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Text-Analyse des Modus-Briefes von Nicolas Poussin

Title: Text-Analyse des Modus-Briefes von Nicolas Poussin

Elaboration , 2005 , 2 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Melitta Töller (Author)

Art - Painting
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(Auszug:)

Poussin bezieht die Anregungen für seine Modus-Argumentation aus der griechischen Antike, auf die Entwicklung des Modus-Begriffes in der antiken Dichtkunst und Rhetorik.
Dort gab es bereits eine Unterteilung in fünf verschiedene Modi: Für ernste und strenge Themen verwendete man den dorischen Modus, für angenehme und lustige den phrygischen, für Klagethemen den lydischen, für Freude und göttliche Sujets den hypolydischen und für lustige Themen den ionischen Modus.
Je nach Typus, Thema und Inhalt des Werkes kann sich ein Künstler in einem der Modi ausdrücken, ohne dabei seinen individuellen Stil, seine Künstlerhandschrift, zu verlieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Text-Analyse des Modus-Briefes von Poussin

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert den sogenannten Modus-Brief von Nicolas Poussin aus dem Jahr 1647 und untersucht dessen kunsttheoretische Fundierung in der antiken Rhetorik sowie dessen Anwendung in der Malerei.

  • Die historische Entstehung des Modus-Briefes an Paul Fréart de Chantelou.
  • Definition und Funktion des Begriffs „Modus“ im Werk von Poussin.
  • Die Herleitung der Modus-Argumentation aus der griechischen Antike.
  • Das Verhältnis zwischen Bildsujet, Harmonie und künstlerischer Grundstimmung.
  • Die kunsttheoretische Bedeutung und Nachwirkung der Poussinschen Modus-Theorie.

Auszug aus dem Buch

Text-Analyse des Modus-Briefes von Poussin

Der „Modus-Brief“, den Nicolas Poussin am 24.November 1647 an seinen Auftraggeber Paul Fréart de Chantelou sandte, entstand im Zusammenhang von Poussins Anfertigung des Gemäldes „Ordination“. Chantelou war mit der ihm gelieferten „Ordination“ sehr unzufrieden, weil er fand, dass das kurz zuvor von Poussin angefertigte Bild „Auffindung Mosis im Nil“, das Poussin für einen anderen Auftraggeber gemalt hatte, viel schöner und liebenswerter sei als das Bild, das er selbst erhalten hat.

Poussin verteidigt sich nun in seinem Brief damit, dass „die Art des Gegenstandes die Wirkung bedingt“. Beide Bilder seien von ihm mit derselben Liebe und Hingabe, aber in einem völlig anderen, dem Sujet angemessenen „Modus“ gemalt. Modus bezeichnet dabei für Poussin eine Art Grundstimmung, die beim Ansehen des Bildes im Betrachter erzeugt wird, und auf die alle Elemente in einem Bild harmonisch einwirken müssen.

Poussin bezieht die Anregungen für seine Modus-Argumentation aus der griechischen Antike, auf die Entwicklung des Modus-Begriffes in der antiken Dichtkunst und Rhetorik. Dort gab es bereits eine Unterteilung in fünf verschiedene Modi: für ernste und strenge Themen verwendete man den dorischen Modus, für angenehme und lustige den phrygischen, für Klagethemen den lydischen, für Freude und göttliche Sujets den hypolydischen und für lustige Themen den ionischen Modus. Je nach Typus, Thema und Inhalt des Werkes kann sich ein Künstler in einem der Modi ausdrücken, ohne dabei seinen individuellen Stil, seine Künstlerhandschrift, zu verlieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Text-Analyse des Modus-Briefes von Poussin: Dieser Abschnitt untersucht den historischen Kontext des Briefes sowie die theoretische Herleitung der Modus-Lehre aus antiken Vorbildern und deren Anwendung in der Kunsttheorie.

Schlüsselwörter

Nicolas Poussin, Modus-Brief, Paul Fréart de Chantelou, Ordination, Kunsttheorie, antike Rhetorik, Bildgattungen, Harmonie, Grundstimmung, dorischer Modus, phrygischer Modus, lydischer Modus, hypolydischer Modus, ionischer Modus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Analyse grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den „Modus-Brief“ von Nicolas Poussin aus dem Jahr 1647 und erläutert, wie der Künstler seine ästhetischen Entscheidungen gegenüber einem unzufriedenen Auftraggeber rechtfertigte.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder sind die kunsttheoretische Bedeutung des Begriffs „Modus“, der Einfluss der antiken Rhetorik auf die Malerei und das Verhältnis von Sujet und Bildwirkung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die theoretische Durchdringung der von Poussin entwickelten Modus-Argumentation, um seine künstlerische Vorgehensweise und seine Definition von Harmonie in der Historienmalerei zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine kunsthistorische Textanalyse unter Heranziehung von Primärquellen wie dem Briefwechsel Poussins sowie Sekundärliteratur zur Kunstgeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Entstehung des Briefes, die systematische Ableitung der fünf antiken Modi auf die Bildkunst und die Bedeutung dieser Theorie für Poussins Gesamtwerk.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen den Modus-Begriff, Nicolas Poussin, antike Rhetorik, Harmonie in der Kunst und die künstlerische Grundstimmung.

Wie definiert Poussin den Begriff „Modus“?

Für Poussin bezeichnet der Modus eine spezifische Grundstimmung, die im Betrachter durch das Bild erzeugt wird und auf die alle Bildelemente harmonisch abgestimmt werden müssen.

Warum war der Auftraggeber mit dem Gemälde „Ordination“ unzufrieden?

Chantelou empfand das Bild „Auffindung Mosis im Nil“ als schöner und liebenswerter als sein eigenes Auftragsbild, was Poussin dazu veranlasste, die Notwendigkeit unterschiedlicher Modi für verschiedene Bildthemen zu erklären.

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Details

Title
Text-Analyse des Modus-Briefes von Nicolas Poussin
College
LMU Munich  (Institut für Kunstgeschichte)
Course
Propädeutikum Bildkünste
Grade
1,5
Author
Melitta Töller (Author)
Publication Year
2005
Pages
2
Catalog Number
V82978
ISBN (eBook)
9783638887212
ISBN (Book)
9783668105669
Language
German
Tags
Text-Analyse Modus-Briefes Nicolas Poussin Propädeutikum Bildkünste
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melitta Töller (Author), 2005, Text-Analyse des Modus-Briefes von Nicolas Poussin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/82978
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