand, musste erst zugunsten der Internationalisten entschieden werden. Diese brachten drei Hauptargumente hervor, die für eine Beteiligung der USA an den Konflikten in anderen Teilen der Welt sprachen.
1. Die Internationalisten gingen davon aus, dass ein offener Weltmarkt eine der Grundbedingungen für das Überleben der amerikanischen Wirtschaft war. Es stand zu befürchten, dass Deutschland und Italien in Europa und Japan in Asien nach einem Sieg beide Regionen in ein System fast autarker Planwirtschaft zwingen würden. Als Folge dessen müsste das Handelsvolumen der USA fallen, was ein Schrumpfen der Import- und Exportindustrie zur Folge hätte. Ein militärischer Sieg der Aggressoren würde somit eine wirtschaftliche Katastrophe für die Vereinigten Staaten bedeuten.
2. Man ging von der Überzeugung aus, dass das letzte Ziel Deutschlands und Japans die Eroberung der Welt, inklusive der USA sei. Die Unterstützung für England und Frankreich geschah, da diese Länder sozusagen stellvertretend die USA mitverteidigten.
3. Mit den angegriffenen Staaten verteidigte die USA zugleich auch die Werte, die sie als globale Grundlage friedlichen Zusammenlebens der Völker ansahen. Zuallererst kam hier natürlich das Recht der freien Völker auf Selbstbestimmung. Darüber hinaus war dieser Krieg für viele Amerikaner auch der Kampf der liberalen Demokratie und der christlich-humanistischen Zivilisation gegen Faschismus und Barbarei.
Präsident Roosevelt setzte sich schließlich durch, was zum Eingreifen in Europa führte und die Außenpolitik der Vereinigten Staaten langfristig beeinflussen sollte. Die USA und ihre Verbündeten begannen zunehmend konstruktive Verantwortung für die Entwicklung Westdeutschlands und damit auch für die westlichen Sektoren Berlins, in ihrem Sinne, zu übernehmen, aber auch die UdSSR wollte ihren Einflussbereich über dieses Gebiet ausdehnen. Der Konflikt zwischen den oben genannten Zielen und Prinzipien der US-Außenpolitik und den expansionistischen Bestrebungen der Sowjetunion trat in Berlin offen zutage. Mit praktischer Hilfe für die eingeschlossene Stadt und ihre Einwohner trat die Truman-Doktrin, die Unterstützung für alle freien Völker im Kampf gegen den Kommunismus versprach, offen zutage.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Nachkriegssituation

3. Die außenpolitischen Prinzipien der USA nach 1945

3.1 Containment

3.2 Truman-Doktrin

3.3 Marshall-Plan

4. Die Berlin-Blockade

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhalten der USA während der Berlin-Krise 1948/49 und analysiert, inwiefern dieses Handeln als direkte Umsetzung der außenpolitischen Grundsätze der damaligen US-Regierung im beginnenden Kalten Krieg zu verstehen ist.

  • Entwicklung und Etablierung der Containment-Politik
  • Bedeutung der Truman-Doktrin als außenpolitische Neuausrichtung
  • Die ökonomische Stabilisierungsstrategie durch den Marshall-Plan
  • Ursachen und Verlauf der Berlin-Blockade als Machtprobe der Systeme
  • Der Einfluss der Berlin-Krise auf die Gründung der NATO und die deutsche Teilung

Auszug aus dem Buch

4. Die Berlin-Blockade

Die Trennlinie zwischen den westlichen und den zunehmend von Moskau aus kontrollierten Gebieten verlief quer durch Europa. „Von Stettin bis Triest ist ein eiserner Vorhang über den Kontinent niedergegangen.“ hatte der ehemalige britische Premierminister Winston Churchill schon Anfang der Jahres 1946 öffentlich erklärt.

Die Grenze zwischen den sich herausbildenden Blöcken verlief mitten durch Deutschland und auch durch die Hauptstadt des Deutschlands, Berlin.

Am 2. Mai 1945 kapitulierte die, schon am 26. April von Truppen der sowjetischen Armee eingeschlossene und schließlich im Häuserkampf eroberte Stadt.

Bis zum 11. Juli 1945 befand sich das gesamte Stadtgebiet unter alleiniger Verwaltung der sowjetischen Armeeführung. Erst zu diesem Zeitpunkt übernahmen die westlichen Alliierten drei der vier Sektoren der Stadt in ihre Verwaltung. Dies geschah, wie im Londoner Protokoll vereinbart, im Austausch gegen das spätere Land Thüringen, sowie Teile Mecklenburgs, Sachsen-Anhalts und Sachsens, die diese von der NS-Herrschaft befreit und bis dahin unter ihrer Kontrolle hatten.

Die Westsektoren Berlins befanden sich durch ihre geographische Lage inmitten der sowjetischen Besatzungszone in einer ungünstigen Inselsituation. Der Westteil der Stadt war von den Russen zwar geräumt worden, doch die Zufahrtswege befanden sich weiterhin in ihrer Hand. Während den Westalliierten nur drei Luftkorridore zugestanden wurden, befanden sich die Wasser- Schienen- und Straßenverbindungen zwischen Westberlin und den westlichen Besatzungszonen unter sowjetischer Kontrolle.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung legt den Fokus auf die Berlin-Blockade als Ausdruck der US-amerikanischen Außenpolitik und stellt die Verschiebung von isolationistischen hin zu internationalistischen Prinzipien dar.

2. Nachkriegssituation: Dieses Kapitel skizziert die Aufteilung Deutschlands und Berlins in Besatzungszonen bzw. Sektoren nach 1945 und verdeutlicht die zunehmenden Spannungen zwischen den Siegermächten.

3. Die außenpolitischen Prinzipien der USA nach 1945: Hier werden die zentralen Säulen der US-Strategie – das Containment, die Truman-Doktrin und der Marshall-Plan – als Antwort auf den kommunistischen Expansionsdrang definiert.

4. Die Berlin-Blockade: Das Kapitel behandelt den konkreten Konfliktverlauf, die sowjetische Blockadepolitik und die US-amerikanische Reaktion durch die Luftbrücke sowie die diplomatischen Folgen.

5. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der Auswirkungen der Berlin-Krise auf die deutsche Teilung, die Gründung der NATO und die langfristige Westbindung der Bundesrepublik.

Schlüsselwörter

Berlin-Blockade, Kalter Krieg, USA, Sowjetunion, Containment, Truman-Doktrin, Marshall-Plan, Luftbrücke, Außenpolitik, Deutschlandfrage, Westbindung, Besatzungszonen, Kommunismus, NATO, Wiederaufbau.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Vorgehen der Vereinigten Staaten während der Berlin-Krise 1948/49 vor dem Hintergrund ihrer neuen außenpolitischen Leitlinien im Kalten Krieg.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Entwicklung der US-Eindämmungsstrategie (Containment), der wirtschaftliche Wiederaufbau durch den Marshall-Plan sowie die geopolitische Auseinandersetzung um den Status West-Berlins.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit soll aufzeigen, dass die amerikanische Reaktion auf die Berlin-Blockade kein isoliertes Ereignis war, sondern konsequent den außenpolitischen Prinzipien der damaligen US-Regierung entsprach.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftlich-historische Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung von Fachliteratur und Dokumentationen zur Nachkriegsgeschichte und US-Außenpolitik basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Nachkriegsordnung, die theoretische Erläuterung der US-Prinzipien (Containment, Truman-Doktrin, Marshall-Plan) und die detaillierte Analyse der Blockade-Ereignisse.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Containment, Berlin-Blockade, Luftbrücke, Truman-Doktrin und der Systemkonflikt zwischen den USA und der UdSSR.

Welche Rolle spielte die Luftbrücke für den Erfolg der US-Strategie?

Die Luftbrücke war ein entscheidendes Instrument, um den Status Berlins zu wahren und die Entschlossenheit der USA gegen das Vordringen des Kommunismus im besetzten Europa zu demonstrieren.

Wie wirkte sich die Berlin-Blockade auf die Gründung der NATO aus?

Die Blockade beschleunigte die Solidarisierung des Westens und führte maßgeblich dazu bei, dass die NATO als defensives Bündnis zur Absicherung der europäischen Position gegenüber sowjetischen Expansionsbestrebungen gegründet wurde.

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Details

Title
Das Verhalten der USA in der Berlin-Krise 1948/49 als Ausdruck ihrer außenpolitischen Prinzipien im beginnenden Kalten Krieg
College
University of Rostock  (Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften)
Course
Außenpolitik der USA
Grade
2,0
Author
B.A. Christian Pauer (Author)
Publication Year
2005
Pages
16
Catalog Number
V82465
ISBN (eBook)
9783638878401
Language
German
Tags
Verhalten Berlin-Krise Ausdruck Prinzipien Kalten Krieg Außenpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Christian Pauer (Author), 2005, Das Verhalten der USA in der Berlin-Krise 1948/49 als Ausdruck ihrer außenpolitischen Prinzipien im beginnenden Kalten Krieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82465
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