Aufgrund der zunehmenden Globalisierung treten immer neue Unternehmen und Dienstleister mit ihrem Angebot in den Markt ein, was den Wettbewerb stark erhöht . So ist auch der Wettbewerb bei den Freiberuflern gestiegen, da die Zahl der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater in der Vergangenheit stetig gestiegen ist. Der so entstehende Angebotsüberhang geht einher mit Informationsüberflutung bzw. –zwang. Um die hergestellten Güter bzw. die angebotenen Dienstleistungen abzusetzen, ist teilweise die „Produzierung“ von Bedürfnissen bei den Konsumenten erforderlich. Da die Kunden heutzutage besser informiert und selbstbewusster sind und individuelle Bedienung, sowie die Einbindung in die Gestaltung der Produkte und Dienstleistungen wünschen, ist es erforderlich geworden sich als Unternehmen bzw. Dienstleister von der großen Masse der Wettbewerber abzusetzen und ein stärkeres Alleinstellungsmerkmal aufzubauen. Dies kann nur mit gezielter Kommunikation geschehen.
Aufgrund des technischen Fortschrittes ist es mittlerweile möglich, auch als Dienstleister das Internet für das Marketing zu nutzen. Fraglich ist, in welcher Form Steuerberater und Wirtschaftsprüfer eine Webpräsenz nutzen können und sollten, unter Berücksichtigung aller Rahmenbedingungen, um die gewünschten Adressaten optimal zu informieren und welche Ziele hierdurch verfolgt werden können.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 BEGRIFFSABGRENZUNG
1.1.1 Webpräsenz
1.1.2 Steuerberater
1.1.3 Wirtschaftsprüfer
1.2 PROBLEMSTELLUNG
2 RAHMENBEDINGUNGEN EINER WEBPRÄSENZ FÜR STEUERBERATER UND WIRTSCHAFTSPRÜFER
2.1 WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
2.2 RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
2.3 TECHNISCHE RAHMENBEDINGUNGEN
2.3.1 Technische Voraussetzungen
2.3.2 Technische Möglichkeiten
2.4 ANSPRUCHSGRUPPEN UND ZIELE
3 UMSETZUNG EINER WEBPRÄSENZ FÜR STEUERBERATUNGS- UND WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFTEN
3.1 DATEN FÜR ALLE BESUCHER DER WEBPRÄSENZ
3.2 INFORMATIONEN FÜR MANDANTEN
3.3 INFORMATIONEN FÜR SONSTIGE ANSPRUCHSGRUPPEN
3.4 STRUKTUR EINER HOMEPAGE
3.5 KRITISCHE WÜRDIGUNG
4 FAZIT
Zielsetzung & Themen
Diese Seminararbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen, die Steuerberater und Wirtschaftsprüfer bei der Gestaltung und Nutzung einer professionellen Webpräsenz unter Berücksichtigung strenger berufsrechtlicher und technischer Rahmenbedingungen haben, um ihre Zielgruppen optimal anzusprechen.
- Wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen für digitale Auftritte von Freiberuflern
- Technische Anforderungen und Möglichkeiten einer modernen Unternehmens-Homepage
- Zielgruppenspezifische Aufbereitung von Inhalten für Mandanten und sonstige Anspruchsgruppen
- Strukturierung einer Homepage zur Sicherung der Benutzerfreundlichkeit und Informationsvermittlung
- Kritische Würdigung von Chancen und Risiken einer Online-Präsenz für Kanzleien
Auszug aus dem Buch
2.4 Anspruchsgruppen und Ziele
„Die Aufgabe [von Webpräsenzen] besteht vor allem darin, die Meinungen, Erwartungen und Einstellungen der aktuellen und potentiellen in- und ausländischen Abnehmer [bzw. Mandanten] in der Weise zu steuern, dass deren Verhalten im Sinne der betrieblichen Zielsetzungen erfolgt. Darüber hinaus werden ebenso relevante Gruppen angesprochen, welche einen mehr oder minder großen direkten oder indirekten Einfluss auf die .. Unternehmung ausüben (z. B. Politiker, Kapitalgeber, Lieferanten, Meinungsführer, allgemeine Öffentlichkeit etc.). Insbesondere die Willenslenkung der letztgenannten Gruppierungen entscheidet auf .. [den] Märkten oftmals über Erfolg oder Misserfolg der betrieblichen Anstrengungen.“
Letztendlich besteht das Ziel der Webpräsenz darin, in zulässigem Rahmen für die eigene Kanzlei zu werben und Steuerberatung bzw. Wirtschaftsprüfung anzubieten und so neue Kundenkreise zu erschließen. Dieses Ziel wird durch kleinere Zwischenziele wie der Darstellung der Identität und der Unternehmenskultur, der Präsentationen des Dienstleistungsangebotes oder durch die Angabe von Stellenanzeigen erreicht.
Aus diesem Grunde sind mittlerweile schon sehr viele Unternehmen mit einer eigenen Homepage vertreten, da auf diesem Wege eine große Zahl verschiedener Adressaten erreicht werden können. Durch die neue Internettechnologie erweitert sich die Zielgruppe um den kompletten Globus, was sich bei Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern aber durch die national verschiedenen Rechtslagen nicht allzusehr bemerkbar macht. Dadurch, dass der Empfänger die Informationen freiwillig abruft, ist die Wirksamkeit der Information für den Nutzer viel größer, als bei der Zusendung unangeforderter Informationen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Definiert die zentralen Begriffe und skizziert die Problemstellung der Arbeit im Kontext des digitalen Marketings für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer.
2 RAHMENBEDINGUNGEN EINER WEBPRÄSENZ FÜR STEUERBERATER UND WIRTSCHAFTSPRÜFER: Analysiert die wirtschaftlichen, rechtlichen und technischen Voraussetzungen sowie die Zielgruppen und Ziele des Internetauftritts.
3 UMSETZUNG EINER WEBPRÄSENZ FÜR STEUERBERATUNGS- UND WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFTEN: Erläutert die praktische Gestaltung der Inhalte für verschiedene Anspruchsgruppen, die notwendige Struktur sowie eine kritische Bewertung.
4 FAZIT: Fasst zusammen, dass eine Webpräsenz für Kanzleien heute eine strategische Notwendigkeit zur Mandantenakquise darstellt, sofern sie professionell umgesetzt wird.
Schlüsselwörter
Webpräsenz, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Berufsrecht, Werbeverbot, Marketing, Mandantenakquise, Homepage, Internet, Kanzlei, Unternehmensimage, Online-Marketing, Freie Berufe, Mandantenbetreuung, E-Recruitment.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Grenzen, die Steuerberater und Wirtschaftsprüfer haben, um sich professionell im Internet zu präsentieren, ohne dabei gegen berufsrechtliche Vorschriften zu verstoßen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Felder umfassen wirtschaftliche Rahmenbedingungen, rechtliche Einschränkungen durch Berufsordnungen, technische Anforderungen sowie strategische Ansätze zur Mandantenansprache.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Hauptziel ist zu untersuchen, wie Kanzleien durch eine Webpräsenz in einem zulässigen Rahmen werben und neue Mandanten gewinnen können, während sie gleichzeitig ein seriöses Image wahren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse relevanter Fachliteratur, gesetzlicher Regelungen (wie StBerG und WPO) sowie technischer Standards für Webseiten.
Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die konkrete Umsetzung einer Webpräsenz, einschließlich der Informationsaufbereitung für unterschiedliche Zielgruppen, strukturelle Empfehlungen und eine kritische Würdigung der Vor- und Nachteile.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Kernbegriffe sind Webpräsenz, Berufsrecht, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Online-Marketing, Mandantenbindung und digitale Unternehmenskommunikation.
Warum ist das Werbeverbot für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer im Internet besonders relevant?
Da diese Berufe ein hohes Vertrauensverhältnis zu ihren Mandanten pflegen, ist eine „reklamehafte“ Werbung untersagt; eine professionelle Internetpräsenz muss daher sachlich informieren, statt marktschreierisch aufzutreten.
Wie kann eine Homepage den Arbeitsalltag in einer Kanzlei erleichtern?
Durch Funktionen wie Online-Mandantenakten, den Abruf von Informationen rund um die Uhr oder E-Recruitment-Prozesse werden Dienstleistungen effizienter erbracht und die Kommunikation mit Mandanten und Bewerbern verbessert.
- Quote paper
- Arndt Ihln (Author), 2007, Möglichkeiten und Grenzen einer Webpräsenz für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82554