Die vorliegende Arbeit versucht, den Wandlungsprozess in der Österreichischen
Landwirtschaft, nach 1945, unter Berücksichtigung der technischen und sozialen Fortschritte sowie die Strukturveränderungen durch den Beitritt zur Europäischen Union zu skizzieren. In der vorliegenden Arbeit versuche ich, mit der landwirtschaftlichen Situation nach dem 2.
Weltkrieg, in deskriptiver Form zu beginnen und anschließend die Entwicklungen der letzten
60 Jahre nachzuzeichnen. Ebenfalls beschreibe ich heute schon existente und sich
möglicherweise schon abzeichnende Trends im Agrarsektor.
Die Bandbreite der wirtschaftlichen Aktivitäten des primären Sektors dürfen heute nicht mehr
nur auf die Erzeugung landwirtschaftlicher Güter im engeren begrenzt werden.
Vielmehr verlangt die Betrachtung auch ein Miteinbeziehen der Neben- Einnahmequellen der
Österreichischen Landwirte. Dabei sind etwa Themengebiete wie die Energiegewinnung
mittels Biomassenverbrennung oder Vergasung, die Versehung von Betriebsflächen mit Photovoltaikanlagen und der Handel mit Waren neu erschlossener wirtschaftlicher
Betätigungsfelder wie z.B. Handel mit Holzpellets oder Hackschnitzelaufbereitung.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die landwirtschaftliche Ausgangssituation nach 1945
3. Entwicklung der Landwirtschaft ab Beginn der Wirtschaftlichen Rekonstitutionsphase Österreichs nach dem 2. Weltkrieg
4. Entwicklungen und Folgen der Mechanisierung, Rationalisierung und Automatisierung in der Österreichischen Landwirtschaft:
4.1.1 Bodennutzung 1995-2003
5. Neu erschlossene, zusätzliche Einkommensquellen in der Österreichischen Landwirtschaft
6. Perspektiven der Landwirtschaft in Österreich - Ein Ausblick
7. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den strukturellen Wandlungsprozess der österreichischen Landwirtschaft seit 1945. Dabei werden insbesondere die Auswirkungen technischer Innovationen, politischer Rahmenbedingungen durch den EU-Beitritt sowie neue wirtschaftliche Betätigungsfelder im primären Sektor analysiert, um die zukünftige Entwicklung und Überlebensfähigkeit der Branche einzuschätzen.
- Historische Aufarbeitung der landwirtschaftlichen Situation in der Nachkriegszeit
- Analyse der Folgen von Mechanisierung, Rationalisierung und Automatisierung
- Integration neuer Einnahmequellen wie alternativer Energieerzeugung
- Einfluss der Agrarpolitik und des EU-Beitritts auf Betriebsstrukturen
- Zukunftsperspektiven und Herausforderungen im globalisierten Agrarmarkt
Auszug aus dem Buch
4. Entwicklungen und Folgen der Mechanisierung, Rationalisierung und Automatisierung in der Österreichischen Landwirtschaft:
Die Verbesserung der Produktionsmethoden im Anbau von Feldfrüchten, Erzeugung von Fleisch- und Molkereiprodukten ist nicht nur durch das Gewinnmaximierungsstreben der Landwirte bedingt, sondern ist auch eine volkswirtschaftliche Notwendigkeit. „Um die steigenden Nahrungsansprüche zu befriedigen und den laufenden Verlust an landwirtschaftlicher Produktionsfläche ( durch Straßen-, Wohnhaus- und Industrieanlagenbau gehen täglich zirka 38 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche verloren) auszugleichen, musste sowohl die Flächenproduktivität ( durchschnittlich 2.5 % pro Jahr) als auch die Arbeitsproduktivität stark zunehmen.“7
Die Menge der Flächenverluste ist in Österreich allgemein rückläufig, die prozentualen Produktivitätssteigerungen jedoch auch.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den Wandlungsprozess der Landwirtschaft nach 1945 unter Berücksichtigung technischer Fortschritte und struktureller Änderungen durch den EU-Beitritt.
2. Die landwirtschaftliche Ausgangssituation nach 1945: Das Kapitel beleuchtet die krisenhafte Ausgangslage nach dem Zweiten Weltkrieg, in der die Landwirtschaft eine zentrale Rolle für die Versorgungssicherheit spielte.
3. Entwicklung der Landwirtschaft ab Beginn der Wirtschaftlichen Rekonstitutionsphase Österreichs nach dem 2. Weltkrieg: Hier wird der Einfluss der Modernisierungswelle auf den starken Rückgang der Beschäftigtenzahlen und die strukturelle Bedeutung der Landwirtschaft thematisiert.
4. Entwicklungen und Folgen der Mechanisierung, Rationalisierung und Automatisierung in der Österreichischen Landwirtschaft:: Das Kapitel analysiert die Notwendigkeit von Ertragssteigerungen durch technische Verbesserungen und Bodenmeliorationen.
5. Neu erschlossene, zusätzliche Einkommensquellen in der Österreichischen Landwirtschaft: Hier liegt der Fokus auf der Erschließung alternativer Einnahmen, insbesondere durch die Erzeugung erneuerbarer Energien wie Biogas und Fotovoltaik.
6. Perspektiven der Landwirtschaft in Österreich - Ein Ausblick: Dieses Kapitel gibt einen Ausblick auf die künftige Entwicklung, beeinflusst durch Agrarreformen und veränderte globale Marktbedingungen.
7. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Herausforderungen zusammen, denen sich die Interessenvertretungen und Landwirte in einem globalisierten Europa stellen müssen.
Schlüsselwörter
Österreichische Landwirtschaft, Nachkriegszeit, Mechanisierung, Rationalisierung, EU-Beitritt, Strukturwandel, Agrarpolitik, Energieerzeugung, Biomasse, Flächenproduktivität, Einkommensquellen, Bergbauern, Globalisierung, Betriebsstrukturen, Nachhaltigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Entwicklung der österreichischen Landwirtschaft seit 1945 bis zur Gegenwart unter Berücksichtigung politischer, technischer und wirtschaftlicher Faktoren.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Strukturwandel, der Mechanisierung, den Auswirkungen der EU-Agrarpolitik und der Erschließung neuer Einkommensquellen für Landwirte.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Wandlungsprozesse zu beschreiben, die Faktoren für Produktivitätssteigerungen aufzuzeigen und die zukünftigen Perspektiven sowie die Überlebensfähigkeit der österreichischen Agrarbetriebe zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit verwendet primär eine deskriptive Form der Darstellung, basierend auf der Auswertung von Fachliteratur, Statistiken und agrarpolitischen Dokumenten.
Was steht im Hauptteil im Fokus?
Im Hauptteil werden die historische Entwicklung nach 1945, die Folgen der technischen Automatisierung, die Umstellung der Agrarpolitik sowie die Diversifizierung der Einnahmen durch alternative Energien detailliert erörtert.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind Agrarpolitik, Strukturwandel, Mechanisierung, EU-Beitritt, Bergbauern, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit.
Warum spielt die Energieerzeugung eine zunehmende Rolle in der Landwirtschaft?
Landwirte sind aufgrund gestiegener Erzeugerkosten und gesunkener Verkaufserlöse gezwungen, den Grund und Boden für neue wirtschaftliche Akzente wie Windkraft oder Biogas zu nutzen.
Wie hat sich die Bedeutung des Agrarsektors für das BIP entwickelt?
Die wirtschaftliche Bedeutung der Landwirtschaft, gemessen am Anteil am Bruttoinlandsprodukt, ist seit den 1950er Jahren signifikant gesunken.
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- Wendt-Dieter Freiherr v. Gemmingen (Author), 2007, Die österreichische Landwirtschaft in ihrer Entwicklung nach 1945, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83535