Die Arbeit untersucht, welche Mechanismen der Beeinflussung auf der Seite von Politik und Militär angewandt werden, wie sich die Medien im Spannungsfeld zwischen politischen, öffentlichen und selbst gesteckten Erwartungen verhalten und wie sich beides auf die Kriegsberichterstattung als journalistisches Endprodukt auswirkt. Bei den Betrachtungen liegt, aufgrund der Bedeutung von Golfkrieg 1990/91 und Irak-Krieg 2003, die ihnen von den Medien eingeräumt wurde, der Fokus zumeist bei diesen neueren amerikanischen Kriegen im Nahen Osten sowie bei den politischen und militärischen Strategien der amerikanischen Regierung. Insbesondere das, zum Teil daraus resultierende, Verhalten und die Berichterstattung der Medien erscheinen jedoch durchaus als verallgemeinerbar.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Anfänge der Kriegsberichterstattung
- Kriegsvorbereitung in den Medien
- Techniken zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung
- Feindbild erschaffen
- Inszenierte Ereignisse und Fakten
- Mögliche Folgen verharmlosen
- Unausweichlichkeit des Krieges betonen
- Umfragen und Statistiken
- (Vor-)Kriegsrhetorik
- PR-Initiativen
- Militarisierung der Unterhaltungskultur
- Techniken zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung
- Medien als Kriegswaffe
- Systeme staatlicher Beeinflussung der Kriegsberichterstattung
- Mediale Erzählweise
- Thematisierung
- Darstellung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Massenmedien in der Kriegsvorbereitung und -berichterstattung. Sie analysiert, wie politische und militärische Akteure die öffentliche Meinung beeinflussen, um Zustimmung für den Krieg zu gewinnen. Weiterhin wird der Einfluss der Medien auf die narrative Konstruktion des Krieges und die daraus resultierenden Folgen für die Kriegsberichterstattung untersucht.
- Beeinflussung der öffentlichen Meinung durch Medien
- Systeme der staatlichen Kontrolle der Kriegsberichterstattung
- Narrative Konstruktion des Krieges in den Medien
- Die Rolle der Medien in der Legitimation von Gewalt
- Das Spannungsverhältnis zwischen Journalismus und Politik
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die zentrale These dar, dass die Medien in der modernen Kriegsführung eine entscheidende Rolle spielen, indem sie die öffentliche Meinung beeinflussen und den Krieg legimitieren. Im zweiten Kapitel werden die Anfänge der Kriegsberichterstattung beleuchtet, wobei die Entwicklung des Journalismus und die zunehmende Bedeutung der Medien für die Kriegspropaganda aufgezeigt werden. Das dritte Kapitel analysiert die Techniken der Kriegsvorbereitung in den Medien, einschließlich der gezielten Nutzung von Propaganda, PR-Initiativen und der Militarisierung der Unterhaltungskultur. Das vierte Kapitel konzentriert sich auf die Medien als Kriegswaffe, indem es die Systeme staatlicher Beeinflussung der Kriegsberichterstattung und die Mediale Erzählweise untersucht.
Schlüsselwörter
Kriegsberichterstattung, Medien, Kriegsvorbereitung, öffentliche Meinung, Propaganda, PR, Militarisierung, Narrative Konstruktion, Kriegspropaganda, Einfluss, Legitimation.
Häufig gestellte Fragen
Wie beeinflussen Politik und Militär die öffentliche Meinung vor einem Krieg?
Durch Techniken wie die Erschaffung von Feindbildern, inszenierte Ereignisse, die Betonung der Unausweichlichkeit des Krieges und gezielte (Vor-)Kriegsrhetorik.
Was bedeutet die "Militarisierung der Unterhaltungskultur"?
Dies beschreibt die Einbindung militärischer Themen in Filme, Spiele und PR-Initiativen, um eine allgemeine Akzeptanz für militärische Lösungen in der Gesellschaft zu schaffen.
Welche Rolle spielten die Medien im Irak-Krieg 2003?
Die Arbeit analysiert, wie Medien im Spannungsfeld zwischen politischen Erwartungen und journalistischen Standards eine narrative Konstruktion des Krieges lieferten.
Wie wird Kriegsberichterstattung staatlich beeinflusst?
Durch Systeme der staatlichen Kontrolle, PR-Initiativen und die gezielte Steuerung von Informationen, die den Medien zur Verfügung gestellt werden.
Warum werden Feindbilder in den Massenmedien erschafft?
Feindbilder dienen dazu, Gewalt zu legitimieren und die Bevölkerung emotional auf einen Konflikt vorzubereiten, indem der Gegner entmenschlicht oder als Bedrohung dargestellt wird.
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- Carsten Werner (Author), 2005, Kriegswaffe Medien - Kriegsvorbereitung und Kriegsberichterstattung in den Massenmedien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83279