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Massenmedien und die Integration von Migranten

Unter besonderer Berücksichtigung von Bürgermedien und partizipativen Methoden der Integration

Titre: Massenmedien und die Integration von Migranten

Thèse de Bachelor , 2007 , 53 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Marlene Langholz (Auteur)

Medias / Communication - Mass média
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Résumé Extrait Résumé des informations

Im Jahre 2005 hat das Statistische Bundesamt, im Rahmen des Mikrozensus1, erstmals
die Zahl der Menschen in Deutschland ermittelt, die einen Migrationshintergrund
haben. Ihre Zahl liegt heute bei 15,3 Millionen Menschen, das entspricht einem Anteil
an der Gesamtbevölkerung von etwa 19 Prozent.2 In manchen Ballungsgebieten stellen Menschen nicht-deutscher Herkunft bereits einen Anteil von 30-35 Prozent, dieser wird in Zukunft voraussichtlich weiter zunehmen.3 Die Zahlen verdeutlichen: Deutschland ist ein Einwanderungsland. Auch in der Politik setzt sich allmählich die Erkenntnis durch, dass Deutschland aus demographischen und ökonomischen Gründen auf Einwanderung angewiesen ist und die Integration der Migranten in die deutsche
Gesellschaft eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Zuwanderungspolitik
darstellt.4
Die im Januar 2006 aufgekommene Debatte um Fragebögen und Wissens- und
Wertetests für Einbürgerungswillige zeigt jedoch: Hinter der Diskussion, ob
Einwanderer wissen müssen, welche Flüsse durch Deutschland fließen oder welche
Mittelgebirge es in Deutschland gibt5, verbergen sich Fragen von grundsätzlicher
Bedeutung wie: Was ist das Ziel von Integration? Wie ‚anders’ dürfen Zuwanderer sein?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Bedeutung der Integration von Migranten

3. Mediennutzung und Integration

3.1 Muttersprachliche Massenmedien

3.2. Deutschsprachige Massenmedien

4. Medieninhalte und Integration

4.1 Allgemeine Merkmale der Berichterstattung über Migranten in Printmedien und im Fernsehen

4.2 Aktuelle Entwicklungen

4.3 Ursachen des Negativbildes der Migranten in deutschen Massenmedien

5. Partizipation von Migranten bei deutschen Sendeanstalten

5.1 Initiativen der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten

5.2 Initiativen außerhalb der Medienbetriebe - Das Projekt ‘Mehr Farbe in den Medien’

6. Bürgermedien

6.1 Akzeptanz der Bürgermedien bei der deutschen Bevölkerung

6.2 Offene Kanäle: Partizipation und Integration

6.3 Das Socrates-Grundvig Projekt Inter.Media: Methoden der partizipativen Integration

6.3.1 Inhalte der Module

6.3.2 Anti-rassistische und interkulturelle Lehrmethoden

6.3.4 Anwendbarkeit der Methoden auf die journalistische Praxis bei Mainstream Medien

7. Schlussfolgerungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht den Beitrag deutscher Massenmedien zur Integration von Migranten. Dabei wird analysiert, wie Medienangebote die gesellschaftliche Teilhabe fördern oder hemmen können, wobei ein besonderer Fokus auf der Rolle von Bürgermedien und Methoden der partizipativen Integration liegt.

  • Die Rolle der Massenmedien bei der sozialen Integration von Migranten.
  • Einfluss der Berichterstattung auf die Wahrnehmung von Zuwanderung in der Mehrheitsgesellschaft.
  • Chancen und Grenzen der Partizipation von Migranten in Medienorganisationen.
  • Die Bedeutung von Bürgermedien als Plattform für interkulturellen Dialog.
  • Methoden der partizipativen Integration am Beispiel des Projekts "Inter.Media".

Auszug aus dem Buch

4.1 Allgemeine Merkmale der Berichterstattung über Migranten in Printmedien und im Fernsehen

Zahlreiche qualitative und quantitative inhaltsanalytische Arbeiten beschäftigen sich mit der Berichterstattung über Migranten in den Massenmedien. Das Ausländerbild in den deutschen Printmedien wird systematisch seit den 70er Jahren untersucht. Untersuchungen zur Darstellung von Migranten im Fernsehen liegen jedoch erst seit Mitte der 90ziger Jahre vor. Die Darstellung von Migranten im Film und Hörfunk, sowie in fiktionalen Angeboten im Fernsehen ist nur unzureichend erforscht und wird hier bewusst ausgeklammert.

Eine der ersten empirisch fundierten Arbeiten zur Berichterstattung in den Printmedien wurde 1972 von Manuel J. Delgado veröffentlicht. Diese Studie wird hier erwähnt, weil sie auf einer sehr umfangreichen Stichprobe beruht und viele der Ergebnisse auch auf die aktuelle Berichterstattung übertragbar sind. Delgado untersuchte die Berichterstattung über Gastarbeiter in Nordrhein-Westfalen. In einem Zeitraum von 40 Monaten wurden 84 Tageszeitungen in einem quantitativen Verfahren überprüft. Delgado stellte eine starke Verallgemeinerung der Situation von Migranten durch die deutsche Presse fest. Fast ein Drittel der Berichterstattung steht im Zusammenhang mit dem Thema Kriminalität (31 Prozent). Die ausländischen Arbeitnehmer wurden überwiegend negativ dargestellt. Berichte, die verständnisvoll über die in Deutschland lebenden Gastarbeiter informieren– Delgado nennt sie ‚Good-Will-Berichte‘ – waren von geringem Umfang, ihre Zahl nahm zudem im Laufe des Untersuchungszeitraums ab (von 14,4 auf 7,2 Prozent).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die demographische Realität Deutschlands als Einwanderungsland ein und legt die Relevanz der Massenmedien für den Integrationsprozess dar.

2. Zur Bedeutung der Integration von Migranten: Es wird das theoretische Konzept der Integration als gradueller, prozessualer und normativer Begriff erörtert, der zwischen Assimilation und interkultureller Integration abwägt.

3. Mediennutzung und Integration: Dieses Kapitel beleuchtet den Zusammenhang zwischen der Nutzung deutschsprachiger versus muttersprachlicher Massenmedien und deren Funktion für die gesellschaftliche Teilhabe.

4. Medieninhalte und Integration: Die Analyse zeigt auf, dass Migranten in den Mainstream-Medien häufig negativ oder einseitig (z.B. im Kontext von Kriminalität) dargestellt werden, was desintegrative Effekte haben kann.

5. Partizipation von Migranten bei deutschen Sendeanstalten: Es wird untersucht, wie wenig Migranten bisher in Medienorganisationen repräsentiert sind und welche Ansätze wie "Mehr Farbe in den Medien" existieren, um dies zu ändern.

6. Bürgermedien: Die Rolle von Offenen Kanälen und Lokalradios als "dritte Säule" wird hervorgehoben, insbesondere deren Potenzial zur aktiven Partizipation und zum interkulturellen Austausch.

7. Schlussfolgerungen: Die Arbeit fasst zusammen, dass Massenmedien eine Schlüsselrolle spielen, aber politische Rahmenbedingungen und eine stärkere Einbindung von Migranten notwendig sind, um echte interkulturelle Integration zu fördern.

Schlüsselwörter

Massenmedien, Migration, Integration, Bürgermedien, Mediennutzung, interkultureller Dialog, Partizipation, Medieninhalte, Rassismus, Medienwirksamkeit, Migrationshintergrund, Diversity-Ansatz, Berichterstattung, soziale Teilhabe, interkulturelle Lernmethoden.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit untersucht, welchen Beitrag deutsche Massenmedien zur Integration von Migranten leisten können und welche Rolle dabei Bürgermedien spielen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Die Themen umfassen die Mediennutzung von Migranten, die mediale Darstellung von Minderheiten, die Partizipation von Migranten in Medienberufen sowie spezifische Projekte zur Förderung der interkulturellen Kommunikation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Kernfrage ist, ob und wie deutsche Massenmedien zur Integration von Migranten beitragen können und wie sich eine verbesserte Einbindung und Repräsentation in den Medien erreichen lässt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung bestehender empirischer Studien zur Mediennutzungs- und Medieninhaltsforschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die aktuelle Berichterstattung über Migranten, die Gründe für das oft negative Medienbild sowie Ansätze zur stärkeren Partizipation in Sendeanstalten und Bürgermedien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Schlagworte sind Medienintegration, Partizipation, Bürgermedien, Medieninhalt und interkulturelle Kompetenz.

Welche Rolle spielen Bürgermedien laut der Autorin?

Bürgermedien werden als wichtige "dritte Säule" im Rundfunksystem gesehen, die Migranten ermöglichen, aktiv am Meinungsbildungsprozess teilzunehmen und Identität zu pflegen.

Was ist das Ergebnis in Bezug auf das "Inter.Media"-Projekt?

Das Projekt wird als vielversprechendes Beispiel für partizipative Methoden bewertet, da es durch die Verknüpfung von interkulturellen und anti-rassistischen Ansätzen die journalistische Praxis professionalisieren kann.

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Résumé des informations

Titre
Massenmedien und die Integration von Migranten
Sous-titre
Unter besonderer Berücksichtigung von Bürgermedien und partizipativen Methoden der Integration
Université
University of Bremen  (Soziologie)
Note
1,0
Auteur
Marlene Langholz (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
53
N° de catalogue
V82507
ISBN (ebook)
9783638881159
Langue
allemand
mots-clé
Massenmedien Integration Migranten
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marlene Langholz (Auteur), 2007, Massenmedien und die Integration von Migranten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82507
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Extrait de  53  pages
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