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Die Bedeutung des Todes in Thomas Bernhards „Verstörung“

Titel: Die Bedeutung des Todes in Thomas Bernhards „Verstörung“

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2004 , 22 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sara Hagenauer (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Thomas Bernhard ist ein Autor, der nicht nur durch seine außergewöhnlichen Schriften, sondern auch durch sein Verhalten in der Öffentlichkeit, wo er das Publikum stets mit seinen provokanten Äußerungen schockierte , immer wieder Aufsehen erregt hat.
Die Thematik seiner Stücke entspricht nicht dem Wunsch vieler Leser, durch die Lektüre eines Buches eine angenehme Abwechslung vom Alltag zu erleben; vielmehr will der Autor hier eine Art von Aufklärung der Rezipienten betreiben.Ein Motiv, das sich wie ein roter Faden durch alle Werke Bernhards zieht, und daher in jedem Fall eine genaue Analyse wert ist, ist das des Todes.
Dieses Thema wird in dieser Arbeit aufgegriffen und anhand des Romans „Verstörung“ näher untersucht. Dabei werden die Hintergründe Bernhards ständiger Anwendung dieses Motivs beleuchtet; ferner erfolgt eine genaue Ausarbeitung seiner Todesauffassung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Autobiografie Thomas Bernhardts

2.1 Kurzer Abriss der Biographischen Daten

2.2 Zusammenfassung der Krankengeschichte Thomas Bernhards

2.3 Bedeutung der Autobiografie für den Inhalt von Bernhards Werken

3. Tod in „Verstörung“

3.1 Untersuchung der Form

3.1.1 Struktur des Werkes und Erzählperspektive

3.1.2 Sprache des Werkes

3.1.2.1 Sprache im ersten Teil des Buches

3.1.2.2 Die Besonderheiten im Monolog des Fürsten Saurau

3.2 Untersuchung des Inhalts

3.2.1 Interpretation des Inhalts hinsichtlich der Todesthematik

3.2.2 Die daraus resultierende Todesauffassung in „Verstörung“

3.2.3 Die besondere Bedeutung des Monologes des Fürsten Saurau

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die zentrale Bedeutung des Todesmotivs im Roman „Verstörung“ von Thomas Bernhard. Dabei wird untersucht, inwiefern biografische Prägungen sowie formale und inhaltliche Besonderheiten des Textes Bernhards spezifische Todesauffassung verdeutlichen und der Leser mit dieser Thematik konfrontiert wird.

  • Biografische Hintergründe zur Todesfixierung Thomas Bernhards
  • Formale Analyse der Erzählstruktur und Sprache
  • Interpretation der Todessymbolik und des Naturverständnisses
  • Untersuchung der Todesauffassung als Konsequenz von Endlichkeit
  • Die Funktion des Monologs des Fürsten Saurau

Auszug aus dem Buch

Die besondere Bedeutung des Monologes des Fürsten Saurau

Wie bereits deutlich geworden ist dient der Roman „Verstörung“ in erster Linie dazu, dem Leser die Ansichten des Autors über den Tod mitzuteilen und ihn dadurch direkt mit diesem Thema zu konfrontieren. Diese Intention wird durch den Monolog des Fürsten umso deutlicher. Anhand dieser Hauptfigur des Romans zeigt Bernhard zudem eine große psychische Gestörtheit auf: Der Fürst zeigt, wie bereits erwähnt, in seinem Sprachstil deutliche Zeichen der Schizophrenie, er ist paranoid (ständig hört er Geräusche), schottet sich von anderen Menschen ab, hat Schlafprobleme, leidet unter Gedächtnisverlust und er hat eine Art Angst vor der Unkontrollierbarkeit anderer Personen.

Erscheinen die Themen, die er anspricht, relativ belanglos und begrenzt, so sind sie doch stets mit Thesen über den Tod gespickt: „Diese Tatsache ist für mich tödlich, das ist eine für mich tödliche Tatsache, nämlich, daß ich in dieser Tatsache allein bin, daß ich allein bin in dieser Tatsache.“

Im Prinzip stellt der Fürst das Bild eines Menschen dar, der sich dem Tod ständig bewusst ist. Demzufolge repräsentiert er genau das, was Bernhard bei den Lesern erreichen will. Der Fürst hat „das Tote schon in intensivem Maße a n g e s c h a u t“ und sich daher „das alles bestimmende Faktum Tod durch Anschauung bewußt“ gemacht, denn „Erkenntnis vermittelt sich bei Bernhard immer über den Blick auf das Negative und über den Weg des Scheiterns.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des Todesmotivs in Bernhards Werk ein und erläutert die Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.

2. Autobiografie Thomas Bernhardts: Dieses Kapitel beleuchtet biographische Daten und die Krankheitsgeschichte des Autors, um die persönlichen Ursprünge seiner intensiven Todesfixierung aufzuzeigen.

3. Tod in „Verstörung“: Der Hauptteil analysiert sowohl die formale Struktur und Sprache des Romans als auch die inhaltliche Interpretation der Todesthematik, insbesondere durch den Monolog des Fürsten Saurau.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass der Tod bei Bernhard als unausweichliche, grausam wahrgenommene Bedrohung im Zentrum seiner literarischen Intention steht.

Schlüsselwörter

Thomas Bernhard, Verstörung, Tod, Todesthematik, Literaturanalyse, Fürst Saurau, Monolog, Krankheitsgeschichte, Biografie, Existenzbewältigung, Todesauffassung, Naturverständnis, Vergänglichkeit, Sinnlosigkeit, Sprachstil.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die zentrale Rolle des Todesmotivs im Roman „Verstörung“ von Thomas Bernhard und analysiert, wie der Autor diese Thematik literarisch verarbeitet.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit behandelt die biografischen Hintergründe des Autors, die formale Erzählstruktur, die Analyse der Sprache sowie eine inhaltliche Interpretation des Todesbegriffs und dessen Bedeutung für die Figuren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Bernhards spezifische Todesauffassung herauszuarbeiten und zu zeigen, wie der Autor den Leser durch die Konfrontation mit diesem Motiv zur Auseinandersetzung mit der Endlichkeit zwingt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Roman auf Basis der Biografie Bernhards sowie fachspezifischer Interpretationsansätze zur Form und zum Inhalt untersucht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine formale Analyse (Struktur, Erzählperspektive, Sprache) und eine inhaltliche Untersuchung, die besonders die Symbolik und die Funktion des Monologs des Fürsten Saurau beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Thomas Bernhard, Verstörung, Tod, Todesauffassung, Existenzbewältigung, Krankheitsgeschichte und Monolog.

Welche Rolle spielt die Natur in Bernhards „Verstörung“ laut der Autorin?

Die Natur wird nicht als idyllischer Rückzugsort, sondern als bedrohliche „Todeslandschaft“ dargestellt, der die Figuren hilflos ausgeliefert sind und die ihren psychischen Verfall weiter verschlimmert.

Warum ist der Monolog des Fürsten Saurau für die Untersuchung so wichtig?

Der Monolog dient dazu, die Thesen Bernhards zum Tod explizit und intensiv darzustellen, wobei die Figur des Fürsten zum zentralen Träger dieser lebensfeindlichen, von Schizophrenie geprägten Erkenntnisse wird.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Bedeutung des Todes in Thomas Bernhards „Verstörung“
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Deutsches Institut)
Veranstaltung
Kranke, Irre und Gestörte in der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts
Note
1,3
Autor
Sara Hagenauer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
22
Katalognummer
V83384
ISBN (eBook)
9783638899451
ISBN (Buch)
9783638905299
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bedeutung Todes Thomas Bernhards Kranke Irre Gestörte Literatur Jahrhunderts
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sara Hagenauer (Autor:in), 2004, Die Bedeutung des Todes in Thomas Bernhards „Verstörung“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83384
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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