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Expressionistische Technikkritik dargestellt an Heinrich Lerschs industriekritischem "Mensch im Eisen"

Title: Expressionistische Technikkritik dargestellt an Heinrich Lerschs industriekritischem "Mensch im Eisen"

Seminar Paper , 2006 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Johannes Linsenmeier (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Der Expressionismus stellt eine sehr vielfältige Epoche in der neueren deutschen Literatur dar. Ungefähr zwischen 1910 und 1925 herrschte eine Strömung, deren Autoren teils sehr verschiedene Ideologien hatten, es in der Gestaltung der literarischen Texte jedoch genügend Gemeinsamkeiten gab, um sie in einem Begriff zusammenzufassen. Der literarische Expressionismus, dessen Name ursprünglich aus der bildenden Kunst stammt, ist aber auch für seine unterschiedlichen und zahlreichen Themen bekannt, mit denen sich die Schreibenden beschäftigten. In Lyrik, Epik und Drama setzten sie sich auch mit dem Modernisierungsprozess der Gesellschaft auseinander, wobei die Beschäftigung mit der Technik und ihren neuen Errungenschaften eine große Rolle spielte. Ich werde in dieser Hausarbeit die expressionistische Technikkritik anhand eines lyrischen Beispiels darstellen, da diese Gattung überwiegend benutzt wurde, um kurz und präzise die Meinung zum Ausdruck zu bringen.

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Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Technik im Expressionismus

2.1 Hintergründe und Technikbegeisterung

2.2 Expressionistische Technikkritik

3.) Ein Beispiel expressionistischer Industriekritik: Heinrich Lersch – Mensch im Eisen

4.) Schluss

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die expressionistische Technikkritik, wobei der Fokus auf dem lyrischen Werk „Mensch im Eisen“ von Heinrich Lersch liegt. Ziel ist es, anhand dieses Beispiels darzustellen, wie die Epoche des Expressionismus die durch den Modernisierungsprozess bedingte Entmenschlichung des Arbeiters innerhalb der industriellen Arbeitswelt literarisch verarbeitete und anklagte.

  • Historischer Kontext der Technisierung im Deutschen Reich
  • Die zwiespältige Haltung des Expressionismus zur Technik
  • Der Topos der Entmenschlichung des Industriearbeiters
  • Literarische Analyse von Heinrich Lerschs „Mensch im Eisen“
  • Verbindung von ästhetischer Sonettform und sozialkritischem Inhalt

Auszug aus dem Buch

3.) Ein Beispiel expressionistischer Industriekritik: Heinrich Lersch – Mensch im Eisen

Heinrich Lersch, der schon früh in der Kesselschmiede seines Vaters in München-Gladbach arbeitete und die Verdrängung des Handwerks durch die immer mehr aufkommenden kapitalstarken Maschinenfabriken hautnah miterlebte, entstammte dem Arbeiterstand. Er musste schon als Junge, noch bevor er die Volkschule beendet hatte, bei der harten Arbeit in den Kesseln und am Schmiedefeuer helfen, lernte bei seinem Vater und blieb einige Jahre als Geselle. Auch das Leben in Armut kannte er sehr genau. Verständlich ist deshalb, mit welchem Realitätsdrang er dieses Gedicht verfasste und ohne ästhetische Beschönigung die Wirklichkeit abbildete.

Es existieren zwei Versionen des Gedichtes von 1925, wobei ich nicht herausfinden konnte, welche die endgültige beziehungsweise die von Lersch als besser bezeichnete ist. Deshalb entschied ich mich für diese, da sie sich drastischerer Sprache bedient und mir somit geeigneter schien, auf einen Missstand aufmerksam zu machen, oder besser gesagt, seine wahren Gefühle auszudrücken. Daher ist es nicht von der Hand zu weisen, dass dieses die erste Version ist, die noch unter dem Eindruck der harten Arbeit entstand, und später dann unter anderen Bedingungen in gemäßigtere Sprache umgewandelt wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Diese Einleitung führt in die Epoche des Expressionismus ein und erläutert die zentrale Bedeutung der Auseinandersetzung mit Technik und Modernisierung in der Literatur jener Zeit.

2.) Technik im Expressionismus: Dieses Kapitel analysiert die Hintergründe der industriellen Entwicklung in Deutschland sowie die Ambivalenz zwischen anfänglicher Technikbegeisterung und der darauffolgenden, prägenden Technikkritik im Expressionismus.

3.) Ein Beispiel expressionistischer Industriekritik: Heinrich Lersch – Mensch im Eisen: Hier erfolgt eine detaillierte textanalytische Untersuchung des Gedichts „Mensch im Eisen“ im Hinblick auf Form, Inhalt und die Darstellung der industriellen Entmenschlichung.

4.) Schluss: Der Schluss resümiert die Eignung der expressionistischen Ausdrucksmittel zur Darstellung sozialer Missstände und hebt die Authentizität von Lerschs Arbeiterdichtung hervor.

Schlüsselwörter

Expressionismus, Technikkritik, Industriedichtung, Heinrich Lersch, Mensch im Eisen, Industrialisierung, Entmenschlichung, Arbeiterdichtung, Moderne, Lyrik, Sonett, Sozialkritik, Arbeitswelt, Maschinen, Modernisierungsprozess

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie expressionistische Literatur, insbesondere am Beispiel von Heinrich Lerschs „Mensch im Eisen“, die gesellschaftliche Entwicklung zur Industriegesellschaft und die damit verbundene Technikkritik thematisiert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der industrielle Fortschritt, die Mechanisierung der Arbeit, der Wandel des Daseinsgefühls sowie die daraus resultierende soziale Anklage durch die Literatur.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lersch mittels lyrischer Gestaltung die entmenschlichte Lebensrealität eines Industriearbeiters darstellt und kritisiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die sowohl den historischen und biographischen Kontext als auch eine detaillierte Untersuchung der poetischen Form und Semantik des Werkes umfasst.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Technik im Expressionismus und eine detaillierte Interpretation des Gedichts „Mensch im Eisen“ unter Berücksichtigung von Form, Inhalt und Motiven.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Expressionismus, Technikkritik, Industriedichtung, Entmenschlichung, Arbeiterdichtung und soziale Anklage.

Inwiefern spielt die Biografie von Heinrich Lersch eine Rolle?

Lerschs eigene Erfahrungen als Kesselschmied sind wesentlich, da er die Verdrängung des Handwerks durch die Industrie selbst miterlebte, was seine Dichtung authentischer und weniger zu einer bloßen drastischen Übertreibung macht.

Warum wird im Gedicht die Form des Sonetts gewählt?

Die Wahl des Sonetts, einer traditionellen und strengen Form, erzeugt eine bittere Ironie, da der Kontrast zwischen der ästhetischen Regelmäßigkeit der Form und dem chaotischen, entmenschlichten Dasein des Arbeiters hervorgehoben wird.

Was bedeutet das Motiv des "Schreis" am Ende des Gedichts?

Der Schrei fungiert als Fazit und Aufforderung des Sprechers an den Arbeiter, sich seiner Situation bewusst zu werden und diese soziale Ungerechtigkeit artikulierend nach außen zu tragen.

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Details

Title
Expressionistische Technikkritik dargestellt an Heinrich Lerschs industriekritischem "Mensch im Eisen"
College
University of Freiburg
Grade
2,0
Author
Johannes Linsenmeier (Author)
Publication Year
2006
Pages
14
Catalog Number
V82700
ISBN (eBook)
9783638013468
ISBN (Book)
9783638917056
Language
German
Tags
Expressionistische Technikkritik Heinrich Lerschs Mensch Eisen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johannes Linsenmeier (Author), 2006, Expressionistische Technikkritik dargestellt an Heinrich Lerschs industriekritischem "Mensch im Eisen", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82700
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