Sexualität als Sakrament - Am Beispiel der Sekte der Blutsfreunde


Seminararbeit, 2003
29 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsüberblick

3. Darstellung der Quelle
3.1 Historische Einordnung
3.1.1 Geschichtliches Umfeld der Sekte
3.1.2 Die Entwicklung der Sekte
3.2 Die theologischen Anschauungen der Blutsfreunde und ihre
Praktiken
3.2.1 Die Grundüberzeugung: Jeder Mensch ist ohne jede Sünde
3.2.2 Die Verwerfung jeglicher christlicher Sakramente
3.2.3 Geschlechtsverkehr als sakramentale Handlung
3.2.4 Die Stellung des Heiligen Geistes innerhalb des Heilsgeschehens der Blutsfreunde

4. Zusammenfassung

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In dieser Arbeit soll es um die Sekte der Blutsfreunde gehen, die in der Mitte des 16. Jh. im westlichen Thüringen gewirkt hat.

Am Auftreten und Agieren dieser Sekte ist besonders interessant, dass sie neben der Lehre wiedertäuferischer Grundsätze genau in einem Punkt von ihnen abweicht. Dies ist die Erhöhung des Geschlechtsaktes zum einzigen Sakrament. Er erhält dadurch eine starke Aufwertung und bekommt einen völlig eigenen Stellenwert innerhalb des Heilsgeschehens der Sekte. Darüber hinaus wird er innerhalb der Sekte als Initiationsritus eingesetzt. Diese Abweichung macht die Sekte zu einer völlig eigenständigen, neuen Gruppierung mit einer gänzlich andersartigen Lehre als die der offiziellen Kirche.

Der Schwerpunkt der Arbeit soll auf der Untersuchung der Sekte liegen. Insbesondere soll näher betrachtet werden, welche Lehre die Sekte genau vertritt und welche Praktiken in der Sekte vollzogen werden. Was genau geschieht auf den Versammlungen der Blutsfreunde? Finden ausschweifende Orgien statt, oder sind Ablauf und Vollzug des Geschlechtsaktes genau festgelegt? Wie kommt es innerhalb der Sekte zu der Annahme, allein der Geschlechtsakt sei als Sakrament anzusehen? Was genau ist das heilbringende Element des Geschlechtsaktes?

In einem ersten Schritt soll kurz dargestellt werden, was die Literatur zur Sekte der Blutsfreunde hergibt und inwieweit sie für die Klärung der gestellten Fragen hilfreich erscheint. Im zweiten Schritt soll dann die eigentliche Arbeit mit den Quellen erfolgen: Eine kurze Darstellung des geschichtlichen Umfeldes, in welchem die Sekte entsteht und sich weiterentwickelt. Damit soll versucht werden genauer zu klären, welche Umstände die Entwicklung der Sekte begünstigt haben. Des Weiteren soll dadurch auch deutlicher werden, auf welche Weise die Sekte zu ihrer Lehre gelangt ist.

Im Anschluss daran soll die Entwicklung der Sekte dargestellt werden: Sozusagen „Die Geschichte der Blutsfreunde“. Wann tritt die Sekte auf? Wo ist ihr Wirkungskreis? Wer gehört zur Sekte? Wer ist der Anführer? Wann finden Verhaftungen statt und wer wird verhaftet? Damit einhergehend soll auch die Struktur der Sekte erläutert werden. Dies ist notwendig, um die Praktiken der Blutsbrüder verstehen zu können, die eng mit der Sektenstruktur verknüpft sind.

Anschließend wird die Lehre der Sekte genau vorgestellt, wobei die Darstellung der ausgeübten Praktiken unerlässlich ist, da ihre Anwendung zur Ausübung der Lehre dazugehört.

Im dritten Schritt soll der Versuch einer Interpretation gemacht werden, bei der die Aussagen der Sekundärliteratur diskursiv einbezogen werden. Es soll das besondere theologische Verständnis der Sekte herausgearbeitet werden: Was genau ist das heilbringende Element des Geschlechtsaktes? Warum ist ausgerechnet der Geschlechtsakt heilbringend? Womit wird das begründet?

Abschließend sollen Thesen und Argumente noch einmal zusammenfassend dargestellt werden. Des Weiteren soll der Versuch gemacht werden, das theologische Verständnis herauszuarbeiten, das hinter der Lehre und Praxis der Blutsfreunde steht. Dabei spielt die Auffassung der Bibel eine wichtige Rolle, weil sie in ihrer wortwörtlichen Auslegung durch die Blutsfreunde einen zentralen Punkt für die Ausprägung der Gemeinschaft bildet.

2. Forschungsüberblick

Die Literatur zu den Blutsfreunden ist insgesamt spärlich. Die erste schriftliche Äußerung, die sich zur Sekte finden lässt, ist eine Schrift des Superintendenten zu Eisenach und Gotha, Justus Menius. Justus Menius’ Schrift „Von den Blutfreunden aus der Widertauff“, die 1551 in Erfurt erscheint, richtet sich gegen die Sekte der Blutsfreunde und soll die Obrigkeiten an ihre Pflicht erinnern, solchen Gruppen keine Öffentlichkeit zu gewähren. Gleichermaßen ist sie eine Verteidigung seinerseits gegen den Vorwurf der Mühlhausener Bürger, seine Predigten sowie seine Tätigkeit seien an den Schandtaten und Lastern der Blutsfreunde schuld.[1] Hier finden sich die Ansichten der Blutsfreunde wieder, die Justus Menius selbst verhört hat. Bevor Menius jedoch auf die Blutsfreunde und ihre Lehre zu sprechen kommt und diese dann auf das genaueste widerlegt, geht er sehr genau auf die Parallelen zu den Wiedertäufern von Münster ein. Hier macht er deutlich, dass alle Sekten ein Werk des Teufels seien, denn ihre Bemühungen seien „allein dahin gerichtet/ das alle Göttliche ordnung sollen zu grund und bodem gehen/ Ja/ das sie Gott zum Teufel/ und dagegen den Teufel zum Gott machen wöllen.“[2] Von hier ausgehend ist bereits klar, dass Justus Menius eine vorgefasste Meinung gegenüber den Blutsfreunden hat. Sein Ton gegen sie ist diffamierend und zeigt eindeutig die Perspektive des Protestanten, der sich selbst und seine eigenen Lehren verteidigen muss. Deshalb muss mit den Aussagen, die in diesem Text gemacht werden vorsichtig umgegangen werden.

Interessant sind die Aussagen dreier Mitglieder, die sich in seinem Text befinden. Justus Menius hat alle drei selbst verhört und gibt ihre Überzeugungen wieder. Die Anschauungen decken sich mit denen der Verhörprotokolle bei Wappler, was deutlich macht, dass sie nicht zum Zweck von Verleumdung erfunden worden sind.

Sehr gut erkennen lässt sich bei Menius die Differenz zwischen Eigenaussage und Außenperspektive hinsichtlich der Sekte. An Hand derer die Abwegigkeit der Lehren der Blutsfreunde deutlich gemacht werden können.

Für die vorliegende Arbeit eröffnet dieser Text die Möglichkeit, die Lehren der Blutsfreunde besser darstellen zu können. Zugleich gibt er einen Einblick in die Argumentationsweise der Gegner und die damalige Sichtweise.

Die ausführlichsten Informationen zur Sekte der Blutsbrüder finden sich bei Paul Wappler. In seinem Buch „Die Täuferbewegung in Thüringen von 1526 – 1584“ (Jena, 1913) stellt er die Entstehung und den Niedergang der Täuferbewegung für dieses Gebiet sehr genau dar. Durch die Darstellung der historischen Rahmenbedingungen und die Einordnung der Sekte in den Gesamtkontext der thüringischen Täuferbewegung lässt sich gut nachvollziehen, wie es zur Entstehung der Sekte gekommen ist. Auch die Gründe, die zur Vernichtung der Gruppe geführt haben lassen sich an Hand dieser Darstellungen gut nachvollziehen.

Nach dieser historischen Einbettung geht Wappler genau auf die Lehrsätze der Sekte ein und zeichnet gleichzeitig die Entwicklung der Sekte auf. Für Wappler ist vor allem eine Person für Entstehung, Entwicklung und Verbreitung der Sekte maßgebend: Klaus Ludwig, oder Krauel von Tüngeda. Er ist der Kopf der Sekte, hält die Fäden in der Hand und ist Begründer ihrer Lehre. Bei dieser ist nach Wappler nur der Grundsatz wichtig, die gesamte Menschheit sei von jeglicher Form der Sünde durch den Kreuzestod Christi befreit. Aus diesem Grund seien alle Gläubigen vollkommen gerecht und heilig. Wappler schlussfolgert ausgehend von diesem Leitgedanken alle weiteren Positionen, Inhalte sowie die Praktiken der Sekte.

Wappler berichtet nüchtern und sachlich, orientiert sich eng am Quellenmaterial, welches er in chronologischer Reihenfolge darbietet. Aus diesem Grund ist sein Text gut für Belege und die Interpretation der Quellen geeignet.

Auch bei Claus-Peter Clasen, in seinem Buch „Anabaptism. A social History, 1525 – 1618“ (Ithaca, New York, 1972), wird die Mühlhausener Sekte genauer erwähnt. Dieser ordnet sie in den Kontext der Spiritualisten ein. Bei Clasen ist der Geschlechtsakt sowohl ein Aufnahmeritus (rite of initiation), als auch eine Heiligung (act of sanctification).[3] Er beschreibt in diesem Zusammenhang auch die Rolle Ludwigs näher, den Ablauf der Zusammentreffen sowie die Regeln, die innerhalb der Gemeinschaft geherrscht haben.

Hier findet sich des Weiteren ein Hinweis auf die Herkunft der Lehre: Clasen sieht eine Verbindung zur mittelalterlichen „pantheistisch-libertinistischen Sekte der Brüder und Schwestern des freien Geistes.“[4] Nach Clasen stimmen die Lehren der Blutsfreunde und die der mittelalterlichen Sekte in ihren Grundanschauungen überein. Abschließend kommt er zu dem Fazit, dass es zweifelhaft ist, ob Gemeinschaften wie die der Blutsfreunde ohne die Vorarbeit des Wiedertäufertums überhaupt aufgekommen wären. Außerdem ist für Clasen klar, dass bereits im Anfang der Täuferbewegung spiritualistische Tendenzen erkennbar sind, obwohl die Mehrheit der Wiedertäufer keine ekstatischen Erlebnisse gehabt habe. Er verweist explizit auf einzelne Gruppen in der Schweiz, Schwaben, Franken und Thüringen, deren Beeinflussung durch religiöse Ekstase zur Abweichung von der wiedertäuferischen Lehre geführt habe. Dies ist für ihn auch bei den Blutsfreunden der Fall.

Eine ganz kurze Erwähnung der Blutsfreunde findet sich auch bei Lyndal Roper, in ihrem Buch „Ödipus und der Teufel. Körper und Psyche in der Frühen Neuzeit“. Dieses lag für diese Arbeit sowohl in der Originalfassung (London, 1994), als auch in der deutschen Fassung von Peter Sillem vor (Frankfurt a. Main, 1995). Danach ist die Auffassung des Geschlechtsaktes als einziges Mittel zum Heil, als einziges Sakrament, die Lösung der Trennung von Körper und Heiligem.[5] Der Körper ist der Eingang zum Göttlichen, wodurch der Geschlechtsakt aufgewertet wird. Dies ist für Roper die radikalste und weitreichendste Verschiebung der Theologie der Täufer ebenso wie der Spiritualisten, die oft durch eine selbst auferlegte asketische Sinnlichkeit die Bedeutung jeder sexuellen Handlung aufgewertet und ihr somit eine höhere Weihe verliehen haben. Wie genau diese Aufwertung zu Stande kommt schreibt Roper jedoch nicht und auch nicht, wie sie zu dieser Annahme gelangt ist. Ihre Angaben stehen plötzlich unvermittelt fest, weshalb gerade dort noch einmal genauer nachgefragt werden müsste. Ropers Meinung wird in der Vorbereitung der Arbeit zwar zur Kenntnis genommen, jedoch trägt die Abhandlung zur Klärung der hier gestellten Fragen an den Aufbau und die Inhalte der Sekte nur wenig bei. Das Buch von Lyndal Roper wird also weitgehend unberücksichtigt bleiben.

3. Darstellung der Quelle

3.1 Historische Einordnung

3.1.1 Geschichtliches Umfeld der Sekte

Die Existenz der Sekte der Blutsfreunde wird 1551 öffentlich bekannt. Zu diesem Zeitpunkt ist die gesamte Kirche noch aufgewühlt von den weitreichenden Veränderungen und radikalen Umwälzungen des dritten Jahrzehnts dieses Jahrhunderts[6], der Reformation. Neben den bekannten neuen Kirchenbildungen, die auf Personen wie Martin Luther, Huldrych Zwingli oder auch Johannes Calvin (= Johannes Jean Cauvin) zurückzuführen sind, bilden sich zahlreiche kleine, oft radikale Gruppen, Seitenbewegungen der Reformation, die meist verschiedenartige Ausprägungen der reformatorischen Grundsätze vertreten. Häufig führt das zur Entwicklung eigener Programme sowie der Vertretung eigener Motive. Nicht selten kommt es auch dazu – so auch bei den Blutsfreunden –, dass solche Gruppierungen gänzlich von den Ideen der Reformation abweichen. In Thüringen, wo die Sekte ihren Wirkungskreis hat, breitet sich das Täufertum seit 1527 kontinuierlich aus. Seinen Höhepunkt hat es in den dreißiger und vierziger Jahren des 16. Jahrhunderts.[7] Zahlreiche Anhänger und verschiedene Gruppierungen geraten immer wieder in Konflikt mit der Obrigkeit wegen ihrer religiösen Lehren. Auch wenn seit 1529 auf die Verbreitung wiedertäuferischer Anschauungen, die Ausübung der Wiedertaufe und der Zugehörigkeit zu den Wiedertäufern die Todesstrafe steht[8], so hat dies auf die Ausbreitung in Thüringen und Hessen relativ wenig Wirkung gezeigt. Zu einem großen Teil sind dafür die komplizierten Herrschaftsverhältnisse und sich überschneidenden Zuständig-keitsbereiche mit den unterschiedlichen Vorstellungen der Obrigkeiten, wie die Wiedertäufer zu bestrafen seien, verantwortlich.[9] Somit kann sich das Täufertum nahezu ungehindert und mit Leichtigkeit ausbreiten. Die Folge ist eine immer härtere Verfolgung durch Herrscher und eine stärkere Verdammung durch die kirchlichen Vertreter. Beide Seiten haben Angst um ihre Vormachtstellung, die von den Wiedertäufern nicht anerkannt wird. Viele der Wiedertäufer, die verhaftet werden, richtet man öffentlich hin, um so andere von einer Anhängerschaft abzuschrecken und Herr der Lage zu werden.

[...]


[1] Vgl.: Wappler, Täuferbewegung, 1913. S. 201.

[2] Menius, Blutfreunde, 1551. S. 71 (Die Seiten wurden vom Beginn des Vorwortes durchgängig nummeriert).

[3] Vgl.: Clasen, Anabaptism, 1972. S. 138.

[4] unter: http://www.bautz.de/bbkl/a/amalrich_v_b.shmtl

[5] Vgl.: Roper, Ödipus und der Teufel, 1995. S. 87.

[6] Vgl.: Moeller, Geschichte des Christentums, 2000. S. 245.

[7] Vgl.: Wappler, Täuferbewegung, 1913. S. 189.

[8] Kaiser Karl V. erließ am 23. April 1529 auf dem Reichstag zu Speyer ein Mandat zum Reichsgesetz, das Wiedertäufermandat. Nach dem „alle und jede Wiedertäufer oder Wiedergetauften, Mann- und Weibspersonen verständigen Alters, vom natürlichen Leben zum Tode mit Feuer und Schwert oder dergleichen nach Gelegenheit der Person ohne vorhergehende der geistlichen Richter Inquisition gerichtet und gebracht werden“ sollen (Dasselbe veröffentlicht von Keller, Ludwig in: Monatshefte der Comenius-Gesellschaft IX, 1900. S. 55 – 57. Zit. n.: Wappler, Täuferbewegung, 1913. S.55.). Der Inhalt des Mandates reicht aber noch weiter: „2. Wer sein Bekenntnis zu den Wiedertäufern widerruft und bereit ist, für seinen Irrtum zu sühnen, soll begnadigt werden. Er darf jedoch nicht Gelegenheit erhalten, sich durch Ausweisung in ein anderes Territorium einer ständigen Aufsicht zu entziehen und eventuell rückfällig zu werden. Die hartnäckig auf der Lehre der Täufer Beharrenden werden mit dem Tode bestraft. 3. Wer die Wiedertäufer anführt oder für deren Verbreitung sorgt (Fürprediger, Hauptsacher, Landlauffer und die aufrührerische Aufwiegler) soll ‚keineswegs’, also auch bei Widerruf nicht, begnadigt werden. 4. Wer nach einem ersten Widerruf rückfällig geworden ist und abermals widerruft, soll nicht mehr begnadigt werden. Ihn trifft die volle Strafe. 5. Wer die Taufe für seine neugeborenen Kinder verweigert, fällt ebenfalls unter die Strafe, die auf Wiedertaufe steht. 6. Wer von den Täufern in ein anderes Territorium entwichen ist, soll dort verfolgt und der Bestrafung zugeführt werden. 7. Wer von den Amtspersonen nicht bereit ist, nach diesen Anordnungen streng zu verfahren, muß mit kaiserlicher Ungnade und schwerer Strafe rechnen“ [Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Karl V., VII. Band, 2. Halbband, bearbeitet von Johannes Kühn, Göttingen 21963. S. 1325ff. Zit. n.: Goertz, Hans-Jürgen: Ketzer, Aufrührer und Märtyrer. Der Zweite Speyerer Reichstag und die Täufer, in: Gewissensfreiheit als Bedingung der Neuzeit. Hg. v. Evangelischen Bund. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1980 (= Bensheimer Hefte, Heft 54). S. 25 – 26.]. Konsequenz dieses Mandates war eine Intensivierung der Täuferverfolgung.

[9] Besonders deutlich werden die gegensätzlichen Interessen der zuständigen Herrscher am gemeinsam verwalteten Amt Hausbreitenbach im Westen Thüringens. Hier untersteht die Jurisdiktion zur Hälfte dem Landgrafen Philipp von Hessen. Die andere Hälfte verwaltet Kursachsen mit dem Kurfürsten Johann. Beide Seiten blockieren sich durch konträr gerichtete Maßnahmen gegen die Wiedertäufer: Kursachsen möchte durch harte Strafen Exempel statuieren, um eine noch stärkere Ausbreitung des Täufertums zu verhindern. Kursachsen kann das geplante Vorgehen jedoch nicht umsetzen, weil Landgraf Philipp von Hessen ein sehr milder Herrscher ist und vor allem auch eine zu milde Strafjustiz verfolgt. (Siehe: Wappler, Täuferbewegung, 1913. S. 48; 55 – 56; 221.)

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Sexualität als Sakrament - Am Beispiel der Sekte der Blutsfreunde
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Theologische Fakultät )
Veranstaltung
Religion und Sexualität in der frühen Neuzeit
Note
1,3
Autor
Jahr
2003
Seiten
29
Katalognummer
V82663
ISBN (eBook)
9783638889223
Dateigröße
507 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sexualität, Sakrament, Beispiel, Sekte, Blutsfreunde, Religion, Neuzeit
Arbeit zitieren
Beate Kienast (Autor), 2003, Sexualität als Sakrament - Am Beispiel der Sekte der Blutsfreunde, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82663

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