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Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube - Vom Grabenkrieg zum Dialog

Título: Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube - Vom Grabenkrieg zum Dialog

Trabajo de Seminario , 2001 , 31 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Patrick Müller (Autor)

Teología - Teología sistemática
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Nach Jahrhunderten von Vorurteilen, Ignoranz und falschem Stolz geprägten Grabenkämpfen und offenen Schlagabtauschen scheinen Theologie und Naturwissenschaft bereit für einen gemeinsamen Dialog zu sein. Diese Entwicklung zeugt von großer Offenheit und dem Verschwinden rein dogmatischen und ideologischen Denkens in beiden Bereichen. Doch wo lässt sich ein solcher Dialog sinnvoll beginnen? Die Antwort darauf ist so einfach wie die Frage selbst: am Beginn, am Anfang des Ganzen, was wir Welt, Kosmos, All oder Schöpfung nennen, am Anfang des Seins selbst. Und genau hier sehen sich Theologie und moderne Naturwissenschaft wieder in die Augen. Die einen, weil sie trotz immenser Erkenntnisse und Fortschritte angesichts der Unendlichkeit des Universums und der Endlichkeit der menschlichen Natur ins Zweifeln geraten sind, auf alle anstehenden Fragen nach der Struktur des Kosmos und des Lebens eine aus empirischer Perspektive befriedigende Antwort finden zu können. Und die anderen, weil sie erkennen mussten, dass Sturheit und Dogmatismus den Blick für das Wirkliche verfälschen und dass sie sich dem Geist der Moderne nicht länger verschließen können, ohne den Anspruch auf geistige Heimat vieler Menschen zu verlieren. Nachdem der Mensch erkannt hat, dass der Planet auf dem er lebt nicht im Mittelpunkt des Universums steht, und dass die Sonne nur ein Stern unter Abermilliarden Sternen Kosmos ist, wurde dem anthropozentrischen Weltbild mit der Entwicklung der modernen Evolutionstheorie wohl ein endgültiger Gnadenstoß versetzt.
Wie nun ein Dialog zwischen Naturwissenschaft und Theologie aussehen kann und welche Konsequenzen sich daraus ergeben, soll im dritten Teil der Arbeit am Beispiel von Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube noch genau erörtert werden. Zuvor soll jedoch ausgeführt werden, was man sich eigentlich unter Evolution oder Schöpfung im Einzelnen vorzustellen hat.
[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

I. Die Evolutionstheorie

1. Ursprünge

1.1 Kosmogonien der griechischen Philosophen

1.2 Das Mittelalter

2. Der Darwinismus

2.1 Die Vorläufer Darwins

2.2 Das Werk Darwins

3. Der Neodarwinismus

II. Der biblische Schöpfungsmythos

1. Die priesterschriftliche Schicht

2. Der jahwistische Bericht

III. Evolution als Prinzip der göttlichen Schöpfung – alttestamentliche Schöpfungstexte im Kontext wissenschaftlicher Weltschau

1. Wissenschaftstheoretische Grundlagen: Fragestellungen und Methoden der Theologie und Philosophie im Vergleich zu denen der Naturwissenschaft

2. Naturwissenschaftlicher Zugang zum biblischen Schöpfungsmythos

3. Theologisch-philosophischer Zugang zur Evolutionstheorie

Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube, mit dem Ziel, einen konstruktiven Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaft zu eröffnen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich moderne naturwissenschaftliche Erkenntnisse und biblische Schöpfungstexte interpretativ miteinander in Beziehung setzen lassen, ohne die methodischen Eigenheiten der jeweiligen Disziplinen zu negieren.

  • Historische Betrachtung von Ursprüngen der Evolutionsgedanken und des Schöpfungsglaubens
  • Wissenschaftstheoretische Abgrenzung der Erkenntnismethoden von Theologie und Naturwissenschaft
  • Analyse alttestamentlicher Schöpfungstexte (priesterschriftlich und jahwistisch) im Kontext ihrer Entstehungsgeschichte
  • Untersuchung von Modellen zur Integration von Evolutionsmechanismen und göttlichem Schöpfungsprinzip

Auszug aus dem Buch

1. Ursprünge

Der Gedanke eines Werdeprozesses in der Natur wurde nicht erst in der Neuzeit nach der Aufklärung gefasst; vielmehr sind bereits in den Kosmogonien der antiken griechischen Philosophen Ansätze zu finden, welche in ihrem Grundprinzip durchaus denen der modernen Evolutionstheorie ähnlich sind. Die denkerische Leistung besteht im Grunde darin, aus weniger mehr und aus etwas Altem etwas Neues und höher Entwickeltes entstehen zu lassen. Man braucht wohl nicht weiter zu erwähnen, dass sich dieses Gedankenmodell mit der Vorstellung eines Schöpfungsaktes, wie er in der Genesis beschrieben wird, nicht besonders gut vereinbaren lässt, zumal die biblischen Worte lange Zeit als historischer Bericht von der Erschaffung der Welt verstanden wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Die Evolutionstheorie: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Evolutionsgedanken von der griechischen Antike über die Vorläufer Darwins bis hin zum Neodarwinismus nach.

II. Der biblische Schöpfungsmythos: Hier werden die zwei unterschiedlichen Schöpfungsberichte des Alten Testaments (die priesterschriftliche Schicht und der jahwistische Bericht) exegetisch und unter Berücksichtigung ihrer Entstehungszusammenhänge analysiert.

III. Evolution als Prinzip der göttlichen Schöpfung – alttestamentliche Schöpfungstexte im Kontext wissenschaftlicher Weltschau: Dieses Kapitel führt den Dialog zwischen den Disziplinen, indem es wissenschaftstheoretische Grundlagen klärt und Möglichkeiten aufzeigt, wie Evolution und Schöpfung als komplementäre Aspekte einer gemeinsamen Wirklichkeit verstanden werden können.

Schlüsselwörter

Evolutionstheorie, Schöpfungsglaube, Dialog, Naturwissenschaft, Theologie, Genesis, Kosmogonie, Darwinismus, Neodarwinismus, Exegese, Schöpfungsbericht, Hermeneutik, Interdisziplinarität, Materie, Weltschau

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen und inhaltlichen Auseinandersetzung zwischen der biologischen Evolutionstheorie und dem biblischen Schöpfungsglauben.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Ideengeschichte der Evolution, der biblischen Exegese der Schöpfungsberichte sowie der wissenschaftstheoretischen Reflexion eines Dialogs zwischen Naturwissenschaft und Theologie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen konstruktiven Dialog zu fördern und aufzuzeigen, wie unterschiedliche methodische Zugänge zur Entstehung der Welt integriert werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zur Anwendung?

Die Arbeit nutzt historische Analysen der Ideengeschichte, literaturwissenschaftliche Methoden der Exegese sowie wissenschaftstheoretische Vergleiche der Erkenntnismodelle.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Evolutionstheorie, die Exegese der biblischen Texte und die philosophisch-theologische Synthese im Kontext der modernen Weltschau.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Evolution, Schöpfung, Interdisziplinarität, Exegese, Kosmologie und das Verhältnis von Fides (Glaube) und Ratio (Vernunft).

Wie unterscheidet sich die priesterschriftliche von der jahwistischen Schicht der Schöpfungsberichte?

Die priesterschriftliche Schicht ist stärker systematisch-geordnet und betont die Einzigartigkeit Gottes durch sein Wort, während der jahwistische Bericht eine stärkere Bindung des Menschen an die Erde und eine menschenzentrierte Perspektive hervorhebt.

Welche Rolle spielt die "Unterscheidung der Ebenen" nach Rudolf Mosis?

Sie hilft, biblische Texte nicht als naturwissenschaftliche Tatsachenberichte zu missverstehen, sondern zwischen imaginativer rhetorischer Gestaltung und den eigentlich intendierten religiösen Wahrheiten zu differenzieren.

Final del extracto de 31 páginas  - subir

Detalles

Título
Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube - Vom Grabenkrieg zum Dialog
Universidad
University of Bamberg  (Fakultät Katholische Theologie - Lehrstuhl für Alttestamentliche Wissenschaften)
Curso
Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten
Calificación
1,7
Autor
Patrick Müller (Autor)
Año de publicación
2001
Páginas
31
No. de catálogo
V8253
ISBN (Ebook)
9783638152723
ISBN (Libro)
9783656661498
Idioma
Alemán
Etiqueta
Evolution Theologische Anthropologie Schöpfungsbericht naturwissenschaftliches Weltverständnis interdisziplinärer Dialog Kosmologie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Patrick Müller (Autor), 2001, Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube - Vom Grabenkrieg zum Dialog, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/8253
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