Einleitender Teil
Wie sieht die Zukunft von Tageszeitungen aus?
Um diese Frage beantworten zu können, bedarf es einiger Anstrengungen und Auswertungen. Denn diese Frage ist nicht mit einem Satz beantwortet, vielmehr wirft sie ein enormes Fragengeflecht auf, welches in dieser Hausarbeit beantwortet werden soll.
Die Entwicklung des Internets – vor allem die ständige Erweiterung des WWW und seine steigenden Nutzerzahlen, veranlassen auch die Verlage von Tageszeitungen zu überlegen, ob die Nutzung dieses Mediums nicht von Vorteil sein könnte. Diese Frage ist für die Verlagshäuser eine existenzielle Frage, von deren Antwort sicherlich die eigene Zukunft abhängt. Dabei geht es in dieser Hausarbeit nicht primär nur um die Nutzung des Internets, sondern viel mehr auch um die Beantwortung des folgenden, oben bereits erwähnten, Fragengeflechts: Welche Trends nutzen die Tageszeitungen, um ihre Leser und Inserenten zu halten? Welche Medien spielen dabei eine Rolle? Auch sollen die Fragen: Wie gelingt es den Zeitungsverlagen, ihre Leserschaft an das eigene Unternehmen zu binden und neue Zielgruppen zu gewinnen? Welche Werbemaßnahmen werden hierfür speziell eingesetzt? beantwortet werden. Diese Arbeit ist in vier Kapitel aufgeteilt. Nach der Einleitung folgt das zweite Kapitel, dieses bezieht sich auf die Marktanalyse im Bereich Tageszeitungen. Hier geht es speziell um die aktuelle Lage der Tageszeitung und analytische Daten der Käufergruppen und Käuferschichten. Das dritte Kapitel behandelt die Marktprognose und die langfristige Strukturveränderung bei den Tageszeitungen ebenso wie den Umbruch in der Medienwirtschaft und den Marktstrategien, die von den Tageszeitungen verwendet werden. Im letzten und vierten Kapitel wird das branchenspezifische Marketing in ausgewählten Bereichen – der F.A.Z. und dem Göttinger Tageblatt - behandelt. Hier werden die speziellen Marketingbesonderheiten und Unterschiede der beiden Tageszeitungen näher beleuchtet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitender Teil
2. Marktanalyse im Bereich Tageszeitungen
2.1 Zeitungstypen – Abgrenzung und statistische Daten
2.2 Zur Lage der Tagszeitung in Deutschland
2.3 Analytische Marktdaten der Käufergruppen bei Tageszeitungen
2.4 Analytische Marktdaten der Altersgruppen
3. Marktprognose
3.1 Langfristige Strukturveränderungen bei den Tageszeitungen
3.2 Umbruch in der Medienwirtschaft
3.3 Marktstrategien und Trends der Zeitungsverlage
4. Marketing und branchenspezifische Besonderheiten im ausgewählten Bereich zweier Tageszeitungen: F.A.Z und G.T.
4.1 Produktpolitik
4.2 Markenpolitik
4.2.1 Der Name F.A.Z.
4.2.2 Der Name Göttinger Tageblatt
4.3 Markenpolitik - Image
4.3.1 Image der F. A. Z.
4.3.2 Image des Göttinger Tagesblattes
4.4 Kommunikationspolitik
4.4.1 Crossmediale Kommunikation – bei F.A.Z und G.T.
4.5 Preispolitik
5. Distribution
5.1 Die Vertriebskanäle
6. Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Zukunftsfähigkeit von Tageszeitungen in einer zunehmend digitalisierten Medienwelt, wobei insbesondere der Einfluss des Internets und veränderte Konsumgewohnheiten im Fokus stehen. Ziel ist es, Marketingstrategien und Methoden zur Kundenbindung zu identifizieren, mit denen sich Zeitungsverlage in diesem wettbewerbsintensiven Umfeld behaupten können.
- Marktanalyse und aktuelle Lage des deutschen Zeitungsmarktes
- Prognose langfristiger Strukturveränderungen und Medientrends
- Vergleichende Analyse des Marketings von F.A.Z. und Göttinger Tageblatt
- Untersuchung von Preispolitik und Vertriebskanälen
- Die Rolle der crossmedialen Kommunikation und Online-Strategien
Auszug aus dem Buch
3.3.1 Image der F. A. Z.
Die F.A.Z. ist eine unabhängige Tageszeitung und weist eine Besonderheit auf: Nicht eine einzelne Person, in der Regel der Chefredakteur, bestimmt die Linie der Zeitung, sondern ein Gremium von fünf Herausgebern, die nach dem Kollegialitätsprinzip zusammenarbeiten. Am 1. November 1949 erstmals erschienen, beläuft sich die Zahl der täglichen Leser auf ca. 910.000 (AWA 2005). Damals war "Zeitung für Deutschland" die prägnanteste Formel, um die Aufgabe zu kennzeichnen, der die Zeitung dienen sollte. Das Konzept der F.A.Z. besteht aus fünf Büchern – das ist der Fachbegriff für die fünf Teile, aus welcher die Frankfurter Allgemeine Zeitung besteht.
Diese unterteilen sich in: Politik, Finanzmarkt, Wirtschaft, Sport und das fünfte Buch wechselt je nach Erscheinungstag (Anlage Imagebroschüre F.A.Z., Seite 9). Heute ist die F.A.Z. Pflichtblatt an allen deutschen Wertpapierbörsen. Täglich wird sie in 145 Länder der Erde geliefert und hat damit die höchste Auslandsverbreitung aller deutschen Qualitäts-Tageszeitungen. Doch die F.A.Z. ist mehr als „nur“ eine Zeitung: Die FAZIT-Stiftung als gemeinnütziger Förderer: Gegenstand des Unternehmens FAZIT-STIFTUNG Gemeinnützige Verlagsgesellschaft mbH ist gemäß der Satzung die Förderung von Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung, u. a. durch die Vergabe von Stipendien für die Ausbildung im Zeitungswesen (z. B. an Journalistenschulen) und Stipendien für Promotion und Habilitation an Universitäten und Technischen Hochschulen.
Die Erträge aus den Beteiligungen an der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH und der Frankfurter Societäts-Druckerei GmbH werden ausschließlich für die genannten gemeinnützigen Zwecke verwendet. Dies gilt selbstverständlich nicht nur für die Studenten, sondern auch für Schüler/-innen: Nicht nur hinter die Kulissen blicken, sondern auch selbst Artikel schreiben….Mit dem Projekt „Jugend und Wirtschaft“ können Schüler aller Kurse der Sekundarstufe II Wirtschaftsthemen entdecken, recherchieren, Interviews führen, Artikel schreiben und vielleicht sogar den eigenen Beitrag in der Zeitung wiederfinden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitender Teil: Hier wird die zentrale Fragestellung zur Zukunft der Tageszeitungen in einer vom Internet geprägten Medienlandschaft formuliert und der strukturelle Aufbau der Arbeit dargelegt.
2. Marktanalyse im Bereich Tageszeitungen: In diesem Kapitel werden statistische Daten zu Zeitungstypen, die aktuelle Marktsituation sowie die Präferenzen verschiedener Käufergruppen und Altersstrukturen analysiert.
3. Marktprognose: Das Kapitel befasst sich mit langfristigen Strukturveränderungen, dem generellen Wandel der Medienwirtschaft und den daraus resultierenden Marktstrategien der Zeitungsverlage.
4. Marketing und branchenspezifische Besonderheiten im ausgewählten Bereich zweier Tageszeitungen: F.A.Z und G.T.: Hier erfolgt ein detaillierter Vergleich zwischen einer überregionalen und einer regionalen Zeitung hinsichtlich Produkt-, Marken-, Kommunikations- und Preispolitik.
5. Distribution: Dieser Abschnitt beschreibt die verschiedenen Vertriebswege, angefangen vom Abonnement über den Einzelverkauf bis hin zur Vermietung via Lesezirkel.
6. Ausblick: Das Fazit reflektiert die zukünftige Rolle der Tageszeitung als journalistische Institution, die durch Qualität und Beständigkeit gegenüber der Schnelllebigkeit elektronischer Medien bestehen kann.
Schlüsselwörter
Tageszeitungen, Marktanalyse, Medienwirtschaft, F.A.Z., Göttinger Tageblatt, Marketing, Markenpolitik, Preispolitik, Distribution, Abonnement, Crossmedia, Online-Strategien, Leserbindung, Printmedien, Medienwandel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Zukunft von Tageszeitungen angesichts des zunehmenden Einflusses neuer digitaler Medien und des Internets auf die Lesegewohnheiten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Marktanalyse, der Medienprognose, dem spezifischen Marketing der untersuchten Zeitungen sowie der Rolle von Vertriebskanälen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, Strategien aufzuzeigen, wie Zeitungsverlage ihre Leserschaft binden, Zielgruppen erweitern und im Wettbewerb mit anderen Medien bestehen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die auf statistischen Daten, Sekundärliteratur und spezifischen Experteninterviews mit Vertretern der F.A.Z. und des Göttinger Tageblatts basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Marktdaten, die Marktprognosen und vergleicht das Marketing von F.A.Z. und Göttinger Tageblatt in Bereichen wie Produkt-, Marken- und Kommunikationspolitik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Tageszeitungen, Medienwirtschaft, Crossmedia, Markenpolitik und Leser-Blatt-Bindung.
Wie unterscheidet sich die F.A.Z. in ihrer Struktur vom Göttinger Tageblatt?
Die F.A.Z. nutzt ein Konzept mit fünf Büchern für eine überregionale Leserschaft, während das Göttinger Tageblatt eine Vier-Buch-Struktur für lokale und regionale Bedürfnisse anwendet.
Welche Bedeutung kommt der "FAZIT-Stiftung" im Rahmen der Markenpolitik zu?
Die Stiftung unterstreicht den gemeinnützigen Charakter der F.A.Z. und fördert durch Bildungsprojekte wie "Jugend und Wirtschaft" die Bindung künftiger Lesergenerationen an das Produkt.
- Quote paper
- Verena Witt (Author), 2007, Branchenspezifisches Marketing im Bereich Tageszeitungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82629