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Kommunikation aus dem Blickwinkel der Systemtheorie und des symbolischen Interaktionismus

Titre: Kommunikation aus dem Blickwinkel der Systemtheorie und des symbolischen Interaktionismus

Dossier / Travail , 2007 , 14 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Ronny Weiß (Auteur)

Sciences infirmières - Gestion des soins infirmiers
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Kommunikation beinhaltet im Ursprung des Wortes das „Gemeinsame“. Sie findet überall statt, egal auf welche Art und Weise oder mit welchen Medien. Dennoch ist Kommunikation keine Selbstverständlichkeit, sondern muss gesellschaftlich geübt werden.
Auch Organisationen und Institutionen sind von Kommunikation abhängig. Da aber dafür langwierige Prozesse des Lernens notwendig sind, ist nicht jede Form von moderner Kommunikation erfolgreich.

Das Ziel dieser Arbeit ist darzustellen, wie sich der Begriff der Kommunikation aus zwei verschiedenen Theorien darstellt. Hiefür verwende ich den Ansatz der Systemtheorie nach Niklas Luhmann und den der Sicht des symbolischen Interaktionismus nach Herbert Mead. Zunächst werde ich die Grundzüge beider Theoriegebäude im Bezug auf Kommunikation aufzeigen und versuchen, praxisnahe Beispiele einzubauen. Anschließend werde ich die wesentlichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausarbeiten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kommunikation im Blickpunkt der soziologischen Systemtheorie

2.1 Grundbegriffe und Grundannahmen Luhmanns

2.1.1 System-/Umweltdifferenz und Selbstreferenz

2.1.2 Komplexität

2.1.3 Kontingenz

2.1.4 Sinn

2.1.5 Information

2.1.6 Kommunikation ist ein unwahrscheinliches Ereignis

2.1.7 Wie kann Kommunikation trotzdem möglich sein?

3. Kommunikation aus der Sicht des symbolischen Interaktionismus nach Herbert Mead

3.1 „Symbolisch“ und „Interaktionismus“

3.2 Vokale Geste und signifikante Symbole

3.3 Die Rollenübernahme

3.4 Das „verallgemeinerte Andere“ als Grundlage der Identitätsbildung

3.5 Die zwei Formen des „Ich“

4. Fazit: Kommunikation ist nicht gleich Kommunikation

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Kommunikation durch den theoretischen Vergleich zweier soziologischer Ansätze: der Systemtheorie von Niklas Luhmann und des symbolischen Interaktionismus von Herbert Mead. Das Ziel besteht darin, die Grundzüge beider Theorien im Hinblick auf Kommunikation darzustellen, praxisnahe Beispiele zu integrieren und die wesentlichen Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede herauszuarbeiten, um ein tieferes Verständnis für die Funktionsweise und Schwierigkeiten zwischenmenschlicher sowie systemischer Verständigung zu entwickeln.

  • Analyse der systemtheoretischen Grundlagen nach Niklas Luhmann
  • Untersuchung des symbolischen Interaktionismus nach Herbert Mead
  • Gegenüberstellung und Vergleich beider Kommunikationstheorien
  • Bedeutung von Sinn, Komplexitätsreduktion und Identitätsbildung
  • Praxisrelevanz und Missverständnisse in der Kommunikation

Auszug aus dem Buch

2.1.6 Kommunikation ist ein unwahrscheinliches Ereignis

Luhmann (Bd. III, 1993, S. 25) stellt die These der Unwahrscheinlichkeit auf, die die Routineerwartungen und Sicherheiten des täglichen Lebens auflöst und zu erklären versucht, warum unwahrscheinliche Zusammenhänge dennoch möglich werden. Luhmann bezieht sich gerade in diesem Zusammenhang auf den Begriff der Kommunikation.

Luhmann richtet dabei ein besonderes Augenmerk auf den Empfänger einer Botschaft, den er in seiner Analyse als „Ego“ bezeichnet. Den Sender nennt er „Alter“. Diese beiden Begriffe stehen stellvertretend für das psychische und das soziale System.

Nach Luhmann verändern eine Information und die Entscheidung über Annahme oder Ablehnung von Kommunikation den Zustand des Systems „Ego“. Diese Ablehnung oder Annahme von Kommunikation sind jedoch keine Bestandteile des kommunikativen Geschehens, sondern vielmehr Akte des Anschlusses. Das “Ego“ kann einer Information beipflichten oder sie durch ein Gegenargument negieren, was eine Anschlussmöglichkeit für die Argumentationstheorie bietet.

Ebenfalls einen Akt der Anschlussmöglichkeit stellt das Verstehen dar, das erst eine Veränderung eines Zustandes aufgrund von Kommunikation bewirkt.

Luhmann sieht Barrieren, die gelungene Kommunikation fast unmöglich machen und erklärt dies wie folgt:

„(1) Als erstes ist unwahrscheinlich, dass einer überhaupt versteht, was der andere meint, gegeben die Trennung und Individualisierung ihres Bewusstseins. Sinn kann nur kontextgebunden verstanden werden, und als Kontext fungiert für jeden zunächst einmal das, was sein eigenes Gedächtnis bereitstellt.

(2) Die zweite Unwahrscheinlichkeit bezieht sich auf das Erreichen von Empfängern. Es ist unwahrscheinlich, dass eine Kommunikation mehr Personen erreicht, als in einer konkreten Situation anwesend sind. Das Problem liegt in der räumlichen und zeitlichen Extension. Das Interaktionssystem der jeweils Anwesenden garantiert in praktisch ausreichendem Maße Aufmerksamkeit für Kommunikation, und es zerbricht, wenn man erkennbar kommuniziert, dass man nicht kommunizieren will.

(3) Die dritte Unwahrscheinlichkeit ist die Unwahrscheinlichkeit des Erfolgs. Selbst wenn eine Kommunikation verstanden wird, ist damit auch nicht gesichert, dass sie auch angenommen wird.“ (Luhmann, Bd.III, 1993, S. 26f.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, definiert Kommunikation als „Gemeinsames“ und umreißt die Zielsetzung des Vergleichs zwischen Luhmanns Systemtheorie und Meads symbolischem Interaktionismus.

2. Kommunikation im Blickpunkt der soziologischen Systemtheorie: Dieses Kapitel erläutert Luhmanns Theorie, in der soziale Systeme durch Operationen und Differenzen zur Komplexitätsreduktion geformt werden.

3. Kommunikation aus der Sicht des symbolischen Interaktionismus nach Herbert Mead: Hier wird der symbolische Interaktionismus als mikrosoziologische Theorie vorgestellt, die die Interaktion und Identitätsbildung durch Sprache, Gesten und Rollenübernahme betont.

4. Fazit: Kommunikation ist nicht gleich Kommunikation: Das Fazit fasst die Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Theorien zusammen und reflektiert kritisch über die Komplexität und mögliche Missverständnisse in der menschlichen Kommunikation.

Schlüsselwörter

Kommunikation, Systemtheorie, Niklas Luhmann, Symbolischer Interaktionismus, Herbert Mead, Soziologie, Komplexität, Kontingenz, Identitätsbildung, Soziale Systeme, Sinn, Information, Rollenübernahme, Mikrosoziologie, Interaktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die soziologische Betrachtung von Kommunikation durch den Vergleich zweier gegensätzlicher Theorieansätze.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Systemtheorie nach Niklas Luhmann und der symbolische Interaktionismus nach Herbert Mead sowie deren jeweiliger Blick auf Kommunikationsprozesse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die grundlegenden Theorien zu erklären, ihre Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede aufzuzeigen und sie mit praxisnahen Beispielen zu verknüpfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen vergleichenden, theoretischen Ansatz, der durch eine literaturbasierte Analyse und die Illustration durch Fallbeispiele ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in zwei große Abschnitte, die detailliert die Begriffe und Mechanismen der systemtheoretischen Kommunikation sowie die interaktionistischen Konzepte von Gesten, Symbolen und Rollen beschreiben.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit besonders?

Begriffe wie Komplexitätsreduktion, Sinnkonstitution, Selbstreferenz, Rollenübernahme, signifikante Symbole und verallgemeinertes Anderes sind für das Verständnis essenziell.

Inwiefern unterscheidet sich Luhmanns Verständnis von dem Meads in Bezug auf das Individuum?

Luhmann betrachtet Kommunikation auf der Ebene der sozialen Systeme und grenzt sie vom einzelnen Menschen ab, während Mead das Individuum erst durch den Prozess der sozialen Interaktion als soziales Wesen begreift.

Wie bewertet der Autor die Verständlichkeit der beiden Theorien?

Der Autor kritisiert die teilweise sehr abstrakte Ausdrucksweise von Luhmann und Mead und äußert die Vermutung, dass diese Komplexität in der Sprache die theoretischen Ansätze möglicherweise unzugänglich macht.

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Résumé des informations

Titre
Kommunikation aus dem Blickwinkel der Systemtheorie und des symbolischen Interaktionismus
Université
Catholic University of Applied Sciences Freiburg
Cours
Einführung in die Organisationssoziologie
Note
1,0
Auteur
Ronny Weiß (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
14
N° de catalogue
V83337
ISBN (ebook)
9783638019071
ISBN (Livre)
9783638920131
Langue
allemand
mots-clé
Kommunikation Blickwinkel Systemtheorie Interaktionismus Einführung Organisationssoziologie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ronny Weiß (Auteur), 2007, Kommunikation aus dem Blickwinkel der Systemtheorie und des symbolischen Interaktionismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83337
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Extrait de  14  pages
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