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Sprachentwicklung

Titel: Sprachentwicklung

Hausarbeit , 2006 , 23 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Juliane Riemann (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Betrachtet man ein Kind im Kindergartenalter, wie es mit anderen Kindern in Kontakt tritt, wie es redet, kommuniziert so kann man darüber staunen welch großartige Leistung es aus sprachlicher Sicht vollbracht hat. Es kann nicht nur Laute aussprechen, Wörter bilden und benutzen sondern auch grammatikalische Regeln anwenden.
Wie gelangt das Kind bis zu diesem Punkt und welche Voraussetzungen waren dafür nötig? Warum konnte es in so kurzer Zeit soviel Lernen wofür wir zum Erlernen einer Fremdsprache wesentlich länger brauchen und die meisten von uns wohl nie akzentfrei beherrschen?
In meiner Arbeit möchte ich zu Beginn darauf eingehen was ein Kind denn überhaupt alles lernen muss um eine Sprache zu sprechen und unter welchen Bedingungen dafür von Nöten sind.
Desweiteren sollen die verschiedenen Sprachbereiche beschrieben werden. Dies sind neben der phonologischen Entwicklung auch die lexikalische und grammatikalische Entwicklung.
Auch möchte ich auf die Entwicklung kommunikativer Fähigkeiten eingehen.
Anschließend werde ich kurz die verschiedenen Spracherwerbstheorien beschreiben. Es ist aber davon auszugehen, dass es noch weitere interessante Ansätze mehr gibt, die den Rahmen dieser Arbeit leider sprengen dürften.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2.Was ein Kind erlernen muss

3. Vorraussetzungen und Bedingungen für einen erfolgreichen Spracherwerb

3.1. Hirnreifung und Lateralisation

3.2. Anatomische Vorraussetzungen im Rachenraum

3.3. Die Sinnesorgane

3.3.1. Der Hautsinn

3.3.2. Hören und Sehen

3.3.3. Die Feinmotorik der Artikulationsorgane

3.4. Kognitive Vorraussetzungen

3.5. Soziale Vorraussetzungen

3.5.1. Die Ammensprache

3.5.2. Die stützende Sprache

3.5.3. Die lehrende Sprache

4. Der Erwerb der Sprachlaute/ die phonologische Entwicklung

5. Die lexikalische/ semantische Entwicklung

5.1. Bedeutungswandel

5.2. Ansätze und Theorien zur Erklärung der lexikalischen und semantischen Entwicklung

5.2.1. Semantische Merkmalstheorie nach Eve Clark (1973)

5.2.2. Die funktionale Kernhypothese nach Katherine Nelson (1974)

5.2.3. Die Prototyptheorie

6. Entwicklung der Syntax und der Grammatik

6.1. Einwortäußerungen

6.2. Zweiwortäußerungen

6.3. Wie geht es weiter?

7. Die Entwicklung kommunikativer Fähigkeiten

8. Theorien der Sprachentwicklung

8.1. Die nativistischen Ansätze

8.2. Der Behaviorismus

8.3. Kognitive Ansätze

9. Zusammenfassung

10. Bibliographie

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht den komplexen Prozess der kindlichen Sprachentwicklung, beginnend bei den biologischen und sozialen Voraussetzungen über den Erwerb von Phonologie, Lexik und Syntax bis hin zu den verschiedenen theoretischen Erklärungsmodellen des Spracherwerbs.

  • Biologische und anatomische Voraussetzungen für den Spracherwerb
  • Die Rolle der sozialen Umwelt und Bezugspersonen (Ammensprache, stützende und lehrende Sprache)
  • Phasen der phonologischen, lexikalischen und syntaktischen Entwicklung
  • Prozesse wie Bedeutungswandel, Übergeneralisierung und Benennungsexplosion
  • Vergleichende Darstellung der Spracherwerbstheorien (Nativismus, Behaviorismus, kognitive Ansätze)

Auszug aus dem Buch

3.5.1. Die Ammensprache

Dieser Sprachstil wird bei Kindern bis zu einem Jahr verwendet. Er zeichnet sich durch eine hohe Tonlage im Bereich von 400-600 Hz aus und ist damit an die Hörfähigkeit des Säuglingsalters angepasst.

Schwierige Laute werden durch einfache ersetzt, wichtige Worte betont. Weiterhin zeichnet sich dieser Stil durch die Vermeidung schwieriger Wörter, Verwendung einfach strukturierter Sätze und häufigen Wiederholungen aus. (vgl. Dittmann 2002, S.28)

Über den Dialog, der schon mit der Geburt beginnt, schafft die Mutter eine gemeinsame Erlebniswelt. So wird es dem Kind möglich Beziehungen zwischen dem eigenen Verhalten und dem der Mutter zu erkennen. Sie interpretiert das Verhalten des Kindes und indem sie ihm eine bestimmte Bedeutung gibt, führt sie das Kind zur Erkennung der Sprachregeln und veranlasst es, eine Nachbildung der Sach- und Personenwelt zu erschaffen. Je häufiger die Aufmerksamkeit des Kindes auf seine Umwelt gelenkt wird, umso größer wird sein produktiver Wortschatz. (vgl. Oerter/Montada, S.546)

Des Weiteren erleichtert die deutliche Artikulation der Ammensprache die für die Muttersprache spezifischen Phoneme zu erkennen und später auch zu produzieren. (vgl. Dittmann 2002, S.19)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die beeindruckende sprachliche Leistung von Kindern und steckt den Rahmen der Arbeit ab, die Voraussetzungen, Sprachbereiche und Theorien umfasst.

2.Was ein Kind erlernen muss: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau der menschlichen Sprache (Phoneme, Morpheme, Syntax, Semantik) und die Komplexität, die ein Kind beim Spracherwerb bewältigen muss.

3. Vorraussetzungen und Bedingungen für einen erfolgreichen Spracherwerb: Hier werden die biologischen, anatomischen, sinnesphysiologischen, kognitiven und sozialen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Sprachentwicklung detailliert dargestellt.

4. Der Erwerb der Sprachlaute/ die phonologische Entwicklung: Dieses Kapitel beschreibt den Weg vom Schrei über Lallphasen bis zur bewussten Lautproduktion und den Übergang zum ersten Wort.

5. Die lexikalische/ semantische Entwicklung: Das Kapitel behandelt den Wortschatzaufbau, das Phänomen der Benennungsexplosion sowie Bedeutungswandel und Erklärungsansätze für Wortbedeutungen.

6. Entwicklung der Syntax und der Grammatik: Hier werden die Phasen vom Einwortsatz über den Zweiwortsatz bis hin zur komplexen Grammatik und die metalinguistische Entwicklung betrachtet.

7. Die Entwicklung kommunikativer Fähigkeiten: Das Kapitel beleuchtet den Erwerb von Gestik, Zeigegesten und die Entwicklung der pragmatischen Kompetenz im Gespräch mit Bezugspersonen.

8. Theorien der Sprachentwicklung: Abschließend werden die zentralen theoretischen Ansätze – Nativismus, Behaviorismus und kognitive Ansätze – gegenübergestellt und kritisch gewürdigt.

9. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die wesentlichen Erkenntnisse über biologische, soziale und kognitive Faktoren des Spracherwerbs.

10. Bibliographie: Das Verzeichnis listet die verwendete Fachliteratur zur Sprachentwicklung auf.

Schlüsselwörter

Sprachentwicklung, Spracherwerb, Phonologie, Lexik, Semantik, Syntax, Ammensprache, Sprachlaute, Bedeutungswandel, Übergeneralisierung, Benennungsexplosion, Grammatikerwerb, Nativismus, Behaviorismus, Kognition

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Grundlagen, Voraussetzungen und dem Verlauf der menschlichen Sprachentwicklung bei Kindern vom Säuglingsalter bis zum Vorschulalter.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen biologische und soziale Voraussetzungen, die phonologische, lexikalische und syntaktische Entwicklung sowie kommunikative Fähigkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die komplexen Teilbereiche des Spracherwerbs zu beschreiben und die verschiedenen wissenschaftlichen Theorien aufzuzeigen, die diesen Prozess erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse aktueller entwicklungspsychologischer und sprachwissenschaftlicher Fachpublikationen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Entwicklungsstufen, wie etwa den Lauterwerb, die Wortschatzexplosion, die Entwicklung von Satzstrukturen und den Einfluss der Bezugspersonen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Spracherwerb, phonologische Entwicklung, Ammensprache, Grammatikerwerb und verschiedene Spracherwerbstheorien wie Nativismus und Behaviorismus charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Mutter beim Spracherwerb?

Die Mutter (bzw. Bezugsperson) dient als Sprachlehrende und Kommunikationspartnerin, indem sie ihre Sprache durch die Ammensprache, stützende und lehrende Stile an den Entwicklungsstand des Kindes anpasst.

Warum neigen Kinder zu Überdehnungen von Wörtern?

Dies dient oft als Mittel zur Kommunikation, wenn das Kind noch nicht das passende Wort abrufen kann oder Ähnlichkeiten zwischen Objekten betont, um sich mitzuteilen.

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Details

Titel
Sprachentwicklung
Hochschule
Ernst-Abbe-Hochschule Jena, ehem. Fachhochschule Jena
Note
1,3
Autor
Juliane Riemann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
23
Katalognummer
V83601
ISBN (eBook)
9783638908108
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sprachentwicklung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Juliane Riemann (Autor:in), 2006, Sprachentwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/83601
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Leseprobe aus  23  Seiten
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