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Die PDS – von der Entstehung bis zur Bundestagswahl 1998

Title: Die PDS – von der Entstehung bis zur Bundestagswahl 1998

Term Paper , 2005 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: B.A. Christian Pauer (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten war ein bedeutender Schnitt in der deutschen Geschichte, sie beendete endgültig die Nachkriegsordnung. Die Folge war ein Staat mit einem einheitlichen politischen System, aber auch mit in vielerlei Hinsicht unterschiedlichen Gesellschaften. Viele der, gefühlten oder messbaren, Unterschiede zwischen Deutschland-Ost und Deutschland-West werden mit zunehmendem zeitlichen Abstand an Bedeutung verlieren, beziehungsweise gänzlich verschwinden.
Für die deutsche Parteienlandschaft scheint sich jedoch eine Zweiteilung zu etablieren.
Nachdem sich die Parteien aus den alten Ländern mit ihren ostdeutschen Pendants vereinigt hatten, schien eine Deckungsgleichheit der Parteiensysteme erreicht zu sein.
Das sich im weiteren Verlauf jedoch statt des westlichen Vier-Parteien-Systems (CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne) in den neuen Ländern ein anderes, Drei-Parteien-System, entwickelte, lag an der Schwäche von FDP und Grünen, vor allem aber am Wiedererstarken der PDS, die sich neben CDU und SPD als dritte politische Kraft fest etablierte.
Die PDS ist für die Politikwissenschaft besonders deshalb ein interessanter Untersuchungsgegenstand, weil sie den Wandel von der (faktisch) allein regierenden Staatspartei der DDR zur `linken Kraft` in der parlamentarischen Demokratie der Bundesrepublik vollziehen musste, um politisch weiter eine Rolle zu spielen.
Die Arbeit beschreibt die Entwicklung dieser Partei in den Jahren 1990 bis zur Bundestagswahl 1998. Erwähnung finden hierbei auch die unterschiedlichen Flügel und Gruppierungen innerhalb dieser.
Was mittelfristig aus der PDS wird, hängt nicht zuletzt davon ab, wer sich in der innerparteilichen Auseinandersetzung zwischen `Reformern` und `Dogmatikern` um die politische Richtung wird durchsetzten können, was auch von der Entwicklung ihrer Mitglieder- und Wählerschaft abhängt. Ob eine angestrebte Ausdehnung in die alten Bundesländer gelingen kann, oder ob die PDS eine „Regionalpartei Ost“ bleibt, ist eine weitere Frage, die sich stellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichte der Partei

2.1 Entstehung - Transformationsprozess von der SED zur PDS

2.2 Weitere Entwicklung bis 1998

3. Mitglieder

4. Wähler

5. Innerparteiliche Struktur

6. Die PDS im Westen

7. Fazit

8. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die historische Entwicklung der PDS von ihrer Transformation aus der SED im Jahr 1989 bis zur Bundestagswahl 1998. Dabei wird insbesondere untersucht, wie sich die Partei im politischen System der Bundesrepublik zu etablieren versuchte, welche internen Spannungsfelder zwischen Reformern und Orthodoxen existierten und warum eine Ausdehnung auf die alten Bundesländer nur begrenzt erfolgreich war.

  • Transformation der SED zur PDS
  • Entwicklung und Profil der PDS bis 1998
  • Mitgliederstruktur und Wählerverhalten
  • Innerparteiliche Gruppierungen und Strömungen
  • Herausforderungen bei der Etablierung im Westen

Auszug aus dem Buch

5. Innerparteiliche Struktur

Innerhalb der PDS gibt es mehrere Gruppierungen mit unterschiedlichen politischen Ansichten und Weltanschauungen. Circa 30 Arbeitsgemeinschaften, Foren oder Plattformen setzen sich mit speziellen Politikfeldern auseinander, manche haben völlig andere, auch von der PDS- Hauptlinie abweichende, Vorstellungen davon, wie die deutsche Gesellschaft gestaltet sein sollte.

Als ein Hauptpfeiler gelten die „Reformer“, die eine Eigenreform der Partei und damit ein grundlegendes Abrücken vom ideologischen, strategischen und organisatorischen Erbe der SED anstreben, als der andere die „Orthodoxen“, die daran möglichst festhalten wollen.

Den Reformern, zu denen unter anderen Gregor Gysi und Lothar Bisky zählen, war es möglich, sich auf die Institutionen und Prinzipien des demokratischen Verfassungsstaates einzulassen. Die Orthodoxen hingegen sehen in den gegenwärtigen staatlichen Gegebenheiten elementare Bestandteile kapitalistischer Herrschaft, die daher nur verneint werden können.

Zu der orthodoxen Richtung zählt unter anderem die „Kommunistische Plattform“. Kurz vor dem Sonderparteitag der SED im November 1989 traf sich eine Gruppe Berliner Parteimitglieder mit der Absicht die Kommunistische Partei Deutschlands neu zu gründen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die politische Ausgangslage nach der Wiedervereinigung und stellt die PDS als interessanten Untersuchungsgegenstand aufgrund ihres Wandels von der Staatspartei zur parlamentarischen Kraft vor.

2. Geschichte der Partei: Dieses Kapitel beschreibt den Transformationsprozess von der SED zur PDS sowie die weitere organisatorische und strategische Entwicklung der Partei bis zur Bundestagswahl 1998.

3. Mitglieder: Hier wird der massive Mitgliederschwund nach 1989 sowie die demografische Zusammensetzung und der Frauenanteil innerhalb der PDS thematisiert.

4. Wähler: Das Kapitel analysiert die sozialstrukturellen Merkmale der Wählerschaft, wobei zwischen der ideologisch geprägten Stammwählerschaft und der Gruppe der Protestwähler differenziert wird.

5. Innerparteiliche Struktur: Hier werden die verschiedenen Gruppierungen und Plattformen innerhalb der Partei sowie der Konflikt zwischen Reformern und orthodoxen Kräften dargestellt.

6. Die PDS im Westen: Dieses Kapitel untersucht die Bemühungen der PDS, sich in den alten Bundesländern zu etablieren, und analysiert die Gründe für das Ausbleiben nennenswerter Erfolge.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Etablierung der PDS im Osten sowie das Scheitern ihrer West-Expansion zusammen und bewertet die notwendigen Schritte für eine langfristige demokratische Integration.

8. Bibliographie: Dieses Kapitel listet die für die Arbeit herangezogene Literatur und Quellen auf.

Schlüsselwörter

PDS, SED, Transformation, Bundestagswahl 1998, Ostdeutschland, Reformer, Orthodoxe, Kommunistische Plattform, Mitgliederschwund, Wählerstruktur, Parteiensystem, Westausdehnung, politische Identität, Parteigeschichte, Demokratie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der PDS nach der Wiedervereinigung, insbesondere ihrem Wandel von der SED zu einer parlamentarischen Partei in der Bundesrepublik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Parteigeschichte, die interne Struktur, die Wählerklientel sowie die Versuche, als gesamtdeutsche Partei auch in Westdeutschland Fuß zu fassen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie sich die PDS politisch und organisatorisch im neuen System behaupten konnte und welche internen sowie externen Hindernisse ihre Entwicklung bis 1998 prägten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse auf Basis vorhandener Literatur, Parteiprogramme und zeitgenössischer Analysen zum Parteiensystem.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung der PDS, ihre Mitglieder- und Wählerstruktur, die innerparteilichen Konfliktlinien sowie die Schwierigkeiten der West-Expansion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind PDS, Transformation, Ostdeutschland, Reformer, orthodoxe Strömungen, Westausdehnung und parlamentarische Demokratie.

Wie unterscheidet sich die PDS im Osten von der im Westen?

Der Autor stellt fest, dass die PDS-Ost auf eine gemeinsame SED-Vergangenheit der Mitglieder und eine feste Verwurzelung zurückgreifen kann, während die PDS-West eher von heterogenen, teils linksextremistischen Gruppen geprägt ist.

Welche Rolle spielten Gregor Gysi und Lothar Bisky?

Beide werden als zentrale Akteure des Reformer-Flügels dargestellt, die versuchten, die Partei in das demokratische System der Bundesrepublik zu integrieren.

Warum wird die PDS vom Verfassungsschutz beobachtet?

Die Beobachtung resultiert daraus, dass die Partei offen linksextremistische Gruppierungen duldet, die an einer Überwindung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung festhalten.

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Details

Title
Die PDS – von der Entstehung bis zur Bundestagswahl 1998
College
University of Rostock  (Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften)
Course
Entstehung und Strukturprobleme des Parteiensystems in den neuen Bundesländern
Grade
2,0
Author
B.A. Christian Pauer (Author)
Publication Year
2005
Pages
15
Catalog Number
V82466
ISBN (eBook)
9783638873611
Language
German
Tags
Entstehung Bundestagswahl Entstehung Strukturprobleme Parteiensystems Bundesländern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Christian Pauer (Author), 2005, Die PDS – von der Entstehung bis zur Bundestagswahl 1998, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82466
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