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Beschäftigung - Neue Arbeitsformen

Der Wandel vom Normalarbeitsverhältnis zum atypischen Beschäftigungsverhältnis

Title: Beschäftigung - Neue Arbeitsformen

Seminar Paper , 2007 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Susanne Mühlbacher (Author)

Politics - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Seit Mitte der 80er Jahre sind neben dem regulären Normalarbeitsverhältnis auch
verschiedene atypische Beschäftigungsverhältnisse immer wichtiger geworden. Im ersten
Kapitel der vorliegenden Arbeit werden Normalarbeitsverhältnis und atypische
Beschäftigungsverhältnisse definiert. In den nachfolgenden Kapiteln wird ein Überblick
über diese verschiedenen Arbeitsverhältnisse gegeben und es wird dabei auf die Gründe,
die diesen Wandel begünstigt, eingegangen. Nach der Darstellung atypischer
Beschäftigungsformen folgt eine kritische Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen
Auswirkungen des Beschäftigungswandels und die Beschreibung mögliche Synthese der
Interessen an Flexibilität einerseits und sozialer Sicherheit andererseits mittels des
Konzepts der „flexicurity“.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

2.1 Normalarbeitsverhältnis

2.2 Atypische Beschäftigungsverhältnisse

3. Funktionen des Normalarbeitsverhältnisses

4. Gründe für den Wandel vom Normalarbeitsverhältnis zu flexiblen Beschäftigungsverhältnissen

5. Atypische Beschäftigungsverhältnisse

5.1 Teilzeitbeschäftigung

5.2 Geringfügige Beschäftigung

5.3 Befristete Beschäftigung

5.4 Die „Neue Selbstständigkeit“

5.5 Telearbeit

5.6 Leiharbeit

6. Gesellschaftliche Auswirkungen des Beschäftigungswandels

6.1 Segmentierung der Gesellschaft

6.2 Stabilisierung bestehender Geschlechterverhältnisse

6.3 Ebene der Arbeitsbeziehungen

6.5 Individuelle Ebene

6.6 Soziale Sicherheit

6.7 Flexicurity – Mindeststandards für eine soziale Absicherung

7. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert den historischen Wandel weg vom klassischen Normalarbeitsverhältnis hin zu flexiblen, atypischen Beschäftigungsformen. Ziel ist es, die Gründe für diese Verschiebung zu beleuchten, die verschiedenen Ausprägungen atypischer Arbeit zu definieren und die daraus resultierenden gesellschaftlichen sowie sozialen Konsequenzen kritisch zu hinterfragen.

  • Merkmale des Normalarbeitsverhältnisses und dessen Funktionen.
  • Ursachen für die Zunahme atypischer Beschäftigungsverhältnisse.
  • Detaillierte Darstellung spezifischer Beschäftigungsformen wie Leiharbeit, Teilzeit und Telearbeit.
  • Soziale Auswirkungen wie Segmentierung der Gesellschaft und Gefährdung der sozialen Sicherheit.
  • Das Konzept der Flexicurity als Lösungsansatz für eine soziale Absicherung.

Auszug aus dem Buch

5.4 Die „Neue Selbstständigkeit“

Die „Neue Selbstständigkeit“ ist ein Konstrukt in der Grauzone zwischen selbstständiger und abhängiger Erwerbstätigkeit. Die Gruppe weist Merkmale von beiden Arbeitsformen. Grundsätzlich handelt es sich bei der Neuen Selbstständigkeit um Verträge (Werkvertrag, Freier Dienstvertrag), in denen sich formal selbstständige AuftragnehmerInnen zur Ausführung von Tätigkeiten bereit erklären, deren tatsächliche Gestaltung der Situation klassischer ArbeitnehmerInnen entspricht oder vergleichbar ist. Sie sind meist von einzelnen Unternehmen abhängig, da dieses den einzigen Kunden des Ein-Mann-Betriebs darstellt. Teilweise stellen diese neuen Selbstständigen sogar Produkte oder Dienstleistungen her, die tatsächlich nur diesem einen Unternehmen nützlich sind.

Zu einer solchen Konstellation kommt es, wenn sich Unternehmen auf Kernkompetenzen konzentrieren und Nebenbereich ausgliedern. MitarbeiterInnen die von diesem Outsourcing betroffen sind, lassen sich oft in die neue Selbstständigkeit drängen, um nicht arbeitslos zu werden. Besonders häufig scheint dies in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit zu gelingen, da der Druck auf die Arbeitnehmer dann größer ist. In Österreich können seit 1996 Personen mit Freiem Dienstvertrag (nach ASVG) und WerkvertragnehmerInnen (GSVG) zur Gruppe der Neuen Selbstständigen zusammengefasst werden. Ende 2002 waren bereits 24.300 Personen als freie DienstnehmerInnen und 30.300 Personen als WerkvertragsnehmerInnen erwerbstätig (vgl. Schönbauer/Laburda 2003:17).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über den Wandel der Arbeitswelt seit den 80er Jahren und führt in die zentralen Begriffe sowie das Konzept der Flexicurity ein.

2. Definitionen: Hier werden das Normalarbeitsverhältnis sowie die Abgrenzung zu atypischen Beschäftigungsverhältnissen begrifflich definiert.

3. Funktionen des Normalarbeitsverhältnisses: Das Kapitel erläutert die Schutzfunktionen des traditionellen Arbeitsverhältnisses für Beschäftigte und dessen Rolle für die wirtschaftliche Planungssicherheit.

4. Gründe für den Wandel vom Normalarbeitsverhältnis zu flexiblen Beschäftigungsverhältnissen: Hier werden ökonomische und gesellschaftliche Faktoren wie Produktmarktflexibilisierung, Outsourcing und demografische Veränderungen analysiert.

5. Atypische Beschäftigungsverhältnisse: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene Sonderformen der Beschäftigung, darunter Teilzeit, geringfügige Beschäftigung, Befristung, neue Selbstständigkeit, Telearbeit und Leiharbeit.

6. Gesellschaftliche Auswirkungen des Beschäftigungswandels: Es erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit der sozialen Segmentierung, den Geschlechterverhältnissen, Arbeitsbeziehungen und den Herausforderungen für die soziale Sicherheit.

7. Resümee: Die Autorin fasst ihre Erkenntnisse aus der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema unter Einbeziehung ihrer eigenen Erwerbsbiografie zusammen.

Schlüsselwörter

Normalarbeitsverhältnis, Atypische Beschäftigung, Arbeitsmarktflexibilisierung, Teilzeitbeschäftigung, Leiharbeit, Neue Selbstständigkeit, Soziale Sicherheit, Flexicurity, Arbeitsrecht, Erwerbsbiografie, Outsourcing, Prekarisierung, Gesellschaftliche Segmentierung, Arbeitsbeziehungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Wandel in der modernen Arbeitswelt, insbesondere den Rückgang des traditionellen Normalarbeitsverhältnisses und die gleichzeitige Zunahme von atypischen Beschäftigungsformen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die Definition von Arbeitsverhältnissen, die Ursachen für deren Flexibilisierung, die Beschreibung spezifischer Formen wie Tele- oder Leiharbeit sowie die gesellschaftspolitischen Auswirkungen dieser Entwicklungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine kritische Analyse des Beschäftigungswandels und die Erörterung, wie soziale Sicherheit in einer zunehmend flexibilisierten Arbeitswelt durch Konzepte wie Flexicurity gewährleistet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse, die aktuelle Trends und sozialstaatliche Regelungen im Kontext der österreichischen und europäischen Arbeitsmarktpolitik zusammenfasst.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Beschäftigungsformen, die ökonomischen Gründe für den Wandel, eine detaillierte Beschreibung der atypischen Beschäftigungsformen sowie eine umfassende Diskussion über deren Auswirkungen auf die Gesellschaft und die soziale Absicherung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Flexibilisierung, atypische Beschäftigung, Normalarbeitsverhältnis, soziale Sicherheit und Flexicurity.

Was unterscheidet das Normalarbeitsverhältnis von atypischen Formen laut Autorin?

Das Normalarbeitsverhältnis bietet durch unbefristete Vollzeitbeschäftigung und soziale Absicherung Kontinuität, während atypische Formen oft durch mangelnde Absicherung, unkalkulierbare Dauer und geringeres Einkommen gekennzeichnet sind.

Warum wird das Konzept der Flexicurity als wichtig erachtet?

Flexicurity wird als notwendige Synthese diskutiert, um die Anforderungen der Unternehmen an Flexibilität mit dem Bedürfnis der Arbeitnehmer nach sozialer Sicherheit in Einklang zu bringen, ohne den Sozialstaat zu erodieren.

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Details

Title
Beschäftigung - Neue Arbeitsformen
Subtitle
Der Wandel vom Normalarbeitsverhältnis zum atypischen Beschäftigungsverhältnis
College
St. Pölten University of Applied Sciences  (Studiengang Sozialarbeit)
Course
Seminarveranstaltung
Grade
1,0
Author
Susanne Mühlbacher (Author)
Publication Year
2007
Pages
19
Catalog Number
V83008
ISBN (eBook)
9783638890052
ISBN (Book)
9783640970476
Language
German
Tags
Beschäftigung Neue Arbeitsformen Seminarveranstaltung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Mühlbacher (Author), 2007, Beschäftigung - Neue Arbeitsformen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83008
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