Der Duisburger Hafen ist, gemessen an seinem Gesamtumschlag von 47,1 Mio. Tonnen im Jahr 2002, der größte Binnenhafen der Welt und weist die größte Binnenschifffahrtsdichte der Welt auf . Der Grund für seine Entwicklung liegt in der Industrialisierung des Ruhrgebiets. Seine Struktur unterliegt einem ständigen Wandel seit Beginn der Ruhrgebietsindustrie bis zur heutigen wirtschaftlichen Veränderung.
In dieser Hausarbeit wird untersucht auf welche Weise sich der Strukturwandel im Duisburger Hafen auswirkt. Es wird dargestellt welche Änderungen der Nutzung stattgefunden haben, wie der Hafen aktuell genutzt wird und wie er in Zukunft aussehen wird. Ist der Duisburger Hafen in seiner jetzigen und zukünftigen Entwicklung weiterhin von der Struktur des Ruhrgebiets abhängig? Im Rahmen dieser Hausarbeit werden sämtliche industriell und logistisch genutzten Häfen im Duisburger Stadtgebiet untersucht. Dazu zählen zum einen die öffentlichen Häfen des duisport, zum anderen die privaten Werkshäfen am Rhein.
Zunächst wird ein kleiner Überblick über die Geschichte des Hafens gegeben. Danach wird auf den Beginn des Strukturwandels in den 1950er Jahren eingegangen und schließlich die aktuelle Situation und das konkrete Beispiel des logports dargestellt.
Zur Erstellung der Hausarbeit wurde für den historischen Teil auf Literatur, die zahlreich vorhanden war, zurückgegriffen. Für die Zeit seit Einsetzen des Strukturwandels in den 1960er Jahren, vor allem aber für aktuelle Entwicklungen war weniger Literatur vorhanden. Hierfür wurden überwiegend Recherchen im Internet (duisport, Stadt Duisburg) und in Tageszeitungen (Westdeutsche Allgemeine Zeitung) und Vor-Ort-Recherchen durchgeführt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der Ruhrorter Hafen von seiner Entstehung bis zum Zweiten Weltkrieg
- Der Hafen vor der Industrialisierung
- Die Erweiterungen der Häfen seit Beginn der Industrialisierung
- Die Auswirkungen des Strukturwandels im Ruhrgebiet auf den Hafen
- Bedeutungsverlust des Hafens
- Veränderungen der Flächennutzung und Modernisierungsmaßnahmen
- Der multimodale Logistikstandort duisport
- Die heutige Struktur des Hafens. Neue Nutzungskonzepte
- Bedeutung der Werkshäfen am Rhein
- Der logport. Musterprojekt eines modernen Logistikstandortes
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht die Auswirkungen des Strukturwandels im Duisburger Hafen auf seine Nutzung. Es werden die Veränderungen der Flächennutzung, die aktuelle Nutzung des Hafens und seine zukünftige Entwicklung dargestellt. Die Arbeit konzentriert sich auf die öffentlichen Häfen des duisport und die privaten Werkshäfen am Rhein.
- Entwicklung des Duisburger Hafens im Kontext der Industrialisierung und des Strukturwandels im Ruhrgebiet
- Veränderungen der Flächennutzung und Umschlagsstrukturen im Hafen
- Der Wandel des Duisburger Hafens von einem Massengüter-Umschlagplatz zu einem modernen Logistikzentrum
- Der logport als Beispiel eines modernen Logistikstandortes
- Die Rolle des Duisburger Hafens als internationales Transportdrehkreuz für Zentraleuropa
Zusammenfassung der Kapitel
- Die Einleitung stellt den Duisburger Hafen als den größten Binnenhafen der Welt vor und erläutert die Gründe für seine Entwicklung. Die Arbeit untersucht, wie sich der Strukturwandel im Ruhrgebiet auf den Duisburger Hafen auswirkt, welche Nutzungsänderungen stattgefunden haben und wie der Hafen aktuell und zukünftig genutzt wird.
- Kapitel 2 beleuchtet die Geschichte des Ruhrorter Hafens von seiner Entstehung bis zum Zweiten Weltkrieg. Es werden die frühen Hafenbecken und ihre Bedeutung für den Kohle- und Holzhandel sowie die Erweiterungen der Häfen während der Industrialisierung beschrieben.
- Kapitel 3 behandelt die Auswirkungen des Strukturwandels im Ruhrgebiet auf den Duisburger Hafen. Die Bedeutung von Steinkohle und Erzen als Umschlagware nimmt durch die Stahlkrise ab. Die Veränderung der Flächennutzung und die Modernisierung des Hafens mit der Einrichtung von Ölinseln und Schrottinseln wird dargestellt.
- Kapitel 4 beschreibt den Wandel des Duisburger Hafens zu einem multimodalen Logistikstandort. Die Entwicklung des duisport und die Einführung neuer Nutzungskonzepte werden vorgestellt. Die Bedeutung der Werkshäfen am Rhein und das Beispiel des logport als Musterprojekt eines modernen Logistikstandortes werden analysiert.
Schlüsselwörter
Strukturwandel, Duisburger Hafen, Ruhrgebiet, Massengüter, Logistik, duisport, logport, Werkshäfen, multimodal, Containerumschlag, Binnenwasserverkehr, Verkehrsdrehscheibe, Zentraleuropa, Transportnetz
Häufig gestellte Fragen
Warum ist der Duisburger Hafen so bedeutend?
Mit einem Umschlag von über 47 Mio. Tonnen (Stand 2002) ist er der größte Binnenhafen der Welt und ein zentrales internationales Transportdrehkreuz.
Wie hat der Strukturwandel den Hafen beeinflusst?
Durch den Rückgang von Kohle und Stahl wandelte sich der Hafen von einem reinen Massengüter-Umschlagplatz zu einem modernen Logistik- und Containerzentrum.
Was ist der "logport"?
Der logport ist ein Musterprojekt für einen modernen Logistikstandort in Duisburg, der die multimodale Vernetzung von Schiff, Bahn und LKW optimiert.
Welche Rolle spielen die privaten Werkshäfen?
Neben den öffentlichen Häfen des duisport sind die privaten Werkshäfen am Rhein weiterhin essenziell für die industrielle Versorgung der Region.
Wie sah der Hafen vor der Industrialisierung aus?
Früher war der Ruhrorter Hafen vor allem ein Umschlagplatz für den lokalen Kohle- und Holzhandel, bevor er durch die Schwerindustrie massiv erweitert wurde.
- Quote paper
- Martin Schmitz (Author), 2004, Nutzungsänderungen in den Duisburg-Ruhrorter Häfen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83146