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Wie gut sind Vorhersageleistungen von Zuschauern zur WM 2006?

Title: Wie gut sind Vorhersageleistungen von Zuschauern zur WM 2006?

Examination Thesis , 2006 , 62 Pages , Grade: 1,00

Autor:in: Arne Warnke (Author)

Sport - Sport Psychology
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Summary Excerpt Details

Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland war ein einzigartiges Großereignis, welches mit großem Interesse auf der ganzen Welt verfolgt wurde. Die Sportart Fußball ist eine faszinierende, spannende Sportart, an deren Popularität und Bedeutung keine andere Sportart heranreicht.
Ein wichtiger Teil des Fußballs ist die Spannung, die durch diese Sportart erzeugt wird. Diese Spannung war, in der Zeit als Fußball an Popularität gewann, neuartig und stellte ein wichtiges Merkmal moderner Gesellschaften dar. Bis heute lebt der Fußball im Wesentlichen von der Spannung, über die Sepp Herberger sagte: „Die Leute gehen in die Stadien, weil sie nicht wissen, wie es ausgeht.“ (Brüggemeier, 2006, S.13)
Aus diesem Grund erfährt der Sportwettenmarkt seit längerer Zeit einen enormen Boom. Die Sportwettenanbieter nutzen diese Spannung, indem sie nicht nur im Fußball, sondern auch in vielen anderen Sportarten Wetten über den Ausgang eines sportlichen Wettkampfes anbieten. Viele Menschen hoffen auf ihr Glück, indem sie versuchen, bei solchen Wetten einen Sieger vorherzusagen.
Nach welchen Kriterien Wettanbieter und ihre Kunden einen Favoriten beziehungsweise ihre Wettquoten bestimmen, ist dabei die entscheidende Frage. Dieser Frage gehen mittlerweile eine ganze Reihe Forschungsuntersuchungen zu Vorhersagen und Modellvorhersagen nach. Einerseits werden Vorhersagemodelle entwickelt, um mit unterschiedlichen Informationen möglichst exakte Vorhersagen zu machen, andererseits wird das Vorhersageverhalten von Menschen untersucht. Trotzdem gibt es bislang noch „kein optimales Vorhersagemodell und es wird wahrscheinlich auch nie eines geben.“ (Gröschner & Raab, 2006, S. 23)
Im Vorfeld der Weltmeisterschaft haben sich Fußballinteressierte voraussichtlich mit den Stärken und Schwächen der teilnehmenden Mannschaften auseinandergesetzt und dadurch über viele Informationen verfügt, die sie nutzten, um für sich einen Favoriten auszumachen.
Beeinflussen diese Informationen eine Vorhersage? Werden auch Laien des Fußballs sich durch das große mediale Aufkommen ein Wissen über die einzelnen Mannschaften aneignen? Sagten Experten und Laien möglicherweise direkt vor der Weltmeisterschaft andere Ergebnisse vorher als in gewisser zeitlicher Entfernung zum Turnier? Und trafen Experten durch die Vielfalt ihres Wissens bessere Vorhersagen als Laien?
Zur Beantwortung dieser Fragen wurden in dieser Arbeit zwei Erhebungen gegenübergestellt und analysiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vorhersagen im Sport

2.1 Stand der Forschung von Vorhersagen im Sport

2.1.1 Faktoren der Beeinflussung von Vorhersagen mit Modellen

2.1.2 Faktoren der Beeinflussung von menschlichen Vorhersagen

2.2 Vorhersagemodelle

2.2.1 Recognition-Heuristik

2.2.2 Take The Best-Heuristik

2.2.3 Minimalist-Heuristik

2.2.4 Take The Last-Heuristik

3 Empirische Untersuchung zur FIFA Fußball WM 2006

3.1 Fragestellungen und Hypothesen

3.2 Untersuchungsgruppe

3.3 Untersuchungsdurchführung

3.4 Ergebnisdarstellungen

3.5 Diskussion und Interpretation der Ergebnisse

4 Fazit

5 Literatur

6 Anhang

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit die zeitliche Distanz zu einem Sportereignis sowie das Expertenwissen der Teilnehmer die Qualität von Ergebnisvorhersagen bei der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006 beeinflussen. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob eine Zunahme an medial vermittelten Informationen kurz vor Turnierbeginn zu genaueren oder schlechteren Prognosen führt.

  • Analyse des Vorhersageverhaltens von Experten und Laien im Sport
  • Überprüfung des Einflusses von zeitlicher Distanz auf Prognosequalität
  • Vergleich von Vorhersagemodellen und menschlichen Heuristiken
  • Evaluation der Rolle von medialen Informationen bei der Urteilsbildung
  • Untersuchung von geschlechtsspezifischen Unterschieden im Tippverhalten

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Recognition-Heuristik

Bei der Recognition-Heuristik wird davon ausgegangen, dass bei einer Entscheidung zwischen zwei Objekten eines der Objekte bekannt und das andere unbekannt ist. Die Recognitions-Heuristik entscheidet sich bei ihrer Wahl für das bekannte Objekt, welches ihrer Ansicht nach besser als das unbekannte ist. Wenn eine Versuchsperson sich beispielsweise für einen Sieger in einem Fußballspiel entscheiden soll, in dem sie eine der beiden Mannschaften nicht kennt, so wird die Person sich mit großer Wahrscheinlichkeit für die ihr bekannte Mannschaft entscheiden.

Da die Recognition-Heuristik mit sehr wenigen Kriterien (bekannt – unbekannt) auskommt, ist sie sehr schnell in ihrer Entscheidungsfindung, denn sie schließt alle weiteren Informationen über die Objekte aus, da sie danach nicht weiter sucht. Demnach ist die Heuristik aber in ihrer Anwendbarkeit sehr eingeschränkt, denn sobald beide Objekte bekannt oder beide Objekte unbekannt sind, findet sie keine Verwendung mehr.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Fußball-Weltmeisterschaft und Sportwetten ein und stellt die Forschungsfrage nach der Qualität von Vorhersagen von Experten und Laien.

2 Vorhersagen im Sport: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den Stand der Forschung zu Vorhersagemodellen und menschlichen Entscheidungsheuristiken wie der Recognition- oder Take The Best-Heuristik.

3 Empirische Untersuchung zur FIFA Fußball WM 2006: Hier wird das experimentelle Vorgehen dargelegt, bei dem Probanden zu zwei verschiedenen Zeitpunkten vor der WM Tipps abgaben, um den Einfluss von Informationszuwachs und Expertise zu analysieren.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Probanden kurz vor der WM bessere Vorhersagen trafen, womit die Hypothese, dass mehr Wissen zu schlechteren Ergebnissen führt, nicht bestätigt werden konnte.

5 Literatur: Dieses Kapitel listet die verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen auf.

6 Anhang: Der Anhang enthält die Fragebögen, Spielpläne und die zugrundeliegenden Datentabellen der empirischen Erhebung.

Schlüsselwörter

Fußball-Weltmeisterschaft 2006, Sportwetten, Vorhersageleistungen, Experten, Laien, Heuristiken, Recognition-Heuristik, Take The Best-Heuristik, Prognosequalität, zeitliche Distanz, explizites Wissen, Entscheidungsprozesse, Fußballwissen, empirische Untersuchung, Wahrscheinlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die Qualität von Vorhersagen von Zuschauern zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006 und analysiert, wie diese durch verschiedene Faktoren wie Expertenstatus und zeitliche Nähe zum Ereignis beeinflusst werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die menschliche Entscheidungsfindung bei Sportvorhersagen, die Anwendung von Heuristiken und der Einfluss von verfügbaren Informationen auf die Prognosegenauigkeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist herauszufinden, ob Experten bessere Vorhersagen treffen als Laien und ob ein geringerer zeitlicher Abstand zum Sportereignis zu genaueren Vorhersagen führt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine empirische Untersuchung mittels zweier schriftlicher Befragungen durchgeführt, bei denen die Teilnehmer zu zwei Zeitpunkten die Ergebnisse der Vorrundenspiele der WM 2006 vorhersagten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst den Stand der Forschung zu Vorhersagemodellen sowie die detaillierte Darstellung, Analyse und Diskussion der empirischen Daten der durchgeführten Befragung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind WM 2006, Vorhersageleistungen, Experten, Laien, Heuristiken, Prognosequalität und Fußballwissen.

Wie unterschieden sich Experten und Laien in ihren Ergebnissen?

Überraschenderweise schnitten die Experten sowohl bei der ersten als auch bei der zweiten Befragung im Durchschnitt besser ab als die Laien, was der Erwartung widerspricht, dass Laien durch weniger Wissen weniger befangen sind.

Hat der Zeitpunkt der Vorhersage einen messbaren Effekt?

Ja, die Untersuchung zeigt, dass die Vorhersagen eine Woche vor Turnierbeginn signifikant besser waren als die Vorhersagen zwei Monate vor dem Turnier, was auf den Wissenszuwachs in dieser Zeit hindeutet.

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Details

Title
Wie gut sind Vorhersageleistungen von Zuschauern zur WM 2006?
College
University of Flensburg  (Institut für Bewegungswisschenschaften und Sport)
Grade
1,00
Author
Arne Warnke (Author)
Publication Year
2006
Pages
62
Catalog Number
V82871
ISBN (eBook)
9783638860574
ISBN (Book)
9783638865074
Language
German
Tags
Vorhersageleistungen Zuschauern Wetten Sportwetten Fußball Vorhersagen WM 2006
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Arne Warnke (Author), 2006, Wie gut sind Vorhersageleistungen von Zuschauern zur WM 2006?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82871
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