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Vom „Deutsch-Römer“ zum „Rom-Deutschen“

Ferdinand Gregorovius’ interkulturelle Leistungen in den „Wanderjahren durch Italien“

Titel: Vom „Deutsch-Römer“ zum „Rom-Deutschen“

Hausarbeit , 2004 , 24 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: M.A. Florian Schneider (Autor:in)

Germanistik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Triebfeder für die bis ins hohe Alter andauernde Reiselust, die Gregorovius auszeichnete, war sein Hunger nach Wirklichkeitserfahrung.“ (Jens Petersen) Man könnte es auch die Sehnsucht nach dem Neuen und Fremden nennen, aus deren Erkenntnis man eigene Schlüsse zieht. Mit der Suche nach diesen Resultaten, die zwischen der deutschen und italieni-schen Kultur liegen und die sich durch die Literatur Gregorovius’ manifestieren, wird sich diese Arbeit beschäftigen.
Neben Johann Wolfgang von Goethe galt Ferdinand Gregorovius als einer der wichtigsten Autoren über das Italien im 19. Jahrhundert. Heute ist der Schriftsteller nahezu unbekannt und das, obwohl er vor gerade einmal 150 Jahren begann seine Berichte über Italien zu verfassen. Seine Verdienste um die deutsch-italienische Verständigung im intellektuellen und kulturellen Sinne werden weniger gelobt als die anderer Italienspezialisten der damaligen Zeit, die entweder nur auf die künstlerisch-schriftstellerische oder die wissenschaftlich-historische Interpretation ihre Schwerpunkte legten. Dass gerade Gregorovius es verstand beide Komponenten in Einklang zu bringen, ist die herausragende Leistung des Deutschen, der mehr als 20 Jahre in Italien verbracht hat.
Diese Zeit in der Fremde sollte sich zwangsläufig in der Ausgestaltung und Interpretation seiner Texte bemerkbar machen, denn schließlich handelt es sich um ein Eintauchen in eine andere Kultur. Der Aspekt der Interkulturalität, dem wechselseitigen und gleichberechtigten Austausch der Kulturen, wird in dieser Arbeit untersucht. Neben der allgemein zugänglichen Forschungsliteratur werden dafür zur besseren Bewertung von Gregorovius’ Persönlichkeit und der Darstellung der italienischen Kultur Tagebuchnotizen und Briefe hinzugezogen. "Die Berücksichtigung von Erfahrungsmaterial, das nicht direkt der Literatur angehört, ist umso notwendiger, als die dichterische Gestaltung Italiens dazu neigt, sich von ihrer Vorlage tendenziell zu lösen, sich gegenüber die Wirklichkeit sogar völlig zu verselbständigen und ein stereotypes Bild des Landes zu entwerfen." (Stefan Oswald)
Hier setzt die Arbeit an und überprüft, ob solche Stereotypen in der Literatur Gregorovius’ zu finden sind. Ausgehend von der Annahme eines interkulturell agierenden Menschen, müsste dieser Umstand, wenn überhaupt, sehr gering ausfallen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Über den Autor

3. Merkmale von Interkulturalität

3.1 Theoretischer Hintergrund

3.2 Literarischer und historischer Hintergrund

3.3 Herangehensweise

3.4 Autorintention

3.5 Stil

3.6 Gregorovius und Rom

4. Lob und Kritik

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die interkulturellen Leistungen von Ferdinand Gregorovius in seinen „Wanderjahren durch Italien“, um zu analysieren, wie er als deutscher Autor die italienische Kultur erfasste, verarbeitete und in sein Werk integrierte. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die wechselseitige Beziehung zwischen dem Autor, seiner Identität als „Deutsch-Römer“ und der Darstellung des italienischen Lebens im 19. Jahrhundert.

  • Interkultureller Austausch zwischen deutscher und italienischer Kultur
  • Die Rolle der Sprache als Medium der kulturellen Vermittlung
  • Wissenschaftliche Akribie versus künstlerisches Dichtertum
  • Auseinandersetzung mit Identität und Heimat in der Fremde
  • Die Bedeutung von Gregorovius’ Italien-Rezeption für die Literaturgeschichte

Auszug aus dem Buch

3.3 Herangehensweise

Wie bereits erwähnt, ist Gregorovius nicht pauschal als Beschreibender der italienischen Landschaft einzuordnen. Vielmehr legt er den Fokus auf die Geschichte, die mit der jeweiligen Gegend verbunden ist. Er möchte nicht nur einfach beschreiben, sondern will das, was er erlebt, möglichst plastisch darstellen. So findet man Gregorovius „[…]auf unermüdlichen Wanderungen[, um] mit dem Blick des Künstlers die historische Eigenart der Landschaft zu erfassen.“ Mit dieser Herangehensweise ist viel Recherche in Archiven und ein fundiertes Hintergrundwissen verbunden. Es ist bekannt, dass Gregorovius viel Zeit in Bibliotheken und Archiven verbracht hat, um ein Thema gründlich zu erschließen. Gleichwohl wurde es ihm aufgrund seiner demokratisch-liberalen Einstellung nicht immer leicht gemacht. So hatte er zum Beispiel Zeit seines Lebens nie Zugang zu den Archiven des Vatikans erhalten.

In seinen Beschreibungen gibt er keinen allgemeinen Überblick, sondern greift einzelne Landschaften und Orte heraus und erläutert dann ihren historischen Kontext. Bemerkenswert dabei ist auch die Wahl des Untertitels der „Wanderjahre“, denn mit „Figuren, Geschichten, Leben und Szenerie aus Italien“ macht er deutlich, dass es über die bloße Beschreibung der Landschaft hinausgeht. Diese Wiedergabe der jeweiligen Situation wird so in Gregorovius’ Beschreibungen zur interkulturellen Analyse des italienischen Lebens.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Motivation von Ferdinand Gregorovius als Italien-Reisender und skizziert die wissenschaftliche Relevanz seiner Werke im Kontext der deutsch-italienischen Verständigung.

2. Über den Autor: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg von Gregorovius von seiner ostpreußischen Herkunft bis hin zu seinem Studium und dem Beginn seiner literarischen und wissenschaftlichen Tätigkeit nach.

3. Merkmale von Interkulturalität: Dieses Hauptkapitel analysiert theoretische Konzepte von Kultur und Sprache, untersucht Gregorovius' Arbeitsweise und beleuchtet seine spezifische Perspektive auf Rom und Italien.

4. Lob und Kritik: Dieser Abschnitt thematisiert die zeitgenössische und fachwissenschaftliche Rezeption der Werke von Gregorovius, wobei besonders der Konflikt zwischen historischer Genauigkeit und künstlerischem Ausdruck diskutiert wird.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und ordnet Gregorovius’ interkulturelle Leistung als eine Transformation vom „Deutsch-Römer“ zum „Rom-Deutschen“ ein.

Schlüsselwörter

Ferdinand Gregorovius, Wanderjahre in Italien, Interkulturalität, Deutsch-italienische Verständigung, 19. Jahrhundert, Reiseberichte, Geschichte der Stadt Rom, Literaturgeschichte, Kulturwissenschaft, Identität, Romantik, Realismus, Historiker als Dichter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das literarische und historische Schaffen von Ferdinand Gregorovius im Kontext interkultureller Begegnungen zwischen Deutschland und Italien im 19. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse seiner Italienberichte, der Arbeitsmethode des Autors, der Verbindung von Kunst und Wissenschaft sowie der Entwicklung seiner persönlichen Identität im italienischen Exil.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die interkulturelle Leistung von Gregorovius aufzuzeigen und zu belegen, wie er erfolgreich zwischen den Kulturen vermittelte und Italien für ein deutsches Publikum erfahrbar machte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literatur- und kulturwissenschaftliche Analyse, basierend auf der Auswertung von Primärtexten (Reiseberichte, Tagebücher) und einer umfangreichen sekundärliterarischen Einordnung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich theoretischen Grundlagen der Interkulturalität, den literarischen und historischen Hintergründen der Epoche, der spezifischen Intention des Autors sowie seinem individuellen Schreibstil.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind interkulturelle Identität, historisches Quellenstudium, italienischer Lebensstil, deutsch-italienische Beziehungen und die Transformation von der Romantik zum Realismus.

Warum war der Vatikan ein schwieriges Thema für Gregorovius?

Aufgrund seiner demokratisch-liberalen Einstellung blieb Gregorovius der Zugang zu den vatikanischen Archiven verwehrt, was seine Arbeit als Historiker erschwerte, aber nicht verhinderte.

Inwiefern hat sich sein Schreibstil im Laufe der Zeit verändert?

Der Stil wandelte sich von einer anfangs romantisch-verspielten Sprache hin zu einer zunehmend klareren und sachlicheren Form, die den Übergang zum Realismus widerspiegelt.

Was bedeutet die Bezeichnung „Rom-Deutscher“?

Sie beschreibt den Prozess seiner tiefen Integration, bei der er seine nationale Herkunft mit der italienischen Umgebung verband und zu einem Vermittler zwischen beiden Welten wurde.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vom „Deutsch-Römer“ zum „Rom-Deutschen“
Untertitel
Ferdinand Gregorovius’ interkulturelle Leistungen in den „Wanderjahren durch Italien“
Hochschule
Universität Karlsruhe (TH)  (Institut für Literaturwissenschaft)
Veranstaltung
Sprach-, Kommunikations- und Mediengeschichte.
Note
1,0
Autor
M.A. Florian Schneider (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
24
Katalognummer
V83199
ISBN (eBook)
9783638895064
ISBN (Buch)
9783638895125
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sprach- Kommunikations- Mediengeschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Florian Schneider (Autor:in), 2004, Vom „Deutsch-Römer“ zum „Rom-Deutschen“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83199
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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