In dieser Arbeit wird auf zwei Seiten Karl Polanyis "The Great Transformation. Politische und ökonomische Ursprünge von Gesellschaften und Wirtschaftssystemen" behandelt.
Inhaltsverzeichnis
1. Kritik am wirtschaftlichen Liberalismus
1.1 Industrielle Revolution und soziale Folgen
1.2 Selbstregulierung und Kommerzialisierung
2. Theoretische Hauptkritikpunkte
2.1 Widerlegung des Homo oeconomicus
2.2 Wirtschaftliche Tätigkeit als Teil des sozialen Systems
3. Gestaltung von Wirtschaftsformen
3.1 Typen nicht-marktwirtschaftlicher Wirtschaftsformen
3.2 Markttausch und die Marktgesellschaft
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit Karl Polanyis Werk „The Great Transformation“ auseinander, um die ökonomischen und sozialen Ursprünge moderner Wirtschaftssysteme zu analysieren und die Utopie des Wirtschaftsliberalismus zu hinterfragen.
- Kritik an der Idee der Selbstregulierung von Märkten
- Soziale Auswirkungen der Industriellen Revolution
- Widerlegung des Modells des Homo oeconomicus
- Gegenüberstellung von Markt- und nicht-marktwirtschaftlichen Systemen
- Einbettung wirtschaftlichen Handelns in soziale Kontexte
Auszug aus dem Buch
Polanyi, Karl: The Great Transformation. Politische und ökonomische Ursprünge von Gesellschaften und Wirtschaftssystemen.
Karl Polanyi macht seine Kritik am wirtschaftlichen Liberalismus in „The Great Transformation“ vor allem an den Auswirkungen und konkreten Erscheinungsformen der Marktwirtschaft fest. Er schildert eingangs die Entwicklungen, die einem sich selbst regulierendem System den Weg ebneten und versucht die Analyse von Seiten moderner Volkswirtschaftler mit einzubeziehen, die jedoch seiner Ansicht nach falsche Maßstäbe nämlich markwirtschaftliche- an eine Umstrukturierung wie die Einfriedung zu Zeiten der Tudors in England und später die Industrielle Revolution, in einem zunächst nicht marktwirtschaftlichen System anlegten.
Demnach beruhe das oft sehr positive Verständnis der Marktwirtschaft nicht zuletzt auf einer Fehlinterpretation des englischen Wirtschaftssystems: Der enorme Umschwung, der mit der Industriellen Revolution eine „Katastrophe“ sozialer Art- zu nennen sind nach Polanyi Entwurzelung, Ausbeutung und Materialisierung/ Kapitalisierung – in Gang setzte, stellte einen neuen, institutionellen Mechanismus dar, auf den das westliche Europa in diesem Ausmaß nicht vorbereitet war, da es ein vergleichbares System bis dato noch nicht gab, und dessen Missfolgen einzudämmen, die Geschichte des 19. Jahrhunderts maßgeblich beschäftigte.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Kritik am wirtschaftlichen Liberalismus: Dieses Kapitel erläutert Polanyis Sichtweise auf die historischen Transformationen durch die Industrielle Revolution und den daraus resultierenden systemimmanenten Fehlern der Marktwirtschaft.
2. Theoretische Hauptkritikpunkte: Hier wird die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Adam Smiths Homo oeconomicus thematisiert und die soziale Einbettung menschlichen Handelns in den Vordergrund gestellt.
3. Gestaltung von Wirtschaftsformen: Der Abschnitt klassifiziert verschiedene Wirtschaftsmodelle wie Reziprozität und Redistribution und setzt diese vom marktgesteuerten Modell ab.
Schlüsselwörter
Marktwirtschaft, Wirtschaftsliberalismus, Industrielle Revolution, Homo oeconomicus, soziale Einbettung, Reziprozität, Redistribution, Kommerzialisierung, Selbstregulierung, Gesellschaft, Transformation, Ökonomische Theorie, Sozialgeschichte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert Karl Polanyis Werk zur Transformation von Gesellschaften durch die Einführung und Ausbreitung von Marktsystemen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Kritik am wirtschaftlichen Liberalismus, die soziale Dimension wirtschaftlicher Prozesse und die historische Analyse vorindustrieller Wirtschaftstypen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist die Darstellung von Polanyis These, dass die Idee eines sich selbst regulierenden Marktes eine gefährliche Utopie ist, die die soziale Substanz der Gesellschaft bedroht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine historisch-sozialwissenschaftliche Analyse angewandt, die wirtschaftstheoretische Konzepte auf ihre historische Anwendbarkeit und soziale Auswirkungen hin prüft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil wird der Übergang zur Marktwirtschaft, die Kritik am Homo oeconomicus sowie die Differenzierung zwischen Marktformen und traditionellen Austauschmodellen behandelt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Marktgesellschaft, soziale Einbettung und die Transformation wirtschaftlicher Strukturen geprägt.
Wie bewertet Polanyi die Industrielle Revolution?
Polanyi bewertet die Industrielle Revolution als eine soziale Katastrophe, die durch Entwurzelung und Ausbeutung gekennzeichnet war.
Welche nicht-marktwirtschaftlichen Typen identifiziert Polanyi?
Er unterscheidet die Typen Reziprozität, Redistribution und Haushaltswirtschaft als grundlegende Formen des menschlichen Wirtschaftens vor dem Aufkommen des Markttausches.
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- B.A. Malte Gaier (Author), 2007, Über Karl Polanyi: The Great Transformation - Politische und ökonomische Ursprünge von Gesellschaften und Wirtschaftssystemen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82697