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Pythagoras von Samos in Friedrich Nietzsches Vorlesungsaufzeichnungen vom WS 1871/72 - WS 1874/75

Grenzen und Problemstellungen bei der Klassifizierung Pythagoras als Philosoph

Title: Pythagoras von Samos in Friedrich Nietzsches Vorlesungsaufzeichnungen vom WS 1871/72 - WS 1874/75

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dominik Sarota (Author)

Philosophy - Philosophy of the 19th Century
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Summary Excerpt Details

Eine materialreiche, in Darstellung und Argumentation klare und auch Nietzsches Verhältnis zu Pythagoras problematisierende Hausarbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1.1. Person und Persönlichkeit des Pythagoras von Samos

1.2. Lehre des Pythagoras

1.3.Schwierigkeiten einer Klassifizierung

2.1. Nietzsche über Pythagoras

2.2. Vom Nutzen oder Nicht-Nutzen der pythagoreischen Philosophie – oder nicht miteinander synchronisierbare Denksysteme

2.3. Der Philosoph bei Nietzsche

3.1. Wäre Pythagoras auch heute ein Philosoph?

4. Ergebnis

5. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die philosophische Einordnung von Pythagoras von Samos unter besonderer Berücksichtigung der Vorlesungsaufzeichnungen von Friedrich Nietzsche. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob Pythagoras angesichts seiner Vermischung von mathematischen Erkenntnissen mit mythologischen Elementen und seiner Rolle als religiöser Reformer tatsächlich als „Philosoph“ im strengen Sinne gelten kann.

  • Biographische und charakterliche Aspekte des Pythagoras
  • Analyse der pythagoreischen Prinzipienlehre und des Zahlenverständnisses
  • Nietzsches Perspektive auf Pythagoras als vorsokratischer Philosoph
  • Kontrastierung von intuitionistischem Denken und systematischer akademischer Philosophie
  • Kritische Reflexion über die Anwendbarkeit moderner philosophischer Kriterien auf antike Denker

Auszug aus dem Buch

1.1. Person und Persönlichkeit des Pythagoras von Samos

Da Lehre und Person des Pythagoras in engem Zusammenhang miteinander stehen, erscheint es mir relevant, die wesentlichen biographischen Daten zu erwähnen. So kann sich ein Verständnis dafür bilden, was er zu lehren beabsichtigte; schließlich hat er kein eigenständiges, geschlossenes, philosophisches System hinterlassen.

Pythagoras von Samos sei allein vom Äußeren eine höchst auffallende Erscheinung gewesen. Das betreffe nicht nur die Kleidungsweise – er trug ein weißes Gewand, was untypisch war für die Griechen und an den Thraker Orpheus erinnerte – sondern auch die körperliche Statur: Er sei hoch gewachsen gewesen, von noblem Aussehen und hat, so heißt es, in Stimme, Charakter und jeder anderer Hinsicht ein außerordentliches Maß an Charme und Zierde besessen. Sogar seine Gegner bezeugten ihm ein außerordentliches Charisma, Eloquenz und Intelligenz. Pythagoras soll demzufolge großes Aufsehen in seinem Wirkungskreis erregt haben, unklar ist es allerdings noch, ob es lediglich an seinem Charisma lag oder aber am Wert seiner Lehren und Aussagen.

Ein Beispiel für seine Wirkung und Redegewandtheit findet sich in einem der zahlreichen überlieferten Fragmente, wo seine Ankunft in Kroton beschrieben wird: „Als er Italien erreicht hatte und in Kroton ankam – sagt Dikaiarch -, da erschien der Ankömmling den Leuten als ein weitgereister, außergewöhnlicher Mann und als einer, der hinsichtlich seiner persönlichen Natur vom Schicksal gut ausgestattet war; denn er sah frei aus und war von großer Gestalt, und er hatte ungewöhnlich viel Charme und Harmonie sowohl in seiner Stimme als auch in seinem Charakter und in allen übrigen Verhaltensweisen. Infolgedessen beeindruckte er die Stadt Kroton so sehr, daß er, nachdem er durch einen reichhaltigen und schönen Vortrag zuerst die Seelen der alten Herren des regierenden Rats für sich gewonnen hatte, auf Bitten der Ratsherren hin die jungen Männer ebenfalls mit altersgemäßen Ratschlägen belehrte, danach die Kinder, die sich aus ihren Schulen kommen versammelten, und schließlich die Frauen, da für ihn auch ein Zusammentreffen der Frauen arrangiert worden war.“

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Problematik der historischen Person Pythagoras und führt in die spezifische Untersuchung seiner Rolle innerhalb der Vorlesungsaufzeichnungen von Friedrich Nietzsche ein.

1.1. Person und Persönlichkeit des Pythagoras von Samos: Dieses Kapitel widmet sich den biographischen Daten und der charismatischen Ausstrahlung des Pythagoras, die sein Wirken maßgeblich beeinflussten.

1.2. Lehre des Pythagoras: Hier werden die Grundprinzipien der pythagoreischen Lehre, insbesondere das Zahlenverständnis, die metaphysische Ontologie und die mathematische Ausrichtung erläutert.

1.3.Schwierigkeiten einer Klassifizierung: Das Kapitel analysiert die Problematik, Pythagoras eindeutig als Philosophen zu bezeichnen, da sein Wirken stark zwischen Gelehrsamkeit, Religion und politischem Agitator changiert.

2.1. Nietzsche über Pythagoras: Der Autor untersucht Nietzsches Rezeption des Pythagoras und ordnet diesen in die Typologie der vorplatonischen Philosophen ein.

2.2. Vom Nutzen oder Nicht-Nutzen der pythagoreischen Philosophie – oder nicht miteinander synchronisierbare Denksysteme: Hier erfolgt eine kritische Reflexion über die punktuelle und von persönlichen Kommentaren geprägte Darstellung Nietzsches gegenüber der Historizität der pythagoreischen Phänomene.

2.3. Der Philosoph bei Nietzsche: Dieses Kapitel arbeitet Nietzsches Definition eines Philosophen heraus, die neben logisch-analytischen Aspekten vor allem das intuitive Vermögen und die Einheit von Leben und Denken betont.

3.1. Wäre Pythagoras auch heute ein Philosoph?: Der Text fragt vor dem Hintergrund moderner erkenntnistheoretischer Maßstäbe (insbesondere Kants) nach der heutigen Relevanz und Zuordnung der pythagoreischen Weisheitslehre.

4. Ergebnis: Das Fazit fasst zusammen, dass Pythagoras zwar nicht den modernen akademischen Kriterien entspricht, aber als „Weiser“ durch die Einheit seines Lebens und Denkens eine faszinierende und anregende Rolle einnimmt.

5. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur zur Arbeit.

Schlüsselwörter

Pythagoras, Nietzsche, Vorsokratiker, Philosophiegeschichte, Metaphysik, Zahlentheorie, Intuition, Geheimbund, Weisheitslehre, Klassifizierung, Ontologie, Seelenwanderung, Erkenntnistheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Schwierigkeit, Pythagoras von Samos im Kontext der Philosophiegeschichte und speziell in Nietzsches Vorlesungsaufzeichnungen eindeutig als Philosophen zu klassifizieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Person Pythagoras, die Grundprinzipien seiner Lehre, Nietzsches Deutung des pythagoreischen Denker-Typs und die Frage nach der Abgrenzung von Philosophie, Religion und Mythologie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszufinden, ob Pythagoras angesichts seiner Vermischung von rationalen Zahlenkonzepten und mystisch-religiösen Elementen den Kriterien eines Philosophen gerecht wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophisch-historische Analyse, bei der Originaltexte Nietzsches mit fachwissenschaftlicher Sekundärliteratur zur pythagoreischen Lehre in einen kritischen Dialog gebracht werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine inhaltliche Darstellung der pythagoreischen Lehre, die Untersuchung von Nietzsches spezifischem Blickwinkel auf Pythagoras und eine Reflexion über die Definition des „Philosophen“ im Wandel der Zeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Pythagoras, Nietzsche, Vorsokratiker, Philosophiegeschichte, Metaphysik, Zahlentheorie, Intuition und Weisheitslehre.

Wie unterscheidet Nietzsche zwischen Pythagoras und Platon?

Nietzsche betrachtet Pythagoras als einen „reinen Typus“ von Denker, bei dem Denken und Charakter eine unauflösliche Einheit bilden, während er Platon als „Mischtyp“ definiert, der verschiedene Einflüsse vereint.

Warum ist eine Klassifizierung des Pythagoras problematisch?

Eine eindeutige Klassifizierung ist schwierig, da Pythagoras zwar ethische und epistemologische Elemente lehrt, seine Beweiskraft jedoch primär auf seiner persönlichen Autorität als Sektenführer und seinen mystischen Ein-gebungen beruht, was eine rein logisch-argumentative philosophische Einordnung erschwert.

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Details

Title
Pythagoras von Samos in Friedrich Nietzsches Vorlesungsaufzeichnungen vom WS 1871/72 - WS 1874/75
Subtitle
Grenzen und Problemstellungen bei der Klassifizierung Pythagoras als Philosoph
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Philosophie)
Course
Friedrich Nietzsche und die antike Philosophie
Grade
2,0
Author
Dominik Sarota (Author)
Publication Year
2005
Pages
20
Catalog Number
V83344
ISBN (eBook)
9783638899246
ISBN (Book)
9783638905183
Language
German
Tags
Pythagoras Samos Friedrich Nietzsches Vorlesungsaufzeichnungen Friedrich Nietzsche Philosophie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dominik Sarota (Author), 2005, Pythagoras von Samos in Friedrich Nietzsches Vorlesungsaufzeichnungen vom WS 1871/72 - WS 1874/75, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83344
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