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Vom Feminismus zu den Gender Studies

Die Entwicklung der Gender Studies aus der feministischen Literaturkritik

Title: Vom Feminismus zu den Gender Studies

Seminar Paper , 2007 , 10 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Nadine Esser (Author)

German Studies - Miscellaneous
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In dieser Arbeit möchte ich die Entwicklung der Gender Studies aus der feministischen Literaturkritik heraus beschreiben. Dieses Thema ist besonders interessant, da ich bemerkt habe, dass es für viele Leute schwer ist, den Unterschied zwischen den beiden Methoden auszumachen und darzustellen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichte des Feminismus

3. Feministische Literaturkritik

3.1 Erkenntnisinteresse

3.2 Hauptvertreterinnen

4. Übergang zu den Gender Studies

5. Gender Studies

5.1 Erkenntnisinteresse

5.2 Grundkonstellation: Text - Leser - Autor

5.3 Grenzen und Widersprüche der Methode

5.4 Aktuelle Tendenzen

6. Zusammenfassung

7. Literaturangaben

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretische und methodische Entwicklung von der feministischen Literaturkritik hin zu den Gender Studies. Ziel ist es, die Unterschiede, methodischen Schwerpunkte und den Übergang zwischen diesen beiden literaturwissenschaftlichen Ansätzen zu verdeutlichen.

  • Historische Entwicklung des Feminismus und der Frauenbewegung
  • Analyse der feministischen Literaturkritik und ihrer Hauptvertreterinnen
  • Abgrenzung und Übergang zur methodischen Herangehensweise der Gender Studies
  • Erkenntnisinteressen und Grundkonstellationen von Text, Leser und Autor
  • Kritische Reflexion der Methoden und aktuelle interdisziplinäre Tendenzen

Auszug aus dem Buch

3. Feministische Literaturkritik

Die feministische Literaturkritik kann in zwei Phasen unterteilt werden. In der ersten Phase widmeten die Forscherinnen vor allem der Analyse von Weiblichkeitsbildern und übten massive Kritik an stereotypen Frauenbildern, wie zum Beispiel der “Heiligen”, der “Hure” oder der “femme fatale”. In diesen Typen wurden nach Meinung der Feministinnen die gesellschaftlichen Machtstrukturen widergespiegelt.

Bei den ersten Untersuchungen der Literatur hinsichtlich der Frauenfrage im 19. Jahrhundert enthielt die Liste der berühmten und angesehen Autoren nahezu keine weiblichen, farbigen oder einer unterprivilegierten Gesellschaftsschicht angehörenden Künstler: “Offenbar bestand ein Zusammenhang zwischen Kreativität und Autorität”1, wobei sich die Frage stellte, wer die Autorität besitzt, Minoritäten zu bestimmen.

Somit stand man vor dem Problem, dass literarische Texte zwar viel Material über Frauen lieferten, sich jedoch wenig Geschriebenes aus der Perspektive von Frauen finden ließ. Eine der ersten Aufgaben der Feministinnen bestand nun darin, längst vergessene Werke von Autorinnen zu finden und zu analysieren. Viele dieser Werke wurden zu dieser Zeit neu verlegt oder gar erstmals veröffentlicht. Bei der zur Analyse der dargestellten Weiblichkeit ausgewählten Werke wurden besonders autobiographische oder tagebuchartige Werke bevorzugt, da diese wohl besonders fundierte und glaubwürdige Berichte über die Lebenssituationen der Frauen in der Vergangenheit liefern sollten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert das Ziel der Arbeit, die Differenzen zwischen feministischer Literaturkritik und den Gender Studies darzulegen und den Übergang beider Ansätze aufzuzeigen.

2. Geschichte des Feminismus: Dieses Kapitel skizziert die Ursprünge der ersten Frauenbewegung in den USA und England sowie die Institutionalisierung der "zweiten Frauenbewegung" in den 1960er Jahren.

3. Feministische Literaturkritik: Es werden die Phasen der feministischen Literaturkritik sowie die Analyse von Frauenbildern und das Bestreben, weibliche Perspektiven in die Literaturgeschichte zu integrieren, behandelt.

3.1 Erkenntnisinteresse: Das Kapitel beschreibt das Ziel, Weiblichkeitsbilder in der Literatur zu untersuchen und deren Auswirkungen auf das Selbstverständnis von Frauen zu hinterfragen.

3.2 Hauptvertreterinnen: Hier werden bekannte Persönlichkeiten wie Virginia Woolf, Simone de Beauvoir und Helene Cixous und deren Beiträge zur feministischen Literaturwissenschaft vorgestellt.

4. Übergang zu den Gender Studies: Dieses Kapitel thematisiert die Kritik an der feministischen Literaturkritik, insbesondere bezüglich der Vernachlässigung von Rasse, Klasse und der einseitigen Betrachtung.

5. Gender Studies: Die Gender Studies werden als Ansatz definiert, der die gesamte Geschlechterkonzeption innerhalb einer Gesellschaft in den Fokus rückt.

5.1 Erkenntnisinteresse: Das Kapitel widmet sich der Erforschung gesellschaftlicher Konstruktionen von Geschlechterrollen und deren Funktionen.

5.2 Grundkonstellation: Text - Leser - Autor: Hier wird erläutert, wie Gender Studies den Fokus auf den Text als Spiegel gesellschaftlicher Rollenbilder legen und die Rolle von Autor und Leser relativieren.

5.3 Grenzen und Widersprüche der Methode: Es wird diskutiert, dass die Gender Studies Schwierigkeiten haben, eigenständige Analysekriterien zu formulieren, und Gefahr laufen, Texte überzuinterpretieren.

5.4 Aktuelle Tendenzen: Das Kapitel beleuchtet den interdisziplinären Charakter der Gender Studies und die zunehmende Bedeutung von Körper, Sprache und Rhetorik.

6. Zusammenfassung: Abschließend wird konstatiert, dass sich die Forschung durch die Gender Studies in Richtung einer objektiveren, beidseitigen Betrachtungsweise entwickelt hat.

7. Literaturangaben: Verzeichnis der verwendeten Quellen und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Feminismus, Gender Studies, feministische Literaturkritik, Geschlechterrolle, Weiblichkeitsbilder, Literaturwissenschaft, Geschlechterkonstellation, Kulturwissenschaft, Identität, Sozialisation, Interdisziplinarität, Machtstrukturen, Patriarchat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der literaturwissenschaftlichen Entwicklung vom Feminismus hin zu den Gender Studies und vergleicht deren Ansätze.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Geschichte der Frauenbewegung, die Analyse von Frauenbildern in der Literatur sowie die Konstruktion von Geschlechterrollen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Unterschiede zwischen der feministischen Literaturkritik und den Gender Studies methodisch klar herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Autorin nutzt eine literaturtheoretische Aufarbeitung und vergleicht primär die theoretischen Ansätze anhand wissenschaftlicher Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der feministischen Literaturkritik, den Übergangsprozess und eine detaillierte Erläuterung der Methodik der Gender Studies.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Gender Studies, Feministische Literaturkritik, Geschlechterkonstruktion und Literaturwissenschaft beschreiben.

Warum wurde die "erste Frauenbewegung" für die Analyse gewählt?

Sie dient als historischer Ausgangspunkt, um die Entstehung des Feminismus und das daraus resultierende Interesse an der Literatur als Quelle für Lebensumstände von Frauen zu erklären.

Welche Kritikpunkte werden an der feministischen Literaturkritik geäußert?

Kritisiert wird unter anderem die einseitige Fixierung auf das Geschlecht unter Vernachlässigung von Faktoren wie soziale Klasse oder Herkunft.

Was bedeutet die Unterscheidung zwischen "sex" und "gender" in der Arbeit?

Es ist die Unterscheidung zwischen dem biologischen Geschlecht (sex) und der gesellschaftlich konstruierten Geschlechterrolle (gender), die für das methodische Verständnis der Gender Studies essenziell ist.

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Details

Title
Vom Feminismus zu den Gender Studies
Subtitle
Die Entwicklung der Gender Studies aus der feministischen Literaturkritik
College
RWTH Aachen University  (Germanistisches Institut)
Course
Methoden der Literaturwissenschaft
Grade
2,3
Author
Nadine Esser (Author)
Publication Year
2007
Pages
10
Catalog Number
V82470
ISBN (eBook)
9783638891646
ISBN (Book)
9783638891714
Language
German
Tags
Feminismus Gender Studies Methoden Literaturwissenschaft Thema Gender
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Esser (Author), 2007, Vom Feminismus zu den Gender Studies, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82470
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