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Die deutsche Frage 1945 bis 1989 – Die Entwicklung der politischen Beziehungen zwischen Ost- und Westdeutschland

Title: Die deutsche Frage 1945 bis 1989 – Die Entwicklung der politischen Beziehungen zwischen Ost- und Westdeutschland

Seminar Paper , 2007 , 20 Pages , Grade: 1,4

Autor:in: Andy Schalm (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War
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Summary Excerpt Details

Das vorherrschende Bild von den Deutschen in Europa war lange Zeit bestimmt von Militarismus, „politischer Zügellosigkeit und dem Mangel an Gespür für die Ängste […] anderer“ . Diese Sichtweise entstand durch den Verlauf der europäischen Geschichte zwischen 1871 und 1945, die maßgeblich von Deutschland bestimmt wurde. Da die Historie zu beweisen schien, dass die Mentalität der Deutschen, sobald das Land eine gewisse Größe und Dynamik aufwies, einem stabilen Staatensystem nicht zuträglich zu sein schien, wurde die Aussicht auf ein erneut geeintes Deutschland in der Zeit nach 1945 von vielen Seiten eher kritisch beurteilt. Die Neigung zu politischer Aggressivität wurde vielfach als eine typische Eigenart der Deutschen angesehen. Nach dem zweiten Weltkrieg schien diese Bedrohung gebannt und aufgrund der zuvor beschriebenen Einschätzung sowie der Einbindung der beiden deutschen Staaten in die politischen Verwicklungen zweier Großmächte war eine Wiedervereinigung kein leichtes Unterfangen.
Der Weg zum Fall der Mauer und zur Einigung 1990 soll in dieser Arbeit beschrieben und die Frage beantwortet werden, ob dieser ein unausweichlich zu beschreitender war. Wer arbeitete daraufhin, wer dagegen und inwiefern wurde in Ost und West eine konsequente Politik in die eine oder andere Richtung betrieben? Welchen Wandlungen und Einflüssen war die „deutsche Frage“ unterworfen?

Excerpt


Struktur der wissenschaftlichen Arbeit

1 Einleitung

2 Die Gründung von DDR und BRD – Das Wiedervereinigungsgebot

3 Adenauers Politik der Westbindung – Hallsteindoktrin und Alleinvertretungsanspruch

4 Die Stalin-Note von 1952

5 Der Mauerbau und seine Folgen

6 Der Innerdeutsche Grundlagenvertrag von 1972 – Die besondere Beziehung der beiden deutschen Staaten

7 Verfassungsrechtliche Positionswechsel und die „Geraer Forderungen“

8 Deutschlandpolitik unter der Regierung Kohl

9 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit analysiert die Entwicklung der politischen Beziehungen zwischen Ost- und Westdeutschland zwischen 1945 und 1989. Ziel ist es, den Weg zur deutschen Einheit zu beleuchten und zu untersuchen, inwiefern die deutsche Wiedervereinigung ein absehbarer Prozess war oder durch spezifische politische Entscheidungen und internationale Einflüsse maßgeblich geformt wurde.

  • Die Rolle der Großmächte und der Kalte Krieg
  • Adenauers Westbindung und die Hallsteindoktrin
  • Der Mauerbau und die Ära der Entspannungspolitik
  • Der Innerdeutsche Grundlagenvertrag und seine Folgen
  • Die Deutschlandpolitik unter Helmut Kohl

Auszug aus dem Buch

4 Die Stalin-Note von 1952

Während seiner Amtszeit plagte Adenauer jederzeit die Sorge, dass sich die vier Siegermächte noch einmal über den Kopf der westdeutschen Regierung hinweg über das Schicksal der Deutschen verständigen könnten. Hintergrund dafür war unter anderem die so genannte „Stalin-Note“ aus dem Frühjahr 1952.

Anfang 1951 hatten die Westmächte das „Besatzungsstatut“ revidiert, die Errichtung eines Außenministeriums und eines diplomatischen Dienstes gestattet, Industriebeschränkungen und Außenwirtschaftskontrollen aufgehoben und den Kriegszustand mit Deutschland für beendet erklärt. Der „Deutschlandvertrag“ über die Beziehungen zwischen der BRD und den drei Mächten stand kurz vor dem Abschluss.

Seit dem Herbst 1951 hatte sich das Thema Wiedervereinigung nach und nach in den Mittelpunkt der politischen Diskussion geschoben und alle Parteien, mit Ausnahme der Kommunisten, hatten 1950 freie gesamtdeutsche Wahlen gefordert. Zu diesem Zeitpunkt hatte niemand damit gerechnet, dass sich die Sowjetunion auf diese Forderung einlassen würde, aber im September 1951 wandte sich der DDR-Ministerpräsident Otto Grotewohl mit eben jenem Gesprächsthema an die Bundesregierung. Der Vorschlag wurde mit der Begründung abgelehnt, die DDR-Regierung sei nicht demokratisch legitimiert.

Am 10. März des folgenden Jahres meldete sich mit der an die drei Westmächte gerichteten „Stalin-Note“, in welcher Verhandlungen über die Wiedervereinigung Deutschlands und den Abschluss eines Friedensvertrages vorgeschlagen wurden, die Sowjetregierung selbst zu Wort. Diese Note enthielt das weitestgehende Angebot, das den Sowjets möglich war, nämlich den Vorschlag zu einem neutralen Gesamtdeutschland, an Oder-Neiße endend, und damit die Aufgabe der eigenen Zone.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Problematik des geteilten Deutschlands nach 1945 ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Unausweichlichkeit der Wiedervereinigung.

2 Die Gründung von DDR und BRD – Das Wiedervereinigungsgebot: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung der beiden deutschen Staaten vor dem Hintergrund des Ost-West-Konflikts und analysiert die verfassungsrechtlichen Bekenntnisse zur nationalen Einheit.

3 Adenauers Politik der Westbindung – Hallsteindoktrin und Alleinvertretungsanspruch: Hier wird Adenauers außenpolitische Strategie der Westintegration sowie die Durchsetzung des Alleinvertretungsanspruchs durch die Hallsteindoktrin dargestellt.

4 Die Stalin-Note von 1952: Das Kapitel untersucht das sowjetische Angebot eines neutralen Gesamtdeutschlands und Adenauers ablehnende Haltung zugunsten der westlichen Sicherheitsarchitektur.

5 Der Mauerbau und seine Folgen: Es werden die Auswirkungen der Abwanderung aus der DDR sowie die politische Zäsur durch den Mauerbau im August 1961 analysiert.

6 Der Innerdeutsche Grundlagenvertrag von 1972 – Die besondere Beziehung der beiden deutschen Staaten: Dieses Kapitel behandelt die neue Ostpolitik Willy Brandts und die vertragliche Regelung der Beziehungen zwischen der BRD und der DDR.

7 Verfassungsrechtliche Positionswechsel und die „Geraer Forderungen“: Hier werden die ideologischen Verschärfungen der DDR-Politik sowie Honeckers Forderungen zur Revision des Grundlagenvertrags thematisiert.

8 Deutschlandpolitik unter der Regierung Kohl: Die Analyse konzentriert sich auf Helmut Kohls Strategie, an Adenauers Europapolitik anzuknüpfen, während das marode DDR-Regime zunehmend von westlichen Finanzhilfen abhängig wurde.

9 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie das Spannungsfeld zwischen Ost und West die Wiedervereinigung prägte und dass diese letztlich durch den politischen Willen im entscheidenden historischen Moment ermöglicht wurde.

Schlüsselwörter

Deutschlandpolitik, Wiedervereinigung, BRD, DDR, Westbindung, Hallsteindoktrin, Stalin-Note, Mauerbau, Grundlagenvertrag, Entspannungspolitik, Kalter Krieg, Adenauer, Brandt, Kohl, Souveränität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung der politischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik sowie den Weg zur Wiedervereinigung im Zeitraum von 1945 bis 1989.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Westintegration unter Adenauer, der Konfrontation im Kalten Krieg, der Entspannungspolitik ab den 1970er Jahren und der Deutschlandpolitik bis zur Einigung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, welche Faktoren und politischen Entscheidungen die Wiedervereinigung ermöglicht haben und ob dieser Prozess als unausweichlich betrachtet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten historisch-analytischen Auswertung von Literatur und offiziellen Dokumenten zur politischen Geschichte beider deutscher Staaten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Phasen, von der Staatsgründung über den Mauerbau und den Grundlagenvertrag bis hin zu den Bemühungen der Ära Kohl.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Wiedervereinigung, deutsche Frage, Westbindung, Entspannungspolitik, Grundlagenvertrag und der Ost-West-Konflikt.

Welche Rolle spielte die Stalin-Note von 1952 für den Autor?

Der Autor ordnet die Stalin-Note als einen kritischen Punkt ein, an dem Adenauer sich bewusst gegen die Unwägbarkeiten einer neutralen Wiedervereinigung und für die Sicherheit des Bündnisses mit dem Westen entschied.

Wie werden die „Geraer Forderungen“ im Buch bewertet?

Sie werden als Versuch von Erich Honecker gewertet, den Grundlagenvertrag von 1972 zu revidieren und die dauerhafte Spaltung Deutschlands ideologisch zu zementieren.

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Details

Title
Die deutsche Frage 1945 bis 1989 – Die Entwicklung der politischen Beziehungen zwischen Ost- und Westdeutschland
College
University of Rostock  (Historisches Institut)
Course
Der Zusammenbruch der DDR in den 3 Nordbezirken
Grade
1,4
Author
Andy Schalm (Author)
Publication Year
2007
Pages
20
Catalog Number
V83445
ISBN (eBook)
9783638895552
ISBN (Book)
9783638912044
Language
German
Tags
Frage Entwicklung Beziehungen Ost- Westdeutschland Zusammenbruch Nordbezirken
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andy Schalm (Author), 2007, Die deutsche Frage 1945 bis 1989 – Die Entwicklung der politischen Beziehungen zwischen Ost- und Westdeutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83445
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