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Der Ich-Erzähler am Beispiel Thomas Bernhards Erzählung "An der Baumgrenze"

Title: Der Ich-Erzähler am Beispiel Thomas Bernhards Erzählung "An der Baumgrenze"

Term Paper , 2007 , 24 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Daniela Schmitt (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Diese Hausarbeit beleuchtet Thomas Bernhards 1969 erschienene Erzählung "An der Baumgrenze" im Hinblick auf den Ich-Erzähler.
Zu Anfang sollen Grundbegriffe der Erzähltheorie und dem Typus des Erzählers, unter anderem nach den Werken von Stanzel und Genette gegeben werden. Hierbei soll besonderes Augenmerk auf dem Erzähler liegen. Im Anschluss daran wird der Ich-Erzähler als Protagonist der Erzählung näher beleuchtet. Daraufhin soll ein Interpretationsansatz zur Erzählung in Hinblick auf die Hauptcharaktere
und der Erzählsituation geliefert werden. Im Anschluss werden die Geschehnisse aus Sicht des Ich-Erzählers in Bernhards Erzählung chronologisch in Form eines Zeitstrahls angeordnet und im Folgenden analysiert. Die Ergebnisse werden in einer
Schlussbetrachtung gesichert

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zur Theorie des Erzählens

3 Typus der Ich-Erzählung

3.1 Der Erzähler bei Stanzel

3.2 Die Stimme bei Genette

3.3 Die Ich-Erzählung nach Forstreuter

4 Der Ich-Erzähler als Protagonist der Erzählung

5 Der Ich-Erzähler in Thomas Bernhards Erzählung

5.1 Charakterisierung der Protagonisten

5.1.1 Der Erzähler

5.1.2 Der Fremde

5.1.3 Die Fremde

5.2 Die Reihenfolge der Geschehnisse aus der Sicht des Ich-Erzählers

5.3 Analyse der Geschehnisse

6 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Erzählstruktur und die Rolle des Ich-Erzählers in Thomas Bernhards Erzählung "An der Baumgrenze". Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie durch die gewählte Ich-Perspektive eine spezifische Wirklichkeitsillusion erzeugt wird und welche Auswirkungen dies auf die Charakterzeichnung sowie die Vermittlung der Geschehnisse hat.

  • Narrative Erzähltheorie (Stanzel, Genette, Forstreuter)
  • Charakterisierung des Ich-Erzählers als passiver Beobachter
  • Analyse der Geschwisterbeziehung und deren Auswirkungen
  • Chronologische Aufarbeitung der Erzählereignisse
  • Die Funktion der subjektiven Erinnerung gegenüber objektiven Fakten

Auszug aus dem Buch

5.1.1 Der Erzähler

Der Erzähler ist ein Polizist, der nach Mühlbach versetzt wird. Er hat seine Stelle in Mühlbach angetreten, um dort mit seiner Verlobten sesshaft zu werden. Diese soll in naher Zukunft nachreisen, da sie zurzeit noch bei ihren Eltern verweilt. Der Erzähler weiß nicht recht, was er von seiner Versetzung halten soll. Zum einen findet er Mühlbach schön, zum anderen sehnt er sich jedoch wieder ins Tal zurück, dies verschweigt er allerdings in seinem Schreiben an seine Braut, um sie nicht noch mehr zu verunsichern. Also „[…] schrieb ich und dachte: eine Todesstrafe und was zu tun sein, um eines Tages wieder aus Mühlbach hinaus – und in das Tal und also zu den Menschen, in die Zivilisation hinunterzukommen.“

Trotz aller Zweifel versucht er das Beste aus der Situation zu machen, indem er eine Bleibe für sich und seine Braut suchen möchte, bevor sie die Reise nach Mühlbach antritt. Um seine Braut zu schonen, versucht er ihr nur erfreuliche Dinge aus Mühlbach zu übermitteln, um ihr die Angst vor dem Bevorstehenden zu nehmen. Das Auftauchen der beiden Fremden erfreut ihn, da er endlich wieder einmal neue Gesichter sieht und sich durch das Verhalten der beiden an seine eigene Beziehung erinnert fühlt. „Mich erinnerte, während sie aßen, vieles in ihrem Verhalten an unser eigenes. So wie der junge Mann dort habe auch ich immer zu reden, während sie schweigt.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein und erläutert die methodische Herangehensweise unter Einbeziehung erzähltheoretischer Ansätze.

2 Zur Theorie des Erzählens: Hier werden die Grundlagen nach Genette dargelegt, insbesondere die Unterscheidung zwischen narrativer Aussage, Ereignisabfolge und dem Akt der Narration selbst.

3 Typus der Ich-Erzählung: Das Kapitel vergleicht verschiedene erzähltheoretische Modelle, wobei die Ansätze von Stanzel, Genette und Forstreuter zur Einordnung der Ich-Erzählung herangezogen werden.

4 Der Ich-Erzähler als Protagonist der Erzählung: Es wird die spezifische Position des Ich-Erzählers beleuchtet, der als Teil der fiktionalen Welt zugleich als Augenzeugen-Instanz fungiert.

5 Der Ich-Erzähler in Thomas Bernhards Erzählung: Dieser Hauptteil analysiert die spezifischen Charakteristika des Protagonisten und führt eine chronologische Untersuchung der Geschehnisse durch.

6 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, wie Bernhard durch die Figur des Ich-Erzählers die Distanz zwischen Erinnerung und Realität gestaltet und die erzählerische Fiktion stützt.

Schlüsselwörter

Thomas Bernhard, An der Baumgrenze, Ich-Erzähler, Erzähltheorie, Stanzel, Genette, Forstreuter, Narrativ, fiktionale Welt, Identität, Beobachter, Subjektivität, Prosa, Mühlbach, Literaturanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Thomas Bernhards Erzählung "An der Baumgrenze" im Hinblick auf die Funktion und Wirkung des Ich-Erzählers innerhalb der erzählten Geschichte.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Neben der Erzähltheorie stehen die Beobachterrolle des Erzählers, die Charakterisierung der beteiligten Figuren sowie die subjektive Zeitgestaltung im Vordergrund.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu ergründen, wie der Ich-Erzähler als Medium die Handlung strukturiert und welchen Einfluss seine persönliche Situation auf die Vermittlung der Geschehnisse hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die primär auf den Erzähltheorien von Stanzel, Genette und Forstreuter basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Protagonisten charakterisiert und die Ereignisse chronologisch in einem Zeitstrahl analysiert, um die subjektive Perspektive des Erzählers zu verdeutlichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind neben den Autorennamen Erzähltheorie, Subjektivität, Beobachtung und Fiktionalität.

Welche Bedeutung kommt der Passivität des Erzählers zu?

Die Passivität erlaubt es dem Erzähler, als neutraler Beobachter zu fungieren, der sich jedoch in seinen Gedanken intensiv mit der Beobachtung der beiden Fremden beschäftigt.

Wie trägt die Ich-Form zur Glaubwürdigkeit der Erzählung bei?

Die Ich-Form erweckt den Schein einer Autobiografie, was die formale Glaubwürdigkeit und die Illusion der Wirklichkeit in Bernhards Erzählung stärkt.

Was zeigt die Analyse über die Beziehung zwischen Erzähler und Fremden?

Der Erzähler erkennt durch die Beobachtung der Fremden Parallelen zu seinem eigenen Leben und seiner Verlobungsbeziehung, was seine eigene Unsicherheit in Mühlbach reflektiert.

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Details

Title
Der Ich-Erzähler am Beispiel Thomas Bernhards Erzählung "An der Baumgrenze"
College
University of Heidelberg
Grade
2,3
Author
Daniela Schmitt (Author)
Publication Year
2007
Pages
24
Catalog Number
V82867
ISBN (eBook)
9783638037433
ISBN (Book)
9783638947343
Language
German
Tags
Ich-Erzähler Beispiel Thomas Bernhards Erzählung Baumgrenze
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Schmitt (Author), 2007, Der Ich-Erzähler am Beispiel Thomas Bernhards Erzählung "An der Baumgrenze", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82867
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