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Make-or-Buy-Entscheidung

Eigenfertigung oder Fremdbezug

Title: Make-or-Buy-Entscheidung

Seminar Paper , 2005 , 14 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Julia Damsen (Author)

Business economics - Controlling
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Aus der Einleitung:
In rezessiven Marktsituationen stellt sich für viele Unternehmen die Frage, wie eine dauerhafte Verbesserung der Unternehmenssituation erreicht werden kann. Verschiedene Ansätze werden hier verfolgt, deren Wirkung und Nachhaltigkeit unterschiedlich bewertet werden können. Eine dieser Ansatzpunkte ist die Make – or – Buy – Entscheidung.

Make – or – Buy bzw. Eigenfertigung oder Fremdbezug ist die Überlegung, ob einzelne Komponenten der Produktspektren im eigenen Unternehmen herge-stellt werden (Eigenerstellung) oder ob es günstiger ist, diese Komponenten von Lieferanten zu kaufen (Fremdbezug).
Während zur Beginn die Bereitstellung von Gütern im Mittelpunkt der Überlegungen stand, verstärkt sich in den letzten Jahren das Interesse nach Bereitstellung der Dienstleistungen. Unter dem Gesichtspunkt allgemeiner Unternehmensziele und der Wettbewerbsfähigkeit sind bei der Frage nach optimaler Allo-kation der Ressourcen deswegen nicht nur unternehmensinterne, sondern auch –externe Ressourcen einzuschließen. Hiermit stellt die strategische Entscheidung, wer sich auf welche ökonomischen Aufgaben spezialisiert und wie die Ressourcen zu koppeln sind, den Schlüssel des wirtschaftlichen Überlebens dar.

Diese Überlegungen zur Wettbewerbsfähigkeit führen also direkt zu der Problematik der Make – or – Buy – Entscheidung, wobei es keine Rolle spielt, ob es sich um Herstellung von materiellen Gütern oder um Dienstleistungsgüter handelt. Damit einhergehend ist selbstverständlich die Frage nach Kriterien der Make – Strategie auf der einen und Buy – Strategie auf der anderen Seite.
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es die Frage zu erörtern, was für die Eigenerstellung oder Fremdbezug spricht, wobei in einem ersten Schritt die Begriffe erläutert und die strategischen Zusammenhänge aufgezeigt werden. Anschließend werden die traditionellen kostenrechnerische und managementorientierte Ansätze als Wege der Entscheidungsfindung dargestellt und deren Schwächen herausgestellt. Die Make – or – Buy – Problematik wird aus der Controllerperspektive aufgezeigt, die Chancen und Risiken werden verdeutlicht und vor allem wird der operative Charakter der MoB – Frage hinterfragt und der strategischen Seite der Entscheidung größere Aufmerksamkeit gewidmet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen der Make - or – Buy – Entscheidung

2.1 Make – Entscheidung

2.2 Buy – Entscheidung

2.3 Outsourcing als Teil einer Make – or – Buy – Entscheidung

3. Instrumente bei der Entscheidungsfindung

3.1 Kostenansatz

3.2 Qualitative Eigen – Fremd Betrachtungen

3.3 Der Transaktionskostenansatz

3.4. Das strategische Controlling von Make – or – Buy

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Make-or-Buy-Entscheidung als strategisches Instrument für Unternehmen, um in rezessiven Märkten durch optimale Ressourcenallokation langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und die Unternehmenssituation zu verbessern.

  • Grundlagen der Eigenfertigung und des Fremdbezugs
  • Die Rolle von Outsourcing innerhalb der Make-or-Buy-Entscheidung
  • Traditionelle kostenrechnerische Analysemethoden
  • Qualitative Bewertungsmodelle und Nutzwertanalysen
  • Strategische Bedeutung des Controllings in diesem Entscheidungsprozess

Auszug aus dem Buch

3.3 Transaktionskostenansatz

Eine Umstellung von Eigenfertigung auf Fremdbezug ist mit erhöhten Transaktionskosten verbunden. Es handelt sich dabei um Kommunikations- und Informationskosten, die bei der Suche nach neuen Lieferanten, Kosten der Vertragsaushandlung sowie Gewährleistungskosten für die Einhaltung von Qualität und Geheimhaltung entstehen. Eine Gliederung von Transaktionskosten könnte die folgenden Bereiche umfassen:10

Kosten für die Suche und Auswahl geeigneter Informationen

Verluste, die aufgrund menschlicher Unzulänglichkeiten bei der Weitergabe von Informationen entstehen können.

Abstimmungskosten bei der Einbeziehung mehrerer Entscheidungsträger in den Entscheidungsprozess.

Vergleichs- und Aushandlungskosten bei der Erstellung von Alternativen.

Kontrollkosten für die Überprüfung der Einhaltung der vereinbarten Bedingungen.

Kosten der Vertragsanpassung11

Die Transaktionskosten machen oft einen großen Teil der gesamten Kosten aus, das trifft vor allem auf den Fremdbezug zu. Die Höhe der Transaktionskosten steigt mit dem zunehmenden Schwierigkeitsgrad der Bewertung an. Für die MoB – Entscheidung hängt die Höhe der Transaktionskosten vorwiegend von folgenden Faktoren ab:

Die unternehmensunspezifischen Leistungen erfordern einen höheren Aufwand an Kontroll- und Anbahnungskosten.

Die Umgebungsunsicherheit einer Vereinbarungslaufzeit erhöht die Transaktionskosten

Die langfristigen Verträge verursachen aufgrund ihrer umfangreichen Anbahnung wesentlich höhere Transaktionskosten als die kurzfristigen Verträge12.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Erläutert die Relevanz der Make-or-Buy-Entscheidung für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in rezessiven Marktsituationen und definiert das Ziel der Arbeit.

2. Grundlagen der Make - or – Buy – Entscheidung: Differenziert zwischen den Konzepten der Eigenfertigung und des Fremdbezugs sowie deren jeweilige Vor- und Nachteile.

2.1 Make – Entscheidung: Analysiert Argumente für die Eigenerstellung, wie den Schutz von Know-how und die Vermeidung von Lieferabhängigkeiten.

2.2 Buy – Entscheidung: Behandelt die wirtschaftlichen Beweggründe für den Fremdbezug sowie die damit verbundenen Risiken und strategischen Allianzen.

2.3 Outsourcing als Teil einer Make – or – Buy – Entscheidung: Erörtert Outsourcing als spezielle Form des Fremdbezugs und die zeitlichen sowie sachlichen Abgrenzungen zur Make-or-Buy-Problematik.

3. Instrumente bei der Entscheidungsfindung: Stellt verschiedene Methoden zur Bewertung von Make-or-Buy-Alternativen vor.

3.1 Kostenansatz: Diskutiert die Grenzen rein kostenrechnerischer Gegenüberstellungen bei der Entscheidungsfindung.

3.2 Qualitative Eigen – Fremd Betrachtungen: Stellt Instrumente wie Argumenten-Bilanzen, Stärken-Schwächen-Portfolios und Nutzwertanalysen zur Überwindung planerischer Unsicherheiten vor.

3.3 Der Transaktionskostenansatz: Untersucht die Kosten, die durch die Koordination und Abwicklung bei einer Umstellung auf Fremdbezug entstehen.

3.4. Das strategische Controlling von Make – or – Buy: Beschreibt die Rolle des Controllings als kreativer Prozess, um die langfristige Existenzsicherung und Visionen eines Unternehmens zu unterstützen.

4. Schlussbetrachtung: Fasst zusammen, dass Make-or-Buy-Entscheidungen zunehmend komplexer werden und eine verstärkte Einbindung strategischer Controllinginstrumente erfordern.

Schlüsselwörter

Make-or-Buy, Eigenfertigung, Fremdbezug, Outsourcing, Transaktionskosten, Strategisches Controlling, Kostenvergleich, Nutzwertanalyse, Wettbewerbsfähigkeit, Know-how, Ressourcenallokation, Strategische Allianzen, Unternehmensziele, Qualitätssicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Make-or-Buy-Entscheidung, also der Frage, ob ein Unternehmen Produkte oder Dienstleistungen selbst erstellen oder von externen Lieferanten beziehen sollte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Vor- und Nachteile der Eigenfertigung und des Fremdbezugs, Outsourcing, den Transaktionskostenansatz sowie die Rolle des strategischen Controllings.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die strategischen Zusammenhänge bei Make-or-Buy-Entscheidungen aufzuzeigen und Ansätze zur Entscheidungsfindung darzustellen, die über reine Kostenrechnung hinausgehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Gegenüberstellung verschiedener betriebswirtschaftlicher Entscheidungsmodelle, ergänzt um eine strategische Perspektive des Controllings.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl klassische kostenorientierte Instrumente als auch qualitative Bewertungsverfahren (wie Nutzwertanalysen und Portfolios) sowie der Transaktionskostenansatz detailliert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Make-or-Buy, Transaktionskosten, strategisches Controlling und Outsourcing charakterisieren.

Warum reicht der reine Kostenansatz bei der Entscheidung oft nicht aus?

Der Autor argumentiert, dass der Kostenvergleich oft unvollständig ist, da er qualitative Faktoren vernachlässigt und die Prognose zukünftiger Entwicklungen bei strategischen Entscheidungen sehr schwierig ist.

Welche Rolle spielt das strategische Controlling bei Make-or-Buy?

Das strategische Controlling unterstützt den Entscheidungsprozess, indem es Grunddaten liefert, langfristige Erfolgspotenziale identifiziert und die Entscheidung in Einklang mit der langfristigen Unternehmensvision bringt.

Wie unterscheidet sich Outsourcing von der allgemeinen Buy-Entscheidung?

Outsourcing ist eine spezielle Form des Fremdbezugs, die sich meist auf Dienstleistungen konzentriert und bei der die Dauer und der Gegenstand der Leistung vertraglich exakt fixiert werden.

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Details

Title
Make-or-Buy-Entscheidung
Subtitle
Eigenfertigung oder Fremdbezug
College
Pforzheim University
Course
Controlling Seminar
Grade
2,3
Author
Julia Damsen (Author)
Publication Year
2005
Pages
14
Catalog Number
V82845
ISBN (eBook)
9783638894050
Language
German
Tags
Make-or-Buy-Entscheidung Controlling Seminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Damsen (Author), 2005, Make-or-Buy-Entscheidung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82845
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