Der Glaube an den einen Gott


Hausarbeit, 2007
17 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Abgrenzung des Themas

2. Allgemeiner Überblick über das Thema „Hingabe an den einen Gott“
2.1 Glaube des Islams
2.2 Aufgaben bzw. Pflichten des Menschen und Gottes Position

3. Monotheismus
3.1 Tauhid
3.2 Die 99 Namen Allahs
3.3 Strikter Monotheismus

4. Gott als Schöpfer

5. Gott als Weltlenker - Prädestinationslehre

6. Gott als Richter
6.1 Jenseitsvorstellungen

7. Andere Wesen im islamischen Glauben

8. Eigene, kritische Stellungnahme

9. Literaturverzeichnis

1. Abgrenzung des Themas

Das Ziel meiner Arbeit ist es, einen kurzen Überblick über die Thematik der Hingabe an den einen Gott im Islam zu geben. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt hierbei beim strikten Monotheismus des Islams und der Darstellung Allahs als Schöpfer, Weltlenker und Richter. Zur besseren Erläuterung des Eingottglaubens werden der Tauhid und die 99 Namen Allahs herangezogen. Allah als Schöpfer orientiert sich hierbei am Schöpfungsglauben; als Weltlenker an der Prädestinationslehre und als Gott als Richter am Gericht Gottes anhand der Jenseitsvorstellungen, mit einem Überblick über andere Wesen im islamischen Glauben.

2. Allgemeiner Überblick über das Thema „Hingabe an den einen Gott“

2.1 Glaube des Islams

Zu Beginn möchte ich klären, was der Begriff Islam überhaupt bedeutet. Das Wort Islam kommt aus dem Arabischen und wird als Hingabe und Unterwerfung definiert.[1] Jedoch trifft die Definition Unterwerfung nicht unbedingt zu, da der islamische Glaube von den Muslimen nicht als Unterwerfung empfunden wird, sondern als vorbehaltlose Hingabe und Verehrung Gottes. Daraus geht also hervor, dass Islam „Glaube an den einen und einzigen (allmächtigen) Gott Allah“ bedeutet. Dieser Glaube bildet somit auch das Herzstück des Islams, indem zwei immer wiederkehrende Kernpunkte der Ermahnung Mohammeds auftreten. Zum einen der Kampf gegen den Polytheismus und zum anderen die ausschließliche Betonung der Einzigkeit Gottes/Allahs. Somit wird der Glaube des Islams auch als Annahme der Wahrheit, die Gott den Menschen zukommen ließ und die in Bekenntnis zum Monotheismus zum einen ihre Grundlage, zum anderen ihren Höhepunkt findet, bezeichnet. Diese Annahme wurde den Muslimen, laut Koran, durch die Uroffenbarungen und in der Geschichte durch die Botschaft der Propheten kundgetan.[2] Des Weiteren werden auch erste Anzeichen gegen das Christentum im Koran deutlich. Er betont, dass Jesus nur ein Gesandter bzw. ein Prophet Gottes gewesen sei, so wie es Mohammed war, also nur ein Mensch, denn „für die Muslime ist Gottes Wort nicht „Fleisch“, also „Mensch“ geworden, sondern ein „Buch“[3], also durch Mohammed im Koran.

2.2 Aufgaben bzw. Pflichten des Menschen und Gottes Position

Im Zentrum des Lebens eines jeden Muslims stehen die fünf Pflichten, die er während seines Lebens auf Erden zu erfüllen hat. Diese Pflichten werden auch die „Fünf Säulen“ des Islams genannt. Diese Säulen gelten, mit Ausnahme von Kranken, Kindern, Schwangeren, usw. (hier gelten Sonderregeln), für jeden Muslimen gleich. Zu diesen fünf Pflichten gehören

- das Glaubensbekenntnis,
- das Gemeinschaftsgebet,
- das Almosengeben,
- das rituelle Fasten
- und die Pilgerfahrt nach Mekka.

Schon anhand der Pflichten eines Muslims geht hervor, dass die Aufgabe der Menschheit der „Dienst an Gott“ ist.

Gott selbst nimmt gegenüber der Welt und speziell gegenüber dem Menschen besonders drei fundamentale Aufgaben/Handlungen wahr und wird auch so von den Muslimen gesehen. Er wirkt als Schöpfer, Weltenlenker (hier spielt der Begriff Prädestination mit hinein) und zugleich auch als Richter (hiermit sind die Jenseitsvorstellungen bzw. Vorstellungen über das jüngste Gericht verbunden).

Diese eben aufgeführten drei Aufgaben Gottes werden im Laufe dieser Arbeit noch weiter ausgeführt.

3. Monotheismus

3.1 Tauhid

Der Kern des Islams ist der „Eingottglaube“, welcher als Monotheismus bezeichnet wird. Es ist das Prinzip der Einheit und Einzigkeit Allahs, der sogenannte tauhid.

„lá iláha illá lláh”

„Es gibt keinen Gott außer Allah“[4]

Wenn es ein Wort gibt, das für sich genommen für den ursprünglichen Impuls des Islams stehen kann [...] dann ist es tauhid,[5] welches aus dem Wort "Wahid (=Eins)" entstand.[6] Obgleich das Wort im Koran nicht vorkommt, ist es implizit in der Glaubensformel (s.o.) enthalten. Im gesamten heiligen Text gibt es Hinweise auf den Gott ohne Partner und Verbündete.[7] Der tauhid ist Grundlage der Glaubenslehren und Bezugspunkt jeglichen Handelns. Das herausragendste Element ist hierbei die absolute Transzendenz Gottes: „Gott ist der Erhabene“ (2,255), „die Blicke erreichen ihn nicht“ (6,103),... .[8] Erkennbar sind dabei nur die Gaben Gottes - seine Schöpfung. Er selber ist der absolut andere, der immer Unerkennbare, usw. (siehe 2.1). Allah ist als der einzige Gott aller Anbetung würdig, denn er ist unteilbar und hat niemanden neben sich. Nichts ist ihm auch nur ähnlich, da er unvergleichlich ist. Jedem Menschen hat Allah die Fähigkeit mitgegeben ihn zu erkennen, wenn er nur aufrichtig nach ihm sucht.[9]

Auch soll man den Namen Gottes nicht leichtfertig missbrauchen, indem man z.B. leichtsinnig auf seinen Namen schwört.[10]

Das strenge Bildverbot unterstreicht, dass „nichts Gott gleich“ ist, denn jeder Darstellungsversuch würde die radikale Transzendenz, Jenseitigkeit und Andersartigkeit verfälschen. Das Gottesbild des Islams, ist das am konsequentesten monotheistische, es ist in dieser Hinsicht rigider als das jüdische und christliche.[11]

Dieser strikte Monotheismus gehört unbestritten zur Kernbotschaft dieser Weltreligion. In unzähligen Versen des Korans wird betont, dass Gott ein Einziger ist und dass ihm nichts gleich ist.

„ Sag: Er ist Gott, ein Einziger Gott durch und durch [...] Und keiner ist ihm ebenbürdig“.[12]

3.2 Die 99 Namen Allahs

In der islamischen Gotteslehre stehen die Attribute Gottes (die 99 schönsten Namen) im Mittelpunkt.

Gott ist jedoch nicht nur der erhabene, majestätische Gott, wie es auf den ersten Blick scheint, sondern auch ein persönlicher Gott, denn er hat zu den Propheten gesprochen und sich ihnen mitgeteilt, wenn auch durch die Engel. Er ist aber auch ein naher und liebender Gott, denn im Koran heißt es, Gott ist der Freund der Gläubigen („ [...] Und Allah ist der Gläubigen Hort.“[13]).

Unter all den genannten Vorzügen ist Gott aber auch der Barmherzige oder Vielverzeihende. Dieses wiederum belegt, dass Allah immer größer ist als das, was sich der Mensch vorstellen kann. Im Koran heißt es „meine Barmherzigkeit umfasst alle Dinge“[14], woraus auch hervorgeht, dass Gott Verzeihung gewährt, jedoch unter der Voraussetzung, dass der Sünder bereut und umkehrt.

[...]


[1] Vgl. Microsoft Encarta Enzyklopädie 2000. „Islam“

[2] Vgl. Khoury/Hagemann/Heine. Freiburg 1991.

[3] Khoury/Hagemann/Heine. Freiburg 1991.

[4] Aus dem ersten Teil des Glaubensbekenntnisses des Koran

[5] Ruthven, M. : Der Islam: Eine kurze Einführung. S.73

[6] http://www.enfal.de/grund22.htm 19.11.2004 22:17

[7] Vgl. Ruthven, M. : Der Islam: Eine kurze Einführung. S.73

[8] Vgl. Khoury, A. : Der Islam, Sein Glaube, seine Lebensordnung, sein Anspruch.

[9] Vgl. http://www.i-g-d.com/html/grundlagen/Wer%20ist%20Allah.htm 20.11.2004 19:47Uhr

[10] Khoury. A: Das Ethos der Weltreligionen.

[11] Odermatt, M. : Der Fundamentalismus.

[12] Koran: Sure 112

[13] Henning, Max. Stuttgart 1991.

[14] Henning, Max. Stuttgart 1991. S. 168 f.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Der Glaube an den einen Gott
Hochschule
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg  (Philosophie)
Veranstaltung
Der Islam
Note
2,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
17
Katalognummer
V83288
ISBN (eBook)
9783638895620
Dateigröße
536 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Glaube, Gott, Islam
Arbeit zitieren
Kerstin Berger (Autor), 2007, Der Glaube an den einen Gott, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83288

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