Auszug aus der Rezension:
Ein Buch über das Lesen. Über das Lesen für sich alleine, für die Seele, das Herz, aber auch über das Vorlesen. Über die Phantasie, die die Romanfiguren beim Lesen von guten Büchern zum Leben erweckt, so sehr, dass sie zu guten Freunden werden können. Über die Weltflucht, die lesen bedeuten kann, aber auch die Notwendigkeit, sich in das Leben einzumischen, und verrückte, abenteuerliche Geschichten nicht nur in Büchern zu suchen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Analyse des Romans Tintenherz
2.1 Die Bedeutung des Lesens und der Zitate
2.2 Die Magie der Stimme und das Verschwinden der Realität
2.3 Charaktere und Handlungsmotive
2.4 Sprachliche Gestaltung und Erzählweise
3. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Buchrezension setzt sich kritisch mit Cornelia Funkes Roman "Tintenherz" auseinander, um die zentrale Rolle des Lesens sowie die Verwischung der Grenzen zwischen Fiktion und Realität zu beleuchten und zu bewerten.
- Die literarische Bedeutung von Zitaten als Vorwort für Kapitel
- Die Thematisierung der Magie des Vorlesens und deren Auswirkungen
- Die Charakterzeichnung und die Motivation der Protagonisten
- Die sprachliche Bildhaftigkeit in Cornelia Funkes Erzählstil
- Die Auseinandersetzung mit dem Motiv der Weltflucht und des Abenteuers
Auszug aus der Buchrezension
Die Magie der Stimme und die lebendig werdenden Geschichten
„Kam, kam. Kam ein Wort, kam, kam durch die Nacht, wollte leuchten, wollte leuchten. Asche. Asche, Asche. Nacht.“ Jedem Kapitel in Cornelia Funkes neuestem Roman Tintenherz ist ein Zitat, wie dieses von Paul Celan, vorangestellt. Man findet Zitate aus unterschiedlichsten Büchern, wie Ray Bradburys Fahrenheit 451, Kenneth Grahames Der Wind in den Weiden, C. S. Lewis’ Der König von Narnia oder auch aus Die Erzählungen aus den tausendundein Nächten. Zitate, die wie Erinnerungsfunken aufblitzen und einen an die Zeit zurückdenken lassen, in der man selbst diese Bücher gelesen hat.
Gleichsam Zitate, die wie Aperitife wirken, die neben der Lust auf das Weiterlesen von Tintenherz auch Appetit darauf machen, die Bücher, aus denen sie entnommen sind, sofort zu lesen. Diese sorgsam ausgesuchten Zeilen aus bekannten und weniger populären Kinderbüchern, die jeweils den Kern des folgenden Kapitels umspielen, fügen sich als Idee hervorragend in den Inhalt des Buches ein – denn das ist Tintenherz vor allem: ein Buch über das Lesen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der Rezension zu Cornelia Funkes Roman Tintenherz im Kontext des Proseminars an der Universität Paderborn.
2. Analyse des Romans Tintenherz: Detaillierte Betrachtung der erzählerischen Mittel, der zentralen Motive wie die Magie des Vorlesens und der Charakterentwicklung der Romanfiguren.
3. Fazit: Abschließende Bewertung des Romans, in der die bildhafte Sprache und die zauberhafte Wirkung des Buches trotz einzelner Längen hervorgehoben werden.
Schlüsselwörter
Cornelia Funke, Tintenherz, Buchrezension, Lesen, Vorlesen, Magie, Fiktion, Realität, Kinderliteratur, Literaturanalyse, Erzählweise, Romanfiguren, Abenteuer, Weltflucht, Literaturzitate.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit ist eine Rezension des Romans "Tintenherz" von Cornelia Funke, die dessen literarische Qualität und thematische Tiefe untersucht.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Mittelpunkt stehen das Lesen selbst, die Macht der Stimme, die Grenze zwischen Realität und Fiktion sowie die Bedeutung von Literaturzitaten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Lesern die Bedeutung des Buches als eine Hommage an die Literatur und die Kraft der menschlichen Phantasie näherzubringen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse und Rezension, die auf Textbelegen und inhaltlicher Interpretation basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die erzählerischen Techniken, die Symbolik der Zitate und die Entwicklung der Charaktere Meggie, Mo und ihrer Gegenspieler.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Magie, Vorlesen, Fiktion, Realität, Charakterentwicklung und Literaturbesessenheit.
Welche Rolle spielen die Zitate zu Beginn der Kapitel?
Sie dienen als "Erinnerungsfunken" und Aperitife, die den Leser auf das jeweilige Kapitel einstimmen und die Liebe zu anderen Büchern wecken sollen.
Wie bewertet der Autor den Schreibstil von Cornelia Funke?
Der Autor lobt die bildhafte Sprache, durch die der Leser das Gefühl bekommt, das Geschehen direkt mitzuerleben, räumt aber ein, dass es streckenweise langatmige Passagen gibt.
Was geschieht, wenn Mo aus einem Buch vorliest?
Die Realität verschwindet und Romanfiguren werden durch die Magie seiner Stimme in die tatsächliche Welt geholt.
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- M.A. Melitta Töller (Author), Nina Roloff (Author), 2004, Buchrezension zu Cornelia Funkes "Tintenherz", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82815