Im Kontext der allgemeinen Veränderungen und Enttraditionalisierung in der Gesellschaft vollzieht sich ein Wandel der männlichen Rolle. Die Entwicklung von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft, die Emanzipation der Frau, Patchworkfamilien und alleinerziehende Eltern seien hier nur als Beispiele der gesellschaftlichen Änderungen genannt. Diese führen dazu, dass Männer sich mit einem veränderten Umfeld und neuen Anforderungen konfrontiert sehen, was das männliche Selbstbild stark ins Wanken bringt.
Früher galt der Mann als Ernährer, der sich in erster Linie über seine Arbeit definierte. Das Wegfallen dieser ursprünglichen Rollendefinition kann sowohl verunsichernd als auch befreiend wirken, da die entstandene Lücke bislang durch kein neues Männerbild geschlossen worden ist. Männer müssen sich folglich nicht mehr an Rollenvorgaben halten: Ehemals Frauen vorbehaltene Themen wie Gesund-heitsbewusstsein, Mode sowie Körperpflege und Kosmetik erobern zunehmend die Männerwelt.
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen soll die vorliegende Diplomarbeit Einsichten in die Verwendung und das Markenbewusstsein von Männern in Bezug auf kosmetische Produkte und Maßnahmen ermöglichen. Dabei steht aber nicht nur Kosmetik im Mittelpunkt, die speziell auf die Zielgruppe der Männer ausgerichtet ist, sondern es soll vielmehr das gesamte Spektrum der von Männern verwendeten kosmetischen Produkte beleuchtet werden. Außerdem sind die männlichen Einstellungen zu Kosmetik und zur Kosmetikverwendung zentraler Gegenstand der Arbeit. Hierzu gehören auch die Einstellungen zum eigenen Aussehen sowie zum Erscheinungsbild anderer Männer. Neben Sekundäranalysen soll ein zweistufiger Untersuchungsansatz, bestehend aus Intensivinterviews und einer Passantenbefragung, diesen Themen nachgehen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Hintergrund und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Untersuchungsgegenstand
2.1 Der Kosmetikmarkt
2.1.1 Der Kosmetikmarkt weltweit
2.1.2 Der Kosmetikmarkt in Deutschland
2.1.2.1 Segmentierung nach Teilmärkten
2.1.2.2 Segmentierung nach Preis
2.1.3 Kosmetikfirmen
2.1.4 Handelskanäle
2.1.5 Konsumenten
2.1.5.1 Interessenten und Experten
2.1.5.2 Verwendung
2.1.5.3 Kosmetikmarken und Kosmetikkauf
2.2 Männerbilder
2.2.1 Wandel des Männerbildes und seine Ursachen
2.2.2 Typologien
2.2.2.1 Männer im Aufbruch
2.2.2.2 Männerwelten
2.2.2.3 Moderne Helden
2.2.2.4 Der kleine Unterschied
2.2.2.5 Maskulinitätsindex
2.2.2.6 Mythos Mann
2.2.2.7 Der Metrosexuelle
2.2.3 Allgemeine Entwicklungen
2.3 Einstellungswandel der Männer zu Kosmetik
3 Untersuchungsdesign
3.1 Ziele der Untersuchung
3.2 Die Erhebungsmethodik
3.2.1 Intensivinterviews
3.2.2 Passantenbefragung
3.3 Der Interviewleitfaden
3.4 Der Fragebogen
4 Ergebnisse und Diskussion
4.1 Ergebnisse der Intensivinterviews
4.1.1 Das Äußere Erscheinungsbild
4.1.2 Einstellung gegenüber Kosmetik
4.1.3 Kosmetikverwendung
4.1.4 Der Kosmetikkauf
4.2 Ergebnisse der Passantenbefragung
4.2.1 Einstellungen zum eigenen Aussehen und Kosmetik
4.2.2 Verwendung
4.2.2.1 Verwendung allgemein
4.2.2.2 Verwendung von Gesichtsreinigung und -pflege
4.2.3 Monatliche Ausgaben
4.2.4 Kosmetikkauf
5 Zusammenfassung und Schlussbemerkungen
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den Wandel der männlichen Rolle in einer sich enttraditionalisierenden Gesellschaft und dessen Auswirkungen auf das Markenbewusstsein sowie die Verwendung von Kosmetikprodukten bei Männern. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, wie Männer ihre Kosmetikverwendung wahrnehmen, welche Motivationen sie leiten und inwieweit das männliche Selbstbild sowie soziale Erwartungen dabei eine Rolle spielen.
- Analyse des Kosmetikmarktes und der spezifischen Konsumgewohnheiten von Männern
- Untersuchung des Wandels traditioneller und moderner Männerbilder
- Erforschung der Einstellungen von Männern zu Kosmetik und eigenem Erscheinungsbild
- Kategorisierung von Konsumententypen durch Intensivinterviews und Passantenbefragungen
- Identifikation von Barrieren und Motivatoren bei der Verwendung kosmetischer Produkte
Auszug aus dem Buch
1.1 Hintergrund und Zielsetzung der Arbeit
Im Kontext der allgemeinen Veränderungen und Enttraditionalisierung in der Gesellschaft vollzieht sich ein Wandel der männlichen Rolle. Die Entwicklung von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft, die Emanzipation der Frau, Patchworkfamilien und alleinerziehende Eltern seien hier nur als Beispiele der gesellschaftlichen Änderungen genannt. Diese führen dazu, dass Männer sich mit einem veränderten Umfeld und neuen Anforderungen konfrontiert sehen, was das männliche Selbstbild stark ins Wanken bringt. Früher galt der Mann als Ernährer, der sich in erster Linie über seine Arbeit definierte. Das Wegfallen dieser ursprünglichen Rollendefinition kann sowohl verunsichernd als auch befreiend wirken, da die entstandene Lücke bislang durch kein neues Männerbild geschlossen worden ist. Männer müssen sich folglich nicht mehr an Rollenvorgaben halten: Ehemals Frauen vorbehaltene Themen wie Gesundheitsbewusstsein, Mode sowie Körperpflege und Kosmetik erobern zunehmend die Männerwelt.
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen soll die vorliegende Diplomarbeit Einsichten in die Verwendung und das Markenbewusstsein von Männern in Bezug auf kosmetische Produkte und Maßnahmen ermöglichen. Dabei steht aber nicht nur Kosmetik im Mittelpunkt, die speziell auf die Zielgruppe der Männer ausgerichtet ist, sondern es soll vielmehr das gesamte Spektrum der von Männern verwendeten kosmetischen Produkte beleuchtet werden. Außerdem sind die männlichen Einstellungen zu Kosmetik und zur Kosmetikverwendung zentraler Gegenstand der Arbeit. Hierzu gehören auch die Einstellungen zum eigenen Aussehen sowie zum Erscheinungsbild anderer Männer. Neben Sekundäranalysen soll ein zweistufiger Untersuchungsansatz, bestehend aus Intensivinterviews und einer Passantenbefragung, diesen Themen nachgehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt den soziokulturellen Wandel der männlichen Rolle und definiert die Zielsetzung sowie den methodischen Aufbau der Diplomarbeit.
2 Untersuchungsgegenstand: In diesem Kapitel erfolgt eine detaillierte Analyse des Kosmetikmarktes, der relevanten Akteure, verschiedener Männerbilder und der sich ändernden Einstellung der Männer zur Kosmetik.
3 Untersuchungsdesign: Hier werden die Ziele der empirischen Untersuchung dargelegt und die Methodik der Intensivinterviews sowie der Passantenbefragung begründet.
4 Ergebnisse und Diskussion: Dieses Kapitel präsentiert die erhobenen Daten aus den Intensivinterviews und der Passantenbefragung und diskutiert diese im Kontext der Forschungsfragen.
5 Zusammenfassung und Schlussbemerkungen: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen im Bereich der Herrenkosmetik.
Schlüsselwörter
Männerbild, Kosmetikmarkt, Körperpflege, Markenbewusstsein, Rollenwandel, Intensivinterviews, Passantenbefragung, Konsumverhalten, Herrenkosmetik, Selbstvertrauen, Sozialisation, Konsumententypen, Männlichkeit, Wellness, Hautpflege
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Einfluss gesellschaftlicher Veränderungen auf die männliche Rolle und deren direkten Auswirkungen auf das Interesse an und die Verwendung von Kosmetikprodukten bei Männern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den Kernbereichen gehören der Kosmetikmarkt, der Wandel des Rollenverständnisses des Mannes (einschließlich Männertypologien) sowie die empirische Untersuchung der Verwendung von Kosmetik durch Männer.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, tiefere Einsichten in die Kosmetikverwendung und das Markenbewusstsein von Männern zu gewinnen und zu ergründen, wie Männer ihre Einstellungen zu Kosmetik begründen und welche Motive ihr Konsumverhalten steuern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt einen zweistufigen Forschungsansatz: Neben einer Sekundäranalyse von Marktstudien wurden qualitative Intensivinterviews und eine quantitative Passantenbefragung in verschiedenen deutschen Städten durchgeführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen (Markt, Männerbilder) gelegt, bevor die methodische Anlage der empirischen Untersuchung beschrieben und die gewonnenen Ergebnisse detailliert diskutiert werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Männlichkeit, Körperpflege, Markenbewusstsein, Rollenwandel, Konsumverhalten sowie verschiedene Männertypologien wie der "neue Mann" oder der "metrosexuelle Mann".
Wie unterscheidet sich die Nutzung von Pflegeprodukten zwischen jüngeren und älteren Männern?
Die Untersuchung zeigt, dass jüngere Männer kosmetische Produkte tendenziell häufiger verwenden als ältere Männer, die eher auf traditionelle Pflegeroutinen zurückgreifen.
Spielt der Preis beim Kauf von Herrenkosmetik eine entscheidende Rolle?
Obwohl Männer generell preisorientierter als Frauen sind, zeigt sich, dass beim Kosmetikkauf die Marke eine hohe Relevanz für das Vertrauen der Käufer hat und der Preis oft hinter den Nutzen tritt.
- Arbeit zitieren
- Angela Groß (Autor:in), 2004, Männer und Kosmetik. Verwendung und Markenbewusstsein von Männern bei kosmetischen Produkten und Maßnahmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83278