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Risikomanagement in der logistischen Kette

Title: Risikomanagement in der logistischen Kette

Seminar Paper , 2006 , 30 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Alexander Winterstein (Author)

Business economics - Operations Research
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Summary Excerpt Details

Wir leben in einem Zeitalter der rasanten Veränderung. Technologische Neuerungen, veränderte politische Systeme sowie Globalisierung der Märkte sind wesentliche Eckpunkte unserer heutigen Zeit. Das Leben in einer schnelllebigen und leistungsorientierten Gesellschaft bringt immer schnellere Veränderungen interner und externer Einflussgrößen mit sich. Damit steigt die Zahl der Risiken. Die Zahl der Naturkatastrophen hat sich spürbar erhöht, so auch die Zahl von Transportunfällen. Immer frequentierter wüten Unwetter wie z.B. Tornados in den USA, Terroranschläge wie z.B. der vom 11. September 2001 auf das World Trade Center stellen eine zusätzliche Bedrohung dar. Auch entlang der logistischen Kette geschehen folgenschwere Unfälle wie beispielsweise Tanklaster-Katastrophen. Durch die immens hohen Anforderungen an die Logistik steigt die Anfälligkeit der Supply Chain. Viele Unternehmen ignorieren noch die damit verbundenen Gefahren oder auch die Ertragsteigerungspotenziale. Die Konzentration auf ein Risikomanagement allein in Krisenzeiten genügt nicht.

In dieser Seminararbeit soll das Risikomanagement in der logistischen Kette definiert werden. Die grundlegenden Begriffe werden zu Anfang geklärt. Der Hauptteil der Arbeit stützt sich auf das Risikomanagementsystem, insbesondere auf dessen Kreislauf. Hierbei werden verschiedene Methoden aufgezeigt, Risiken zu identifizieren und zu bewerten. Anschließend wird die Einführung eines solchen Systems in Unternehmen diskutiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen und Begriffserläuterung

2.1 Supply Chain Management

2.2 Risiken

2.3 Risikomanagement

3 Risikomanagement-Kreislauf

3.1 Risikoidentifikation

3.2 Risikoanalyse und -bewertung

3.3 Risikosteuerung

3.4 Risikocontrolling

4 Methoden zur Identifikation und Bewertung von Risiken

4.1 Methoden der Risikoidentifikation

4.1.1 Checklisten

4.1.2 Ishikawa-Diagramm

4.2 Methoden der Risikobewertung

4.2.1 Fehlerbaumanalyse

4.2.2 Entity-Relationsship-Schema

5 Supply-Chain-Risk-Management im Unternehmen

5.1 Umsetzung von Supply-Chain-Risk-Management

5.2 Praxisbeispiel

5.3 Erfolgsaussichten

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit definiert das Risikomanagement innerhalb logistischer Ketten und untersucht, wie Unternehmen durch ein systematisches Risikomanagementsystem (SCRM) auf wachsende Komplexität und externe Gefahren reagieren können, um die Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit der Supply Chain langfristig zu sichern.

  • Grundlagen des Supply Chain Managements und Einordnung von Risikopotenzialen.
  • Struktur und Funktionsweise des Risikomanagement-Kreislaufs.
  • Methodische Ansätze zur Identifikation und Bewertung von Risiken (z.B. Fehlerbaumanalyse, Ishikawa-Diagramm).
  • Organisatorische Umsetzung und Implementierung von SCRM-Systemen im Unternehmen.
  • Analyse von Erfolgspotenzialen und praktischen Beispielen der Risikoprävention.

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Fehlerbaumanalyse

Mittels der „ereignisgesteuerten Prozessketten“ (EPK) oder den Aktivitätsdiagrammen aus der „Unified Modeling Language“ (UML) können Methoden wie die Fehlerbaum- und Ereignisbaumanalyse in die Prozessdokumentation integriert werden, um somit Risiken identifizieren und auch bewerten zu können. Eine solche Methode, um Risiken analysieren und bewerten zu können, ist die Fehlerbaumanalyse. Es handelt sich hierbei um eine Art der Systemanalyse, welche in der DIN 25424 beschrieben wird. Ein Fehlerbaum ist eine graphische Darstellung logischer Zusammenhänge zwischen den Fehlern und den daraus entstehenden Ereignissen. Im Gegensatz zum ER-Schema mit einer Netzstruktur liegt hier eine Baumstruktur vor. Es handelt sich um ein deduktives Top-Down-Verfahren, welches vom unerwünschten Ereignis ausgehend die Ausfallzustände der Systemkomponenten ermittelt. Das Top-Ereignis steht an der Wurzel, die Primärereignisse stellen Blätter dar. Dadurch entsteht ein Boolesches Modell, der so genannte Fehlerbaum, welches mittels Zuverlässigkeitskenngrößen quantifiziert wird.

Die Verknüpfungselemente sind UND-Gatter und ODER-Gatter. Beim UND-Gatter müssen alle eingehenden Ereignisse erfüllt sein, dagegen genügt es beim ODER-Gatter, dass ein eingehendes Ereignis erfüllt ist. Kann ein Ereignis in kein weiteres zerlegt werden, heißt es Primärereignis. Für diese Primärereignisse werden die Wahrscheinlichkeiten für deren Eintritt vorgegeben, um damit die Wahrscheinlichkeit des Eintretens des Top-Ereignisses berechnen zu können. Diese Vorgabe von realistischen Werten für die Eintrittswahrscheinlichkeiten ist in der Praxis schwierig. Das Ergebnis der Fehlerbaumanalyse ist die Eintrittswahrscheinlichkeit für das Top-Ereignis. Diese kann mittels diverser Software erfolgen, so dass die Schritte automatisch durchgeführt werden können. Durch mehrfaches Experimentieren am Modell mit Hilfe von Parametervariationen können zudem Aussagen über die Abhängigkeiten des Top-Ereignisses von den Primärereignissen gemacht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die zunehmende Anfälligkeit logistischer Ketten durch Globalisierung und externe Ereignisse und führt in die Notwendigkeit eines strukturierten Risikomanagements ein.

2 Grundlagen und Begriffserläuterung: Definiert zentrale Begriffe wie Supply Chain Management und Risiken und klassifiziert letztere in operative, strategische und finanzielle Kategorien.

3 Risikomanagement-Kreislauf: Erläutert den Prozess der Risikofrüherkennung als kontinuierlichen Regelkreislauf bestehend aus Identifikation, Analyse, Bewertung, Steuerung und Controlling.

4 Methoden zur Identifikation und Bewertung von Risiken: Stellt konkrete Werkzeuge wie Checklisten, das Ishikawa-Diagramm, die Fehlerbaumanalyse und das Entity-Relationship-Schema zur systematischen Risikobehandlung vor.

5 Supply-Chain-Risk-Management im Unternehmen: Diskutiert die organisatorische Implementierung von SCRM-Systemen, illustriert dies anhand eines Praxisbeispiels und analysiert die Erfolgsaussichten.

6 Fazit: Fasst zusammen, dass proaktives Risikomanagement eine essenzielle Investition für zukunftsorientierte Unternehmen darstellt, um trotz unvorhersehbarer externer Bedrohungen wirtschaftlich stabil zu bleiben.

Schlüsselwörter

Risikomanagement, Supply Chain Management, Logistik, Risikoidentifikation, Risikoanalyse, Risikosteuerung, Risikocontrolling, Fehlerbaumanalyse, Ishikawa-Diagramm, Wertschöpfungskette, Prozesssicherheit, Krisenprävention, SCRM, Unternehmenserfolg, Risikostrategie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Definition und methodischen Implementierung eines Risikomanagementsystems innerhalb der logistischen Kette, um Unternehmen widerstandsfähiger gegen externe und interne Gefahren zu machen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen des Supply Chain Managements, dem Ablauf eines Risikomanagement-Kreislaufs, verschiedenen Analyse- und Bewertungsmethoden sowie der praktischen Implementierung in Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Risiken in der Supply Chain definiert, bewertet und durch ein systematisches Frühwarnsystem gesteuert werden können, um den Fortbestand und die Ertragskraft des Unternehmens zu sichern.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit analysiert und bewertet Methoden wie die Fehlerbaumanalyse, das Ishikawa-Diagramm, Checklisten sowie das Entity-Relationship-Schema als Werkzeuge zur Strukturierung und Quantifizierung von Risiken.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Risikomanagement-Kreislaufs, die Vorstellung spezifischer Identifikations- und Bewertungsmethoden sowie die Diskussion der organisatorischen Umsetzung mittels Modellen wie der „Focus Group“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Risikomanagement, Supply Chain, Risikoidentifikation, Risikosteuerung, Fehlerbaumanalyse und SCRM-Systeme.

Wie definiert die Arbeit das „Supply Chain Management“?

SCM wird als integrierte Unternehmensaktivität verstanden, die den Informations- und Materialfluss über die gesamte Kette – von der Versorgung über die Produktion bis hin zum Endkunden – optimiert.

Welche Rolle spielt das KonTraG in diesem Kontext?

Das KonTraG (Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich) bildet den gesetzlichen Rahmen, der Vorstände verpflichtet, Frühwarnsysteme zur Identifikation existenzbedrohender Risiken einzurichten.

Was besagen die risikopolitischen Grundsätze der Süd-Chemie AG?

Diese Grundsätze betonen u.a., dass jeder Mitarbeiter als Risikomanager fungiert, es keinen Gewinn ohne Risiko gibt und Risiken transparent kommuniziert und beurteilt werden müssen.

Excerpt out of 30 pages  - scroll top

Details

Title
Risikomanagement in der logistischen Kette
College
Martin Luther University
Grade
1,7
Author
Alexander Winterstein (Author)
Publication Year
2006
Pages
30
Catalog Number
V83587
ISBN (eBook)
9783638909709
Language
German
Tags
Risikomanagement Kette
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Winterstein (Author), 2006, Risikomanagement in der logistischen Kette, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83587
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