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Die Bedeutung der Industrie in der Dienstleistungsökonomie

Title: Die Bedeutung der Industrie in der Dienstleistungsökonomie

Seminar Paper , 2006 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Philipp Hermanns (Author)

Business economics - General
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Thema der vorliegenden Arbeit ist die Bedeutung der Industrie in der Dienstleistungsökonomie. Der Trend zur Deindustrialisierung der Industrieländer zugunsten eines wachsenden tertiären Sektors scheint eine feste Größe im strukturellen wirtschaftlichen Wandel zu sein. Ziel der Arbeit ist es, Beziehungen zwischen Industrie und Dienstleistungssektor aufzuzeigen und aktuelle Entwicklungen mit prognostizierten zu vergleichen, um die Bedeutung der Industrie für den Prozess des Strukturwandels zu verdeutlichen. Stellvertretend für andere Industrieländer werden Statistiken über die deutsche Wirtschaft zitiert, wobei die Industrie in Deutschland eine größere Bedeutung als in vergleichbaren Ländern hat.
Strukturwandel vollzieht sich in zwei Dimensionen: Zum einen ist ein intersektoraler Strukturwandel zu verzeichnen, der sich in steigenden Erwerbstätigen- und Bruttowertschöpfungsanteilen des Dienstleistungssektors bei gleichzeitig sinkenden Anteilen der Industrie ausdrückt, zum anderen ist eine intrasektorale Veränderung des Tätigkeitsprofils der Industrie zu erkennen.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Strukturwandel: Von der Industrie- zur Dienstleistungsökonomie

3 Die Bedeutung der Industrie im Rahmen der Tertiarisierung der Wirtschaft

3.1 Die Industrie als Nachfrager von Dienstleistungen

3.2 Technologische Spillover und Wissenseffekte

3.3 Die Tertiarisierung des Industriesektors

4 Chancen und Risiken

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die wechselseitigen Beziehungen zwischen der Industrie und dem Dienstleistungssektor in Deutschland, um die Rolle der Industrie im Prozess des strukturellen wirtschaftlichen Wandels präzise zu beleuchten und künftige Herausforderungen zu analysieren.

  • Analyse der intersektoralen Verflechtungen zwischen Industrie und Dienstleistungswirtschaft.
  • Untersuchung der Industrie als Nachfrager von unternehmensbezogenen Dienstleistungen.
  • Betrachtung von technologischen Spillover-Effekten und Wissenseffekten.
  • Analyse der zunehmenden Tertiarisierung innerhalb des Industriesektors durch produktbegleitende Dienstleistungen.
  • Diskussion über Chancen und Risiken des Strukturwandels für den zukünftigen Wohlstand.

Auszug aus dem Buch

3.2 Technologische Spillover und Wissenseffekte

Nachfolgend soll der Einfluss der Industrie auf das Wachstum des Dienstleistungssektors durch wachstumsfördernde Innovationen untersucht werden. Über die reinen Vorleistungen hinaus, die durch die Input-Output Analyse erfasst werden, treten durch die Verknüpfung der Sektoren über Technologie- und Wissensströme auch so genannte Spillover auf. Diese Bezeichnung betont den Diffusionsaspekt solcher Lieferungen. Diffusion meint hierbei, dass die Technologie- und Wissensströme neben der Imitation und Nutzung auch Basis zur Generierung weiteren Wissens sind (ebenda, S. 163).

In der Beziehung zwischen Industrie- und Dienstleistungssektor treten Spillover-Effekte in drei Formen auf (ebenda, S. 170f). Dienstleistungsunternehmen beziehen erstens Investitionsgüter wie Maschinen, EDV-Anlagen oder Werkzeuge von Industrieunternehmen. Der Dienstleistungssektor profitiert hier von innovativen Technologien, wie beispielsweise leistungsfähigeren Computern und kann so Wachstumspotentiale erschließen. Zweitens können z.B. durch medizinische High-Tech-Geräte neuester Generation völlig neue Therapiemöglichkeiten geschaffen werden. Neue Therapien bedeuten, wenn hierdurch vorher nicht durchführbare Operationen möglich werden, zusätzliches Wachstum des Gesundheitssektors und damit Wachstum. Neben den Spillover-Effekten durch Investitionsgüter wird davon ausgegangen, dass auch „normale“ Vorleistungsgüter solche Auswirkungen haben. So profitieren Ärzte zum Beispiel von der Entwicklung neuer Medikamente durch die Pharmaindustrie und erlangen neue Erkenntnisse über die reine Anwendung eines Medikaments hinaus.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Deindustrialisierung ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Interdependenz zwischen Industrie und Dienstleistungssektor aufzuzeigen.

2 Strukturwandel: Von der Industrie- zur Dienstleistungsökonomie: Das Kapitel erläutert den Strukturwandel anhand der Drei-Sektoren-Hypothese und diskutiert die Bedeutung von technologischem Fortschritt als Wachstumsmotor.

3 Die Bedeutung der Industrie im Rahmen der Tertiarisierung der Wirtschaft: Hier werden die konkreten Verflechtungen zwischen dem sekundären und dem tertiären Sektor in Bezug auf Vorleistungen und Technologieaustausch analysiert.

3.1 Die Industrie als Nachfrager von Dienstleistungen: Der Abschnitt fokussiert auf die Rolle der Industrie als bedeutender Abnehmer für moderne, unternehmensbezogene Dienstleistungen.

3.2 Technologische Spillover und Wissenseffekte: Dieses Kapitel untersucht, wie Innovationen aus der Industrie durch Spillover-Effekte und technologische Diffusion das Wachstum des Dienstleistungssektors fördern.

3.3 Die Tertiarisierung des Industriesektors: Der Abschnitt thematisiert den Trend zur „Servitization“, bei dem Industrieunternehmen zunehmend produktbegleitende Dienstleistungen in ihr Angebot integrieren.

4 Chancen und Risiken: Den Abschluss bildet eine Reflexion über die Folgen des Strukturwandels, insbesondere hinsichtlich der Verteilungsfragen und des gesellschaftlichen Wohlstands.

Schlüsselwörter

Strukturwandel, Deindustrialisierung, Tertiarisierung, Industrie, Dienstleistungssektor, Vorleistungsverflechtungen, technologische Spillover, Innovation, Produktbegleitende Dienstleistungen, Outsourcing, Wissenseffekte, Wettbewerbsfähigkeit, Gesamtwirtschaft, Investitionsgüter, Wertschöpfungskette.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die wechselseitige Bedeutung von Industrie und Dienstleistungssektor im Zuge des wirtschaftlichen Strukturwandels und hinterfragt die Annahme einer reinen Deindustrialisierung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die intersektoralen Verflechtungen, die Rolle der Industrie als Nachfrager und Technologiegeber sowie die interne Tertiarisierung von Industriebetrieben durch Serviceangebote.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, durch eine Analyse aktueller Entwicklungen aufzuzeigen, dass die Industrie in einer Dienstleistungsökonomie weiterhin eine entscheidende Rolle für Innovation und Wertschöpfung spielt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch die Auswertung volkswirtschaftlicher Literatur und Statistiken zur Input-Output-Analyse sowie zur Innovationsforschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Vorleistungsbeziehungen, die Analyse technologischer Wissensströme und die Betrachtung des wachsenden Dienstleistungsanteils in der Sachgüterproduktion.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Strukturwandel, Tertiarisierung, technologische Spillover, Produktbegleitende Dienstleistungen und Interdependenz.

Was genau versteht man unter dem in der Arbeit genannten Begriff der „Compacks“?

„Compacks“ bezeichnet Problemlösungspakete, die aus einem physischen Sachgut und ergänzenden Dienstleistungen bestehen, um Kunden einen Mehrwert über das reine Produkt hinaus zu bieten.

Welches Fazit zieht der Autor in Bezug auf den Strukturwandel?

Der Strukturwandel wird als „schöpferische Zerstörung“ interpretiert, die zwar Chancen auf höheren Wohlstand durch technologischen Fortschritt bietet, jedoch auch gesellschaftliche Herausforderungen hinsichtlich der Einkommensverteilung mit sich bringt.

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Details

Title
Die Bedeutung der Industrie in der Dienstleistungsökonomie
College
RWTH Aachen University
Course
Strukturwandel und Innovationen
Grade
1,3
Author
Philipp Hermanns (Author)
Publication Year
2006
Pages
15
Catalog Number
V83173
ISBN (eBook)
9783638898843
Language
German
Tags
Bedeutung Industrie Dienstleistungsökonomie Strukturwandel Innovationen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Philipp Hermanns (Author), 2006, Die Bedeutung der Industrie in der Dienstleistungsökonomie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83173
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