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Kriegswaffe Medien - Kriegsvorbereitung und Kriegsberichterstattung in den Massenmedien

Title: Kriegswaffe Medien - Kriegsvorbereitung und Kriegsberichterstattung in den Massenmedien

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 30 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Carsten Werner (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications
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Die Arbeit untersucht, welche Mechanismen der Beeinflussung auf der Seite von Politik und Militär angewandt werden, wie sich die Medien im Spannungsfeld zwischen politischen, öffentlichen und selbst gesteckten Erwartungen verhalten und wie sich beides auf die Kriegsberichterstattung als journalistisches Endprodukt auswirkt. Bei den Betrachtungen liegt, aufgrund der Bedeutung von Golfkrieg 1990/91 und Irak-Krieg 2003, die ihnen von den Medien eingeräumt wurde, der Fokus zumeist bei diesen neueren amerikanischen Kriegen im Nahen Osten sowie bei den politischen und militärischen Strategien der amerikanischen Regierung. Insbesondere das, zum Teil daraus resultierende, Verhalten und die Berichterstattung der Medien erscheinen jedoch durchaus als verallgemeinerbar.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Anfänge der Kriegsberichterstattung

3. Kriegsvorbereitung in den Medien

3.1. Techniken zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung

3.1.1. Feindbild erschaffen

3.1.2. Inszenierte Ereignisse und Fakten

3.1.3. Mögliche Folgen verharmlosen

3.1.4. Unausweichlichkeit des Krieges betonen

3.1.5. Umfragen und Statistiken

3.1.6. (Vor-)Kriegsrhetorik

3.2. PR-Initiativen

3.3. Militarisierung der Unterhaltungskultur

4. Medien als Kriegswaffe

4.1. Systeme staatlicher Beeinflussung der Kriegsberichterstattung

4.2. Mediale Erzählweise

4.2.1. Thematisierung

4.2.2. Darstellung

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Mechanismen, durch die Massenmedien als Instrumente der Kriegsvorbereitung und -begleitung instrumentalisiert werden. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, wie politische und militärische Akteure Einfluss auf die Berichterstattung nehmen, um öffentliche Zustimmung zu bewaffneten Konflikten zu erzeugen oder zu festigen.

  • Analyse von Techniken zur gezielten Meinungsbeeinflussung durch staatliche Akteure.
  • Untersuchung der Rolle von PR-Initiativen und der Militarisierung der Unterhaltungskultur.
  • Betrachtung von Systemen staatlicher Medienkontrolle wie Zensur und Desinformation.
  • Darstellung der medieninhärenten Gesetzmäßigkeiten bei der Berichterstattung über Kriege.
  • Diskussion des Einflusses von "Embedded Reporting" und "Pool-Systemen".

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Feindbild erschaffen

Die wichtigste Voraussetzung dafür, dass die Öffentlichkeit für einen Krieg gewonnen werden kann, ist das Vorhandensein eines Gegners und dessen öffentliche Identifizierung als Feind. Dazu werden im Vorfeld des Krieges eine Vielzahl von negativen Informationen über ihn gestreut, die sich im Wesentlichen den folgenden Kategorisierungen zuordnen lassen:

Dramatisierung der Bedrohung: Es wird behauptet, vom Gegner ginge ein hohes Risiko für die eigene Sicherheit oder die Sicherheit befreundeter Staaten aus. So wurde vor dem Irak-Krieg 2003 von der US-Regierung behauptet, der Irak besitze Massenvernichtungswaffen und scheue nicht davor zurück, diese einzusetzen. Auch die unterschwellige Behauptung, Saddam Hussein unterstütze das Terrornetzwerk Al Kaida und sei mitverantwortlich für die Terroranschläge des 11. September 2001, diente diesem Zweck.

Dämonisierung: Hierbei soll die Brutalität und Unmenschlichkeit des Gegners herausgestellt werden. Die immer wiederkehrende Botschaft lautet: Der Feind schreckt vor keinen unmenschlichen Gewalttaten zurück und ist zu allem fähig. So wurde im 1. Weltkrieg von alliierter Seite die Behauptung aufgestellt und über die Presse verbreitet, die Deutschen destillierten aus den Leichen der Gefallenen Glycerin und im Golfkrieg 1990 wurde behauptet, Saddam Hussein löse missliebige politische Gegner in Säurebädern auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die medientheoretische Annahme, dass Medien Realität nicht abbilden, sondern konstruieren, und Vorstellung der Forschungsfrage zur Medienbeeinflussung bei Kriegen.

2. Anfänge der Kriegsberichterstattung: Historischer Rückblick auf die Entwicklung der Kriegsberichterstattung und die gegenseitige Abhängigkeit von Militär und Presse.

3. Kriegsvorbereitung in den Medien: Darstellung von Strategien zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung vor Kriegsausbruch, darunter Feindbildkonstruktionen und PR-Methoden.

4. Medien als Kriegswaffe: Analyse der direkten Einflussnahme auf die Berichterstattung während laufender Konflikte durch staatliche Zensur, Pool-Systeme und Embedded Reporting.

5. Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse und Forderung nach mehr Medienkompetenz bei Rezipienten als Schutz gegen staatliche Propagandamechanismen.

Schlüsselwörter

Kriegsberichterstattung, Massenmedien, Kriegsvorbereitung, Feindbild, Propaganda, Public Relations, Zensur, Desinformation, Embedded Reporters, Medienkontrolle, Meinungsbildung, Konstruktivismus, Kriegsrhetorik, Agenda Setting.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle der Massenmedien bei der Vorbereitung und Begleitung von Kriegen und untersucht, wie diese als Instrumente staatlicher Politik genutzt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Techniken der Kriegslegitimation, die staatliche Steuerung von Informationen und die Auswirkungen medialer Strukturen auf die öffentliche Wahrnehmung von Konflikten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Mechanismen der Beeinflussung durch Politik und Militär gegenüber den Medien sowie die daraus resultierenden Effekte auf die Berichterstattung und die öffentliche Meinung zu identifizieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kommunikationswissenschaftliche Perspektive, stützt sich auf medientheoretische Ansätze (Konstruktivismus) und analysiert beispielhaft Konflikte wie den Golfkrieg 1990/91 und den Irak-Krieg 2003.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Techniken zur Feindbildschaffung, PR-Initiativen, Formen der Zensur wie das Pool-System sowie die Rolle der medieninhärenten Gesetzmäßigkeiten beim Agenda Setting detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kriegsberichterstattung, Propaganda, Desinformation und Medienkontrolle charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die "Dämonisierung" von der "Diffamierung"?

Während die Dämonisierung die unmenschliche Brutalität des Gegners durch Schreckensszenarien hervorhebt, zielt die Diffamierung auf die Herabwürdigung durch unüberprüfbare Behauptungen zur Persönlichkeit des Gegners ab.

Was ist mit "Over News" gemeint?

Over News bezeichnet eine Form der Zensur, bei der Medien mit einer solchen Flut an offiziellen Informationen und Bildern überschüttet werden, dass eine kritische Kontrolle oder eigene Recherche zeitlich unmöglich wird.

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Details

Title
Kriegswaffe Medien - Kriegsvorbereitung und Kriegsberichterstattung in den Massenmedien
College
Free University of Berlin  (Institut für Politikwissenschaft (OSI))
Grade
1,3
Author
Carsten Werner (Author)
Publication Year
2005
Pages
30
Catalog Number
V83279
ISBN (eBook)
9783638899109
ISBN (Book)
9783638905121
Language
German
Tags
Kriegswaffe Medien Kriegsvorbereitung Kriegsberichterstattung Massenmedien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carsten Werner (Author), 2005, Kriegswaffe Medien - Kriegsvorbereitung und Kriegsberichterstattung in den Massenmedien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83279
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