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Die "demokratische Methode" konkurrierender Eliten nach Joseph A. Schumpeter - Darstellung, Kritik und pragmatische Relevanz für das 21. Jahrhundert

Title: Die "demokratische Methode" konkurrierender Eliten nach Joseph A. Schumpeter - Darstellung, Kritik und pragmatische Relevanz für das 21. Jahrhundert

Term Paper , 2007 , 26 Pages

Autor:in: Thomas Grimme (Author)

Politics - General and Theories of International Politics
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Der Begriff der Demokratie erfährt momentan weltweiten Aufschwung. In ehemaligen Kriegs- und Krisengebieten werden Demokratisierungspolitik und demokratische Prinzipien durch externe Nationen implementiert oder aufoktroyiert. Bisweilen geschieht dies vor dem Hintergrund nationaler Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen, zumindest in der Theorie und jüngst mit der wahren Intention zur Schaffung struktureller und ökonomischer Stabilität sowie Integrität.Von Aristoteles bis Young haben sich zahlreiche Philosophen, Wissenschaftler und Ökonomen der Erforschung einer geeigneten Demokratietheorie gewidmet. Vor dem Hintergrund geschilderter Kontexte ist es plausibel, weshalb differenzierte Demokratietheorien aus unterschiedlichen Epochen hoch aktuell sind und auf ihren Pragmatismus hin minuziös analysiert werden. Damit einhergehend wird in dieser Arbeit das Demokratieverständnis des Ökonomen Joseph A. Schumpeter, welches dieser in einem seiner Hauptwerke „Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie“ zum Ausdruck brachte, geklärt werden. Die Ergebnisse werden in Beziehung zu ihrer aktuellen pragmatischen Relevanz gesetzt.

Personell soll Schumpeter bereits in jungen Jahren während seines Studiums durch seinen Lehrer, den späteren deutsch-österreichischen Finanzminister Eugen Böhm von Bawerk , beeinflusst worden sein (vgl. Swedberg 1994, S. 27). Daran angelehnt verinnerlichte Schumpeter die Inhalte der marxistischen Theorie und Literaturen sowie Beiträge des Philosophen Max Weber, so dass diese geistigen Strömungen maßgeblichen Einfluss auf seine Denkrichtung ausübten. „In der Geschichte des ökonomischen Denkens ist man von Pareto […] bis zu Schumpeter […] dem Marxschen Verdikt meist gefolgt“ (von Beyme 2002, S. 669). Die deutschen Sozialphilosophen Max Horkheimer und Theodor Adorno, Gründer der Frankfurter Schule , die mit ihrer Theorie kritisch das kapitalistische Wirtschaftssystem und die vorherrschende Ideologie durchleuchteten, beeinflussten ebenfalls Schumpeters Gedankengut.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Differenzierte Kontexte

2.1 Interner Kontext

2.2 Externer Zusammenhang

3. Grundlegende Definitionen nach Schumpeter

4. Schumpeters Demokratietheorie

4.1 Die klassische Demokratietheorie

4.2 Die „demokratische Methode“

4.3 Die Demokratietheorie in der Praxis

5. Bewertung

5.1 Kritik an Schumpeter

5.2 Aktuelle Relevanz

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das Demokratieverständnis des Ökonomen Joseph A. Schumpeter, insbesondere wie er es in seinem Hauptwerk „Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie“ dargelegt hat, kritisch zu analysieren und dessen aktuelle pragmatische Relevanz für das 21. Jahrhundert zu evaluieren.

  • Biographische und historische Kontexte von Schumpeters Denken
  • Gegenüberstellung der klassischen Demokratietheorie und der Schumpeter’schen „demokratischen Methode“
  • Die Rolle von Elitenkonkurrenz und politischer Führung
  • Kritische Auseinandersetzung mit den Vorwürfen der Irrationalität und des Elitarismus
  • Verhältnis von Demokratie und Sozialismus
  • Pädagogische und wissenschaftliche Relevanz der Schumpeter’schen Theorien

Auszug aus dem Buch

4.2 Die „demokratische Methode“

„[The] democratic method is that institutional arrangement for arriving at political decisions in which individuals acquire the power to decide by means of a competitive struggle for the people’s vote“ (Schumpeter 1976, S. 269).

Schumpeter prognostiziert, dass politisch Engagierte am ehesten mit seiner Neuauslegung einer demokratischen Methode konform gehen werden, um den Zyklus der wiederkehrenden klassischen Demokratielehre zu durchbrechen. Die genuine Demokratiedefinition der Utilitaristen sah das Volk als rationale und feststehende Größe, deren scheinbare Hauptaufgabe die Wahl von Repräsentanten war, um den Volkswillen umzusetzen.

Schumpeters Definition betont explizit die Relevanz einer Führungsrolle in der Demokratie. „But collectives act almost exclusively by accepting leadership [Herv. d. Verf.] – this is the dominant mechanism of practically any collective action […]“ (Schumpeter 1976, S. 270). Somit wird der „fabrizierte Willen“ durch die Politiker eliminiert und ein volonté générale des Bürgers ermöglicht. Da Politiker um die Stimme des Volkes ringen, werden Problembereiche von Randgruppen früher erkannt, schneller verarbeitet und beseitigt werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die weltweite Bedeutung der Demokratie und führt in die zentrale Fragestellung der Arbeit ein, welche sich mit dem Demokratieverständnis von Joseph A. Schumpeter befasst.

2. Differenzierte Kontexte: Dieses Kapitel untersucht die biographischen (internen) und historischen (externen) Einflussfaktoren, die Schumpeters Denken maßgeblich geprägt haben.

3. Grundlegende Definitionen nach Schumpeter: Hier werden zentrale Begriffe wie „Volk“, „Parlament“, „Regierung“ und „Partei“ aus der spezifischen Perspektive Schumpeters erläutert, um ein fundiertes Verständnis zu ermöglichen.

4. Schumpeters Demokratietheorie: Das Hauptkapitel analysiert kritisch die klassische Demokratietheorie, stellt Schumpeters „demokratische Methode“ vor und diskutiert deren Anwendung in der Praxis.

5. Bewertung: Dieser Abschnitt bietet eine kritische Auseinandersetzung mit Schumpeters Theorien, beleuchtet zentrale Kritikpunkte von Wissenschaftlern und diskutiert die heutige Relevanz seines Gedankenguts.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet Schumpeters demokratietheoretische Pionierleistung unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Veränderungen.

Schlüsselwörter

Demokratie, Schumpeter, Elitenkonkurrenz, Politische Führung, Volkswille, Klassische Demokratietheorie, Demokratische Methode, Sozialismus, Rational Choice, Politische Entscheidung, Macht, Partizipation, Institutionen, Politische Prozesse, Parlamentarismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht und bewertet Joseph A. Schumpeters Demokratietheorie, wie sie in seinem Werk „Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie“ formuliert wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Unterscheidung zwischen klassischer Demokratietheorie und Schumpeters „demokratischer Methode“, die Bedeutung politischer Eliten sowie das Verhältnis von Demokratie und Sozialismus.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist die Klärung von Schumpeters Demokratieverständnis und die Untersuchung, inwiefern seine Ansätze für die heutige politische Praxis relevant sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine darstellende und kritische Analyse des theoretischen Werkes von Schumpeter durch und setzt diese in Bezug zu zeitgenössischen wissenschaftlichen Positionen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition zentraler Begriffe, die kritische Gegenüberstellung von Demokratiemodellen sowie die detaillierte Bewertung durch verschiedene wissenschaftliche Kritiker.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Elitenkonkurrenz, demokratische Methode, politische Führung und das Verhältnis von Volk und Staat beschreiben.

Warum hält Schumpeter das klassische Demokratieideal für irreal?

Schumpeter kritisiert, dass das Konzept eines einheitlich bestimmbaren Gemeinwohls sowie die Annahme eines vollkommen rationalen und informierten Bürgers in der Realität nicht haltbar sind.

Was versteht Schumpeter unter der „demokratischen Methode“?

Für Schumpeter ist Demokratie kein Selbstzweck zur Verwirklichung eines Gemeinwohls, sondern ein institutionelles Arrangement, in dem konkurrierende Eliten um die Macht (und das Votum des Volkes) kämpfen.

Wie bewerten Kritiker Schumpeters Ansatz zur politischen Rationalität?

Viele Kritiker, wie etwa Mittermaier oder Schmidt, werfen Schumpeter eine rationale Verzerrung vor und bemängeln, dass er die Bürger zu Unrecht als unintelligent und irrational darstellt, um seine eigene Elitentheorie zu stützen.

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Details

Title
Die "demokratische Methode" konkurrierender Eliten nach Joseph A. Schumpeter - Darstellung, Kritik und pragmatische Relevanz für das 21. Jahrhundert
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Universität der Bundeswehr Hamburg)
Course
Besondere Einführung in die politische Theorie
Author
Thomas Grimme (Author)
Publication Year
2007
Pages
26
Catalog Number
V82530
ISBN (eBook)
9783638887960
ISBN (Book)
9783638888448
Language
German
Tags
Methode Eliten Joseph Schumpeter Darstellung Kritik Relevanz Jahrhundert Besondere Einführung Theorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Grimme (Author), 2007, Die "demokratische Methode" konkurrierender Eliten nach Joseph A. Schumpeter - Darstellung, Kritik und pragmatische Relevanz für das 21. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82530
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