„Unsere Schule is(s)t gesund!“ Gesundes Essverhalten fördern.


Projektarbeit, 2004

43 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Problemaufriss
1.1 Ernährungssituation in Deutschland
1.2 Ernährungssituation von Kindern und Jugendlichen
1.2.1 Allgemeine Datenlage
1.2.2 Verzehrsverhalten von Kindern und Jugendlichen
1.2.3 Einflüsse auf das Ernährungsverhalten Jugendlicher
1.2.4 Folgen
1.3 Ernährungsbildung

2. Entwicklung der Fragestellung
2.1 Handlungsbedarf
2.2 Handlungsfelder

3. Thema und Zielsetzung des Projektes
3.1 Generelle Ziele
3.2 Ziele des Projektes
3.3 Kurzfristige, mittelfristige und langfristige Ziele

4. Gesundheitspolitische Relevanz
4.1 Aktualität der Thematik
4.2 Ökonomische Relevanz
4.3 Gesetzliche Regelungen

5. Entwicklung in der Praxis
5.1 Allgemeine Entwicklung
5.2 Beispiel aus der Praxis

6. Realisierbarkeit und Strategien der Akzeptanzsicherung
6.1 Einschätzung der Realisierbarkeit
6.2 Risikoanalyse
6.3 Strategien zur Akzeptanzsicherung
6.4 Einbindung des Projektes in bestehende Strukturen

7. Durchführung des Projektes
7.1 Vorbereitungsphase
7.2 Planungsphase
7.3 Durchführung der Interventionen
7.3.1 Durchführung der Projektwoche und der Präsentation der Ergebnisse
7.3.2 Vorbereitung und Implementierung des optimierten Pausenverkaufs
7.4 Abschlussphase

8. Finanz- und Zeitplanung
8.1 Zeitplanung
8.1.1 Zeitlicher Überblick über den Gesamtverlauf des Projektes
8.1.2 Zeitliche Abläufe einzelner Projektschritte
8.2 Finanzplanung
8.2.1 Personelle Kosten
8.2.2 Sachkosten
8.2.3 Erwartbare Gesamtkosten und Finanzierung des Projektes im Überblick

9. Erwartbare Ergebnisse
9.1 Ergebnisse innerhalb der Einrichtung
9.2 Ergebnisse im schulischen Umfeld

10. Übertragbarkeit

Fazit

Anhang

Abkürzungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

Einleitung

Innerhalb meines beruflichen Tätigkeitsfeldes – der Beratung von Menschen mit Diabetes – begegnen mir viele Menschen, die durch eine gesundheitsförderliche Ernährungsweise zu einer Verbesserung ihres Wohlbefindens, ihrer gesundheitlichen Situation und der Minimierung der Entstehung von Begleiterkrankungen beitragen könnten. Es zeigt sich jedoch immer wieder, wie schwer es ist, durch jahrelange Gewohnheiten verfestigte, gesundheitsabträgliche Verhaltensmuster zu verändern.

Erschwerend kommt hinzu, dass gesundes Essverhalten selten unmittelbar spürbare positive Konsequenzen nach sich zieht, sondern ganz im Gegenteil häufig mit Einschränkung und Verzicht einhergeht. Die Entstehung von Krankheiten wird zudem oftmals nicht direkt mit dem eigenen Ernährungsverhalten in Verbindung gebracht. Dazu kommen das Überangebot an Nahrungsmitteln und Speisen und die abnehmende Notwendigkeit von kochtechnischen Fertigkeiten durch fertige Speisenangebote, die nahezu rund um die Uhr zugänglich sind (vgl. auch Pudel 2004).

Motive für das Essverhalten sind äußerst vielschichtig. Im Vordergrund stehen keine rationalen, sondern emotionale Beweggründe, wie Geschmack, Hunger, Sättigung, Angebot, Präferenzen, Gewohnheiten, Traditionen (vgl. auch Pudel 2004).

Nach Pudel (2004) ist „Essverhalten ein überwiegend durch Bedürfnisse emotional reguliertes Verhalten, das durch kognitiv-rationale Argumente wenig (oder nicht) beeinflusst wird“ (S.113).

Da sich Ernährungsgewohnheiten bereits frühzeitig verfestigen und im Erwachsenenalter schwer modifizierbar sind (Pudel 2004), sowie finanzielle und zeitliche Ressourcen für Ernährungsaufklärung knapp bemessen sind, ist es naheliegend, zielgruppenorientiert bei der Gruppe der Kinder und Jugendlichen anzusetzen, um eine größtmögliche Effektivität zu erzielen.

„Die Idee von New Public Health ist „think upstream”, also den Fluss hinaufzugehen und herauszufinden, wo die Ursachen liegen und dann – wo immer es möglich ist – zu verhindern, dass Menschen in den Fluss fallen“ (Bertelsmann 2003, S.28).

Abweichend von den traditionellen, kognitiven Formen der Ernährungsaufklärung und –erziehung will das Projekt mit den Methoden Partizipation, Ressourcenorientierung, Empowerment und Praxisorientierung einen Beitrag zur Verbesserung des Ernährungs- und Essverhaltens Jugendlicher leisten und im Sinne einer ganzheitlichen Gesundheitsförderung an deren lebensweltlichen Bezügen und Ausgangsbedingungen ansetzen. Dem Aspekt der sozialen Ungleichheit und der daraus resultierenden Ungleichheit in der Wahrnehmung gesundheitlicher Chancen wird in diesem Projekt besondere Bedeutung beigemessen[1].

1. Problemaufriss

1.1 Ernährungssituation in Deutschland

Anhand des Ernährungsberichtes der DGE aus dem Jahr 2000 lassen sich Trends im Ernährungsverhalten der deutschen Bevölkerung ermitteln.

Trotz regionaler Unterschiede im Verzehr von Lebensmitteln ist die Energie- und Nährstoffzufuhr bundesweit annähernd gleich.

Betrachtet man die einzelnen Nährstoffe, so ist beim Fettverzehr zwar ein Rückgang zu verzeichnen, jedoch sind die empfohlenen Mengen von 30% der Gesamtenergie mit 34% bei der weiblichen und 33% bei der männlichen Bevölkerung noch nicht erreicht. Zudem überwiegt hier der Anteil der ungünstigen (d.V.), gesättigten Fette. Die Proteinzufuhr ist ausreichend, die Kohlenhydratzufuhr zu gering, vor allem was den Anteil von Polysacchariden betrifft. Auch die durchschnittliche Zufuhr von Alkohol ist reduzierungsbedürftig. Die Deckung des Vitaminbedarfs wird überwiegend erreicht (mit Ausnahme der Folsäure), bei den Mineralstoffen wird die Calciumversorgung, trotz Anstiegs des Verzehrs an Joghurt und Käse in keiner Altersgruppe gewährleistet (DGE 2000; Mensink et al. 2002).

Trotz eines reichhaltigen, qualitativ hochwertigen und von hoher Sicherheit gekennzeichneten Lebensmittelangebots in Deutschland und trotz der Tatsache, dass sich ein zunehmender Anteil der Bevölkerung mit seinem Ernährungsverhalten auseinandersetzt, gibt es gesundheitliche Probleme, die auf ein ungünstiges Ernährungsverhalten zurückzuführen sind (Mensink 2002).

Dabei hängt ein mehr oder weniger gesundes Essverhalten von der Zugehörigkeit zu einer gesellschaftlichen Gruppe oder von der sozialen Lage ab. Geschlecht, das Ernährungswissen, Geschmack- und Ernährungseinstellungen, Bildung, Einkommen und Klasse sowie die Familien und Haushaltssituation sind Faktoren, die das Ernährungsverhalten in unterschiedlicher Weise beeinflussen (BZgA 2003a).

Eine energetisch über den Bedarf hinausgehende Ernährung führt zu Übergewicht, das wiederum zahlreiche andere Erkrankungen nach sich zieht. So sind in Deutschland nahezu 70% der Männer und ca. 50% der Frauen übergewichtig (BMI ³ 25 kg/m²). Ca. 20 % der Bevölkerung haben einen BMI ³ 30 kg/m² und gelten somit als adipös (Mensink 2002). Neben dem Ernährungsverhalten sind es vor allem die genetische Disposition, zunehmende Bewegungsarmut sowie psychische, soziale und umweltbedingte Faktoren, die die Entstehung von Übergewicht begünstigen (Benecke, Vogel 2003).

Erkrankungen wie Hypertonie, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen und Osteoporose werden in einem direkten Zusammenhang mit Über- oder Fehlernährung oder einem Nährstoffmangel gesehen. Die Prävalenz dieser Erkrankungen ist steigend (Mensink 2002).

Da Therapien der Adipositas meist wenig effektiv und gleichzeitig kostenintensiv sind, kommt einer frühen Förderung einer gesundheitsbewussten Ernährung eine besondere Bedeutung zu (Benecke, Vogel 2003).

1.2 Ernährungssituation von Kindern und Jugendlichen

1.2.1 Allgemeine Datenlage

Die Erhebung von Daten zum Ernährungsverhalten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland ist bislang defizitär. Die bisherigen Ergebnisse beziehen sich auf regional begrenzte Studien (vgl. Kersting et al. 2004; DGE 2000), oder auf ein spezielles Umfeld.

Die letzte nationale Verzehrsstudie liegt 15 Jahre zurück.

Insgesamt zeigt sich für Deutschland noch ein erheblicher Bedarf an Forschung und relevanten Daten und der wissenschaftlichen Begleitung von Projekten, um der zunehmend problematischen Ernährungssituation von Kindern und Jugendlichen wirkungsvoll begegnen zu können.

Eine Erhebung bundesweiter Verzehrsdaten von Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KIGGS)[2] soll dieses Defizit beseitigen. Eine Koppelung dieser Ergebnisse mit weiteren Gesundheitsdaten des Surveys könnte die Erforschung der Zusammenhänge zwischen Essgewohnheiten und verschiedenen Gesundheitsparametern vorantreiben (Mensink, Burger 2004)

Auch die zu einer Bewertung der Situation und daraus resultierenden Strategien zur Verbesserung notwendigen wissenschaftlich basierten Referenzwerten für den Nährstoffbedarf sind lückenhaft (Koletzko et al. 2004).

1.2.2 Verzehrsverhalten von Kindern und Jugendlichen

In den folgenden Ausführungen werden drei aktuelle Studien zur Analyse der Ernährungssituation von Kindern und Jugendlichen herangezogen:

- DONALD-Studie
- HBSC-Studie (Health Behaviour in School-aged Children)
- Studie des Institutes für Kulturwissenschaften der Uni Leipzig zum Ernährungsverhalten Jugendlicher im Kontext ihrer Lebensstile

Die DONALD-Studie[3], die seit 1985 am Dortmunder Forschungsinstitut für Kinderernährung durchgeführt wird, zeigt die Ernährung von Kindern und Jugendlichen anhand des Lebensmittelverzehrs auf, stellt altersabhängige Verzehrsmuster und längerfristige Trends der Ernährung dar und beurteilt diese im Zusammenhang mit der optimierten Mischkost[4] (Kersting et al. 2004).

So liegt laut einer Zusammenfassung der DONALD-Studie von Kersting et al. (2004) im Bundesgesundheitsblatt der Verzehr von Brot und Getreide in allen Altersgruppen unter dem empfohlenen Verzehr und trotz der Tatsache, dass die Präferenz für Vollkornbrot (aus fein gemahlenem Vollkornmehl) genauso hoch ist wie die für Weiß- und Graubrot ist der Anteil mit 20% eher marginal. Auch bei Nudeln und Reis sind Vollkornprodukte eher selten.

Obst nimmt einen deutlich höheren Stellenwert ein als Gemüse, allerdings nur unter der Einbeziehung von Obstsäften. Ansonsten bleibt der Verzehr von Obst genauso wie der von Gemüse deutlich hinter den Empfehlungen zurück.

Bei der Verzehrshäufigkeit von Milch- und Milchprodukten lässt sich eine geschlechtsspezifische Tendenz erkennen. Mädchen nehmen weniger Milchprodukte zu sich, achten aber mehr auf den Fettgehalt.

Was die gesamte Fettzufuhr betrifft, ist der Trend zu einem übermäßigen Fettverzehr in langfristigen Beobachtungen eher rückläufig. Ähnlich wie bei den Erwachsenen (vgl. 1.1) wird die empfohlene Zufuhr aber noch deutlich überschritten. Hochwertigen Speisefetten kommt eine untergeordnete Rolle zu (Kersting et al. 2004).

Die in der optimierten Mischkost sogenannten geduldeten Lebensmittel (zuckerreiche Produkte wie Süßigkeiten, Gebäck, Brotaufstriche...) haben bis zum Alter von 14 Jahren eine steigende Tendenz, die Verzehrshäufigkeit von Fastfood nimmt mit zunehmendem Alter zu.

Die Getränkeauswahl ist insgesamt günstig, allerdings ist mit zunehmendem Alter ein steigender Verzehr von süßen Getränken zu beobachten. Die Trinkmengen bleiben jedoch in allen Altersgruppen hinter den Empfehlungen zurück (ebda.).

Insgesamt lässt sich anhand dieser Studie feststellen, dass die Ernährung der befragten Kinder und Jugendlichen in einigen Bereichen erheblich von den Empfehlungen der optimierten Mischkost abweicht, wobei das Verzehrsverhalten der weiblichen Teilnehmer noch eher den Empfehlungen entspricht, als das der männlichen (ebda.).

Nachfolgend werden die wesentlichen Faktoren dargestellt, die mit mehr oder weniger günstigen Ernährungsgewohnheiten in Verbindung gebracht werden.

1.2.3 Einflüsse auf das Ernährungsverhalten Jugendlicher

Die folgende Darstellung konzentriert sich überwiegend auf die Gruppe der Jugendlichen im Alter von ca. 11-16 Jahren, da der Fokus des Projektes auf diese Zielgruppe gerichtet ist.

Die empirische HBSC-Studie[5], eine internationale Vergleichsstudie in Zusammenarbeit mit der WHO zeigt in ihren Untersuchungsergebnissen die Bedingungen der Entwicklung gesundheitsrelevanter Einstellungen und Verhaltensweisen Jugendlicher auf und möchte zu deren Verständnis beizutragen. Sie liefert aktuell Daten zu Zusammenhängen von riskantem Ernährungsverhalten und Übergewicht mit sozialer Lage, Bildungsgrad (Schulform) und Lebensgewohnheiten Jugendlicher zwischen 11 und 15 Jahren.

Die Studie des Institutes für Kulturwissenschaften der Uni Leipzig befasst sich – unterstützt und gefördert durch die BZgA - mit jugendlichen Ernährungsweisen (Altersgruppe 13-16 Jahre) im Zusammenhang mit deren Lebensstilen (vgl. auch BZgA 2003a). Mit den Ergebnissen dieser Studie sollen insbesondere Ansatzpunkte für gesundheitliche Aufklärung abgeleitet werden.

Bei den genannten Studien wurden standardisierte Fragebögen und Interviewtechnik eingesetzt. Die Ergebnisse basieren auf selbstberichteten Daten.

Die HBSC-Studie weist einen signifikanten Zusammenhang von Übergewicht mit körperlicher Aktivität, mit einem regelmäßigen Mahlzeitenrhythmus und mit der sozialen Lage[6] nach.

Anhand verschiedener Untersuchungsergebnisse (nach Alter, nach Geschlecht, nach Alter und Geschlecht) lässt sich zusammenfassen, dass etwa 5-6% der Mädchen und 7-10% der Jungen in der Altersgruppe von 11-15 Jahren als übergewichtig[7] einzustufen sind (Zubrägel, Settertobulte 2003).

Übergewichtige Jugendliche bewegen sich durchschnittlich weniger als ihre normal- und untergewichtigen Altersgenossen. Insgesamt sind Jungen körperlich aktiver.

Auch die Ernährungsroutinen haben einen bedeutenden Einfluss auf die Entstehung von Übergewicht (ebda.).

Auffällig ist beispielsweise die Zahl der Jugendlichen der Teilstudie aus Hessen, die nur unregelmäßig frühstücken. Im Rahmen der Befragung gaben nur 61,4% an, an jedem Schultag ein Frühstück einzunehmen. Hingegen gaben 20,3% der Jugendlichen an, an Schultagen nie zu frühstücken. Unterscheidet man die Ergebnisse weiter nach Schulform, so ergibt sich ein deutliches Gefälle, d.h. bei Schülern an Hauptschulen ist die Zahl derer, die generell ohne Frühstück zur Schule kommen um ca. 10% höher als bei Schülern an Gymnasien (vgl. Tabelle 1 im Anhang, HBSC Hessen 2002).

Nach Zubrägel und Settertobulte (2003) besteht ein deutlich erhöhtes Risiko zu Übergewicht für Jugendliche, die keine regelmäßigen Mahlzeiten zu sich nehmen.

„Einer der statistisch auffälligsten Prädiktoren für das Auftreten von Übergewicht ist in den westlichen Industriegesellschaften die soziale Lage der Familie“ (Zubrägel, Settertobulte 2003, S.170). Es konnte nachgewiesen werden, dass mit abnehmendem sozialen Status das Übergewicht von Jugendlichen ansteigend ist. Doch scheint die soziale Lage nicht der alleinige beeinflussende Faktor zu sein, sondern vielmehr die Tatsache, dass bei Jugendlichen in unteren sozialen Schichten möglicherweise viele Faktoren zusammenkommen, die einen Effekt auf die Entstehung von Übergewicht haben (ebda.).

Ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen der Verzehrshäufigkeit von ungesunden Nahrungsmitteln und der Entwicklung von Übergewicht konnte im Rahmen dieser Studie nicht nachgewiesen werden. Umgekehrt konnte in der regionalen Befragung in Sachsen auch kein Einfluss durch den Verzehr sogenannter gesunder Nahrungsmittel auf das Körpergewicht festgestellt werden (ebda.).

Auch ein direkter Zusammenhang zwischen der Dauer des Fernsehkonsums und der Begünstigung von Übergewicht ist anhand der Ergebnisse dieser Studie nicht feststellbar, wobei nicht ausgeschlossen wird, dass mit einem vermehrten TV-Konsum auch ein erhöhter Konsum von ungesunden Lebensmitteln einhergeht (ebda.)

Ein Einfluss auf das Ernährungsverhalten zeigt sich auch in der Betrachtung der Körperwahrnehmung. Die Einschätzung des eigenen Körpers entspricht bei den Jugendlichen nicht immer der Realität. So halten sich besonders Mädchen, die normalgewichtig sind für zu dick. Umgekehrt sind bei den übergewichtigen Mädchen nur selten Fehleinschätzungen zu finden (Zubrägel, Settertobulte 2003).

Bei den männlichen Jugendlichen waren es dagegen 18% der Übergewichtigen die sich als normalgewichtig einschätzten.

Immerhin hielten sich auch hier 11,6% der untergewichtigen Jungen für zu dick.

Aufgrund dieser subjektiven Einschätzungen kommt es häufig zu einem Diätverhalten, das sich entweder in einer positiven Veränderung des Essverhaltens hin zu gesundheitsbewussterer Ernährung oder aber in vielen Fällen in einer gesundheitsriskanten Verhaltensweise ausdrückt (von Weglassen von Mahlzeiten, strikter Kalorienbegrenzung bis hin zu einem herbeigeführten Erbrechen nach den Mahlzeiten) (ebda.).

Den Ergebnissen der Studie der Universität Leipzig zufolge haben die Lebensstile der Jugendlichen – neben anderen Faktoren, wie dem Geschlecht, dem Ernährungswissen und der Einstellung zur Ernährung - den stärksten Einfluss auf das Ernährungsverhalten.

Es erfolgte eine Einteilung in verschiedene Lebensstilsschemata[8].

Demnach gibt es jugendliche Lebensstile, die einer gesunden Ernährung eher förderlich sind und andere, die einer gesunden Ernährung eher abträglich sind (BZgA 2003a).

So ist zum Beispiel ein sportorientierter Lebensstil mit geringen Präferenzen für TV-Konsum häufiger mit dem Verzehr von gesunden Nahrungsmitteln gekoppelt, während ein fernsehorientierter Lebensstil mit dem bevorzugten Verzehr von Softdrinks einhergeht.

Eine außerhäusliche Spannungsorientierung mit vermehrten Aktivitäten im Bereich Disco, Kneipe, Kino, Musik und engen Bindungen an die Peer-Gruppe ist laut Ergebnissen der Studie verknüpft mit einem vermehrten Verzehr an Softdrinks, Süßigkeiten, Fastfood und Alkohol.

Die innerhäusliche Spannungsorientierung mit Präferenzen u.a. für Videos, Computerspiele, Internet geht einher mit einem vermehrten Konsum an Fleisch, Softdrinks, Süßigkeiten und Snacks (ebda.).

Das Ernährungsverhalten von Jugendlichen wird demnach von vielen Faktoren beeinflusst, die überwiegend im Kontext des Lebensumfeldes und der Lebensstile zu finden sind.

Gerade die besonders vulnerable Phase der Pubertät, die mit Abgrenzungen vom Elternhaus, Orientierungen an den Peer-Gruppen und einer verstärkten Entwicklung der eigenen Identität einhergeht, wird mit riskanten Ernährungsgewohnheiten und gesundheitsschädigenden Verhaltensweisen in Verbindung gebracht (Zubrägel, Settertobulte 2003; vgl. auch Pinquart, Silbereisen 2004).

„Die physischen, psychischen und sozialen Veränderungen dieser Phase haben einen unmittelbaren Einfluss auf das Essverhalten und die Ernährungsgewohnheiten der Jugendlichen“ (Zubrägel, Settertobulte 2003, S.160).

1.2.4 Folgen

Ungesundes Ernährungsverhalten Jugendlicher hat zunächst einen direkten Einfluss auf das aktuelle Befinden.

Heseker und Beer (2004) beschreiben die Problematik wie folgt: Fehlende Mahlzeiten führen u.a. zu Leistungs- und Konzentrationsschwächen, fett- und kalorienreiche Mahlzeiten zu postprandialer Müdigkeit. Dies trifft besonders für Jugendliche zu, die ohne Frühstück zur Schule gehen und/oder sich auf dem Weg zur Schule oder in der Pause einen Ersatz beschaffen, der in den seltensten Fällen den ernährungsphysiologischen Anforderungen entspricht.

Ein ungünstiges Trinkverhalten – 11,6% der Schüler trinken nie oder nur selten etwas zum Frühstück, während des Schulbesuchs trifft das sogar auf 23,9 % zu - kann zu körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen führen.

Eine ständig über den tatsächlichen Bedarf hinausgehende Kalorienzufuhr in Verbindung mit geringen körperlichen Aktivitäten begünstigt die Entstehung von Übergewicht (ebda.).

Dies kann zu riskantem Diätverhalten und dem Weglassen von Mahlzeiten führen, was wiederum einen Einfluss auf die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit hat (Zubrägel, Settertobulte 2003).

Für die betroffenen Jugendlichen haben Übergewicht und Adipositas zudem erhebliche Auswirkungen auf das subjektive Gesundheitsbefinden wie auch auf die Häufigkeit von auftretenden Gesundheitsstörungen. Zugleich sind sie verbunden mit einer Abnahme des Selbstwertgefühls. „Unter den Mädchen korreliert das Selbstwertgefühl linear mit dem Gewichtsstatus“ (ebda., S.174). Es ist bei übergewichtigen Mädchen deutlich geringer. Jungen haben dagegen insgesamt ein höheres Selbstwertgefühl, das bei Übergewichtigen aber graduell niedriger ausgeprägt ist.

Übergewichtige Jugendliche erleben häufiger eine soziale Ausgrenzung in Form von Mobbing.

Eine Einschränkung der Lebensqualität bei Jugendlichen mit Übergewicht wird durch die Daten der HBSC-Studie deutlich (ebda. 2003).

Langfristig gesehen hat ein gesundheitsabträgliches Ernährungsverhalten Jugendlicher, besonders, wenn es mit der Entstehung von Übergewicht und Adipositas verbunden ist, ein erhöhtes Risiko für die Entstehung zahlreicher Krankheiten zur Folge.

Dazu gehören u.a. Bluthochdruck, koronare Herzkrankheiten, Diabetes mellitus Typ 2 und Fettstoffwechselstörungen[9].

So begünstigt allgemeine Fehlernährung u.a. die Manifestation von Fettstoffwechselstörungen, die in Form von erhöhten Cholesterinwerten bereits bei 40% der Erwachsenen auftreten. „Fettstoffwechselstörungen gelten als zentraler Risikofaktor für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die in den westlichen Industrieländern etwa die Hälfte der Todesfälle verursachen“ (DGE 2004, S. V/1.1).

Zudem ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein fettleibiges Kind auch im Erwachsenenalter

adipös bleibt mit bis zu 50% enorm hoch und steigt weiter an, wenn das Übergewicht noch nach der Pubertät besteht (Debuis 2002).

1.3 Ernährungsbildung

Die Praxis der Gesundheits- und auch der Ernährungsbildung in unseren Schulen sowie die Berücksichtigung in den Lehrplänen ist seit Jahren Gegenstand der Kritik“ (Heseker, Beer 2004, S.243; vgl. auch DGE 1972).

Im Rahmen des Forschungsprojektes EiS (Ernährung in Schulen)[10] wurden 1999-2001 von der Universität Paderborn u.a. Analysen von Lehrplänen und Schulbüchern vorgenommen.

Während in den Grundschulen das Thema Ernährung in den Sachkundeunterricht eingebettet ist, wird es mit Beginn der Sekundarstufe u.a. den Fächern Hauswirtschaft und Biologie zugeordnet. Der hauswirtschaftliche Unterricht steht aufgrund der Wahlmöglichkeiten in Konkurrenz zu anderen Fächern und erreicht somit nicht alle Schüler und Schülerinnen.

In bezug auf die einzelnen Bundesländer und die einzelnen Schulformen gibt es hinsichtlich des ernährungsbezogenen Unterrichts keine Kontinuität. Die in den Lehrplänen noch breite Auswahl zum Thema Ernährung findet oftmals keinen Eingang in den realen Schulalltag und ein Fachlehrermangel auf diesem Gebiet trägt nicht zur Besserung der Situation bei (Heseker, Beer 2004).

Hinzu kommt, dass der Ernährungsunterricht in Schulen weiterhin vorwiegend auf kognitive Wissensvermittlung ausgerichtet ist, was weder den wissenschaftlichen Erkenntnissen, noch den Bedürfnissen der Schüler und Schülerinnen gerecht wird.

Durch diese Art der Vermittlung werden weder signifikante Verhaltensänderungen erzielt, noch wird der Förderung von Partizipation, Eigenverantwortlichkeit und Handlungskompetenz Rechnung getragen. Der dringend erforderliche Bezug von Theorie und Praxis scheitert häufig an den vorherrschenden Bedingungen, wie z.B. der mangelnden Anerkennung des Fachs Hauswirtschaft und dem Mangel an geeigneten Räumlichkeiten (ebda.).

Ein weiteres Defizit zeigt sich in der Darstellung der Thematik in den Schulbüchern. So werden z.B. in den Schulbüchern für den hauswirtschaftlichen Unterricht neue Erkenntnisse gar nicht oder nur unzureichend berücksichtigt, Zusammenhänge fehlerhaft dargestellt und Ernährungsirrtümer verbreitet. Die Bücher des Biologieunterrichtes weisen nur eine begrenzte Themenauswahl auf und sind u.a. im Bezug auf anwendungsbezogenen Themen fehlerhaft (Heseker 2001).

2. Entwicklung der Fragestellung

2.1 Handlungsbedarf

In der Deklaration der WHO von Alma Ata von 1978 wird Gesundheit als ein grundlegendes Menschenrecht dargestellt. Ziel ist das Erreichen eines bestmöglichen Gesundheitszustandes[11].

Im Sinne der Ottawa-Charta ist es Ziel der Gesundheitsförderung, „allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen“ (WHO 1993, S. 182).

Neben den Forderungen der WHO machen die demografische Entwicklung, das veränderte Morbiditätsspektrum mit der Zunahme chronischer Erkrankungen und die dadurch bereits eingetretenen oder in steigendem Maße noch zu erwartenden Beeinträchtigungen für die Gesundheit der Bevölkerung und für das Individuum (vgl. Bertelsmann 2003) ein Handeln erforderlich.

Trotz zunehmender finanzieller Aufwendungen im Rahmen der kurativen Medizin werden bislang nur geringfügige Verbesserungen des allgemeinen Gesundheitszustandes der Bevölkerung festgestellt (Bertelsmann 2003). Dies bestärkt die Forderung nach einem Umdenken und Handeln in Richtung Gesundheitsförderung und Prävention.

Erwiesenermaßen werden bereits in jungen Jahren die Weichen für die gesundheitliche Entwicklung im Erwachsenenalter gestellt.

„Kinder und Jugendliche stellen in Deutschland zwar eine weitgehend gesunde Population dar, die sind jedoch aus gesundheitswissenschaftlicher Perspektive als eine vulnerable Gruppe zu betrachten, die in bezug auf ihre gesundheitlichen Risiken und gesundheitsfördernden Potenziale beobachtet werden muss“ (Schubert et al. 2004, S.12; vgl. auch BMGS 2003).

Die Ernährung spielt bei dieser Entwicklung – als Mitverursacher vieler Krankheiten eine wesentliche Rolle.

Gerade in der Kindheit und Jugend verfestigen sich Ernährungsverhaltensmuster, die in späteren Jahren stabil bleiben (vgl. Naidoo, Wills 2003). „Eine gelungene Verhaltensbeeinflussung jugendlichen Ernährungsverhaltens würde daher schwierige Umlernprozesse im Erwachsenenalter vermeiden helfen“ (Pott 2003, Vorwort).

Der Problemaufriss lässt eine vielschichtige Problematik erkennen:

Das Ernährungsverhalten Jugendlicher hat sofortige und langfristige Folgen für die gesundheitliche Situation der Jugendlichen und somit auch für die zukünftigen Erwachsenen und die Gesamtbevölkerung.

Die Ursachen dieses Verhaltens sind nicht auf einzelne Faktoren zurückzuführen, sondern multifaktoriell.

Es besteht ein erkennbarer Zusammenhang zwischen sozialer Lage und gesundheitlichem Verhalten.

Die derzeit praktizierte Ernährungsbildung in Schulen ist hinsichtlich Stellenwert, Methodik und Wissensgrundlagen defizitär und entspricht in weiten Teilen nicht den aktuellen Anforderungen.

Im Hinblick auf die gesundheitswissenschaftliche Relevanz des geplanten Projektes stellen sich folgende Fragen:

- Inwieweit kann im Setting Schule zur Verbesserung der Ernährungssituation Jugendlicher und somit der gesundheitlichen Situation der Bevölkerung beitragen und den oben genannten Forderungen der WHO gerecht werden?
- Können im Rahmen eines Schulprojektes die Lebensbedingungen und die multifaktoriellen Ursachen für das gesundheitsabträgliche Ernährungsverhalten Jugendlicher angemessen berücksichtigt werden?
- Kann mit dem Projekt ein Beitrag zur Förderung gesundheitlicher Chancengleichheit geleistet werden?
- Kann das Projekt zur Verbesserung der Ernährungsbildungssituation der Interventionsschule beitragen? Ist eine Übertragung auf andere Schulen möglich?
- Stellt das Projekt einen Schritt auf dem Weg zur gesundheitlichen Gestaltung des Lebensraums Schule dar, kann es mit anderen gesundheitsfördernden Projekten kombiniert werden und zu einer Vernetzung mit anderen Einrichtungen führen?

2.2 Handlungsfelder

Weitere Fragestellungen ergeben sich hinsichtlich der Handlungsfelder:

- Bei welchen Zielgruppen unter den Jugendlichen ist eine Veränderung am notwendigsten und effektivsten?
- Wie können diese Zielgruppen am besten erreicht werden?
- Welche Besonderheiten sind bei Interventionen zu berücksichtigen?
- Welche Kooperationspartnerschaften erweisen sich als sinnvoll?

Nachdem bereits festgestellt wurde, dass Jugendliche[12] eine geeignete Zielgruppe für Gesundheitsförderung und Prävention – insbesondere im Bezug auf das Ernährungsverhalten – darstellen, ist nun die Frage, ob es für spezielle Zielgruppen einen besondern Handlungsbedarf gibt:

Zahlreiche Veröffentlichungen weisen immer wieder auf sozial benachteiligten Jugendliche als besonders gefährdete Gruppe hin (vgl. BZgA 2003a; Zubrägel, Settertobulte 2003; Klocke 2001; Kolip 2004; Heseker, Beer 2004).

Allerdings gibt es zu diesen Zusammenhängen nur wenige Studien in Deutschland (Kolip 2004). Die Vorhandenen zeigen jedoch einheitlich, „dass die Prävalenzraten für Adipositas und Übergewicht in sozial benachteiligten Gruppen höher sind, wie auch das Ernährungsverhalten in diesen Gruppen ungünstigere Muster aufweist“ (ebda, S.237).

Heseker und Beer (2004) sehen ein besonderes Defizit der Ernährungsqualität, vor allem im Kontext von Hauptschulen und Schulen in Stadtteilen mit besonderem Erneuerungsbedarf.

Klocke (2001) weist im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung des Bundes auf ein riskantes Ernährungsverhalten im Zusammenhang mit Armut hin, das wiederum auf eine „ungünstigere Gesundheitsbiografie der Kinder und Jugendlichen aus Armutsfamilien“ erwarten lässt“ (ebda., S.10).

Das geplante Projekt will diese Aspekte aufgreifen und soll aus diesem Grund in einem sozial benachteiligten Stadtteil durchgeführt werden.

Daran schließt sich notwendigerweise die Frage nach der Erreichbarkeit dieser Zielgruppe an:

Um möglichst viele sozial benachteiligte Jugendliche zu erreichen bietet sich besonders das Setting Schule an. Deren Erreichbarkeit ist in diesem Umfeld über mehrere Jahre hinweg gewährleistet.

„Ein besonderer Vorteil von Settings (...) besteht darin, dass sich einerseits sozial Benachteiligte dort am besten erreichen lassen (aufsuchende Information und Intervention), andererseits jegliche Form einer kontraproduktiven Stigmatisierung vermieden wird, da in diesen Settings nicht ausschließlich sozial Benachteiligte anzutreffen sind“ (Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Krankenkassen 2003, S.6).

Hurrelmann bezeichnet die Schule als eine Einrichtung, die aufgrund der Zugangsmöglichkeiten sehr gut geeignet ist, Kindern und Jugendlichen gesundheitliche Fähigkeiten zu vermitteln (2001).

Das Setting Schule wird im Projekt als Handlungsfeld gewählt, um Jugendliche zu erreichen, die normalerweise eher keine Gesundheitsförderungsmaßnahmen in Anspruch nähmen.

Eine weitere Frage, die sich stellt ist, welche Besonderheiten bei einem Schulprojekt zu berücksichtigen sind.

Bei Gesundheitsförderung in Schulen handelt es sich um eine übergeordnete Aufgabe, die neben der Gesundheitserziehung auch die Schaffung von gesunden Verhältnissen im Schulalltag beinhaltet (BZgA 2000).

Wie bereits unter 1.3 beschrieben eignet sich die reine Wissensvermittlung kaum zu einer Veränderung des gesundheitsrelevanten Verhaltens. „Die Wirksamkeit rein kognitiv ausgerichteter Wissensvermittlung über Gesundheit und Krankheit ist gerade bei Kindern und Jugendlichen stark umstritten“ (BMGS 2003, S.133; vgl. auch Pinquart, Silbereisen 2004).

Das Ernährungswissen sollte demzufolge in Form eines handlungs- und situationsorientierten Unterrichts vermittelt, zeitnah in die Praxis umgesetzt werden können und sich auch im schulischen Alltag wiederspiegeln.

Für die Jugendlichen sollte zudem ein aktueller Bezug zu ihrem Alltag erkennbar sein.

„Da Jugendliche sehr gegenwartsorientiert sind, muß (sic!) Gesundheitserziehung vor allem auf ihre körperliche Attraktivität und ihr aktuelles Wohlbefinden und nicht so sehr auf ihre spätere Lebenserwartung abstellen“ (Hurrelmann 1994, S.200).

Auch die Kreativität, Entdeckerlust und Lebensfreude der Jugendlichen sollten genutzt werden. Hurrelmann drückt das mit folgenden Worten aus: „Es muß (sic!) sich für die Jugendlichen im wahrsten Sinne des Wortes lohnen, gesund zu leben, wenn sie gesundheitsrelevante Verhaltensweisen den anderen Verhaltensweisen vorziehen sollen und wollen“ (1994, S.204).

Um diesen Aspekten gerecht zu werden, sollen im Projekt vorrangig die Methoden der Partizipation und der Handlungs- und Praxisorientierung Anwendung finden.

In der Entwicklung der Fragestellung soll abschließend die Frage nach sinnvollen Kooperationspartnern erörtert werden. Es gilt zwischen internen und potentiellen externen Kooperationspartnern zu unterscheiden.

Welche Kompetenzen, personellen und finanziellen Ressourcen könnten für das Projekt von Nutzen sein?

Interne Kooperationspartner:

- Die Schüler der Interventionsschule sind sowohl Zielgruppe als auch wichtigster interner Kooperationspartner des Projektes. Mit ihrem Interesse, ihrer Lust auf schulische Aktivitäten abseits der Alltagsroutine, der Neugier auf neue Erfahrungen sowie den vorhandenen Kenntnissen und eigenen Erfahrungen zum Thema tragen sie maßgeblich zum Erfolg des Projektes bei.
- Die Lehrkräfte und die Schulleitung unterstützen das Projekt durch ihre organisatorischen, fachlichen, pädagogischen und kommunikativen Kompetenzen und ihr persönliches Engagement.
- Nicht-unterrichtendes Personal kann durch seine Integration in Planung und Durchführung zum Gelingen des Projektes beitragen (z.B. Hausmeister: Koordinierung der Räumlichkeiten, Organisation der Aufräumarbeiten, Mitorganisation des Pausenverkaufs; Sekretariatsmitarbeiter: Übernahme von Schreibarbeiten, Termin- und Raumplanung).
- Eltern können sich personell oder durch Sachspenden an der Planung und Durchführung des Projektes beteiligen.
- Ein bereits vorhandener oder noch zu gründender Förderverein könnte einen Beitrag zur finanziellen Unterstützung des Projektes leisten.

Potentielle externe Kooperationspartner:

Externe Partner können aufgrund von informellen, personellen und/oder finanziellen Ressourcen zum Projekt beitragen:

- Ein möglicher externer Kooperationspartner sind die Krankenkassen, die durch §20 des SGB V (2003) verpflichtet sind, Maßnahmen der Prävention zu fördern und sich an setting-spezifischer Gesundheitsförderung zu beteiligen. Seitens der Krankenkassen wäre neben der finanziellen Förderung auch eine personelle Unterstützung zum Beispiel durch Ernährungsfachkräfte denkbar.
- Das regionale Gesundheitsamt kann durch relevante Daten, u.a. aus Schuleingangsuntersuchungen und regionalen Ergebnissen der Gesundheitsberichterstattung zur Analyse der Ist-Situation beitragen und das Projekt durch personelle Ressourcen (z.B. Schularzt) unterstützen.
- Ernährungswissenschaftliche Fachkräfte können durch Multiplikatorenschulung sowohl Lehrkräfte, als auch beteiligte Eltern in der relevanten Thematik fortbilden.
- Eine Schule, die bereits ein vergleichbares Projekt durchgeführt hat kann durch Erfahrungsaustausch unterstützend zum Gelingen des Projektes beitragen.
- Weitere Institutionen können das Projekt durch adäquates Informationsmaterial unterstützen (z.B. Infobroschüren und spezifische Literatur des AID, der DGE, der BZgA).
- Ein Bericht in der örtlichen Presse kann das Projekt im kommunalen Umfeld bekannt machen. Zusammen mit der Darstellung des Projektes in der Öffentlichkeit könnte um Spendengelder für den Förderverein gebeten werden.

Das Gelingen eines Projektes hängt sowohl von der Beteiligung relevanter Kooperationspartner, als auch von der Verbindlichkeit der Kooperationsstrukturen ab (Grossmann, Scala 2003).

3. Thema und Zielsetzung des Projektes

Das Thema des Projektes ist die Förderung eines gesundheitlichen Ernährungsverhaltens Jugendlicher in einer Hauptschule in einem sozial benachteiligten Stadtteil.

Es ist eingebettet in das Bestreben der Interventionsschule sich zu einer „Gesunden Schule“ zu entwickeln. Die Maßnahme richtet sich unmittelbar an die Schüler der zunächst achten und im weiteren Verlauf des Projektes neunten Klassen einer dreizügigen Hauptschule (ca. 70 Schüler) in einem Stadtteil mit einem hohen Anteil an ausländischen Mitbürgern und einer hohen Arbeitslosenquote. Im Sinne eines gesundheitsfördernden Schulentwicklungsprozesses werden darüber hinaus alle Personen des schulischen Umfeldes mit dem Vorhaben angesprochen.

3.1 Generelle Ziele

In Anlehnung an die „12 Kriterien der WHO für eine Gesundheitsfördernde Schule“ (WHO 1993, zit. nach Naidoo, Wills 2003, S.286) und die Eckpunkte einer gesundheitsförderlichen Unterrichtsgestaltung (vgl. Barkholz et al. 1997) lassen sich, hinsichtlich der Intention Gesundheitsförderung dauerhaft in den schulischen Alltag zu integrieren, folgende übergeordneten Ziele für das Projekt benennen:

- Die Ziele der Entwicklung gesundheitsfördernder Strukturen sind den Schülern, dem schulischen Personal und den Eltern bekannt.
- Die Entwicklung eines gesunden Schulklimas wird von allen Personen der Schule unterstützt und gefördert.
- Das körperliche und geistige Wohlbefinden aller Schulmitglieder steht im Mittelpunkt der Bestrebungen.
- Das Selbstbewusstsein der Schüler wird gestärkt, indem sie erfahren, dass sie Einfluss auf die schulische Gestaltung nehmen können.
- Die Handlungskompetenzen der Schüler werden durch Partizipation und Empowerment gestärkt.
- Gesundheitliche Ressourcen werden verstärkt, erworbenes Gesundheitsverhalten wird stabilisiert.
- Angebote kommunaler Kooperationspartner zur Unterstützung des gesundheitsfördernden Entwicklungsprozesses der Schule werden in Anspruch genommen.

3.2 Ziele des Projektes

Das Projekt will unter dem Themenschwerpunkt Ernährung relevante gesundheitliche Kenntnisse erweitern und vertiefen, gesundheitsförderliche Verhaltensweisen verstärken, aus gesundheitsabträglichen Verhaltensweisen entstehende Risiken reduzieren und somit die aktuelle und zukünftige gesundheitliche Situation der Zielgruppe verbessern.

Für das Projekt werden folgende Rahmen- und Teilziele formuliert:

1. Die Schüler beteiligen sich aktiv an der Planung und Durchführung des Projektes und darüber hinaus an der Gestaltung einer gesundheitsfördernden Schule.

a. Die Schüler der Zielgruppe können in jeder Phase an der Gestaltung des Projektes mitwirken. Sie erkennen, dass sie Einfluss auf die Gestaltung und den Verlauf des Schulprojektes nehmen können.
b. Die Vorschläge und Ideen der Schüler werden berücksichtigt und in den Projektverlauf integriert.
c. Die Schüler werden durch das gesamte schulische Umfeld in ihren Aktivitäten bestärkt.
d. Durch die Erstellung einer Ernährungsbroschüre können die Schüler an der Gestaltung des Unterrichts anderer Klassen beitragen

2. Der Maßnahme liegt ein ganzheitlicher Ansatz zugrunde. Die individuellen Lebensbedingungen und Bedürfnisse der Zielgruppe werden berücksichtigt.

a. Kulturelle Unterschiede und Besonderheiten fließen in die Auseinandersetzung mit der Thematik ein.
b. Schüler entscheiden sich nach individuellem Interesse für unterschiedliche Bearbeitungsmöglichkeiten der Thematik.
c. Die Maßnahmen des Projektes sind vielfältig und orientieren sich an den Wünschen und der Kreativität der Jugendlichen.
d. Der Einsatz zeitgemäßer Medien (Computer, Digitalkamera) unterstützt die Bedürfnisse der Jugendlichen.

3. Das Projekt ist in den schulischen Ablauf integriert.

a. Alle Beteiligten der Schule (Schüler, Lehrer, Schulleitung, übriges Schulpersonal, Eltern) werden in das Projekt involviert.
b. Durch fortlaufende Kommunikation und Informationen werden Projektabschnitte und Ergebnisse für die gesamte Schule transparent gemacht.
c. Das Projekt wird als ein Schritt auf dem Weg zu einer gesundheitsförderlichen Schule verstanden.

4. Die Intervention erzielt eine Veränderung des Ernährungsverhaltens der Jugendlichen.

a. Altersgerechtes Ernährungswissen wird, unterstützt durch adäquate Medien und die Kooperation mit Fachleuten, in Eigeninitiative erarbeitet und erweitert.
b. Eigene Essgewohnheiten werden reflektiert und mit Mitschülern diskutiert.
c. Durch den Erwerb von praktischen, kochtechnischen Fähigkeiten, den Besuch eines lebensmittelverarbeitenden Betriebes und Gespräche/Befragungen innerhalb und außerhalb der Schule wird ein enger Theorie-Praxis-Bezug hergestellt.
d. Alternativ zum Weglassen des Frühstücks oder zu gesundheitsabträglichen Mahlzeiten bekommen die Schüler die Möglichkeit, innerhalb der Schule eine bedarfsgerechte, gesunde Pausenmahlzeit zu erwerben.

5. Die Ergebnisse des Projektes sind messbar.

a. Die einzelnen Projektschritte werden dokumentiert und ausgewertet
b. Durch das Erstellen einer Ernährungsbroschüre werden die Ergebnisse der Projektwoche dokumentiert und transparent gemacht. Am Projekt beteiligte werden zu ihren Erfahrungen befragt.
c. Zur Überprüfung von Verhaltensänderungen finden im Rahmen der Projektwoche und im weiteren Verlauf des Projektes Befragungen statt.

6. Das Projekt ist auf Nachhaltigkeit angelegt

a. Die Ernährungsbroschüre wird in die Unterrichtsgestaltung integriert.
b. Die optimierte Pausenverpflegung wird institutionalisiert.
c. Durch Vernetzung des Projektes mit anderen gesundheitsfördernden Maßnahmen und den Austausch mit anderen Schulen wirkt das Projekt nach.

3.3 Kurzfristige, mittelfristige und langfristige Ziele

Mit dem Projekt soll eine hohe Erreichbarkeit der Zielgruppe erzielt werden und eine Stigmatisierung einzelner Schüler hinsichtlich Essgewohnheiten, Gewicht und sozialem Status vermieden werden.

Durch die praxisbezogene Vermittlung von Ernährungswissen soll das Interesse der Jugendlichen für die Thematik geweckt und ein Bewusstsein für das eigene Ernährungsverhalten geschaffen werden. Die eigene Erarbeitung von Unterrichtsmaterialien soll die Identifikation mit dem Thema gesunde Ernährung fördern.

Gleichzeitig soll durch das Angebot einer gesunden Pausenverpflegung allen Schülern die Möglichkeit einer regelmäßigen Einnahme dieser Mahlzeit ermöglicht werden. Die aktive Beteiligung der Jugendlichen an der Erstellung und dem Verkauf der Pausenverpflegung soll eine hohe Inanspruchnahme gewährleisten.

Durch regelmäßiges Anwenden und die Integration in den Schulalltag sollen mittelfristig die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten verfestigt und ein Bestandteil des täglichen Lebens werden. Schulleitung, Lehrerinnen und Lehrer und nicht unterrichtendes Schulpersonal sollen durch Vorbildfunktion und ihre Rolle als Ansprechpartner die Stabilisierung gesundheitlicher Ernährungsverhaltensweisen verstärken.

Die Förderung eines gesunden Ernährungsbewusstseins, eines gesundheitsförderlichen Essverhaltens und das Angebot ernährungsphysiologisch ausgewogener Speisen sollen eine Verbesserung des gesundheitlichen Wohlbefindens und eine Steigerung der Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit erzielen.

Das langfristige Ziel dieses Projektes ist die Veränderung eines gesundheitsabträglichen Ernährungsverhaltens der Zielgruppe. Durch die Institutionalisierung des gesunden Verpflegungsangebotes sollen dauerhaft Alternativen geschaffen werden und die Nachhaltigkeit des Projektes gewährleistet werden.

Dadurch soll ein Beitrag zur Reduzierung von Übergewicht, Untergewicht und Fehlernährung der Jugendlichen geleistet und die Risiken für deren Entstehung verringert werden. Die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung ernährungsabhängiger Krankheiten und deren Chronifizierung in späteren Lebensjahren soll minimiert werden.

4. Gesundheitspolitische Relevanz

4.1 Aktualität der Thematik

Der Themenkomplex Ernährung, Bewegung Stressbewältigung unter dem Oberbegriff „Gesund aufwachsen“ ist eines der fünf prioritären Gesundheitsziele des Projektes „gesundheitsziele.de“ das im Dezember 2000 von der Bundesregierung initiiert wurde (BMGS 2003). Durch die Entwicklung nationaler Gesundheitsziele soll zur Verbesserung der gesundheitlichen Lage der Bevölkerung beigetragen werden. Auswahlkriterien waren u.a. eine hohe Morbidität und Mortalität durch das bestehende Gesundheitsproblem, dessen weite Verbreitung, gute Aussichten auf Verbesserung der gesundheitlichen Problematik, Relevanz für Bevölkerung und Politik sowie „gute Möglichkeiten zur Verbesserung gesundheitlicher Ungleichheit“ (ebda., S.9).

Beim Gesundheitsziel „Gesund aufwachsen“ ist das Setting Schule eines der relevanten Handlungsfelder. Als geeignete Maßnahmen zur Erreichung der explizit auf Schule und Ernährung bezogenen Teilziele werden u.a. die fächerübergreifende Verankerung der Themen Gesundheitsförderung und Ernährung in den Lehrplänen, die Stärkung der hauswirtschaftlichen Kompetenz und ein ausgewogenes Verpflegungsangebot in der Schule genannt (ebda. 2003).

Auch auf Länderebene findet die Thematik der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen Eingang in die Gesundheitsziele. Innerhalb des NRW-Zieles 3 „ Rahmenbedingungen zur Förderung der Gesundheit“[13] der 1995 verabschiedeten zehn vorrangigen Gesundheitsziele für NRW wird die Schule als ein relevanter Multiplikator benannt, dem eine besondere Verantwortung für die Gesundheitsförderung zukommt.

Die Landesgesundheitskonferenz stand 1999 unter dem Motto „Gesundheit für Kinder und Jugendliche in Nordrhein-Westfalen“, die Landesgesundheitskonferenz 2001 thematisierte unter dem Gesamtthema „Soziale Lage und Gesundheit“ ebenfalls die gesundheitlichen Belange der Kinder und Jugendlichen. Zielgruppenorientierte Maßnahmen der schulischen Prävention, die u.a. zur Stärkung der Handlungskompetenz und zu einer nachhaltigen Förderung der Gesundheit beitragen werden von der Landesgesundheitskonferenz unterstützt. Der Vorrang wird hierbei interdisziplinären, kooperativen und integrativen Maßnahmen gewährt (MFIFG 2001).

Mit aktuellen Daten zur gesundheitlichen Situation will der Gesundheitsbericht „Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen“ die gesundheitspolitische Debatte vertiefen und zur Verbesserung der Gesundheit dieser Bevölkerungsgruppe beitragen (MFJFG 2002).

Beispielhaft für die Vernetzung von Aktivitäten der Gesundheitsförderung an Schulen ist das Landesprogramm OPUS NRW – Netzwerk Bildung und Gesundheit. Es berät und unterstützt Schulen und Kindertageseinrichtungen des Landes Nordrhein-Westfalen bei der „Planung, Durchführung und nachhaltigen Absicherung von gesundheits- und gesundheitsförderlichen Aktivitäten“ (MSJK 2003, S.3). Ziel der Arbeit der nächsten Jahre ist die Qualitätssicherung der beteiligten Schulen, sowie die Erweiterung des Netzwerkes. Zu OPUS NRW gehören zahlreiche Partner der unterschiedlichsten Bereiche (z.B. Landesverbände verschiedener Krankenkassen, Universitäten, BZgA, die Gesundheitsdezernenten der einzelnen Bezirksregierungen). Das ermöglicht informelle, organisatorische, wissenschaftliche, finanzielle und kooperative Unterstützung (ebda. 2003). Der Anschluss an das Netzwerk ist mit bestimmten Voraussetzungen verbunden[14].

Auch zahlreiche kommunale Aktivitäten befassen sich mit der Thematik der Kinder- und Jugendgesundheit, insbesondere mit der Förderung schulischer Gesundheitsprojekte, mit der Verringerung der gesundheitlichen Ungleichheit und mit der Förderung ernährungsbewussten Verhaltens.

Beispielhaft sollen hier zwei Bestrebungen aus dem Ruhrgebiet genannt werden:

Das Gesundheitsamt Hagen bietet mit KNIPS (Koordination neue Ideen und Projekte für Schulen in Hagen) den örtlichen Schulen Unterstützung bei gesundheitsfördernden Projekten und Maßnahmen durch Beratung, Koordination mit anderen Einrichtungen und Fragen der Finanzierung und Personalplanung[15].

Das Gesundheitsamt Dortmund hat zum Thema „Gesunde Ernährung“ eine Informationsbroschüre für Eltern veröffentlicht, sie sowohl in deutscher, als auch in türkischer Sprache verfasst ist und auf kindgerechte deutsche und türkische Essgewohnheiten Bezug nimmt. Entstanden ist diese Broschüre im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft „Migration und Kindergesundheit“ in der verschiedene Akteure aus Gesundheits- und Sozialbereichen tätig sind[16]. Damit kann für den Bereich Ernährung eine Kooperationsbasis mit den Eltern hergestellt werden.

[...]


[1] Im gesamten Text werden zur besseren Lesbarkeit bei der Nennung von Personengruppen die männlichen

Formen benannt, mit Ausnahme bei der Darstellung geschlechtsspezifischer Unterschiede.

[2] Start 2003, Dauer drei Jahre

[3] Nähere Informationen zur DONALD-Studie unter http://www.fke-do.de/index.html

[4] Nähere Informationen zur Optimierten Mischkost unter http://www.fke-do.de/empfehl/optmisch.html

[5] Detaillierte Informationen zur HBSC-Studie unter www.hbsc.org. , Informationen zu Stichproben und

Methoden in: Jugendgesundheitssurvey 2003, Juventa Verlag, S.11-18

[6] vgl. zur Klassifizierung der sozialen Lage: Klocke, Becker (2003): Die Lebenswelt Familie und ihre

Auswirkungen auf die Gesundheit von Jugendlichen, Kap. 5 in: Jugendgesundheitssurvey, Juventa Verlag

Weinheim und München, S.183-241

[7] Die Klassifikation des Gewichtsstatus orientiert sich an den BMI Perzentilen von Kromeyer-Hauschild et al.

(2001): Perzentile für den Body-mass-Index für das Kinder- und Jugendalter unter Heranziehung verschiedener

deutscher Stichproben. In Monatszeitschrift Kinderheilkunde, 8, 149, 807-818

[8] Zur differenzierteren Erläuterung der jugendlichen Lebensstile vgl. BZgA 2003, S.25-33

[9] Eine detaillierte Beschreibung der Begleit- und Folgeerkrankungen von Übergewicht und Adipositas findet sich

in Heft 16 des Robert Koch Institutes (2003): Übergewicht und Adipositas (S.15-18)

[10] gefördert vom BMVEL (Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft)

[11] vgl. Hierzu: Declaration of Alma Ata 1978: http://www.who.int/hpr/NPH/docs/declaration_almaata.pdf

[12] hier sei nochmals auf die Besonderheiten der Jugendphase verwiesen, die am Ende von 1.2.3

beschrieben ist

[13] 14. Ziel des Health for all 2000 Programms der WHO

[14] siehe unter: www.opus-nrw.de

[15] vgl. im Internet unter: http://www.hagen.de/gesundheit/angebote/ga281.htm

[16] die Broschüre ist erhältlich am Gesundheitsamt Dortmund oder per Download unter:

http://www1.dortmund.de/themen/gesundheitundsoziales/subthemen/gesundheitsamt/publikationen.jsp

Ende der Leseprobe aus 43 Seiten

Details

Titel
„Unsere Schule is(s)t gesund!“ Gesundes Essverhalten fördern.
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
1,7
Autor
Jahr
2004
Seiten
43
Katalognummer
V83317
ISBN (eBook)
9783638899123
ISBN (Buch)
9783640386710
Dateigröße
701 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Dichter Text - einzeiliger Zeilenabstand
Schlagworte
Schule, Projekt, Förderung, Verhaltens
Arbeit zitieren
Susanne Bader (Autor), 2004, „Unsere Schule is(s)t gesund!“ Gesundes Essverhalten fördern., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83317

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