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Schnüffelstoffe in der Heimerziehung - eine unterschätzte Droge?

Title: Schnüffelstoffe in der Heimerziehung - eine unterschätzte Droge?

Diploma Thesis , 2007 , 112 Pages , Grade: 1,4

Autor:in: Daniela Friedrich (Author)

Social Work
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Eine große Zahl an Jugendlichen in stationärer Jugendhilfe konsumiert Drogen. Wie ich selbst in meiner praktischen Ausbildung erfahren habe, spielen auch Schnüffelstoffe keine untergeordnete Rolle bei jugendlichem Drogenkonsum. Da meine Kolleginnen über wenig Kenntnisse verfügten und Informationen nicht in ausreichendem Maß zu beschaffen waren,
stellte sich mir die Frage, ob andere Einrichtungen Jugendliche mit Schnüffelstoffkonsum betreuen. Ist Fachkräften die Gefahr der Droge überhaupt bewusst bzw. bekannt? Wie gefährlich ist die Droge wirklich? Was macht die Konsumenten aus? Und wie wird mit dem Konsum umgegangen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Drogenkonsum im Jugendalter

1.1 Drogen - eine Definition

1.2 Lebensphase Jugend

1.3 Erklärungsansätze für Drogenkonsum im Jugendalter

1.3.1 Drogenkonsum als Risiko- und Bewältigungsverhalten

1.3.2 Drogenkonsum als erlerntes Verhalten

1.3.3 Risiko- und Schutzfaktoren

1.3.3.1 Personale Risiko- und Schutzfaktoren

1.3.3.2 Soziale Risiko- und Schutzfaktoren

1.3.3.3 Sozioökonomische Risiko- und Schutzfaktoren

2. Drogenkonsum in der Heimerziehung

2.1 Heimerziehung im Kontext der Erziehungshilfen

2.2 Gesetzliche Grundlagen

2.3 Angebotsformen

2.4 Kinder, Jugendliche und die Problemlagen

2.5 Heimerziehung und die Einstellung zu Drogenkonsum

2.5.1 JULE - Ergebnisse zu Drogenkonsum

2.5.2 Sozialgesetzbuch VIII zu Drogen

3. Schnüffelstoffe als Drogen

3.1 Schnüffelstoffe - eine Einführung

3.2 Konsum und Konsumenten

3.3 Epidemiologie

3.4 Wirkungen, Folgen und Risiken

3.5 Industrie und Gesetz

4. Schnüffelstoffkonsum im Heim - die Untersuchung

4.1 Planung der Untersuchung

4.1.1 Erhebungsinstrument

4.1.2 Untersuchungsteilnehmer

4.1.3 Fragebogen

4.1.4 Ablauf der Datenerhebung

4.2 Auswertung

4.2.1 Allgemeine Angaben

4.2.2 Angaben zum Schnüffelstoffkonsum

4.2.3 Pädagogische Realität

4.2.4 Eigene Einschätzung

4.2.5 Sonstiges

4.3 Diskussion der Ergebnisse

5. Zusammenfassung und Ausblick

6. Weiterführende Konsequenzen für die sozialpädagogische Arbeit mit schnüffelstoffkonsumierenden Jugendlichen in der Heimerziehung

7. Schnüffelstoffe in der Heimerziehung - eine unterschätzte Droge?

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht das Ausmaß und den Umgang mit dem Konsum von Schnüffelstoffen bei Jugendlichen in der stationären Heimerziehung. Ziel ist es, die Gefahren dieser oft unterschätzten Droge aufzuzeigen, den Wissensstand der pädagogischen Fachkräfte zu erheben und daraus Konsequenzen für die sozialpädagogische Praxis abzuleiten.

  • Jugendlicher Drogenkonsum und seine Ursachen
  • Die spezifische Situation des Schnüffelstoffkonsums in Heimen
  • Empirische Untersuchung zur Wahrnehmung und Maßnahmen in der Heimerziehung
  • Analyse des Wissensdefizits und des pädagogischen Umgangs mit dieser Problematik
  • Handlungsempfehlungen für Fachkräfte in der Heimerziehung

Auszug aus dem Buch

3.1 Schnüffelstoffe - eine Einführung

„Unter dem Begriff Schnüffelstoffe werden unterschiedlichste flüchtige chemische Substanzen zusammengefasst, die eine narkotische / rauscherzeugende Wirkung besitzen“ (Elsner et al. 2003, S. 5).

Der Konsum wird umgangssprachlich als Schnüffeln bezeichnet, worunter das bewusste Inhalieren von Dämpfen organischer Lösungsmittel, von Aerosolen und ähnlichen flüchtigen Stoffen verstanden wird. Hierbei kommt es aber nicht - wie der Begriff eventuell andeutet - zum oberflächlichen Einatmen, sondern zu tiefer Inhalation größerer Substanzmengen durch Mund und Nase. Im Vergleich zu anderen Drogen liegt hier eine Besonderheit vor. Die Produkte aus dem Haushalts-, Industrie- und Medizinbereich, die im Alltagsleben überall präsent, legal und vergleichsweise einfach zu beschaffen sind, sind nicht für den menschlichen Konsumgebrauch gedacht; der psychotrope Effekt ist von den Herstellern nicht beabsichtigt (vgl. Thomasius 1988, S. 13 ff.). Grundsätzlich sind Schnüffelstoffe keine Drogen, sondern Chemikalien und Gifte. Sie werden allerdings als Drogen missbraucht.

Die Bezeichnung „Schnüffeln“ leitet sich vom amerikanischen „sniffing“ ab, den Ackerly und Gibson 1964 (1964, S. 1056 f.) erstmals verwendeten. Sie beschrieben damit einen achtjährigen mexikanischen Jungen, der mit unersättlichem Verlangen Feuerzeugbenzin inhalierte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Drogenkonsum im Jugendalter: Dieses Kapitel definiert den Begriff Drogen und beleuchtet die Lebensphase Jugend sowie Erklärungsansätze für Drogenkonsum, einschließlich Risiko- und Schutzfaktoren.

2. Drogenkonsum in der Heimerziehung: Hier wird der Kontext der Heimerziehung analysiert, einschließlich der gesetzlichen Grundlagen, Problemlagen der Jugendlichen und bisherigen Erkenntnissen zum Drogenkonsum in diesem Bereich.

3. Schnüffelstoffe als Drogen: Dieser theoretische Schwerpunkt führt in den Begriff Schnüffelstoffe ein, erläutert Konsumformen, Epidemiologie sowie die Wirkungen, Folgen und das Risikopotenzial.

4. Schnüffelstoffkonsum im Heim - die Untersuchung: Das Kapitel stellt die Methodik und Ergebnisse der empirischen Studie dar, inklusive der Befragung von Einrichtungen zum Schnüffelstoffkonsum und dem pädagogischen Umgang damit.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse der vorangegangenen Kapitel zusammengeführt und ein Fazit zum Thema Schnüffelstoffe als unterschätzte Droge gezogen.

6. Weiterführende Konsequenzen für die sozialpädagogische Arbeit mit schnüffelstoffkonsumierenden Jugendlichen in der Heimerziehung: Dieses Kapitel formuliert konkrete Handlungsbausteine für die pädagogische Praxis, von Alltagsregelungen bis zur Beziehungsarbeit.

7. Schnüffelstoffe in der Heimerziehung - eine unterschätzte Droge?: Das abschließende Resümee reflektiert die Ergebnisse der gesamten Arbeit kritisch und appelliert an ein gesteigertes Bewusstsein der Pädagogen.

Schlüsselwörter

Schnüffelstoffe, Heimerziehung, Drogenkonsum, Jugendalter, Suchtprävention, stationäre Erziehungshilfen, Lösungsmittel, Inhalationsdrogen, pädagogische Maßnahmen, Risiko- und Schutzfaktoren, Sozialpädagogik, Suchtverhalten, Adoleszenz, Drogenberatung, Verhaltensauffälligkeiten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik des Konsums von Schnüffelstoffen (wie Lösungsmitteln oder Treibgasen) durch Kinder und Jugendliche in stationären Einrichtungen der Jugendhilfe.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die theoretischen Grundlagen des Drogenkonsums bei Jugendlichen, die Besonderheiten der Heimerziehung, eine fundierte Analyse von Schnüffelstoffen als Rauschmittel sowie die empirische Untersuchung zum Umgang mit diesem Phänomen in der Praxis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob Schnüffelstoffe in der Heimerziehung eine Rolle spielen, wie sie von Fachkräften wahrgenommen werden und welche pädagogischen Maßnahmen zur Intervention oder Prävention vorhanden sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine quantitative Methode in Form einer schriftlichen Befragung, bei der Einrichtungsleiter und pädagogische Fachkräfte mittels eines standardisierten Fragebogens zu ihren Erfahrungen und Einschätzungen befragt wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung des Phänomens Schnüffeln sowie einen empirischen Teil, in dem die Ergebnisse der Befragung von 23 Einrichtungen ausgewertet und diskutiert werden.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die zentralen Schlagworte sind Schnüffelstoffe, Heimerziehung, Suchtprävention, stationäre Jugendhilfe und pädagogische Interventionsstrategien.

Wie schätzen Fachkräfte laut der Studie die Gefährlichkeit von Schnüffelstoffen ein?

Die Untersuchung zeigt, dass die Befragten die Gefährlichkeit der Substanzen überwiegend korrekt als hoch einschätzen, auch wenn sie im Einzelfall bei der Einschätzung der tödlichen Konsequenzen teilweise uneinig sind.

Welche Defizite deckt die Arbeit in der pädagogischen Praxis auf?

Die Arbeit macht ein deutliches Wissensdefizit über die Droge und deren Auswirkungen bei vielen Fachkräften aus und kritisiert das Fehlen systematischer, konzeptioneller Ansätze zur Suchtprävention in vielen stationären Einrichtungen.

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Details

Title
Schnüffelstoffe in der Heimerziehung - eine unterschätzte Droge?
College
Baden-Wuerttemberg Cooperative State University (DHBW)
Grade
1,4
Author
Daniela Friedrich (Author)
Publication Year
2007
Pages
112
Catalog Number
V82533
ISBN (eBook)
9783638866095
ISBN (Book)
9783638866187
Language
German
Tags
Schnüffelstoffe Heimerziehung Droge
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Friedrich (Author), 2007, Schnüffelstoffe in der Heimerziehung - eine unterschätzte Droge?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82533
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