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Interpretation der Verse 29100-29394 der Krone Heinrichs von dem Türlin

Title: Interpretation der Verse 29100-29394 der Krone Heinrichs von dem Türlin

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 31 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jessica Werner (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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Summary Excerpt Details

Dieser Abschnitt beinhaltet zwei Teile; zum Einen die Beschreibung des Inhaltes der von mir zu interpretierenden Verse sowie die Einbettung derselben in den Gesamtkontext der Krone mit ihren weiterverzweigten Voraussetzungen.
Zum Anderen, als eigener Teil, wird die Beschreibung des Gralsaufzuges vorgenommen, was darum separiert geschieht, da auf der Betrachtung und dem Vergleich dieser Szene mit dem ersten Gralsaufzug der Krone, der jedoch nicht explizit als solcher bezeichnet wird, sowie mit dem Gralsaufzug in Wolframs Parzival, das Hauptaugenmerk dieser Arbeit liegen wird.
1. Voraussetzungen und Vorangegangenes
1.1. Situierung im Gesamtkontext
Die von mir zu interpretierenden Verse befinden sich beinahe am Ende der Krone; zu Beginn trifft Gawein zwei seiner drei Gefährten, nämlich Lanzelet und Kalokreant, wieder, die, ursprünglich noch mit Keie als viertem Mann , zu Gansguoter aufgebrochen waren, um drei magische Gegenstände zurückzugewinnen, die durch eine Intrige Giramphiels, einer Feindin Gaweins, abhanden gekommen waren: Gawein hatte sich Fimbeus, den Geliebten Giramphiels, zum Feind gemacht, als er in einem Zweikampf mit demselben unwissentlich einen magischen Stein aus dessen Gürtel gewann. Seitdem sinnt Giramphiel darauf, diesen Stein zurückzugewinnen, und schickt eine Botin an den Artushof, die einen Handschuh bei sich trägt, der seinen Träger unsichtbar macht, bis auf die Körperstellen, mit denen er Verfehlungen begangen hat. Während dieser Tugendprobe kommt ein auf einem Bock reitender Ritter mit dem zweiten Handschuh hinzu, der auch von Giramphiel geschickt wurde, sich aber als Bote der Frau Saelde legitimiert. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Kommentierte Übersetzung der Verse 29100-19160

II. Interpretation der Verse 29100-29394

1. Voraussetzungen und Vorangegangenes

1.1. Situierung im Gesamtkontext

1.2. Manburs Anweisungen

1.3. Anlass der Gralssuche

2. Die Verse

2.1. Das Wiedertreffen der Gefährten

2.2. Einladung auf die Gralsburg

2.3. Die Gralsburg

2.4. Die Stimmung

2.5. Der wirt

2.6. Der Essensaufzug

2.7. Der Gralsaufzug

2.7.1. Das Schwert

2.7.2. Getränke und Schlaf

2.7.3. Der Speer

2.7.4. Der Aufzug der Frauen

3. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit interpretiert einen spezifischen Abschnitt aus der "Krone" von Heinrich von dem Türlin (Verse 29100-29394). Das primäre Ziel ist die Analyse der dort beschriebenen Gralszeremonie unter Berücksichtigung der Kontextbedingungen und des Vergleichs mit anderen Gralserzählungen, insbesondere Wolfram von Eschenbachs Parzival, um den Charakter dieser Aventiure innerhalb des Romans zu bestimmen.

  • Kontextualisierung der Gralsuche und der Vorbereitungen Gaweins.
  • Analyse der Gralsburg-Szenik und der Stimmungsumschwünge.
  • Untersuchung der Identität des Burgherrn und der Gralssymbolik.
  • Vergleichende literaturwissenschaftliche Betrachtung mit zeitgenössischen Vorlagen.
  • Diskussion des Grals als "Antigralsroman"-Motiv.

Auszug aus dem Buch

2.2. Einladung auf die Gralsburg

Ihnen entgegen kommt ein güt kneht (Kr. 29113) eilig dahergeritten, der sie herzlich willkommen heißt und seine gute Gesinnung beweist, indem er sie bittet, auf der Burg seines Herrn einzukehren, damit er sie solte mit dienst eren (Kr. 29129). Um das Angebot noch verlockender zu machen, betont er: Es were nahe da, / Vnd weren vf der rehten sla. (Kr. 29131 f.) Das Aussenden eines Boten zu Gawein kann ein Hinweis darauf sein, dass jener auf der Burg bereits erwartet wird, und dass durch den Ausgesandten sichergestellt werden soll, dass Gawein auch tatsächlich auf der Gralsburg einkehrt. Man kann, folgt man dieser Interpretation, darin den Wunsch nach Erlösung nicht des Grals, sondern vom Gral erkennen, wie es auch schon in der Kapellenszene explizit ausgedrückt wird, in der es heißt, es gebe viele Leben von dem grale vnd von gebend (Kr. 29017, Hervorhebung von mir, J. W.) zu erlösen. Es wird ausdrücklich nicht gesagt, dass der Gral erlöst werden will. Dieser wird hier also in ein äußerst negatives Licht gerückt; es scheint, als litten viele Menschen unter ihm und hofften auf Erlösung von ihm.

Gawein nimmt die Einladung höflich an: >Gnade hab vwer herre vnd ir<, / Sprach er, >vnd wissent, daz wir / Vil gern zü sinem huse kumen, / Es sij denn, daz vns werd benomen / Der weg mit swerttes slegen.< Daraufhin eilt der Bote von ihnen, und trotz dessen Versicherung, sie müssten sich nicht beeilen – Vnd rijtent ir, wie sanfft ir wölt (Kr. 29146) – reitet Gawein mit seinen Gefährten gleich darauf los, Wann von hungers getzwang / litten kumber dise zwen (Kr. 29151 f.). Es wird zwar nicht gesagt, welche beiden von Hunger geplagt werden, doch ist es aufgrund späterer, häufig auftauchender, eindeutig zuzuordnender Titulierung dieser beiden als dise zwen wahrscheinlich, dass damit Lanzelet und Kalokreant gemeint sind. Eventuell könnte dies eine Vorausdeutung auf die ausgeprägten physischen Bedürfnisse sein, denen sie später – trotz einschlägiger Warnung seitens Gaweins – erliegen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Kommentierte Übersetzung der Verse 29100-19160: Dieser Abschnitt bietet eine philologische Aufbereitung und Kommentierung des mittelhochdeutschen Originaltextes der Verse 29100 bis 29160.

II. Interpretation der Verse 29100-29394: Dieser Hauptteil analysiert den Inhalt der Verse, bettet sie in den Gesamtkontext der "Krone" ein und diskutiert die Gralszeremonie im Vergleich zu anderen Werken.

1. Voraussetzungen und Vorangegangenes: Hier werden die erzählerischen Rahmenbedingungen, wie der Gesamtkontext der Suche und die spezifischen Anweisungen Manburs, detailliert erörtert.

2. Die Verse: Dieser umfangreiche Abschnitt analysiert chronologisch das Geschehen von der Wiedertreffen-Szene über die Ankunft auf der Gralsburg bis hin zu den Einzelheiten des Gralsaufzuges.

3. Zusammenfassung: Dieses Kapitel zieht ein Fazit über die kontroversen Interpretationsansätze zur Gralserlösung in der "Krone" und bewertet den Roman im Kontext der Artusepik.

Schlüsselwörter

Heinrich von dem Türlin, Die Krone, Gawein, Gral, Gralssuche, Gralsaufzug, Parzival, Artusroman, Mittelalterliche Literatur, Gralserlösung, Aventiure, Intertextualität, ritterliche Tugend, Speer, Schwert.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einer detaillierten Interpretation eines spezifischen Abschnitts aus dem Artusroman "Die Krone" von Heinrich von dem Türlin, der den Gralsaufzug beschreibt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Gralserlösung, die Analyse ritterlicher Tugenden und die vergleichende Untersuchung zur Artusepik, insbesondere zu Wolframs Parzival.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Gralserlösung in der "Krone" zu verstehen und kritisch zu hinterfragen, ob es sich dabei um eine klassische Erlösungsgeschichte oder eher um einen "Antigralsroman" handelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die philologische Exegese, Kontextualisierung innerhalb des Gesamtwerkes und den Vergleich mit zeitgenössischen Textquellen (Intertextualität) kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der situativen Einbettung der Gralserlösung, der Analyse der atmosphärischen Gestaltung der Gralsburg sowie einer detaillierten Untersuchung der einzelnen Elemente des Gralsaufzugs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Heinrich von dem Türlin, Gralsaufzug, Gawein, Aventiure, ritterliche Kultur und mittelalterliche Artusepik beschreiben.

Wie unterscheidet sich die Gralsdarstellung in der "Krone" von Wolframs Parzival?

Die Arbeit zeigt auf, dass der Gral in der "Krone" eine weniger stark religiös konnotierte, oft mechanisch wirkende Rolle einnimmt und Gawein im Gegensatz zu Parzival vorab detailliert instruiert wird.

Welche Rolle spielt die Figur des Manbur für die Gralserlösung?

Manbur fungiert als Schwester Gansguoters und als Instrukteurin Gaweins, die ihm präzise Anweisungen für das Bestehen der Gralsaventiure gibt, was von der Forschung oft als "Erlösungsmechanik" diskutiert wird.

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Details

Title
Interpretation der Verse 29100-29394 der Krone Heinrichs von dem Türlin
College
University of Heidelberg  (Germanistisches Seminar)
Course
Parzival, Gawein und der Gral
Grade
1,7
Author
Jessica Werner (Author)
Publication Year
2007
Pages
31
Catalog Number
V83392
ISBN (eBook)
9783638899505
Language
German
Tags
Interpretation Verse Krone Heinrichs Türlin Parzival Gawein Gral
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jessica Werner (Author), 2007, Interpretation der Verse 29100-29394 der Krone Heinrichs von dem Türlin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83392
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