„Aber da steht vor uns die Synkrisis (53f.), rätselhaft gleich dem Antlitz der Sphinx, die uns mit ebenso faszinierenden wie unergründlichen Augen anstarrt“ - C. Sallustius Crispus charakterisiert in Kapitel 53,2 –54 seines Werkes Coniuratio Catilinae in einer Synkrisis die beiden wohl bedeutendsten politischen Persönlichkeiten seiner Zeit: Gaius Juli-us Caesar und Marcus Porcius Cato. Im Mittelpunkt der folgenden Analyse werden zwei essentielle Fragen stehen: Sympathisiert Sallust mit einem der beiden Charaktere und was ist seine Intention Caesar und Cato in einer Synkrisis gegenüberzustellen? Zur Beantwortung dieser Fragen sollen folgende Werke herangezogen werden: Der zu behandelnde lateinische Text basiert auf der Tusculum Ausgabe von Josef Lindauer, zudem werden zur weiteren In-terpretation und Vertiefung die Kommentare zu Coniuratio Catilinae von Ableitinger, Büchner, Lämmli, Schmid und Schmüdderich, des weiteren die Dissertation von Sabine Wussow hinzugezogen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Einordnung in die Handlung
- Die Rede des Caesar (Kapitel 51)
- Die Rede des Cato (Kapitel 52)
- Interpretation der Rede des Caesar und des Cato
- Interpretation der Synkrisis (53,2-54)
- Erklärung der Größe Roms (53,2-53,6)
- Sallusts Stellung zu Caesar und Cato
- Neutrale Haltung Sallusts
- Sichtweise der Synkrisis zugunsten des Cato
- Sichtweise der Synkrisis zugunsten des Caesar
- Abwertung des Caesar und des Cato
- Schlussfolgerung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit untersucht die Synkrisis zwischen Caesar und Cato in Sallusts "Coniuratio Catilinae" (Kapitel 53,2-54). Sie analysiert, ob Sallust eine Sympathien für einen der beiden Charaktere zeigt und welche Intention er verfolgt, die beiden Persönlichkeiten in einer Synkrisis gegenüberzustellen.
- Die Synkrisis als Mittel der Charakterisierung und Darstellung von Caesar und Cato
- Die Rolle der Affekte und der Vernunft im politischen Handeln
- Die Interpretation der Reden von Caesar und Cato im Kontext der Handlung
- Die Darstellung der Größe Roms durch Sallust
- Sallusts eigene Positionierung in Bezug auf Caesar und Cato
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Synkrisis (Kapitel 53,2-54) in Sallusts "Coniuratio Catilinae" vor und formuliert die zentralen Fragestellungen der Arbeit. Die Einordnung in die Handlung analysiert die Reden des Caesar und des Cato im Kontext der Handlung und legt ihre Intentionen und Vorstellungen dar. Die Interpretation der Synkrisis beleuchtet die Größe Roms und Sallusts Positionierung gegenüber Caesar und Cato.
Schlüsselwörter
Synkrisis, Sallust, Caesar, Cato, "Coniuratio Catilinae", politische Rhetorik, Affekte, Vernunft, Größe Roms, Interpretation, Handlungskontext.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Synkrisis in Sallusts "Coniuratio Catilinae"?
In der Synkrisis (Kapitel 53,2–54) stellt Sallust die beiden gegensätzlichen politischen Persönlichkeiten Gaius Julius Caesar und Marcus Porcius Cato direkt gegenüber, um deren Charakter und Tugenden zu vergleichen.
Sympathisiert Sallust mit Caesar oder Cato?
Diese Frage ist zentraler Teil der Analyse. Die Forschung diskutiert verschiedene Sichtweisen: von einer neutralen Haltung über eine Bevorzugung Catos bis hin zu einer Abwertung beider Charaktere.
Welche Rolle spielen die Reden von Caesar und Cato im Werk?
Die Reden in Kapitel 51 (Caesar) und 52 (Cato) verdeutlichen ihre unterschiedlichen politischen Ansätze und moralischen Vorstellungen im Kontext der catilinarischen Verschwörung.
Was möchte Sallust durch die Gegenüberstellung erreichen?
Sallust nutzt die Synkrisis, um die Größe Roms und die moralischen Qualitäten zu erklären, die den Staat einst stark machten, und um das politische Handeln seiner Zeit zu reflektieren.
Welche Quellen werden für die Analyse herangezogen?
Die Analyse basiert auf dem lateinischen Originaltext sowie Kommentaren namhafter Philologen wie Büchner, Lämmli und Schmid.
- Arbeit zitieren
- Anne-Mareike Franz (Autor:in), 2006, Sallust: Coniuratio Catilinae, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82575