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Johann Wolfgang von Goethe: "Der Gott und die Bajadere" - Die Versöhnung der Religionen in deren Konfrontation

Title: Johann Wolfgang von Goethe: "Der Gott und die Bajadere" - Die Versöhnung der Religionen in deren Konfrontation

Term Paper , 2007 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sebastian Pohle (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

Johann Wolfgang von Goethes Werk „Der Gott und die Bajadere“ wurde am 9. Juni im Balladenjahr 1797 fertiggestellt und erschien im Jahr darauf zum ersten Mal im Musenalmanach, herausgegeben von Friedrich Schiller. Dieses trägt den Beinamen „Balladenalmanach“, weil sich in ihm einige großartige Werke dieser beiden Klassiker finden.
Da es zahlreiche wissenschaftliche Ausgaben gibt, die sich mit den Werken Goethes befassen, soll zunächst deren Situation beleuchtet und die Auswahl einer dieser Ausgaben als Basis der Hausarbeit begründet werden.
Im weiteren Verlauf steht eine Annäherung an den Begriff Ballade durch den Nachweis von Elementen der drei Literaturgattungen Lyrik, Epik und Dramatik im Text. Mit dem indischen Stoff dieser Ballade war Goethe schon längere Zeit vertraut, besonders durch Pierre Sonnerats Reisebeschreibung „Reise nach Ostindien und China in den Jahren 1774 – 1781“, die 1783 in deutscher Sprache erschienen war und sich seinerseits wesentlich an einem Bericht des niederländischen Missionars Abraham Rogers von 1651 orientierte. Auch die indische Legende, die diesem Gedicht zugrunde liegt, soll in den Fokus der Ausarbeitung geraten.
Bevor dann eine interpretatorische Annäherung folgt, wird die Strophenform der Ballade einer Analyse mit dem Ergebnis unterzogen, dass Goethe diesen Strophenbau hier exklusiv verwendet hat, was ihn zu einem interessanten Ansatz macht.
Der Stand der Sekundärliteratur stellt sich etwas schwierig dar, wie schon Hartmut Laufhütte in seinem Aufsatz „Formulierungshilfe für Haustyrannen ?“ feststellt.
Sicherlich hilfreich sind die Interpretationen von Ernst Braun, eben erwähntem Hartmut Laufhütte und Norbert Mecklenburg, auf die sich im Wesentlichen bezogen werden soll. Zum einen handelt es sich hier um einen etwas älteren und zwei recht aktuelle Aufsätze. Darüber hinaus beziehen sie sich zum Teil durchaus kritisch aufeinander.
Ein großer Bereich der Interpretationsaufsätze kreist um das Spannungsfeld von indischem Stoff und christlicher Religion mit ihren gegensätzlichen Werten, in dem sich „Der Gott und die Bajadere“ befindet.
Am Ende dieser Hausarbeit steht ein Versuch, zu zeigen, dass Goethe in der Konfrontation von indischer Kultur und christlicher Ethik letztlich eine Versöhnung der Beiden erreicht. Gleichzeitig soll versucht werden, einen Bezug des Inhalts zur Persönlichkeit Goethes herzustellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Situation der Primärliteratur

3. „Der Gott und die Bajadere“ als Ballade

3.1 „Die indische Legende“

3.2 Die Strophenform

4. Interpretation

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht Johann Wolfgang von Goethes Ballade „Der Gott und die Bajadere“ mit dem Ziel, den Umgang des Dichters mit der Konfrontation von indischem Legendenstoff und christlicher Ethik zu analysieren und eine mögliche Versöhnung dieser Welten aufzuzeigen.

  • Analyse der Gattungsmerkmale einer Ballade (Lyrik, Epik, Dramatik) im Text.
  • Untersuchung der indischen Stoffgrundlage und deren Transformation durch Goethe.
  • Strukturelle Analyse der exklusiven Strophenform des Werkes.
  • Interpretation der religiösen Symbolik und der Menschwerdung des Gottes.
  • Beleuchtung biographischer Bezüge zur Lebenswelt des Autors.

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Strophenform

Die gesonderte Betrachtung der Strophenform bei „Der Gott und die Bajadere“ scheint lohnenswert, weil Goethe dieses Schema nur in diesem Gedicht verwendet. Der Strophenbau als solches zieht sich konstant durch die gesamte Ballade.

Er weist in allen neun Strophen im ersten Teil acht trochäische Verse, von je vier auftaktlosen und vierhebigen, streng alternierenden Versen mit wechselnd weiblicher und männlicher Kadenz auf, welche kreuzgereimt sind.

Die Besonderheit der Strophen verdeutlicht aber der Rhythmuswechsel, der durch die Verwendung der drei daktylischen Verse am Ende vollzogen wird. Dabei handelt es sich ebenfalls um vierhebige Verszeilen mit regelmäßigem Auftakt, von dem die vierte Strophe ausgenommen ist. Die ersten beiden daktylischen Verse enden weiblich und mit endendem Paarreim und der letzte, männliche, steht in Reimkorrespondenz zum ebenfalls letzten männlichen, trochäischen Verspaar.

Nicht nur durch die Außergewöhnlichkeit dieser Strophenform kann man hier von einem Kunstgriff Goethes sprechen. Erich Trunz ist zuzustimmen, wenn er davon spricht, dass der Rhythmenwechsel einen erzählenden und ermüdenden Ton verhindere, wie es auch schon in Laufhüttes Ausführungen anklingt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt das Werk vor, begründet die Wahl der Primärliteratur und skizziert die methodische Annäherung an das Thema sowie den Stand der Forschung.

2. Situation der Primärliteratur: In diesem Kapitel wird begründet, warum die Klassiker-Ausgabe von 1988 als Textbasis dient, da sie als einzige zwei existierende Fassungen des Gedichts berücksichtigt.

3. „Der Gott und die Bajadere“ als Ballade: Das Kapitel weist die Gattungseigenschaften der Ballade nach und untergliedert sich in die Analyse der indischen Stoffgrundlage sowie der speziellen Strophenform.

4. Interpretation: Der Hauptteil bietet eine detaillierte, strophische Analyse der Ballade, wobei die religiöse Symbolik und die Entwicklung der Hauptfigur im Zentrum stehen.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die interkulturelle Rezeption und stellt einen biographischen Bezug zu Christiane Vulpius her.

Schlüsselwörter

Johann Wolfgang von Goethe, Der Gott und die Bajadere, Ballade, Indische Legende, Literaturwissenschaft, Christliche Ethik, Hinduismus, Menschwerdung, Strophenform, Versöhnung, Interkulturalität, Christiane Vulpius, Interpretation, Lyrik, Epik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Ballade „Der Gott und die Bajadere“ von Goethe und untersucht, wie der Autor indische Legendenstoffe mit christlichen Ethikvorstellungen verknüpft.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Versöhnung kultureller Gegensätze, die Untersuchung der Gattungsmerkmale einer Ballade sowie die biographische Einordnung des Werkes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Goethe in der Konfrontation zwischen indischer Kultur und christlicher Ethik letztlich eine Versöhnung der beiden Welten erreicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text strukturell (Strophenbau), inhaltlich (Interpretation) und unter Einbeziehung der Sekundärliteratur untersucht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der systematischen Interpretation der einzelnen Strophen, der Analyse der formalen Gestaltung und der kritischen Auseinandersetzung mit der literaturwissenschaftlichen Forschung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Goethe, Ballade, Indische Legende, Ethik, Versöhnung und Menschwerdung.

Warum wird die Strophenform in einem eigenen Unterkapitel hervorgehoben?

Die Strophenform gilt als Besonderheit, da Goethe diesen spezifischen Strophenbau exklusiv nur in diesem einen Gedicht verwendet hat.

Welchen biographischen Bezug zieht der Autor zwischen der Ballade und Goethes Leben?

Der Autor vermutet eine enge Verbindung zur Lebensgeschichte von Christiane Vulpius, da sowohl sie als auch die Bajadere mit gesellschaftlichen Moralvorstellungen und einer unstandesgemäßen Beziehung konfrontiert waren.

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Details

Title
Johann Wolfgang von Goethe: "Der Gott und die Bajadere" - Die Versöhnung der Religionen in deren Konfrontation
College
http://www.uni-jena.de/  (Philosophisches Institut)
Course
Neuere Deutsche Literatur I
Grade
1,7
Author
Sebastian Pohle (Author)
Publication Year
2007
Pages
16
Catalog Number
V82503
ISBN (eBook)
9783638898126
ISBN (Book)
9783638904506
Language
German
Tags
Johann Wolfgang Goethe Gott Bajadere Versöhnung Religionen Konfrontation Neuere Deutsche Literatur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Pohle (Author), 2007, Johann Wolfgang von Goethe: "Der Gott und die Bajadere" - Die Versöhnung der Religionen in deren Konfrontation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82503
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